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US-Wahl

Erstellt von musicola, 23.10.2004, 22:45 Uhr · 89 Antworten · 4.801 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von waschbaer

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    Noch was ganz anderes:

    Der dritte Präsidentschaftskandidat in den USA, Ralph Nader, welcher vor vier Jahren Bush zum Sieg verhalf, indem er den Demokraten bei der Präsidentschaftswahl über 2,5 Prozentpunkte abrang, ist bei dieser Wahl bedeutungslos.

    In den meisten Bundesstaaten, in denen er überhaupt antritt, erreicht Nader, welcher vor vier Jahren für die Grünen kandidierte, dieses Jahr aber parteilos ist, bei dieser Wahl unter ein Prozent der Stimmen.

    Nader kommentierte dies: 'Das System ist sehr verkrustet gegen jeglichen Wettbewerb. Wenn die Natur so funktionieren würde, hätten Samen keine Chance aufzugehen.'

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von Torsten

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    Angesichts eines solchen (scheinbaren) Wahlausgangs dürfen sich die Amis nicht wundern, wenn bestehende Ressentiments in Zukunft noch weiter wachsen werden...

  4. #53
    Benutzerbild von French80

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    Ich arbeite sehr eng mit Amerikanern zusammen... Und gestern habe ich mich mit einer US-Kollegin unterhalten und einfach mal so während der Unterhaltung gefragt, ob sie wählen war oder wird.... Ihre Antwort: "NO"... keine weitere Aussage... *kopfschüttel*

    Ich habe durch meine US-Kollegen mitbekommen, dass die Wahl in den USA für viele "normale" Bürger überhaupt nicht von Interesse war... in Europa machen wir uns darüber mehr Gedanken als die, die direkter betroffen sind...

    Traurig, traurig...

    Ich bin echt gespannt, wie das Endergebnis aussehen wird... vermutlich wird es aber auch wieder etwas länger dauern... (Siehe http://www.cnn.com)



  5. #54
    Benutzerbild von waschbaer

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    Das ZDF hat vor wenigen Minuten gemeldet, dass John Kerry in einem Telefonat mit George W. Bush diesem gegenüber seine Niederlage eingestanden habe.

    Dann müssten wohl in Ohio und was weiß ich wo sonst noch nicht mehr fieberhaft gezählt werden.

    Und es scheint auch als sicher zu gelten, dass Bush dieses mal die Mehrheit der absolut abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte.

  6. #55
    Benutzerbild von bubu

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    Das eigentlich traurige ist doch: noch nie hat eine Regierung so offensichtlich und so dreist ihre Wähler verarscht, belogen und betrogen. Und trotzdem wird sie wiedergewählt.

    Ich glaube mittlerweile, dass die Mehrheit der Menschen einfach zu dumm ist für die Demokratie...

  7. #56
    Benutzerbild von Pallas

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    Auch ich kann die Amerikaner nicht verstehen, kann nicht nachvollziehen, wieso die diesen Präsidenten wiedergewählt haben.

    Bush will aber - so sein Wahlversprechen - weiterhin massiv gegen den Terror vorgehen. Das hat wahrscheinlich den Nerv getroffen, sind die Amerikaner doch mittlerweile ein sehr ängstliches Volk. Und das Ganze steht ja auch in bester Tradition: ein altes Überbleibsel aus Pionier- und Grenzlandtagen wird damit wieder bedient.

    Und ich denke, daß wir hier sogar besser informiert sind über Bush als die Wahlberechtigten drüben in den USA.

    Vollkommen überflüssig, diese Kandidatur von Ralph Nader. Wie der Waschbaer zitiert, diente dieser Mann doch wieder nur dazu, wichtige Stimmen abzuziehen. Seine Kandidatur hatte keinerlei Aussicht auf nennenswerten Erfolg, und dennoch hat er sich aufstellen lassen - für sein Ego?!

    Dieses Eingestehen der Niederlage, daß Kerry Bush gegenüber jetzt abgegeben hat, halte ich für einen großen Fehler. Ich hätte es auf das Auszählen ankommen lassen. Warum hat er das nur getan?

  8. #57
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    Angesichts eines solchen (scheinbaren) Wahlausgangs dürfen sich die Amis nicht wundern, wenn bestehende Ressentiments in Zukunft noch weiter wachsen werden...
    Eben, eben....... in der Vergangenheit wurde "politisch korrekt" immer sehr penibel zwischen der amerikanischen Bevölkerung und den Politikern unterschieden. Jede mit "Die Amerikaner haben....." formulierte Kritik, wurde sofort durch eine erbetene Unterscheidung zwischen Amerikanern und amerikanischer Regierung gekontert.

    Auch in Zukunft wird das sicherlich nicht aufhören. Irgendjemand ist schließlich immer Schuld am Elend. Und das "die da Oben" sowieso immer Dreck am Stecken haben und gegen den Willen des kleinen Mannes (und der kleinen Frau) handeln, passt jedem gut ins Konzept.

    Doch in Wahrheit ist es damit vorbei. Diese vermeintlich politisch korrekte Unterscheidung zwischen amerikanischem Volk und amerikanischen Präsidenten ist m. E. spätestens mit der Wiederwahl G.W. Bushs obsolet.

    Amerika hatte seine Chance - es hat sie nicht genutzt. Jeder Wähler der Republikaner hat Amerikas Status als erzkonservatives Land zementiert und gibt es der Gefahr Preis, dass die Trennung zwischen Kirche und Staat weiter aufgeweicht wird - Bush steht bei seiner religiös motivierten Wahlkampfmaschine in der Schuld. Im Kampf gegen islamistischen Terror, kann diese Entwicklung eigentlich niemandem schmecken. Alle Nichtwähler haben das o. g. zugelassen und brauchen ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Alle wussten, worauf es hinauslaufen wird, wenn Bush die Wahl gewinnt.

    Ich werde es niemals verstehen, dass in Amerika "liberal sein" den Beigeschmack des "igittigitt" inne hat. Zum einem "land of the free", passt diese konservative Regierung jedenfalls ganz und gar nicht.

    Dave

  9. #58
    Benutzerbild von DeeTee

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    DeeTee

  10. #59
    Benutzerbild von Rosalie

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    Da seh ich Roth....Eugen! Nachdenkliche Geschichte

    Ein Mensch hält Krieg und Not und Graus,
    kurzum ein Hundeleben aus,
    und all das, sagt er, zu verhindern,
    dass Gleiches drohe seinen Kindern.
    Besagte Kinder werden später
    erwachsne Menschen, selber Väter
    und halten Krieg und Not und Graus....

    Wer denken kann, der lernt daraus.



  11. #60
    Benutzerbild von Torsten

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    bubu postete
    Das eigentlich traurige ist doch: noch nie hat eine Regierung so offensichtlich und so dreist ihre Wähler verarscht, belogen und betrogen. Und trotzdem wird sie wiedergewählt.

    Ich glaube mittlerweile, dass die Mehrheit der Menschen einfach zu dumm ist für die Demokratie...
    Wie's Hardy Krüger formulierte: Bei Clinton hat sich eine Nation in absurdester Form echauffiert, weil er sich von seiner Praktikantin einen pusten ließ und dies anschließend abstritt. Die Lügen eines GWB hinsichtlich des Irakkrieges, durch den mittlerweile Hunderte von US-Bürgern ums Leben kamen, scheint mindestens die Hälfte dieses merkwürdigen Volks hingegen kaum zu jucken...

    Dave Bowman postete
    Amerika hatte seine Chance - es hat sie nicht genutzt.
    Ein knackiges Fazit dieser Wahl...

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