Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 40

Was wäre euch jetzt am liebsten?

Erstellt von waschbaer, 19.09.2005, 15:38 Uhr · 39 Antworten · 2.482 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
    22.08.2003
    Beiträge
    1.764
    Schwampel oder Jamaica-Koalition das ist für mich der größte Schwachsinn, den ich in meinem Leben gehhört habe und ich habe schon wirklich viel Schwachsinn gehört. Es soll ja auch IDIOTEN geben, die soetwas ernst nehmen.
    Wer sich jetzt getroffen fühlt, ist ehrlich gesagt selber dran schuld.

  2.  
    Anzeige
  3. #22
    Benutzerbild von knochn

    Registriert seit
    01.04.2003
    Beiträge
    1.558
    hab jetzt die 3 Seiten nur überflogen -
    1. die konservative CDU will ne KANZLERIN stellen - das glaubt keiner in Bayern - oder?
    2. Jamaika + Schwampel im öffentlichen Fernsehen zu hören - tut mindestens so weh - wie Merkel - sorry aber unglaublich - wenn man bedenkt - was diese Frau noch vor 4 Wochen erzählt hat - und wie sie aussah - pah nix anderses als - wie werde ich Superstar - ergo man will uns verdummen - kann die APPD aber besser - pah Schwampel
    3. die POLITOLOGEN sollten einfach mal gucken wie der Osten und der Westen gewählt hat - da steht ja wohl mindestens ne20 Meter hohe Mauer zwischen - sorry
    4. das musste ich mal loswerden
    5. WIE ES WÄRE WENN ICH NICHT DER WÄRE DER ICH BIN
    SONDERN KANZLER [-]KAISER KÖNIG[/-] ODER KÖNIGIN
    ICH DENK MIR WAS DER [-]KOHL[/-] SCHRÖKEL or MERDER KANN DAS KANN ICH AUCH... ...ICH WÄRE RIO DER ERSTE UND SISSI DIE ZWEITE
    DAS ALLES UND NOCH VIEL MEHR...

  4. #23
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    Geht man mal ganz nüchtern an die nackten Zahlen des Wahlergebnisses und hört mal auf über Umfragen zu diskutieren oder sonstwie rumzuinterpretieren, ergibt sich folgender "Wählerauftrag":

    CDU/CSU hat zwar massiv verloren im Vergleich zu 2002, ist aber dennoch stärkste Fraktion geworden

    FDP ist drittstärkste Kraft und hat im Vergleich zu 2002 zugewonnen

    Die Grünen sind relativ konstant geblieben im Vergleich zu 2002

    Die SPD hat auch Prozente verloren im Vergleich zu 2002

    Die Linkspartei ist der größte Gewinner der Wahl (nicht die FDP)

    Ergibt ganz klar, dass nach dem Willen der Wähler CDU/CSU, FDP, Grüne und Linkspartei eine Regierung bilden sollen. Die Linkspartei will leider nicht, bzw. alle wollen leider auch nicht mit ihr - bleibt also die Jamaika-Koalition.

  5. #24
    Benutzerbild von Elek.-maxe

    Registriert seit
    23.06.2004
    Beiträge
    4.624
    Ich habe die Zahlen nicht genau im Kopf, aber ich bin mir sehr sicher, daß das Ergebnis der Wahl war, daß klar die absolute Mehrheit LINKS gewählt haben (SPD, Grüne/B90, PDS/Linksp.), die sind sich aber untereinander nicht grün.

  6. #25
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    Im Übrigen würde ich jedem empfehlen, sich schon mal an diese neuen Farbenspiele zu gewöhnen. Viele haben das noch gar nicht richtig begriffen - wir haben eine neue starke Kraft im Bundestag. Das ist die Linkspartei. Sollte die sich als gesamtdeutsche Partei etablieren und erst einmal als reine Blockerpartei agieren, werden wir in Zukunft nur noch solche Wahlergebnisse haben. Sollte es jetzt zu einer großen Koalition kommen, wird das zwangsläufig alle kleineren Parteien stärken. Also wird die Linkspartei in Zukunft wahrscheinlich noch stärker werden. Ich gehe dann davon aus, dass sie auch koalieren wird.

    Überhaupt noch ein paar Worte zur Linkspartei: Wir haben bei dieser Wahl etwas ähnliches erlebt, wie zu Anfang der 80er mit dem entstehen der Grünen. Eine neue Protestpartei hat sich gebildet (z.T. aus der SPD abgespalten). - damals aus ökologischen Motiven, heute aus sozialen. Auch damals wurden die Grünen auf das unsäglichste verunglimpft, keiner wollte mit ihnen zu tun haben, keiner gemeinsame Sache - es lief eine regelrechte Kampagne gegen sie. Selbiges ist vor dieser Wahl passiert und läuft auch jetzt noch. Wenn sich also Herr Schröder mokiert, gegen ihn sei eine Kampagne gelaufen, sollte er sich mal ganz stark an die eigene Nase fassen. Die Linkspartei wurde besonders von der SPD als radikale, undemokratische Partei verunglimpft, als Modeerscheinung herunter geredet, persönliche Angriffe wurden gegen Gysi und Lafontaine gefahren.

    Mich macht es einfach nur wütend dieses geheuchelte Gerede von "demokratischer Verantwortung" von Seiten der SPD und CDU/CSU zu hören, mit dem man nun FDP und Grüne zu Koalitionen zwingen will. Auf der anderen Seite aber will keine der beiden großen "Volks"-Parteien mit der Linkspartei auch wenigstens nur mal Gespräche führen. Die Linkspartei ist eine demokratische Partei, bekennt sich zum Grundgesetz, zu unserem Staat! Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit radikalen Parteien des rechten Randes. Sie ist viertstärkste Kraft geworden, Millionen Wähler haben ihre Stimme für sie abgegeben. Sie ist im Osten eine der stärksten Parteien mit zweistelligen Ergebnissen. Hier ist ein ganz klarer Wählerauftrag! Und keine demokratische Partei darf das totschweigen und ignorieren. Es ist eine unsägliche Arroganz, die SPD und CDU/CSU hier an den Tag legen. Von demokratischer Verantwortung keine Spur.

  7. #26
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    bubu schrieb
    Ergibt ganz klar, dass nach dem Willen der Wähler CDU/CSU, FDP, Grüne und Linkspartei eine Regierung bilden sollen.
    Diese Unsitte, das komplette Wahlvolk als eine Person zu behandeln und ihm einen kollektiven Willen zuzusprechen, ist schon ein ziemlich fauler Zauber. Keiner, der eine der von dir genannten Parteien gewählt hat, wird beim Kreuzchenmachen den Wunsch verspürt haben, dass es zu der erwähnten Koalition kommt. Gleiches gilt für andere Konstellationen.

    Diesen einen, bestimmten Wählerwillen gibt es überhaupt nicht. Vielmehr bildet das Wahlergebnis eine Orientierungslosigkeit ab, bei der sich die Bürger dieses Landes für diverse Möglichkeiten entschieden haben - mit Sicherheit aber nicht für die abenteuerlichen Bündnisse, die nun auf einmal aus dem Boden schießen.

    Soll man doch laut sagen, dass solche Koalitionen nicht nur Zweck-, sondern in diesem Falle pure Notbündnisse sind, um überhaupt irgendwas Regierungsfähiges auf die Reihe zu bekommen. Meinen "Wählerwillen" sehe ich damit aber weiß Gott nicht repräsentiert.

  8. #27
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997
    Torsten postete
    bubu schrieb
    Ergibt ganz klar, dass nach dem Willen der Wähler CDU/CSU, FDP, Grüne und Linkspartei eine Regierung bilden sollen.
    Diese Unsitte, das komplette Wahlvolk als eine Person zu behandeln und ihm einen kollektiven Willen zuzusprechen, ist schon ein ziemlich fauler Zauber.
    Volle Zustimmung! Wenn man einen Anspruch auf die Regierungsbildung aus dem Wählerwillen ableiten will, dann muss man auch konsequent sein und den Kanzler direkt vom Volk wählen lassen. Mich stört dieses Gemurkse um die indirekte Parteienwahl sowieso seit langem ungemein. Die Wahlen laufen alle immer personalisierter ab, die Partei die gerade die weniger hübsche Braut an der Spitze hat redet sich raus das ja Parteien und nicht Köpfe gewählt werden und wenn die Wahl dann vorbei ist kann jeder auf Basis von Umfragen oder mit Hinweis auf seine Fraktionsstärke für sich beanspruchen, dass seine Kanzlerschaft Volkes Wille sei. Das ist Murks und wenn die Parteienlandschaft so bleibt, sind diese "Gepflogenheiten" (es sind ja keine Gesetze oder Vorschriften) ohnehin von gestern.

    Also: Man sollte in diesem Land vielleicht mal über Personen- und auch Mehrheitswahl nachdenken, wenn einem Vielparteienkoalitionen unmöglich erscheinen.

    Keiner, der eine der von dir genannten Parteien gewählt hat, wird beim Kreuzchenmachen den Wunsch verspürt haben, dass es zu der erwähnten Koalition kommt. Gleiches gilt für andere Konstellationen.
    Selbst wenn doch, war diese "strategische Wahl" dann entweder risikoreich oder naiv. Ansprüche kann man letztendlich als Wähler nur darauf haben, dass die gewählte Partei möglichst viele der gesetzten Inhalte umsetzt und das die Köpfe die angetreten sind hinterher auch die Handelnden sind.

    Gerade aus diesem Grund, verstehe ich aber auch die Bewunderung für Westerwelles Standhaftigkeit nicht. Mag ja sein, dass der Mann nun standhaft ist und sich an etwas hält, das er vor der Wahl gesagt hat. Doch letztendlich war das was er da gesagt hat in hohem Maße undemokratisch und dafür hat er m. E. keinen Beifall verdient. Etwas falsches durchzuhalten macht Standhaftigkeit noch nicht bewundernswert. Parteien müssen untereinander zumindest in Gespräche und Verhandlungen eintreten können.

    Soll man doch laut sagen, dass solche Koalitionen nicht nur Zweck-, sondern in diesem Falle pure Notbündnisse sind, um überhaupt irgendwas Regierungsfähiges auf die Reihe zu bekommen. Meinen "Wählerwillen" sehe ich damit aber weiß Gott nicht repräsentiert.
    Mein Wählerwillen beschränkt sich darauf, dass die Partei die ich wähle überhaupt das politische Geschehen mitgestaltet. Wenn sich die Partei die ich wähle freiwillig in der Opposition verkriechen würde (Linkspartei, FDP und evtl. ja auch Grüne - das ist ja nicht so ganz zu erkennen), würde ich meine Stimme als verlorene Stimme sehen. Alles andere kann ich mir wünschen, muss aber ggf. natürlich drauf verzichten.

    PM

  9. #28
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    @Torsten

    Denk doch mal gar nicht so weit und trau dem Wähler zu, dass er beim Kreuzchenmachen irgendwelche Koalitionen im Sinn hatte. Vielleicht ist "Wählerwille" tatsächlich auch das falsche Wort, denn an Jamaika wird vor dem 19.9. bestimmt keiner gedacht haben. Sieh das Ergebnis einfach erst einmal als die Spiegelung von starken Bedürfnissen in der deutschen Bevölkerung. Vielleicht sollte man dann den "Regierungsauftrag" nicht als bewussten Willen, sondern als Umsetzung der verschiedenen großen kollektiven Bedürfnisse sehen.

    Es gibt das Bedürfnis nach Arbeitsplätzen -> mehr CDU, FDP, weniger SPD

    Es gibt ein Bedürfnis nach Wohlstand und wirtschaftlichem Aufschwung -> FDP.

    Es gibt ein Bedürfnis nach ökologischem Bewusstsein -> Grüne.

    Es gibt ein Bedürfnis oder vielmehr eine Angst vor Sozialabbau -> Linkspartei.

    Es gibt ein Bedürfnis nach (materieller) Einheit zwischen Ost und West und Überwindung der Probleme im Osten -> Linkspartei.

    Es gibt die Erkenntnis, dass dieses Land Reformen braucht, zugleich hat man Ängste davor -> weniger CDU, mehr SPD.

    Es gibt daher das Bedürfnis nach einem starken Kanzler, der diese Reformen durchbringt -> weniger CDU (Merkel), mehr SPD (Schröder)

    Es gibt das Bedürfnis nach innerer und äußerer Sicherheit und Stabilität -> mehr CDU, weniger SPD


    Ich interpretiere dieses Wahlergebnis so, dass der Wähler Parteien zunehmend wegen einzelner Aspekte wählt und nicht mehr wegen dem großen Ganzen. Dass wir also quasi einen Trend zu einer schnelllebigen Patchwork-Politik haben. Das würde auch sehr gut erklären, dass die "großen" Parteien so massiv verloren haben - und nicht erst seit dieser Wahl. Vielleicht gibt es in Zukunft nicht mehr so etwas wie eine "Volkspartei", die alle Wünsche befriedigen kann, sondern klare Arbeitsteilungen.

    Die Grünen wurden mit Sicherheit gewählt, weil den Leuten das ökologische Element bei allen anderen Parteien fehlt und mit Sicherheit nicht wegen ihres "genialen" Gesundheitskonzeptes.

    Ebenso wird die Linkspartei von vielen Millionen Menschen gewählt worden sein, weil sie sich stark gemacht hat gegen den gefürchteten Sozialabbau. Und nur deswegen.

    Die FDP profiliert sich immer als Wirtschaftspartei. Daher verkörpert sie das starke Bedürfnis nach wirtschaftlichem Aufschwung und Wohlstand.

    usw...

    Ich hatte das auch schon mal woanders geschrieben: Wäre es denn nicht eine Idee, wenn wir ein Parteiensystem hätten, wo sich die einzelnen Parteien voll und ganz auf Kernbereiche konzentrieren? Die Grünen für den Bereich Umwelt und Verbraucherschutz. Die FDP für Haushalt, Wirtschaft. Die SPD für Arbeit und Außenpolitik, die CDU für Inneres und Familie. Dann vielleicht noch eine Partei nur für die Bildungspolitik, eine für Verkehr...usw, usw... Wäre doch denkbar. Wieso soll denn eine oder zwei Parteien sich um alles kümmern?

    Ich jedenfalls kann aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass ich bei keiner Partei alle meine Überzeugungen 1:1 repräsentiert finde. Daher musste ich jedesmal, wenn ich mein Kreuzchen irgendwo machte, auch mehr oder minder dicke Kröten schlucken.

  10. #29
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997
    bubu postete

    Es gibt das Bedürfnis nach Arbeitsplätzen -> mehr CDU, FDP, weniger SPD
    Also haben die Arbeiter die zum Großteil SPD wählen kein Bedürfnis mehr nach ihrem Arbeitsplatz? Sehr gewagt...

    Ich interpretiere dieses Wahlergebnis so, dass der Wähler Parteien zunehmend wegen einzelner Aspekte wählt und nicht mehr wegen dem großen Ganzen.
    Ich bin der Meinung, dass die Leute schon immer größtenteils auf Basis einzelner Aspekte gewählt haben. Und dieser "Aspekt" ist meistens die eigene Brieftasche. Das hat auch dieses Mal den Trend gekippt. Die um Schichtzulagen bangenden Schichtarbeiter haben z. B. allein deshalb schon sicherlich SPD gewählt. Das war aber früher kaum anders. Familien mit Kindern werden 1998 auch nicht gerade selten Schröder gewählt haben, weil die Zahnbehandlung ihrer Kinder sie nicht in die Armut treiben sollte... Die wenigsten Leute werden die Parteiprogramme der Partei die sie wählen jemals überblickt haben und sich immer mit zwei, drei Brocken begnügt haben. Das ist m. E. nicht neu.

    PM

  11. #30
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    PostMortem postete
    bubu postete

    Es gibt das Bedürfnis nach Arbeitsplätzen -> mehr CDU, FDP, weniger SPD
    Also haben die Arbeiter die zum Großteil SPD wählen kein Bedürfnis mehr nach ihrem Arbeitsplatz? Sehr gewagt...

    PM
    Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es Belege, dass die Schröder-SPD nicht mehr die klassische Arbeiterpartei ist. Daher auch die Verluste in der klassischen SPD-Bastion NRW (Landtagswahl). Wie es auch kein Automatismus mehr ist, dass die SPD die Gewerkschaften auf ihrer Seite hat.

    Jetzt nagel mich aber nicht fest - man müsste sich die Wählerprofile nochmal im Einzelnen anschauen.

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Wonach duftet Ihr am liebsten?
    Von musicola im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 28.03.2011, 18:03
  2. KULTURFLATRATE - WIEVIEL WÄRE ES EUCH WERT
    Von ICHBINZACHI im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 09.09.2005, 09:28
  3. JETZT NERVE ICH EUCH!!!!!
    Von DJDANCE im Forum 80er / 80s - MUSIKSUCHE / SOUND SEARCH
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 05.05.2004, 23:26
  4. Was wäre wenn... #2
    Von [RaiN] im Forum MUSIK ALLGEMEIN / MUSIC GENERAL
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 23.04.2003, 21:23