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Unterschicht-TV ... Bericht

Erstellt von DeeTee, 18.04.2005, 22:40 Uhr · 80 Antworten · 5.675 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von DeeTee

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    Guten Morgen!

    @Torsten:
    Ich habe von Postman gelesen "Das Verschwinden der Kindheit" (1982) und "Wir amüsieren uns zu Tode" (1985) sowie einige kürzere Veröffentlichungen, die in "Die Verweigerung der Hörigkeit" (1988) zusammengefasst sind.

    Die Rezension auf amazon.de ist in Teilen nicht falsch. Insbesondere "Wir amüsieren uns zu Tode" ist zweifellos ein Pamphlet, also eine Streitschrift und als solche nicht wissenschaftlich trocken und neutral, sondern entschieden, bewertend und z. T. polemisch. Das ändert aber nichts daran, dass die aufgestellten Grundthesen sehr wohl zutreffend sind - was wir heute beobachten können. Ich zitere mal vom Klappentext der Fischer-Tb.-Ausgabe:
    "Postmans These lautet, dass die Medien zunehmend nicht nur bestimmen, was wir kennenlernen und erleben, welche Erfahrungen wir sammeln, wie wir Wissen ausbilden, sondern auch, was und wie wir denken, was und wie wir empfinden, ja, was wir von uns selbst und voneinander halten sollen. Zum ersten Mal in der Geschichte gewöhnen sich die Menschen daran, statt der Welt ausschließlich Bilder von ihr ernst zu nehmen.
    An die Stelle der Erkenntnis und Wahrnehmungsanstrengung tritt das Zerstreuungsgeschäft. (...)"


    So, und nun lies nochmal den Artikel aus der SZ oder betrachte den medialen Aufwand um die Papstwahl.

    Richtig an der Rezension ist ferner, dass Teile von Postmans Büchern schlicht von der Realität eingeholt worden sind (was seine Thesen nicht abwertet, eher im Gegenteil), außerdem, das Teile seiner historischen Darstellung von Wertkonservatismus geprägt sind. Das, so denke ich, kann man aber an Europa bzw. auch an die eigenen Vosrstellungen anpassen.

    Für geübte Leser sind die Bücher schnell zu erfassen, insofern würde ich keines hervorheben wollen. Sie sollten in jeder guten Bücherei zu haben sein; bei Ebay gibt's sie wohl auch recht günstig.

    Grüße!
    DeeTee

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von italomaster

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    @ Bubu (zu Posting # 20)

    Meine Freundin war auch bei der Bild in Bremen als Redakteurin angestellt. Sie schwaermt noch heute davon. Ein bunter Haufen von "Typen", der im Schatten der Redaktion HH (Kai Diekmann) wunderbar regional arbeiten konnte.

    Aus journalistisch-fachlicher Sicht ist es bestimmt auch interessant, die Arbeit bei BILD zu verrichten. Und es ist bei weitem bestimmt auch nicht einfach, diese Schreibe zu Papier zu bringen. Darueber hinaus: In der Branche ist man ja auch "wer", wenn man dort war.

    Allerdings kann ICH es nicht verstehen, wie man gern bei einem Blatt ist, das tagtaeglich diese Dinge verzapft. Da muss ich eigentlich - trotz fachlichem Reiz - meine Werte drueber stellen und mich abgrenzen.
    Meine Freundin und ich haben da schon diverse Streitgespraeche gefuehrt, und sie ist sicherlich auch heute etwas anderer Meinung als noch vor einiger Zeit. Aber ich merke doch, wie die Faszination sie nicht loslaesst, ganz tief drinnen. Und sie ist beileibe keine oberflaechliche Gurke, sondern eine heute fast ausgestorbene Spezies, naemlich ein Mensch mit Moral und Werten, gerade, was den Umgang mit Menschen angeht.

    Fuer mich war die Bild restlos gestorben, als die damals den ehemaligen Mann von der mir verhassten Anke Engelke total fertig gemacht haben (z. B. koennte der nur Dosensuppen aufmachen, und waere ja auch zu nix anderem mehr nuetze, da A. Engelke ja diejenige welche in der Beziehung sei). Der Mann war nie ein oeffentlicher Mensch und konnte sich nicht wehren. Das war so dermassen das allerletzte, dass ich mir das nicht mehr geben wollte.
    Man bekommt ja doch, ueber's Jahr gesehen, noch einiges mit und ich werde immer wieder bestaerkt: Das ist einfach ein Haufen von moralfreien, der naechsten knackigen Head entgegengeifernden Schreiberlingen.

    Und wie Du, Bubu, die Crew dort beschrieben hast, scheint mir sehr treffend zu sein, besonders die aelteren Semester...

    Tja, und die gestrige Ueberschrift "Wir sind Papst" mag fachlich wieder mal ein Knaller sein, auf mich wirkt sie jedoch nur abstossend. Und ich bin alles andere als ein Papst-Anhaenger....

  4. #43
    Benutzerbild von Torsten

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    italomaster schrieb

    Aus journalistisch-fachlicher Sicht ist es bestimmt auch interessant, die Arbeit bei BILD zu verrichten. Und es ist bei weitem bestimmt auch nicht einfach, diese Schreibe zu Papier zu bringen. Darueber hinaus: In der Branche ist man ja auch "wer", wenn man dort war.
    Übrigens gilt die Aufmachung der "Bild" unter Werbe-Fachleuten als eine Referenz dafür, wie man schnellstmöglich Aufmerksamkeit erregt und somit einen Kaufanreiz schafft. Diese kurz-knackigen Überschriften, denen oft genug nur lächerlich kurze Artikel folgen, sind aus dieser Sicht eye-catcher vom Allerfeinsten. Ein Zugeständnis, dass man mit gesundem Menschenverstand freilich nur zähneknirschend machen kann.

    Ansonsten stimme ich deinen Worten vollkommen zu:
    italomaster schrieb

    Aus meiner Sicht kann man die BILD als intelligenter Mensch gar nicht ertragen, jedenfalls nicht dauerhaft.
    Warum sollte ich auch etwas lesen, von dem ich weiss, dass der Wahrheitsgehalt begrenzt und die beabsichtigte Lesermanipulation eher unbegrenzt ist...?! In meinen Augen ist es nicht unterhaltsam, sondern nur pure Zeitverschwendung.
    Ich glaube, der Begriff "fremdschämen" beschreibt recht gut das Gefühl, dass mich beim Lesen dieses bedruckten Klopapiers erfasst. Da fragt man sich, ob manchen Leuten wirklich gar nix mehr zu peinlich ist, um die Verkaufszahlen anzukurbeln...

  5. #44
    Benutzerbild von Torsten

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    DeeTee schrieb

    Für geübte Leser sind die Bücher schnell zu erfassen, insofern würde ich keines hervorheben wollen. Sie sollten in jeder guten Bücherei zu haben sein; bei Ebay gibt's sie wohl auch recht günstig.
    Danke für die Infos, werde mich dann beim nächsten Besuch in der Bücherei dort mal umschauen...

  6. #45
    Benutzerbild von bubu

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    italomaster postete
    @ Bubu (zu Posting # 20)

    Meine Freundin war auch bei der Bild in Bremen als Redakteurin angestellt. Sie schwaermt noch heute davon. Ein bunter Haufen von "Typen", der im Schatten der Redaktion HH (Kai Diekmann) wunderbar regional arbeiten konnte.
    Ja, ich war auch in der Lokalredaktion Hamburg tätig. Größtenteils unterscheidet sich die Themenauswahl nicht sehr von der eines normalen Lokalblattes, aber es ist eben alles im Bild-Stil gehalten.

    italomaster postete
    Aus journalistisch-fachlicher Sicht ist es bestimmt auch interessant, die Arbeit bei BILD zu verrichten. Und es ist bei weitem bestimmt auch nicht einfach, diese Schreibe zu Papier zu bringen. Darueber hinaus: In der Branche ist man ja auch "wer", wenn man dort war.
    Interessant war es sehr! Und ich denke, nicht nur als Journalist sollte man Deutschlands Medienmacht Nummer 1 schon mal von innen gesehen haben. Alleine schon um mal zu erleben, was für Reaktionen es bei Leuten hervorruft, wenn man am Telefon sagt, dass man für Bild unterwegs ist - selbst wenn man es nur als kleiner Praktikant ist. Das geht von sofortiger und totaler Anbiederung bis hin zur abgrundtiefen Verachtung. Aber da spürt man diese Macht, wenn dir als kleinem Praktikanten auf einmal Großindustrielle, Promis oder solche die es werden wollen Tür und Tor öffnen, nur weil sie geil auf Medienpräsenz sind. Es ist ein ekliges Spiel: du sitzt da, weißt, dass der dir gegenüber dich eigentlich nie auch nur mit dem Arsch anschauen würde, wenn du eben nicht von der Bild wärst. Der dir gegenüber versucht, dich das so deutlich er nur kann, auch spüren zu lassen, denn eigentlich hasst er sich dafür, dass er es nötig hat, sich mit dir kleinem Furz abgeben zu müssen. Denn eigentlich hält er sich für einen ganz tollen, großartigen, supergeilen Künstler, wenn nicht Gott.

    Und was die Schreibe anging - dies fiel mir unheimlich schwer, mich auf dieses Niveau einzustellen. Irgendwann ging's dann, aber ich konnte mich einfach nicht an das Gefühl gewöhnen, dass diese Texte wirklich von mir sein sollten.

    Allerdings kann ICH es nicht verstehen, wie man gern bei einem Blatt ist, das tagtaeglich diese Dinge verzapft. Da muss ich eigentlich - trotz fachlichem Reiz - meine Werte drueber stellen und mich abgrenzen.
    Es kommt wahrscheinlich darauf an, in welchem Ressort man arbeitet und was man genau tut. Die Bild hat ja auch viele harmlose Geschichtchen, wo man sicher nicht sofort in Gewissenskonflikte gestürzt wird. Vielleicht schafft man das dann irgendwann, auch den Rest der Zeitung für sich wegzublenden. Aber das wird schwierig, wenn man sich im Freundeskreis dafür verantworten muss. Ich war 1999 dort, als es im Kosovo gerade rundging. Und wie man sich vielleicht erinnert hat die Bild damals ziemlich auf die Kacke gehauen, Slobo dick auf dem Cover mit Headlines wie "Der Schlächter von Belgrad", etc. Das waren natürlich solche Aufreger, da konntest du noch so sehr beteuern, dass du nur über die neue Eselsgeburt in Hagenbecks Tierpark und das Mütterzentrum Eimsbüttel schreibst und damit nix zu tun hast - irgendwie peinlich war das schon.

    Meine Freundin und ich haben da schon diverse Streitgespraeche gefuehrt, und sie ist sicherlich auch heute etwas anderer Meinung als noch vor einiger Zeit. Aber ich merke doch, wie die Faszination sie nicht loslaesst, ganz tief drinnen. Und sie ist beileibe keine oberflaechliche Gurke, sondern eine heute fast ausgestorbene Spezies, naemlich ein Mensch mit Moral und Werten, gerade, was den Umgang mit Menschen angeht.
    Wie gesagt - bei Bild waren viele junge, nette und intelligente Redakteure. Was deren Gewissen anging, war die Zeit zu kurz, um das zu beurteilen. Ich hatte den Eindruck, dass ihnen Spaß machte so primitiv zu schreiben - als wenn es ihnen reichte, zu wissen, dass sie es besser könnten, aber nicht nötig hätten, bzw. die Leser ohnehin zu dumm seien. Das war so eine Attitüde, wie ein Erwachsener ein kleines Kind behandeln würde.

    Die Leser sind den Leuten bei Bild übrigens scheißegal - solange sie nur die Zeitung kaufen. Diese ganze Kampagne, dass die Bild ja für den kleinen Mann kämpft, "Ich geh' zur Bild-Zeitung!", "Volkscomputer, Volksbibel, Volksmp3player" und wasweißichnichtalles, ist an Verlogenheit und Heuchelei eigentlich nicht mehr zu toppen.

    Und ich weiß, wovon ich rede, denn wir Praktikanten durften nämlich auch das Lesertelefon beantworten. Das war der grauenvollste Job, den ich in meinem ganzen Leben jemals gemacht habe. Du kannst dir ins Ohr schreien lassen für die Schlagzeile vom Vortag - für die du nichts aber auch gar nichts kannst.

    Fuer mich war die Bild restlos gestorben, als die damals den ehemaligen Mann von der mir verhassten Anke Engelke total fertig gemacht haben (z. B. koennte der nur Dosensuppen aufmachen, und waere ja auch zu nix anderem mehr nuetze, da A. Engelke ja diejenige welche in der Beziehung sei). Der Mann war nie ein oeffentlicher Mensch und konnte sich nicht wehren. Das war so dermassen das allerletzte, dass ich mir das nicht mehr geben wollte.
    Man bekommt ja doch, ueber's Jahr gesehen, noch einiges mit und ich werde immer wieder bestaerkt: Das ist einfach ein Haufen von moralfreien, der naechsten knackigen Head entgegengeifernden Schreiberlingen.
    Es gibt ja die schönen Geschichten, wie Bild-Journalisten Promis erpressen. Z.B. bei dem Wussow-Ehekrieg. Das geht dann so: Anruf bei KJ Wussow - "Ja, ihre Frau hat das und das über Sie gesagt - lassen Sie sich das etwa gefallen? Was sagen Sie dazu? Wenn Sie uns exklusiv die Rechte an der Story geben, veröffentlichen wir die Statements ihrer Frau nur mit ihrer Gegendarstellung." Dieselbe Nummer wird dann nochmal bei Frau Wussow abgezogen. Da keiner vom anderen weiß, was er machen wird und jeder Angst hat, er könne den Kürzeren ziehen, werden sie sich nicht lange zieren, auf die Forderungen einzugehen. Und wieder sind für die nächsten Tage die Schlagzeilen (und die Auflagen) gesichert....

  7. #46
    Benutzerbild von bubu

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    Studie: SMS und E-Mail können den IQ stärker senken als Haschisch =

    London (dpa) - Intensives E-Mail- und SMS-Versenden kann den Intelligenzquotienten einer britischen Studie zufolge vorübergehend stärker senken als das Rauchen eines Joints. Das berichtete die Londoner Zeitung «The Times» am Freitag über eine Untersuchung an der University of London. Dabei wurde der IQ von 80 Probanden getestet. Dem Bericht zufolge sank deren Intelligenzquotient nach intensivem SMS- und E-Mail-Versand vorübergehend um bis zu zehn Punkte. Der Konsum von Haschisch hingegen senke den IQ anderen Studien zufolge nur um vier Punkte.

    Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass es für das Gehirn schwierig sei, mehrere Aufgaben zur selben Zeit zu meistern. Wer seine Arbeit immer wieder unterbreche, um elektronische Botschaften zu checken und zu beantworten, versetze sein Gehirn in ständige Alarmbereitschaft. Dadurch leide die Konzentrationsfähigkeit. Weltweit werden der «Times» zufolge täglich mehr als 50 Milliarden E- Mails verschickt.

  8. #47
    Benutzerbild von Torsten

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    bubu postete
    Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass es für das Gehirn schwierig sei, mehrere Aufgaben zur selben Zeit zu meistern. Wer seine Arbeit immer wieder unterbreche, um elektronische Botschaften zu checken und zu beantworten, versetze sein Gehirn in ständige Alarmbereitschaft. Dadurch leide die Konzentrationsfähigkeit. Weltweit werden der «Times» zufolge täglich mehr als 50 Milliarden E- Mails verschickt.
    Um festzustellen, dass ständige Unterbrechungen die Konzentration stören und somit die Leistungsfähigkeit verringern, hätte es aber nun nicht einer solchen Studie bedurft...

    Ich gehe davon aus, dass ständige Telefonate oder direkte Unterbrechungen durch Kollegen einen ähnlichen Effekt erzielten.

    Merkwürdig auch, dass man bei temporärer Leistungsverminderung direkt von einer Absenkung des IQ spricht; bisher bin ich davon ausgegangen, dass dies ein feststehender Durchschnittswert individueller Intelligenz ist, der allenfalls durch längeres bzw. regelmäßiges Training beeinflusst werden kann. Zeitweise Beeinträchtigungen durch Einflüsse von außen sind für mich Faktoren ähnlich der Tagesform, sprich normale Schwankungen, denen ich keine besondere Bedeutung beimessen würde.

  9. #48
    Benutzerbild von frasier

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    Ist schon interessant, zu beobachten, dass die Bildungsoberschicht sich ihre Meinung aus Büchern und Zeitungen bildet, also durch andere Meinungen, während ich immer dachte, es ist das beste, sich aus Fakten ne eigene Meinung zu bilden.

  10. #49
    Benutzerbild von Pallas

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    Bubu, weitgehende Zustimmung zu deinen Postings.

    Zeitungen vermitteln eine Nachricht anders als das Radio oder Fernsehen, diese Medien werden unterschiedlich und durch unterschiedliche Kanäle wahrgenommen. Ein medienkompetener Mensch weiß, aus welcher Quelle er sich am besten (und am differenziertesten) informieren kann. Das Fernsehen ist am manipulativsten, weil es gleichzeitig Bildsprache und Ton nutzt. Die Tageszeitung empfinde ich persönlich als beste Quelle, da man - wenn man etwas nachlesen oder sich über etwas vergewissern möchte - gegebenenfalls auch zurückblättern kann. Das Wort ist gedruckt und man hat es in der Hand, und deshalb kann man es nutzen, wie es einem beliebt - man kann es lesen, wie und wann man will.
    Wie heißt es so schön - Das Medium ist die Botschaft.

    Auch zwischen einzelnen Zeitungen - z. B. die "FAZ" und die "BILD" - gibt es einen immensen Unterschied. Wer ersteres und ähnliche Quellen liest, wird sich niemals mit der "BILD" als ernstzunehmende Informationsquelle abgeben. Wo die "BILD" nur einen kleinen Artikel mit einer vielleicht großlettrigen Überschrift bringt, informiert eine Zeitung wie die "FAZ" mit wesentlich mehr Text und Information. Doch die "BILD" galt ja von jeher als das Infoblatt der Arbeiter, das, was der Malocher in der Pause zur Käsestulle liest, und deshalb - so habe ich es mal irgendwann von "BILD" gelesen - setzen sie auf kurz-knallige Informationen. Aber ihr Ton dabei gefällt mir ganz und gar nicht: reißerisch, den Leser für eine Meinung unbedingt einnehmen wollend.

  11. #50
    Benutzerbild von DeeTee

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    frasier postete
    Ist schon interessant, zu beobachten, dass die Bildungsoberschicht sich ihre Meinung aus Büchern und Zeitungen bildet, also durch andere Meinungen, während ich immer dachte, es ist das beste, sich aus Fakten ne eigene Meinung zu bilden.
    Als zur Bildungsoberschicht (tolles Wort ! ) gehörend frage ich Dich 'mal, wo Du Deine Fakten denn herbekommst, aus denen Du Dir Deine eigene Meinung bilden möchtest?

    @Pallas:
    Abgesehen von der Tatsache, dass auch die renommierten Zeitungen immer öfters dazu neigen, einfach schlechte Berichterstattung abzuliefern, finde ich das eine schöne knappe Darstellung.

    Grüße!
    DeeTee

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