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Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

Erstellt von Die Luftgitarre, 06.04.2011, 15:32 Uhr · 25 Antworten · 3.436 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    So fahren wir Autos immer länger, kaufen aber alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon. Aber selbst wenn wir heute so konsumieren, sind wir eben keine Wegwerf-, sondern eine Recycling-Gesellschaft. Denn gerade weil wir z. B. Mobiltelefone kaufen obwohl die alten noch funktionieren, ist unsere Rohstoffbedarf so hoch, dass Recycling aufgrund steigender Rohstoffpreise im Gegensatz zu früher absolut lukrativ ist. Was früher als Sondermüll auf der Deponie eingegraben und für immer verloren wurde, wird heute deshalb zu 90% und mehr wiederverwendet. Man sollte das deshalb m. E. nicht immer so typisch "Öki"-negativ sehen. Es hat unterm Strich tatsächlich sogar seine guten Seiten.
    Öhm - wie bereits oben gepostet:

    "Als Beispiel für die verheerende Umweltfolgen der geplanten Obsoleszenz zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra."

    Dazu schau mal kurz in den zweiten Clip auf der Seite:

    Kaufen für die Müllhalde - ARTE

    Was die Autos angeht ist da was dran - die halten wohl wirklich länger. Auf der anderen Seite kann man aber immer weniger selbst reparieren (wie auch in vielen anderen Bereichen). Und selbst Werkstätten stecken oft nur noch ihr Diagnosekabel in den total verbauten Motorraum, um dann eine sauteure komplette Komponentengruppe zu bestellen...

    Und kaufen "wir" tatsächlich alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon? Und was ist mit dem alten? Ist das dann Schrott? Ab in den Müll? Also mein Nokia ist ca 8-10 Jahre alt - und man kann damit nach wie vor prima telefonieren, und es passt auch schon locker in Hemdtasche und der Akku hält ewig Zum Fotografieren nehme ich halt meine Canon *g*

    Apropos fotografieren:

    Megapixel:

    Zitat Zitat von Elek.-maxe Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich habe ja auch nur ein Mindestmaß, daß ich mir vor 10 Jahren schon gedacht habe, angegeben, höhere Auflösung als das Mindestmaß wird sicher keine schlechteren Ergebnisse liefern...
    Der anhaltende Pixelwahn führt übrigens nicht immer zu besseren Bildern. Die Anzahl der Bildpunkte wird laufend erhöht, die Sensoren bleiben aber winzig klein. Die Folge ist u.a. das berüchtigte Bildrauschen. Meine Canon A620 hat "nur" 7.1 MP die auf einem vergleichsweise grossen Chip verteilt sind. Damit schlägt sich locker in der Bildqualität viele der neueren Kompaktkameras mit 12 MP und mehr...


    Lutz

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Öhm - wie bereits oben gepostet:

    "Als Beispiel für die verheerende Umweltfolgen der geplanten Obsoleszenz zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra."

    Dazu schau mal kurz in den zweiten Clip auf der Seite:

    Kaufen für die Müllhalde - ARTE
    Ja, habe ich mir angeschaut und das läuft so natürlich nicht richtig. Andererseits gibt es was solche Dokus und Reportagen angeht ja eine Form von Katastrophenkonsens. Was für Dokus gibt es schon über Dinge die prima sind und super funktionieren? Ich habe ja auch nicht behauptet, dass wir in einer perfekten Welt leben, in der keine Sauereien mehr stattfinden. Doch während wir in Europa vor wenigen Jahrzehnten noch kaum Recycling betrieben haben (die damaligen Deponien wird man vielleicht irgendwann zur Rohstoffgewinnung wieder ausgraben...), gibt es heute selbst beim Hausmüll eine 50%ige Recyclingquote (vor der Einführung der Mülltrennung so gut wie 0%) und bei Elektroschrott sollen es 2019 bereits 65% sein (was z. B. die Skandinavier schon jetzt erreichen). Ab 2015 müssen Autos zu 85 bzw 95% verwertbar sein, Volkswagen arbeitet bereits auf diesem Niveau. Wenn heute also noch Fernseher (vornehmlich aus Osteuropa und ausserhalb der EU?) in Drittweltländern entsorgt werden, dann ist das traurig. Aber es ist ja dennoch so, dass wir in der EU uns längst von der Wegwerfgesellschaft zur Wiederverwertungsgesellschaft verändern. Da man Dinge m. E. nicht NUR ökologisch oder NUR moralisch oder NUR ökonomisch sehen kann, finde ich, dass Konsum nicht stigmatisiert werden muss nur weil er vielleicht aus Lust am Neuesten vom Neuesten erfolgt. Unser politisches und wirtschaftliches System lebt eben, genauso wie wir Arbeitnehmer als Teil davon, auch ein Stück weit vom Konsum und der Produktion von Gütern.

    Was die Autos angeht ist da was dran - die halten wohl wirklich länger. Auf der anderen Seite kann man aber immer weniger selbst reparieren (wie auch in vielen anderen Bereichen). Und selbst Werkstätten stecken oft nur noch ihr Diagnosekabel in den total verbauten Motorraum, um dann eine sauteure komplette Komponentengruppe zu bestellen...
    Da ist was dran! Auf der anderen Seite will ich gar nicht wissen, was ein Auto heute kosten würde, wenn keine plattformübergreifende, millionenfach in Arbeitsteilung mit spezialisierten Zulieferern vorproduzierte Modultechnik verwendet werden würde. Die Autos sind ja schon teuer genug, bieten dafür aber auch mehr. Wenn man mal einen Passat von heute mit seinem Ur-Ahnen vergleicht, erkennt man prima was sich hinsichtlich des gewohnten Standards eines Autos mit der Zeit getan hat und bezahlt werden will.

    Und kaufen "wir" tatsächlich alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon? Und was ist mit dem alten? Ist das dann Schrott? Ab in den Müll? Also mein Nokia ist ca 8-10 Jahre alt - und man kann damit nach wie vor prima telefonieren, und es passt auch schon locker in Hemdtasche und der Akku hält ewig
    Ich mache das tatsächlich, ein Mobilfunkvertrag bietet eben alle zwei Jahre die Möglichkeit des subventionierten Erwerbs. Und tatsächlich nutze ich die neu hinkommenden Funktionen regelmäßig. Ich habe gerade mal durchgezählt, dass ich seit 1995 neun verschiedene Mobiltelefone hatte. Und jedes konnte ein bisschen mehr. Irgendwann kam MP3-Fähigkeit, dann kamen Schnappschusskameras, anschließend erste Datenanwendungen und der Bedarf nach schnellerer Datenübertragung, also der Wechsel von GSM zu UMTS. Recht bald kam das Internet aufs Handy und man konnte seine eMails überall empfangen. Auch das entwickelte sich weiter, bis hin zur Synchronisation mit Exchange-Servern, Pushmaildiensten usw. Die derzeitige Stufe dieser Entwicklung sind Smartphones mit QWERTZ-Tastaturen oder besser werdenden Touchscreens und der Fähigkeit jede Menge nützlicher und weniger nützlicher "Apps" zu nutzen. Diese hochgezüchteten Geräte wiederum hatten und haben teilweise noch aufgrund des gestiegenen Leistungsumfangs kürzere Akkulaufzeiten. Hier wiederum gibts Verbesserungspotenzial. Das gabs schonmal mit Aufkommen von UMTS, da war der Akku bei den ersten Modellen plötzlich auch erstmal ratzfatz alle. In zwei Jahren werden wir also wahrscheinlich Iphones und HTC Android Smartphones kaufen können, die wieder eine Wochen durchhalten wie spätere UMTS-Geräte. So geht das immer weiter...

    Abgelegte Mobiltelefone habe ich bisher immer gegen gutes Geld bei ebay verwertet. Aber im Ernst: Alle Filialen der großen Netzbetreiber nehmen Alt-Geräte zurück und führen Sie dem Recycling bei deutschen Vertragspartnern zu. Die meisten Netzbetreiber arbeiten hierfür sogar mit Naturschutzorganisationen zusammen und spenden für jedes zurückgebrachte Gerät einen Betrag X.

  4. #13
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ja, habe ich mir angeschaut und das läuft so natürlich nicht richtig. Andererseits gibt es was solche Dokus und Reportagen angeht ja eine Form von Katastrophenkonsens
    Schade, dass man sich die nicht mehr komplett online reinziehen kann. Was man jetzt auf der Arte-Site sieht ist natürlich nur ein ganz kleiner Teil...
    Es gab nach der Doku noch ne Diskussionsrunde - mal schaun ob sich da jemand von den (IMO völlig zurecht) angeprangerten Firmen, etc blicken ließ...

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Was für Dokus gibt es schon über Dinge die prima sind und super funktionieren? Ich habe ja auch nicht behauptet, dass wir in einer perfekten Welt leben, in der keine Sauereien mehr stattfinden. Doch während wir in Europa vor wenigen Jahrzehnten noch kaum Recycling betrieben haben (die damaligen Deponien wird man vielleicht irgendwann zur Rohstoffgewinnung wieder ausgraben...), gibt es heute selbst beim Hausmüll eine 50%ige Recyclingquote (vor der Einführung der Mülltrennung so gut wie 0%) und bei Elektroschrott sollen es 2019 bereits 65% sein (was z. B. die Skandinavier schon jetzt erreichen). Ab 2015 müssen Autos zu 85 bzw 95% verwertbar sein, Volkswagen arbeitet bereits auf diesem Niveau. Wenn heute also noch Fernseher (vornehmlich aus Osteuropa und ausserhalb der EU?) in Drittweltländern entsorgt werden, dann ist das traurig. Aber es ist ja dennoch so, dass wir in der EU uns längst von der Wegwerfgesellschaft zur Wiederverwertungsgesellschaft verändern. Da man Dinge m. E. nicht NUR ökologisch oder NUR moralisch oder NUR ökonomisch sehen kann, finde ich, dass Konsum nicht stigmatisiert werden muss nur weil er vielleicht aus Lust am Neuesten vom Neuesten erfolgt. Unser politisches und wirtschaftliches System lebt eben, genauso wie wir Arbeitnehmer als Teil davon, auch ein Stück weit vom Konsum und der Produktion von Gütern.
    Du klammerst dabei aber aus, dass die geplante Obsoleszenz nicht "nur" auf Kosten der Umwelt läuft, sondern natürlich auch Energie bzw Ressourcen verbraucht, die es ebenfalls nicht zum Nulltarif (auch nicht für die Umwelt) und unendlich gibt (auch nicht wenn viel mehr recycelt wird als früher).

    BTW: Meinst Du auf diesem Planeten ist unendliches Wachstum möglich?

    Es gab in der Doku noch ein Beispiel einer Taschenlampe (nicht aus dem Kaugummi-Automaten oder YPS-Heft, nein ne richtig große) deren Lebensdauer lt. Hersteller (!) auf eine (!) Batterieladung ausgelegt ist! Noch Fragen?
    Für jemanden der sehr abgelegen wohnt, wie eine alte Dame aus den USA in der Doku, für den ist eine zuverlässige Taschenlampe sehr wichtig. Bei ihr fiel das Ding dann nach kurzer Zeit aus, als sie gerade durch den stockdunklen Wald tappste...

    Ich mache das tatsächlich, ein Mobilfunkvertrag bietet eben alle zwei Jahre die Möglichkeit des subventionierten Erwerbs
    Ach Du bist das

    Und tatsächlich nutze ich die neu hinkommenden Funktionen regelmäßig. Ich habe gerade mal durchgezählt, dass ich seit 1995 neun verschiedene Mobiltelefone hatte.
    Hui - da muss man sich dann ja um die Mobiltelefon Industrie keine Sorgen machen...

    Ist aber mal ganz interessant sowas zu hören. In meinem Umfeld ticken die Leute wohl komplett anders. Ich wüsste für mich wirklich keinen einzigen Grund, warum ich mein Nokia in Rente schicken sollte, und dieses sage ich als jemand der sich für neue Technik durchaus begeistern kann...

    Lutz

  5. #14
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Du klammerst dabei aber aus, dass die geplante Obsoleszenz nicht "nur" auf Kosten der Umwelt läuft, sondern natürlich auch Energie bzw Ressourcen verbraucht, die es ebenfalls nicht zum Nulltarif (auch nicht für die Umwelt) und unendlich gibt (auch nicht wenn viel mehr recycelt wird als früher).
    Die Methode der künstlichen Beschränkung gibts genau genommen ja schon viel länger und auch breiter. Seit Jahrzehnten werden Prozessoren unter schwächeren Prozessorbezeichnungen verkauft als in Wahrheit unter der Haube stecken. Die Chips werden künstlich beschränkt. Motoren werden runtergeregelt und als kleinere Baureihe verkauft, ganze Unternehmens-Großrechner werden als kleinere Modelle verkauft und später, wenn der Kunde doch noch mehr will, per Software hochgeregelt - die Chips steckten schon die ganze Zeit drin.

    Wer das anprangert klammert auch aus, dass es manchmal ökonomischer ist eine Einschränkung künstlich zu erzeugen indem mehr gleiches produziert wird. Was die "geplante Obsolenz" angeht, ist die Einschränkung eben die Lebensdauer. Aber ist sie nachweisbar kürzer als früher? Vielleicht schmeissen wir Geräte im Schnitt(!) ja eben nicht unbedingt früher weg als zu einer Zeit wo die Produkte wegen minderer Qualität sowieso früher kaputt gingen. Nun gibts heutzutage offenbar zwei Möglichkeiten: Die Produktverbesserungen zurückdrehen und schlechter entwickeln um an ökonomisch benötigte Konsumzyklen zu kommen oder "geplante Obsolenz". Letztere soll man nicht gutheissen oder schönreden, aber sowas mit Öko-Argumenten zu verteufeln und die ökonomischen Interessen und Nöte ausklammern ist auch immer schnell getan. Was soll der Hersteller denn im herrschenden System sonst machen, nur alle 20 Jahre was neues produzieren und die Leute solange auf die Straße setzen?

    BTW: Meinst Du auf diesem Planeten ist unendliches Wachstum möglich?
    Natürlich nicht! Es geht ja auch gar nicht um Wachstum, sondern um den Status Quo. Mir ist lediglich bewusst, dass es ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie geben muss und man jetzt Ökologie zum allein gültigen Kriterium macht (dann müssten wir uns einen Korken in den Po stecken und das Atmen einstellen). Wer eine ganz andere Welt will, in der das alles wirklich ganz anders läuft, in der niemand mehr Konsum braucht um Einkommen zu erwirtschaften, der darf nicht nur auf die Ökologie schauen. Der muss das ganze System verändern und wird damit vom Umweltaktivisten vielleicht ganz schnell zum Verfassungsfeind.

    Es gab in der Doku noch ein Beispiel einer Taschenlampe (nicht aus dem Kaugummi-Automaten oder YPS-Heft, nein ne richtig große) deren Lebensdauer lt. Hersteller (!) auf eine (!) Batterieladung ausgelegt ist! Noch Fragen?
    Ja, irgendwie schon! Das ist ein absolut plakatives, aber eben aus einer deutschen Konsumwelt heraus trotzdem exotisches Negativbeispiel. Welche Relevanz hat es auf die 99,9% der Taschenlampen, die mehr als eine Batterieladung lang brennen und im deutschen Baumarkt/Supermarkt hängen. Ja, die Welt ist schlecht. Aber da wo solche Zuspitzung stattfindet wirkt sie noch schlechter als sie in Wahrheit ist und das ist alles was hängen bleibt. Aber ist das die Realität? Musst Du befürchten, dass die Philips-, Maglite-, Varta-, Ansmann- oder Energizer-Taschenlampe aus dem Super- oder Baumarkt nach nur einer Ladung serienbedingt den Dienst einstellt? Nein... Ist die Taschenlampe dafür heute bezahlbar und mit langlebieger, energiesparender, besser ausleuchtender LED-Technik zu bekommen? Ja! Dafür brauchste keine Birne mehr kaufen und weniger Strom zum Aufladen. Vielleicht(!) gibts dafür ja beim Einen oder Anderen wirklich eine Sollbruchstelle die in 10 Jahren aktiv wird. Da wäre aber doch auch mal eine ganz fundierte Ökobilanz hochinteressant bevor man feststellt, ob das wirklich auch ökologisch schlechter ist als vorher. Moralisch kann mans ja auch so schlecht finden, aber Fakten wären hilfreich.

  6. #15
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Also das mit den 80er Jahre Autos, was ein paar Beiträge vorne dran geschrieben worden ist, kann ich als Golf 2-Besitzer so nicht stehen lassen.

    Weitere Langzeittaugliche Modelle aus dieser Zeit,z.B BMW 3er und 5er. Mercedes 190.
    Die Volvos.

    Das die Wegwerfmentalität auch auf andere Bereiche abgefärbt haben könnte ist durchaus ein interessanter Aspekt, der leider stimmen könnte.

    Heiko

  7. #16
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Das die Wegwerfmentalität auch auf andere Bereiche abgefärbt haben könnte ist durchaus ein interessanter Aspekt, der leider stimmen könnte.
    Sehe ich ganz genauso. Leider kenne ich noch keine wissenschaftlich begleiteten Studien zu diesem Thema, aber ich glaube wirklich, dass an dem Aspekt echt was dran ist.

  8. #17
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Also das mit den 80er Jahre Autos, was ein paar Beiträge vorne dran geschrieben worden ist, kann ich als Golf 2-Besitzer so nicht stehen lassen.

    Weitere Langzeittaugliche Modelle aus dieser Zeit,z.B BMW 3er und 5er. Mercedes 190.
    Die Volvos.
    Es ist aber doch mehr als fraglich, ob man von sich und seinen vielleicht gepflegten "Youngtimer" auf die Gesamtheit schließen kann. Die Deutschen fahren Ihre Autos bis zum Neuerwerb eines Neuwagen oder dem Kauf eines "neuen" Gebrauchtwagen seit Jahren stetig länger und weiter als jeweils noch im Jahr zuvor. Gleichzeitig werden die Service-Intervalle immer länger, teilweise relativ zeitunabhängig. Bei einigen aktuellen Golf VI ist die erste Inspektion z. B. erst nach 60.000km oder drei Jahren dran. Da warst Du mit dem Golf II lt. Serviceplan schon 4x in der Werkstatt...

    Also ist da vieles haltbarer, langlebiger und wartungsärmer geworden. So lange ein altes Schätzchen im Einzelfall auch hält, in der Gesamtheit werden die Autos in diesem Jahrtausend immer haltbarer. Ich habe in den 1990ern acht Jahre in der Zulieferindustrie gearbeitet und habe miterlebt wie die Hersteller an der Haltbarkeit gearbeitet haben. Manche stellten gar baldige Anforderungen an Serviceintervalle von 90.000km in Aussicht. Das ist dann mal so ziemlich das Gegenteil von Wegwerfmentalität und geht auch immer mehr auf Kosten der Werkstätten, die sich sicherlich zu 15.000er Intervallen zurücksehnen und viel lieber wieder häufiger ein paar Ölfilter und Altteile "wegwerfen" würden.

  9. #18
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Gut jüngere Autos sind nicht unbedingt meine großes Kenntnisgebiet.
    Ich fahre nur noch ca. 6000 - 8000 Kilometer im Jahr.
    Für Außendienstler und sonstige Vielfahrer sieht die Rechnung schon anders aus.
    Gehe nur vom Durchschnittfahrer aus, aber der liegt wahrscheinlich mittlerweile schon fast doppelt so hoch wie meine Jahresleistung.

  10. #19
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Vorab, hier noch mal die komplette Sendung in der Tube:

    15.02.2011 Arte: Kaufen für die Müllhalde HD

    YouTube - 15.02.2011 Arte: Kaufen für die Müllhalde HD


    So, was fällt mir zum Thema ein:

    Alte Kühlschränke scheinen ewig zu halten….
    Aber schlucken auch Strom ohne Ende (auf die Jahre verteilt).
    Mein letzter hielt 15 Jahre und war optisch noch ansprechend….aber garantiert nicht energieeffizient. Sein Nachfolger vom Blödmarkt war billig………aber muckte nach zwei Jahren schon rum (komische Geräusche….). Das nervte…..also flog er wieder raus…


    Waschmaschine:
    Glaube, meine Privileg von 1995 läuft vermutlich immer noch…
    Hab sie 2007 vorm Umzug bei Ebay vertickt …
    Allerdings aus meinem Singlehaushalt….überwiegend zumindest…
    Lief hauptsächlich am Wochenende…
    Die neueren Geräte haben ja schon mehr Rechenleistung als ein alter PC J
    Zig kleine Knöpfe, Display…alles so winzig klein…
    Wie kommen ältere Hausfrauen damit klar?
    Hätte man nicht bei den alten Drehschalter bleiben können?
    Die Wäsche bekommt mehr Pflege, als manch einer selbst…
    Und ich bleibe dabei, je mehr Knöpfe ein Elektrogerät hat, umso schneller geht hier und da mal was kaputt.

    PC:
    Nun ja…..Mittlerweile (es sei denn, man ist Hardcore Gamer) muss man ja nicht mehr alle Jahre seinen PC aufrüsten. Meinen jetzigen von 2005 werde ich auch aufbrauchen, bis er nicht mehr funzt.
    Ok, so lange wie mein C64/Amiga wird er bestimmt nicht halten…
    Dafür können die heutigen PC´s auch einfach mehr und verzichten möchte ich auf einen halbwegs schnellen PC und Betriebssystem nicht mehr.
    Und die Preise bei den PC´s sind ja nun nicht wirklich gestiegen…
    XP halte ich für das beste BS, liegt wahrscheinlich daran, dass ich damit (bei mir) noch nie Sorgen hatte. Vista hatte ich mal da (Laptop) und gefiel mir gar nicht. Zu Win 7 kann ich nix sagen… XP behalte ich also so lange, bis man umsteigen muss.

    Ich nutze MS Office 97 und die 2003 Version habe ich auch noch auf einem Rechner…
    Was man halt alles so bekommt….
    Ich finde da kaum Unterschiede…
    Ich nutze aber auch alle Programme von MS
    Aber auf 2007 muss ich jetzt nicht aufrüsten…


    Konsolen:
    Ich muss auch nicht immer das Neuste vom Neuen haben…
    Ich brauche keine HD-Grafik…
    Kumpels haben so was….ich gucke zu, aber der Reiz jetzt unbedingt ne PS3 zu besitzen…ist nicht da
    Deswegen habe ich wohl einen Faible für die alten Konsolen/Homecomputer ohne sie als RETRO zu bezeichnen.
    Grafik ist nicht immer alles…

    Fernseher:
    Hätten wir nicht einen 32“-LCD geerbt, würde bei uns im Wohnzimmer immer noch ne Röhre stehen. Die Kids haben ne 55er-Röhre im Kinderzimmer (für die PS). Da murrt auch (noch keiner).
    Dann habe ich noch vier Röhren im Keller (für meinen ganzen Konsolenkram).
    NES auf LCD kommt auch nicht so gut…….hehehe
    Weiß nicht, warum soll ich die Röhren entsorgen?
    Erst letztens wollte mein Nachbar seine 55er-Schlafzimmerröhre entsorgen…..habe ich dankend für umme entgegen genommen.
    Nun….es gibt ja auch keine Röhren mehr im Laden zu kaufen.
    Da finde ich den TV Fortschritt aber auch nicht negativ. Im Gegenteil: größeres Bild, flaches und leichtes Design.


    Einen Blueray-Player habe ich nicht. DVD reicht mir vollkommen. Ich brauch noch kein HD. Auch wenn die Aufnahmen schon gut sind..
    Konnte ich letztens mal bei dem Film „Blade Runner“ bestaunen.
    Aber ich schaue recht wenig Fern.
    Wenn Filme, dann DVD ….oder AVI.
    Hauptsache das Bild ist überhaupt akzeptabel (AVI-DVD Rip).
    Da begrüße ich den Fortschritt: Die Avis von 4,7 GB auf 700 MB schrumpfen, auf einem USB Stick kopiert und dann in den DVD-Player USB-Port stecken und abspielen.
    VHS-Geräte habe ich noch zwei, aber genutzt werden sie nicht mehr. Mag auch keine VHS-Filme mehr gucken. Obwohl es was sehr retrolastiges hat…
    Streifen, ein wenig leiern….wie früher…
    VHS also nur aus nostalgischen Gründen…
    Wir haben sogar noch VHS-Filme hier.

    Was ich jedoch sagen kann, die billigen DVD-Player vom Discounter haben man gerade ihre Garantiezeit bei mir überlebt…..danach wollten die Laser bestimmt Rohlinge (auch Originale) nicht mehr lesen. Insgesamt jetzt drei Stück verheizt.

    Drucker:
    Da erlebt man die geplante Obsoleszenz hautnah
    Wirklich lange hielten meine ersten Drucker nicht..
    Mein jetziger Canon IP 1500 von 2005 hält immer schon sechs Jahre…
    Aber die im Film angesprochenen Druckerprobleme sind mir auch bekannt…
    Von meiner Schwiegermutter streikte ein Brother-Mulitfunktionsdrucker…
    Das Handbuch gab nix her…
    Das Internet half….man musste im Menü diverse Tasten drücken um in eine geheimes Menü zu gelangen…..dort konnte man den sogenannten „Trommelzähler“ wieder zurücksetzen…
    Hatte der eine bestimmt Zahl erreicht, druckte er nicht mehr…
    Dieser Tipp steht aber nicht auf der Herstellerseite.

    Autos:
    Mhh….kann ich nicht viel zu sagen, da ich immer schon wenig an meinen Autos gebastelt oder geschraubt habe.
    Mir was das immer schon zu viel Arbeit ne Glühbirne auszuwechseln….aber nur, weil ich ein ganz fauler Hund bin.
    Mein Bruder ist Autofritze, der mir in jungen Jahren meine Autos hergerichtet hat.
    Mittlerweile kennt man halt immer einen im Bekanntenkreis, der sich dann drum kümmert.
    Dafür mache ich im Gegenzug deren PC/Laptop wieder ganz. Der Kreis schließt sich…
    Allerdings bei unserem jetzt drei Jahre alten Peugeot 407 sw muss z.B erst nach 200.000 km der Zahnriemen erneuert werden…..

    Jedoch haben die Autos von heute einfach mehr Extras, auf die man dann auch nicht mehr verzichten will. Aber ist auch klar, je mehr Elektrotechnik drin steckt, umso anfälliger sind die Boliden halt.
    Sicher, ich trauere auch meinem alten Ascona B, 1.6D, hinterher….
    Aber nur aus nostalgischen Gründen: mein erstes selbstbezahlten Auto…..ok, und erster 5ex im (eigenen) Auto.
    Und was schon gesagt wurde, bei neueren Autos kann man ja kaum noch was selber machen.


    Handy:
    Mittlerweile werden Handys doch gar nicht mehr subventioniert, wie es früher mal der Fall war. Heute drückt man doch zum Vertrag noch monatlich was ab (in der Regel +10/15 Euro/Monat).
    Die Menüführung stört mich nicht.
    Dann eher die Bootzeit beim Hochfahren des Handys…..ja, Bootzeit beim Handy
    Ich besitze ja ein Smartphone…(wie im Handythread angesprochen) Ehrlich gesagt, taugt es zum Telefonieren nicht viel. Wenn man mal eben schnell telefonieren will, geht das mit jedem Tastentelefon zig mal schneller…
    Aber der Gag ist ja, das mobile Surfen auf der Couch, navigieren lassen, Emus zocken, Filme gucken, ´n paar geile nutzvolle Apps (gibt auch Trillionen unnütze Apps)….das reizt mich ja als Gadget-Freak…
    Man braucht es nicht……aber ich finde es gut.
    Die eingebaute Kamera habe ich bislang noch gar nicht genutzt. Beim Vorgänger (Nokia 6300) schon öfter…..war auch leichter zu bedienen…
    IPad und Samungs Galaxy Pad find ich auch witzig….aber die sind mir (zum drauf rumspielen, denn mehr macht man ja nicht damit) einfach zu teuer.

    Ich weiß noch, anfangs wurden die Mobiltelefone immer kleiner……
    Hatte man noch ein Vorgängermodell kam oftmals der Spruch: „Was willst´n mit der Telefonzelle“
    Jetzt werden die Teile wieder größer……(aufgrund des Display)
    Die Akkus bei den Smartphones (aufgrund des Energieverbrauchs) halten max. einen Tag. Aber ich hänge dann ja auch oft dran.
    Da wird es bestimmt noch Verbesserungen geben…

    Obwohl ich Gadget-Freak bin, sag ich noch mal…….es braucht kein Mensch…
    Es ist Spielerei….die aber auch Spaß machen kann, wenn man auf so was steht.
    Es ist kein must have…
    Leider hatte mein Nokia 6300 ne Grätsche gemacht…..und das Smartphone war ein XMAS-Geschenk.


    Lange Rede – kurzer Sinn…
    Ich muss den neusten Kram auch nicht besitzen…
    Finanziell wäre es bestimmt drin….
    Aber wenn der Nutzen für mich nicht da ist? Why?

    Wegwerfen auch nur, wenn es nicht mehr funzt…
    Vorher frage ich noch im Bekanntenkreis rum, ob ein Bastler dran rumfummeln will….


    Komisch ist es nur bei den Kids..
    Sicher wollen unsere auch immer alles haben….
    Weil ja die Klassenkameraden teilweise auch schon mit 11/13 Jahren mit Iphone rumlaufen.
    Gibt es bei uns nicht…
    Sie haben ein Notfallhandy (08/15), weil sie jeden Tag 20km zum Gym mit der Bahn müssen und wieder zurück. Wenn sie mal den Zug/Bus verpassen, damit sie zumindest anrufen können.
    Hat auch Vorteile, wenn sie wieder mal die Zeit vergessen, kann man sie immer erreichen: „Schwing deinen Hintern nach Hause, es gibt Abendbrot“.

  11. #20
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Upgrade nein Danke? - Technikmuffel, outet Euch!

    Zitat Zitat von lastninja Beitrag anzeigen
    Und ich bleibe dabei, je mehr Knöpfe ein Elektrogerät hat, umso schneller geht hier und da mal was kaputt.
    Ja! Und es ist lästig!
    Als absolute Abwasch-Hasserin bekam ich irgendwann von meinen Eltern einen Singlehaushalt-Geschirrspüler geschenkt. Das war ein schönes, effizientes Gerät von Bosch mit genau zwei Drehknöpfen und einem Startknopf. Es hat ca. 10 Jahre gehalten und hätte wohl auch noch länger gemacht, wenn nicht der Wasserzulauf am Wasserhahn kaputt gegangen wäre. So bekam die Maschine kein Wasser mehr und begann, hohl zu drehen und das war's dann. Mein jetziger Geschirrspüler ist ein No-Name-Gerät, weil eine kleine Bosch-Spülmaschine mittlerweile mehr kostet als eine große - eine Frechheit ist das. Und der hat drei Draufdrück-Knöpfe zum Einstellen der verschiedenen Programme, Digital-Display und einen Startknopf. Ich kann jetzt schon absehen, dass diese Maschine wohl keine 10 Jahre leben wird. Mal ganz abgesehen von der miesen Spülleistung und dass sie zu niedrig für große Teller ist, Singles und Camper essen nach Meinung des Herstellers wohl nur von Frühstückstellern. Ich will meine alte Bosch wiederhaben!

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    Letzter Beitrag: 08.11.2001, 23:55