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Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

Erstellt von Die Luftgitarre, 06.04.2011, 15:32 Uhr · 25 Antworten · 3.438 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Ich äußere jetzt mal ein paar völlig fortschrittsfeindliche Ansichten:

    Ich hab bis heute nicht verstanden, warum man beim Thema Computer/Internet dauernd neue Programmversionen installieren muss. Ich sehe das immer ganz naiv so: Gestern funktionierte es doch wunderbar ... und heute aufeinmal nicht mehr, nur weil ich eine "veraltete Programmversion benutze". Mit anderen Worten: die neue Programmversion löst ein Problem, das es ohne sie gar nicht gäbe! Die Computertechnologie hat einen Stand erreicht, der für Otto-Normal-User vollkommen ausreichend ist und wenn einfach keine neuen Programmversionen mehr rauskämen, könnte auf dem PC alles immer schön weiter funktionieren und man würde viel Zeit und Nerven sparen.

    Ebenso wenig verstehe ich, warum Handys ein "Menü" haben müssen und warum zum Bedienen derselben eine längere Gebrauchsanweisung nötig ist. Damals bin ich einfach in eine Telefonzelle gegangen, hab ein paar Groschen eingeworfen und 10 Zifferntasten bedient ... jetzt haben sie die Telefonzellen weitgehend abgeschafft und ich müsste mich mit Menüs, einer Navigation, mit Anbietern und Tarifen auseinandersetzen, Hallo, ich will doch nur telefonieren!

    Bin ich der einzige, dem der Fortschritt auf diesen Gebieten irgendwie gar nicht als Fortschritt, sondern nur als unnötige Verkomplizierung erscheint?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Ich habe mich längere Zeit gegen Mobiltelefone gewehrt, da ich ohnehin ungern telefoniere. (Zudem sah ich bei fast allen "frühen" Benutzern (hauptsächlich Geschäftsleute oder andere "wichtige Figuren"), daß das Teil dazu benutzt wurde, Termine im letzten Augenblick noch umzuwerfen....). Mittlerweile habe ich ein (sogar ein zweites) Mobiltelefon: Zum Telefonieren.

    Das Internet, ja dagagen hatte ich auch etwas. Nicht gegen das Internet als solches, sondern zu Modemzeiten habe ich sofort gesehen, daß ein solches Netzwerk erst mit deutlich höherer Geschwindigkeit sinnvoll ist. Seit DSL bin ich kein Internet-"Gegner" mehr.

    Computerupgrades: Mein Lieblingsbetriebssystem ist Windows2000. Leider wird es schon länger nicht mehr vom Hersteller unterstützt und ist daher kaum noch tragbar. Seit anderthalb Jahren habe ich daher ein neueres.
    Word und Excel hat seit der Version 97 nicht wirklich etwas dazugelernt. Zudem ist es für mich als Privatperson ohnehin nicht erschwinglich, alle 2-3 Jahre dafür etwas neues zu kaufen. Warum sollte ich also etwas anderes nutzen? Zudem ist die Bonbonfraktion mit unnötiger großer Sucherei verbunden.

    Es gibt ach Dinge, gegen deren "Fortschritt" ich nie etwas hatte, wie die Einführung der DVD.
    Bei MiniDisc gehörte ich mit zu den Pionieren (und habe mich gleichzeitig gefragt, was DCC im Vergleich bringen soll, zudem war ich DAT-Benutzer).
    In der Fotografie (ich besitzte bis heute keinen Fotoapparat) war mir von Anfang an klar, daß die Kinderschuhe einige Jahre getragen werden müssen. Fotos unter 5 Megpixeln im Vergleich zu analoger Fotografie: Lächerlich! Man bedenke, welche Auflösung vor 10 Jahren "gut" hieß: 800x600p .... Macht davon mal einen Fotoausdruck!

    Ich könnte zu anderen Dingen noch einiges schreiben, aber mit fehlt die Zeit, also fasse ich mal zusammen:
    In so mancher Hinsicht gebe ich vielem althergebrachten gerne den Vorzug, bei einigen Neuerungen braucht's manchmal einfach Zeit, bis diese gut genug sind. Gegen Verbesserungen habe ich nichts - aber nur NEU ist deswegen noch lange nicht besser.

  4. #3
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Ok - zu Mobiltelefonen hab ich ja schon was im anderen Thread geschrieben.

    Computer: Mir wird wohl kaum jemand vorwerfen können, daß ich mich nicht mit alten Systemen auseinandersetze...

    Bin kürzlich dann doch mal von XP auf Win 7 umgestiegen. Naja umgestiegen ist nicht das richtige Wort, ich hab ne XP Platte und ne Win 7 HD (mit der Installation bin ich jetzt online). Warum Win 7 (Demo *g*)? Hatte einen ganz wichtigen Grund: Das Game Mafia II lief unter XP nicht nicht ruckelfrei

    Ihr seht also, man muss sich im Leben auf die wirklich wichtigen Sachen konzentrieren! Jawohl!

    Knipse: Ja - meine Canon ist suuuper. Aber ich werde mir nicht alle zwei Jahre ne neue kaufen - nur weil der Blödmarkt meint alles unter 12 MP ist BS...

    Auch hier nochmal der Link zu einer Arte Doku die in diesem Zusammenhang zum Pflichtprogramm gehört (ein wenig X-Posting):

    Ich hab eben einen hochinteressanten Beitrag zu dem Thema der auf Arte lief gesehen. Dort wurde u.a. ein Epson Drucker vorgestellt, der eine Art Counter auf der Platine haben soll, der nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken den Drucker zum "Aufhängen" bringt und so unbenutzbar macht -> auf zum neuen Druckerkauf und mit dem alten auf den Müll...

    Genial sind übrigens die ersten Minuten der Dokumentation: Dort wird eine Glühbirne gezeigt die seit über 100 Jahren funzt. Dafür gibts wohl seit einiger Zeit auch einen "Livestream" im Netz. Die Webcam zur Aufzeichnung musste schon 2 Mal getauscht werden - sie war defekt ;->

    -snip-

    http://www.arte.tv/de/Die-Wegwerfer/3714422.html

    Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". (...)

    -snap-


    Ich hatte schon im Hinterkopf, daß es diese "Philosophie" gibt - aber das es *so* heftig ist...

    Ich passe wohl nicht in das Mainstream-Konsumschema, oder habe einfach Glück beim Kauf - meine Sachen halten recht lange. Ich sehe es auch nicht ein, warum ich meinen "nur" 1GHz-Hybrid-PC auf den Müll schmeissen sollte. Zum "Saugen" und Schreiben und für meinen Roland-Synth (LAPC-I) ist er immer noch perfekt.

    Ok - wenn ich mir das so anschau bin ich sicher kein Technikmuffel - aber ein Obsoleszenzmuffel



    Lutz

  5. #4
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    @Luftgitarre

    Vielen Dank für diesen Thread. Ich hatte dieses Thema auch schon oft durchgedacht, hätte aber nicht gewusst, wie es formulieren sollte.

    Mobiltelephone:

    Ich fange mal bei den Mobiltelephonen an. Ich hasse Telefonieren und habe da auch nie einen großen Heel draus gemacht. Und seitdem ich im Schuldienst und als Jugendschöffe tätig bin, bekomme ich immer mehr mit, wie mit diesen Teil sehr viel Unsinn gemacht wird und in vielen Straftaten bei Kleinkriminellen eben eine Rolle spielt. Das eigentliche Telefonieren wird eigentlich zur Nebensache.

    Ich wünsche mir auch die Zeit zurück, in der ich einfach mit 20 Pfennig in eine Telefonzelle gehen könnte. Das wäre sicherlich schneller als erst einmal die ganze Bedienungsanleitung durchzulesen. Bei einem Handy von mir habe ich mal ewig geflucht, weil ich die Tastensperre nicht herausbekommen habe. Ein Freund hatte es mir gezeigt, aber ich hatte die Tastenkombination wieder vergessen und bekam es nun nicht mehr "frei". Das wäre mir in einer Telefonzelle nie passiert.

    Ich hätte auch nicht gegen Handys, wenn sich Benutzer halbwegs normal damit benehmen würden. Aber egal, wo ich bin, ob im Theater, im Kino oder sogar in der Kirche - immer klingelt so ein Scheißteil, wenn ich in der Nähe bin. Und es stört mich, wenn dann eine Kerl vom Typus "jugendlicher Proloarsch" im Kino neben mir sitzt und alle drei Minuten eine SMS von seiner "Schnegge" bekommt und diese dann auch noch beantworten muss. Wenn man diese Spezies dann auf ihr Fehlverhalten anspricht, dann heißt es "Ey Alter halt´s Maul". Über Handyfilmer bei Konzerten haben wir uns ja schon in anderen Threads ausgelassen.

    Früher habe ich mich auch nicht geärgert, wenn ich mal in einen Telekomladen musste, aber mittlerweile sind dort nur noch Angestellte mit Migrationshintergrund, die von Arroganz nur so stotzen und ein Fach-Chinesisch (Sorry, ich meinte natürlich Fach-Türk-Deutsch) sprechen, dass ich solche Läden meide, wie der Teufel das Weihwasser. (Ey, Burak, guck mal, da hat einer noch ´n Handy voll aus Steinzeit). So etwas ist einfach nur noch ärgerlich. Gerade diese Branche ist nur noch auf "jugendliches Zielpublikum" ausgerichtet.

    Computer:

    Ich habe mittlerweile Vista als Betriebssystem und ich habe geflucht bis zum es geht nicht mehr, als ich umgestellt hatte. Schon allein, dass die Funktion "Arbeitsplatz" nicht mehr verfügbar war, sondern nun eben "Computer" heißt. So etwas erklärt einem auch keiner, sondern man muss es nachlesen (in einem Handbuch von knapp 200 Seiten findet man das ja auch immer sofort) oder jemanden kennen, der dieses Problem schon behoben hat.

    Mal ganz ehrlich: Ich teile Luftgitarres Meinung, dass die meisten Spielereien die heute noch in die Betriebssysteme oder in die Microsoft-Office-Palette neu aufgenommen werden, für unnötig und oftmals nur für einen dümmlichen Schnickschnack ohne den ich wunderbar auskommen könnte. Außerdem werden die Benutzeroberflächen oftmals immer unübersichtlicher und benutzerunfreundlicher.


    Fotokopierer:

    Ich habe mir vor Jahren einen gebrauchten Canon PC 20 gekauft, der mir für den privaten Hausgebrauch völlig ausreichte. Nun machte er nach knapp zwölf Jahren das erste Mal Zicken und ich wollte ihn reparieren lassen. Mein telefonischer Leidensweg hat mich bis zu Canon Deutschland in deren Hauptquartier geführt, nur um mitgeteilt zu bekommen, dass solche alten Geräte nicht mehr repariert werden können, weil da die Technik nun schon weiter ist und Canon an so alten Teilen eben nicht mehr interessiert ist.

    Hallo, das Teil war super. Ein Fotokopierer, der diesen Namen auch verdient. Original oben einlegen, drei Sekunden warten und fertig ist die Kopie. Kein großes Rumgestelle. Bei uns in der Schule (und Lehrer sind ja im Allgemeinen dann doch eher die Technikdummies) haben wir einen hypermodernen Kopierer, der nahezu jeden zweiten Tag gewartet werden muss, weil irgendeine Kollegin (Sorry, aber das ist echt so) wieder einmal den falschen Knopf gedrückt hat und dann eben nicht mehr weiß, wie sie von dem aufgerufenen Menü wieder zurück kommt. Es ist nicht nur einmal passiert, dass der Techniker kam, auf zwei Knöpfe gedrückt hat und dann eben wieder fertig war.


    Digicams / Digitale Fotoapparate:

    Eigentlich will ich mit den Teilen nur fotografieren und nichts anderes machen. Und genau das wird mit zunehmenden Menüs immer schwieriger. Und viele dieser Sonderfunktionen finde ich einfach nur störend.


    Spielkonsolen:

    Ich bin sowieso jemand, der nicht gerne an Playstations oder an sonstigen Computerspielen seine Freude findet. Aber mittlerweile geht es mir so, dass ich die - ach so realistische Grafiken - mittlerweile oftmals hässlich und abstoßend finde und diese für mich nicht mehr den Charme der frühen Computerspiele haben.


    Downloads:

    Nachdem die Diskussion ja immer mehr dahingehend laufen wird, dass die CD in den nächsten Jahren als Medium für kaufbare Musik verschwinden wird, muss man sich einfach mit dem Gedanken der legal herunterzuladenenden Musik anfreunden.

    Für mich ein herber Verlust, weil ich eben immer noch meine Freude dran habe, dass ich Musik nicht nur höre, sondern auch die Informationen in einem gut gemachten Booklet zu schätzen weiß.


    Nie sonderlich gestört hat mich die Weiterentwicklung bei Filmen (von VHS auf DVD) und bei Autos. Allerdings wunderte ich mich kürzlich, als ich bei meinem Audihändler mehrere hundert Euronen hinblättern musste, weil meine elektrischen Fensterheber nicht mehr funktionierten und der Angestellte mir sagte. Ja früher hätte man eine neue Kurbel hingemacht, sie hätten 20 Mark gezahlt und der Käse wäre gegessen gewesen.

  6. #5
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen

    Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". (...)

    Ich hatte schon im Hinterkopf, daß es diese "Philosophie" gibt - aber das es *so* heftig ist...

    @Lutz

    Voll deiner Meinung. Ich habe mal eine interessante Doku dazu gesehen, dass wir uns auch zu einer "Wegwerfgesellschaft" hinbewegen und dass dies zur Folge hat, dass diese Einstellung zu größeren soziologischen Problemen führen wird.

    Hier wurden als Beispiele die hohe Scheidungsrate in Deutschland (lieber die alte Beziehung "wegwerfen" als dran zu arbeiten und zu "reparieren"), das schnelle "Feuern" und Austauschen ("Jeder ist ersetzbar") eines "nicht-funktionierenden" Angestellten in einer Firma oder eben auch das "Gegen-alles-sein" genannt, weil wenn man "für etwas ist", dann kann es sein, dass man seine Position hierzu reviedieren (also auch wieder "reparieren" müsste) und das können wir Deutschen langsam aber sicher nicht mehr, weil wir von der Industrie und Technik eben zu willigen "Wegwerfern" erzogen wurden.

    Leider weiß ich nicht mehr genau, wie die Doku hieß.

  7. #6
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    @Computer:

    Ich habe mittlerweile Vista als Betriebssystem und ich habe geflucht bis zum es geht nicht mehr
    Dass hätte ich Dir auch vorher sagen können. Vista hat sogar bei der großartigen .uk Serie It Crowd sein hochverdientes Fett abbekommen:



    Lutz

  8. #7
    Benutzerbild von Soundfeile

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    @ Elek.-maxe, MS Word ist für mich schon lange kein Thema mehr. Ich habe mir open office angewöhnt.
    Was das fotografieren betrifft, muss ich sagen, für Otto Normalo ist die digitale Fotografie einfach die bessere Wahl. Ich freue mich erstens, dass man wilde um sich her knipsen kann. Mittlerweile habe auch ich, nachdem dies meine ganze Sippe schon nutzt, ein fettes Fotoalbum drucken lassen. Vor einem Monat folgte dann das erste Poster 50x75. An beidem kann ich mich gar nicht mehr sattsehen. Zweiter schöner Punkt ist das unproblematische Teilen mittels Kopien. Gut, ich habe 2 Megapixel mehr, wie du es verglichen hast, aber das dürfte eher ein unwesentlicher Faktor sein. Subjektiv vermute ich mal, das eine digitale Spitzenkamera auch jeder noch so hochwertigen analogen Kamera das Wasser reichen könnte. Warum macht mich das so sicher? Wir haben 3 Fotografen, die bei uns jedes Wochenende die Fußballspiele dokumentieren. Im laufe der Jahre hat man deutliche Sprünge in Sachen Qualität vor allem was die Brillianz betrifft, wahrnehmen können.
    @ waschbär, was quält dich an Vista? Ich hab alle MS Betriebssysteme seit 3.11 genutzt. Es ist definitiv komfortabler als xp und meines läuft seit Jahren absolut stabil. Ich kann überhaupt nicht klagen. Trotzdem höre ich hin und wieder mal, das Vista Scheiße ist. Wenn man dann fragt, warum, wird kurz ne starre Haltung eingenommen und man bekommt als Antwort, es sei halt so. Erklären könne man es nicht. Gut ob Arbeitsplatz oder nun Computer benannt, sind Sachen, die mir gar nicht auffallen würden. Wenn man das Fenster öffnet, ist doch dessen Inhalt eigentlich klar. Das Einzige woran ich mich erinnere, ist die etwas andere Navigation mit mehr Varianten. Und mit dem markieren musste man sich, glaube ich, umgewöhnen. So genau weiß ich das gar nicht mehr. Ich hatte mich da ganz schnell dran gewöhnt.

    Im Übrigen, hat MS mein Windows Live Mail auf die Version 2011 upgedatet. Dies war mir neu. Beim Outlook Express gab's das nie, dass man mit einer aktuellen Version bedient wurde.

    Was Upgrade betrifft. Ich habe seit 2 Wochen einen neuen Fernseher und habe die letzten Jahre mit absoluter Sicherheit kein Handbuch mehr so lange studieren müssen. Das Ding ist jetzt im privaten Netzwerk integriert, aber da hab ich mich total harte angestellt.

  9. #8
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Soundfeile Beitrag anzeigen
    waschbär, was quält dich an Vista? Ich hab alle MS Betriebssysteme seit 3.11 genutzt. Es ist definitiv komfortabler als xp und meines läuft seit Jahren absolut stabil. Ich kann überhaupt nicht klagen. Trotzdem höre ich hin und wieder mal, das Vista Scheiße ist. Wenn man dann fragt, warum, wird kurz ne starre Haltung eingenommen und man bekommt als Antwort, es sei halt so. Erklären könne man es nicht. Gut ob Arbeitsplatz oder nun Computer benannt, sind Sachen, die mir gar nicht auffallen würden. Wenn man das Fenster öffnet, ist doch dessen Inhalt eigentlich klar. Das Einzige woran ich mich erinnere, ist die etwas andere Navigation mit mehr Varianten. Und mit dem markieren musste man sich, glaube ich, umgewöhnen. So genau weiß ich das gar nicht mehr. Ich hatte mich da ganz schnell dran gewöhnt.
    Also Vista ist nicht zufällig bei obiger Sitcom aufs Korn genommen worden. Es ist wohl ziemlich unausgereift auf den Markt geschmissen worden und schleppte diverse Probleme mit sich rum, und wurde deshalb auch nicht zufällig von den Usern nicht richtig angenommen. Viele blieben (wie ich) bei XP und warteten auf Win 7 (was einen wirklich guten Eindruck macht). Ich kann Dir jetzt nicht aus persönlichen Erfahrungen sämtliche Negativseiten von Vista aufzählen (ich bin kein Masochist habs deshalb nie installiert), aber man muss auch nicht sämtliche Modern Talking Songs gehört haben um zu wissen, dass sie sch*** sind.

    Ich kann mich da nur Luftgitarre anschliessen. Never change a running System - wenn alles lööppt - warum was ändern? Auch hier habe ich den Eindruck, dass es etwas in die Richtung geplante Obsoleszenz geht. Was bei obigem Druckerbeispiel der Counterchip ist, ist bei den Betriebssytemen oft die "wird nicht mehr unterstützt" Keule (auch wenn es technisch kein Problem wäre).

    Digicams sind IMO wirklich deutlich besser als analoge. Aus künstlerischer Sicht kann man darüber streiten - was aber Bildschärfe, etc und Handhabung angeht, macht es sehr viel Spaß (und ich fotografiere erst so richtig seit 2007 - mit meiner ersten eigenen (Digi) Cam).
    Das Digi-Problem: Nicht zuuu viel knipsen, und überlegen wie/was. Es ist letztendlich immer noch der Fotograf, nicht die Kamera! Wir sehen uns im Foto-Thread

    Lutz

  10. #9
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    Zitat Zitat von Soundfeile Beitrag anzeigen
    @ Elek.-maxe, MS Word ist für mich schon lange kein Thema mehr. Ich habe mir open office angewöhnt.
    Das geht leider am Thema vorbei, weil es hier um Upgrades und Neuerungen geht. Umsteigen ist ein anderes Thema - und in diesem Fall die günstigere Methode, um "mitzuhalten". -Wobei ich auch da keine Vorteile zu den seit Ewigkeiten auf dem Markt befindlichen genannten Produkten kenne. Ich würde sagen: Da holt man sich einfach was man braucht, Unterschiede sind gering, die Produkte seit längerer Zeit gut ausgereift.
    Gut, ich habe 2 Megapixel mehr, wie du es verglichen hast, aber das dürfte eher ein unwesentlicher Faktor sein.
    Stimmt, ich habe ja auch nur ein Mindestmaß, daß ich mir vor 10 Jahren schon gedacht habe, angegeben, höhere Auflösung als das Mindestmaß wird sicher keine schlechteren Ergebnisse liefern...
    Im Übrigen, hat MS mein Windows Live Mail auf die Version 2011 upgedatet. Dies war mir neu. Beim Outlook Express gab's das nie, dass man mit einer aktuellen Version bedient wurde.
    Solche Bevormundung kann ich übrigens nicht leiden und bei mir werden Updates nur nach meiner Zustimmung installiert.

  11. #10
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    @Lutz

    Voll deiner Meinung. Ich habe mal eine interessante Doku dazu gesehen, dass wir uns auch zu einer "Wegwerfgesellschaft" hinbewegen und dass dies zur Folge hat, dass diese Einstellung zu größeren soziologischen Problemen führen wird.

    Hier wurden als Beispiele die hohe Scheidungsrate in Deutschland (lieber die alte Beziehung "wegwerfen" als dran zu arbeiten und zu "reparieren"), das schnelle "Feuern" und Austauschen ("Jeder ist ersetzbar") eines "nicht-funktionierenden" Angestellten in einer Firma.
    Klar ist, dass es solche "Sollbruchstellen" heute in manchen Produkten gibt. Richtig ist aber auch, dass es eine ganze Reihe von Produkten gibt, die heute sehr viel länger halten als früher (was wiederum den Grund für solche Sollbruchstellen hergeben kann: die Dinge sind einfach zu gut geworden). Als Beispiel kann man sehr gut das Auto nehmen. 80er-Jahre-Autos galten mit sechs bis sieben Jahren als alte Gurken, rosteten an den Kanten und standen im Gesamteindruck nicht mehr weit von der Schrottpresse. Heute stehen teilweise 10 Jahre alte Autos noch unheimlich gut da und es dauert meistens allein schon sechs Jahre bis überhaupt erste Defekte auftreten. Ich habe z. B. vor ein paar Monaten einen Wagen verkauft, der nach zehn Jahren noch seinen ersten Auspuff und bei 120.000km erst die zweiten Bremsscheiben hatte.

    Mir erscheint diese Relation zwischen einem allgemeinen Trend zur Wegwerfgesellschaft und einem Wegwerf-Sozialverhalten deshalb etwas übertrieben hineingedeutet. Die sinkende Bereitschaft Beziehungen bei auftretenden Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten hat m. E. mehr mit den Schattenseiten dessen zu tun wie Emanzipation in unserem Lande gesehen und gelebt wird. Grundsätzlich ist es aber zu begrüßen, dass Frauen heute nicht mehr bei Männern bleiben müssen, nur weil die ihnen die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit verbieten und sie somit abhängig sind und für immer bleiben. Dass das mehr Trennungen bedeuten kann muss eine Gesellschaft dann aushalten. Mit Konsumtrends hat das m. E. recht wenig zu tun. Die sind produktgruppenspezifisch auch sehr unterschiedlich.

    So fahren wir Autos immer länger, kaufen aber alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon. Aber selbst wenn wir heute so konsumieren, sind wir eben keine Wegwerf-, sondern eine Recycling-Gesellschaft. Denn gerade weil wir z. B. Mobiltelefone kaufen obwohl die alten noch funktionieren, ist unsere Rohstoffbedarf so hoch, dass Recycling aufgrund steigender Rohstoffpreise im Gegensatz zu früher absolut lukrativ ist. Was früher als Sondermüll auf der Deponie eingegraben und für immer verloren wurde, wird heute deshalb zu 90% und mehr wiederverwendet. Man sollte das deshalb m. E. nicht immer so typisch "Öki"-negativ sehen. Es hat unterm Strich tatsächlich sogar seine guten Seiten.

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