Seite 21 von 35 ErsteErste ... 1117181920212223242531 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 201 bis 210 von 346

Unsere Jugend...*lol*

Erstellt von Muggi, 25.02.2005, 12:41 Uhr · 345 Antworten · 38.188 Aufrufe

  1. #201
    Benutzerbild von Scheul

    Registriert seit
    12.09.2002
    Beiträge
    5.158
    Ich habe jetzt nicht den kompletten Beitrag mit dieser Jaqueline gesehen, aber die Reporter scheinen ihre Arbeit auch nicht gründlich gemacht zu haben, denn der PLÜSCHER PARK heißt eigentlich BLÜSCHER PARK

  2.  
    Anzeige
  3. #202
    Benutzerbild von 80sgirl

    Registriert seit
    04.08.2004
    Beiträge
    336
    djrene postete
    Weiß nicht ob das schon verlinkt war. Ist echt kein Spaß mehr.

    http://www.2xfun.de/view.php?file=2690#item
    Ich habe mir das auch angeschaut. So viele Erziehungsheime wie man bräuchte kann man gar nicht haben. Da schämt man sich echt, Frau zu sein bei solchen beschränkten Gören, die außer Pisser und Mißgeburt nicht anderes sagen können. Die Worte im Abspann treffen genau das Problem.

  4. #203
    Benutzerbild von ihkawimsns

    Registriert seit
    23.02.2004
    Beiträge
    3.938
    Beim allmorgendlichen Durchschalten und Nachrichten-dem-Videotext-Entnehmen habe ich vorhin für ca. fünf Sekunden die "Grup Tekkan" bei Viva gesehen. Meine Prognose: In zwei Wochen ist das Teil auf Platz eins der Charts!

  5. #204
    Benutzerbild von Kazalla

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    2.129
    ihkawimsns postete
    Beim allmorgendlichen Durchschalten und Nachrichten-dem-Videotext-Entnehmen habe ich vorhin für ca. fünf Sekunden die "Grup Tekkan" bei Viva gesehen. Meine Prognose: In zwei Wochen ist das Teil auf Platz eins der Charts!
    Kam vor ein zwei Tagen auch ein Bericht in einer von den Magazinen im TV Explosiv oder so,da wurde gesagt das das Teil schon vor der veröffentlichung schon so viele orbestellungen hat das es wohl sofort auf den ersten 5 Plätzen landen wird!
    Armes Deutschland!

  6. #205
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Och das ist doch nichts Neues, Deutschland neigt doch schon lange dazu, immer mal den allergrößten Schrott auf Platz 1 der Charts zu erheben. Ich erinnere nur an Christian mit "Es ist geil, ein Arschloch zu sein" und auch Zladko und Jürgen waren mal recht hoch platziert. Da kommt's auf eine Schrottnummer mehr oder weniger doch nun nicht an...

  7. #206
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    A propos "Grup Tekkan".... die kommen ja aus Germersheim.... genau wie unser Forumsmitglied Flow. Hat der da etwa was mit zu tun?

  8. #207
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
    22.08.2003
    Beiträge
    1.764
    Na ja wenn auch hier im Forum dafür Werbung gemacht wird, da kann wohl mancher gedacht haben: eh das wird 1000 mal in der Stunde angeklickt, da muss man doch Kohle machen können!
    Oh das ist KULT!
    aber "Kult" heißt ja heute eigentlich (zurückübersetzt): grottenschlecht

    Ich habe diesen Videoclip und andere nicht so recht "verstehen" können, dank der Telekom, und der Nichtzurverfügungstellung von DSL.

  9. #208
    Benutzerbild von DeeTee

    Registriert seit
    19.12.2001
    Beiträge
    1.928
    Grup Tekkan
    Link: http://www.sueddeutsche.de/,kulm3/ku...kel/711/72639/

    Interessanter Artikel, besonders der Schluss.


    So schlecht, also echt

    Isch respektiere nuhur disch

    Schiefe Töne, große Gefühle: Warum die Mediengesellschaft das kostbare Gut Aufmerksamkeit an Nichtskönner wie die „Grup Tekkan“ vergibt.
    Von Tobias Kniebe

    Vielleicht steckt nur Zufall dahinter, vielleicht auch eine höhere Ironie des Schicksals. Jedenfalls treffen an diesem Wochenende zwei Termine im deutschen Musikgeschäft zusammen, die gerade in ihrer Koinzidenz ein größeres Thema ins Blickfeld rücken:

    Die Frage nämlich, wie die übersättigte Mediengesellschaft heutzutage ihr kostbarstes Gut verteilt, die Aufmerksamkeit des Rezipienten; wie die Akkumulation dieser Aufmerksamkeit über Nacht den Status eines „Stars“ oder „Superstars“ schafft; und wie sie – auf zunehmend ironische und absurde Weise – diesen Status ständig neu definiert.

    Auslöser sind zwei Plattenveröffentlichungen, die beide seit Freitag in den Läden stehen und um einen Platz in den Charts kämpfen: „I Still Burn“ von Tobias Regner und „Wo Bist Du, Mein Sonnenlicht“ von Grup Tekkan.

    Die Macht der Gelangweilten
    Für jene Unbeirrten, die Privatsender und Boulevardmedien grundsätzlich aus ihrem Gesichtskreis verbannen und auch keine Freunde haben, die sie per E-Mail mit Fundstücken aus dem Internet beglücken, hier eine kurze Zusammenfassung:

    Tobias Regner ist ein 23-jähriger Kommunikationsdesigner aus Freilassing, der gerade die dritte Staffel des Gesangswettbewerbs „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hat; Grup Tekkan besteht aus den drei Jugendlichen Ismael, Selcuk und Fatih aus Germersheim, die mit einer im Internet vorgefundenen Melodie und einem teilweise geklauten Text ein Liebeslied aufgenommen und dazu ein Video gedreht haben, das sie auf einer privaten Seite ins Netz stellten.

    Dort wurde es von passionierten Surfern aufgespürt, kopiert, publik gemacht und an Freunde verschickt, die den Fund ihrerseits an Freunde weiterleiteten, bis ihnen ein gewaltiger Schneeball-Effekt innerhalb weniger Tage einen Plattenvertrag bescherte.

    Diese beiden Erfolgsgeschichten erzählen von zwei grundsätzlich verschiedenen Systemen der Aufmerksamkeitsgewinnung, die unabhängig voneinander existieren, am Ende aber das gleiche Ergebnis produzieren: aus vollkommen Unbekannten werden innerhalb kürzester Zeit Prominente, die sich gewinnbringend vermarkten lassen. Tobias Regner ist das Produkt eines Medienkonzern-Netzwerks, das unter anderem den Sender RTL, den Musikkonzern Sony BMG, die Bild-Zeitung und eine Ich-AG namens Dieter Bohlen umfasst.

    Restlos durchgeplant, brachial und künstlich
    Hier vernetzen sich die größten Quotenbringer mit dem Ziel, aus zehntausenden von Bewerbern einen auszuwählen, den sie dann feiern und hochschreiben können und der ihre Investitionen in Gala-Shows, Studioproduktionen, Titelseiten und Werbekampagnen schließlich dadurch rechtfertigt, dass er vom Publikum als so genannter Superstar anerkannt wird. Dass dies ein restlos durchgeplanter, brachialer und natürlich zutiefst künstlicher Prozess ist, braucht man nicht extra zu betonen.

    Als Alternative dazu existiert jedoch ein zweites Netzwerk, dass seine weltumspannende Macht bisher nur gelegentlich aufblitzen lässt. Man könnte es nach dem New Yorker Internet-Aktivisten Jonah Peretti das „Gelangweilt-bei-der-Arbeit“-Netzwerk, oder „Bored at Work Network“, nennen. Es besteht aus dem Millionenheer moderner Computerarbeiter, die von Berufs wegen Zeit im Internet verbringen, Adressbücher mit zahllosen E-Mail-Adressen besitzen und sich den grauen Büroalltag dadurch auflockern, dass sie sich gegenseitig lustige Fundstücke aus dem Web schicken.

    Homepages, Songs oder Videos, die in diesem Netzwerk den zuverlässigen Impuls auslösen, den „Weiterleiten“-Button zu betätigen, können innerhalb von Stunden oder Tagen berühmt werden – wie es bei Grup Tekkan geschah. Schon früher sind auf diese Weise Weltstars des Webs entstanden: Mahir, der türkische Bademeister; Gary, der „Numa Numa Dancer“; Ghyslain, das „Star Wars Kid“. Als Plattenverträge oder Talkshow-Anfragen kamen, waren sie schon längst in aller Munde.

    Beide Wege zum Ruhm ähneln sich insofern, als sie mit dem traditionellen Prozess der Star-Werdung (jahrelanges Touren und Hochdienen im Showgeschäft, mühsamer Aufbau einer Künstlerpersönlichkeit) nichts mehr zu tun haben.

    Ansonsten sind sie jedoch fundamental verschieden: Zur „Superstar“-Sendung gehört die Ideologie der modernen Personalplanung: Die Kandidaten müssten „hart an sich arbeiten“, heißt es immer, teamfähig und freundlich sein und vor allem klaglos die erst einmal miserablen Arbeitsbedingungen der Konzerne akzeptieren.

    Staunen oder Gelächter
    Ziel ist die Normerfüllung. Die Stars des „Bored At Work“-Netzwerks dagegen zeichnen sich gerade durch ihre Abweichung von allen Normen aus: Sie sehen meist haarsträubend aus, lassen jegliche Scham vermissen, verkennen ihre öffentliche Wirkung vollkommen und treffen beim Singen – wie die Grup Tekkan – im Zweifelsfall keinen einzigen Ton. Sie werden überhaupt nur berühmt, wenn sie beim Betrachter entweder ungläubiges Staunens oder Gelächter hervorrufen.

    Beide Lager sind naturgemäß verfeindet, insbesondere die Absolventen der Superstar-Tortur giften bereits öffentlich gegen die „Nichtskönner“ der Grup Tekkan. Wenn es um inhaltliche Leere, fehlendes Charisma und die Abwesenheit einer künstlerischen Identität geht, geben sich die beiden Star-Modelle jedoch nichts. Schon eher erscheint der Erfolg von Grup Tekkan als eine Art Verhöhnung des „Superstar“-Prinzips, man könnte es aber auch als eine Art logische Folge deuten.

    Je rücksichtsloser das Netzwerk der Medienkonzerne diktiert, wer überhaupt Star sein und der Öffentlichkeit präsentiert werden darf, je industrieller die Zurichtung junger Talente vorangetrieben wird, desto größer muss die Sehnsucht nach einer Alternative sein, die man als authentisch verstehen könnte. Gerade in der Popmusik ist dieses Ideal so oft verfälscht, verhöhnt und restlos entwertet worden, dass es sich nun offenbar in die reine Negation geflüchtet hat. Man startet „Wo Bist Du Mein Sonnenlicht“ im Internet und verspürt eine lang vermisste Sicherheit: Das ist so schlecht, das muss echt sein.

    So schlecht! Das muss echt sein
    Am Ende ist es dieses Gefühl, das einen den „Weiterleiten“-Button anklicken lässt. In den gegelten Haarsträhnen, den einstudierten Gesten und verschleierten Blicken der Tekkan-Jungs blitzt etwas Reales auf, die ganze Unausgegorenheit und Peinlichkeit von Teenagerphantasien, die Sehnsucht, mehr zu sein als man ist – alle Gefühle, die einen im „Jugendzentrum Hufeisen“ von Germersheim überfallen können. Genau das spüren wir, direkt unter der Oberfläche unseres Lachens über Verse wie „Isch respektiere nuhur disch“.

    Und so gilt für die Komik des „Bored At Work“-Netzwerks das, was für alle große Komik gilt: Sie hat eine tragische Fallhöhe, die frühere Stars des Internets bereits eingeholt hat. Der dicke Gary aus New Jersey, der 2005 zu rumänischen Klängen so unvergleichlich dämlich vor seiner Webcam tanzte, floh vor dem Weltruhm ins Eremitentum seines Jugendzimmers; und der junge Ghyslain aus Quebec, der 2003 mit selbstgebasteltem „Lichtschwert“ einen Jedi-Ritter darstellen wollte, ist heute in psychiatrischer Behandlung. Nun heißt es Daumen drücken, dass Ismael, Selcuk und Fatih, die sich momentan noch unschuldig ihres Ruhm erfreuen, besser davonkommen

    (SZ vom 25.03.2006)


    Grüße!
    DeeTee

  10. #209
    Benutzerbild von waschbaer

    Registriert seit
    03.03.2002
    Beiträge
    8.370
    Netter Artikel aus der SZ. Aber ich finde die Tendenz, dass man in unserer Gesellschaft mit Nichtskönnen (und dem damit verbundenen KULT-Faktor) mehr erreicht als mit harter Arbeit echt furchtbar.

  11. #210
    Benutzerbild von Muggi

    Registriert seit
    08.02.2004
    Beiträge
    2.559
    http://www.gmx.net/de/themen/lifesty...4021SH82J.html

    Die spinnen, die Briten!

Ähnliche Themen

  1. Sich kleiden wie unsere Stars?
    Von SonnyB. im Forum 80er / 80s - FASHION & LIFESTYLE
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 29.06.2007, 08:02
  2. Benötigen ein Intro für unsere 80s Homepage!!!
    Von MikeDavies im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 55
    Letzter Beitrag: 23.06.2006, 09:53
  3. An unsere FIREFOX - Profis
    Von Heiko im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 14.12.2005, 10:04
  4. Unsere Helden
    Von davidbee im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.11.2003, 16:51
  5. Unsere Helden - und wie sie heute aussehen
    Von frickson im Forum 80er / 80s - POP & WAVE
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17.03.2003, 23:34