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Was war vor dem Bosman-Urteil ? (dt. Fußball 82/83)

Erstellt von ICHBINZACHI, 02.11.2005, 20:52 Uhr · 22 Antworten · 2.190 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

    Registriert seit
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    synth66 postete
    Wenn die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr nicht zufälligerweise in Deutschland stattfinden würde, hätte unsere Nationalmannschaft in ihrer derzeitigen Verfassung nicht einmal die Qualifikation überstanden.
    Davon ist auszugehen, dazu ist die Leistungsdichte viel zu groß geworden.

    ABER ist es nicht sogar so, daß manche Staaten dabei sehr viel von der Bundesliga
    profitieren ???

    Seien es die ganzen Ostblockspieler oder auch die Afrikaner, die hier stetig eingesetzt werden und den Vergleich zu anderen Spitzenspielern wie Ballack, van der Vaart und so HEUTE jede Woche bekommen ... Spieler aus Bosnien und der Slowakei oder der Ukraine oder oder hatten früher ein großes Problem ...
    in deren Ländern gab es wenig Konkurrenz und wenn man auf eine durchtrainierte
    Mannschaft aus England, Deutschland, Italien traf, kam es kaum zu Siegen, weil
    die Spieler ganz einfach überfordert waren.

    Wir machen die "kleinen" Staaten selbst stark und vernachlässigen unseren eigenen Nachwuchs, dem dieses Recht wohl eher zustehen sollte.

    Vergleich anhand des Kicker Sonderheftes 05/06 (Wechsel nicht berücksichtigt):

    Bayern München

    11 deutsch <<<<<<iss eigentlich noch erstaunlich viel
    04 Nicht-EU
    03 Nicht-Eu mit doppelter Staatsbürgerschaft, ein Teil "EU-Staatsbürger"
    06 EU-Spieler

    Verhältnis 11:13

    FC Schalke 04

    13 deutsch
    04 Nicht-EU
    01 Nicht-Eu mit doppelter Staatsbürgerschaft, ein Teil "EU-Staatsbürger"
    08 EU-Spieler

    Verhältnis 13:13

    SV Werder Bremen

    12 deutsch
    02 Nicht-EU
    10 EU-Spieler

    Verhältnis 12:12

    Hertha BSC Berlin

    14 deutsch
    04 Nicht-EU
    01 Nicht-Eu mit doppelter Staatsbürgerschaft, ein Teil "EU-Staatsbürger"
    09 EU-Spieler

    Verhältnis 14:14

    Bayer 04 Leverkusen

    12 deutsch
    04 Nicht-EU
    08 EU (wobei man hier evtl. einen Fehler macht und die Schweiz als neutralen Staat mit als EU eingestuft hat)

    Verhältnis 12:12

    und so weiter und so weiter

    Auf den ersten Blick scheint zwar ein 50:50 Verhältnis zu existieren ... von 64 nichtdeutschen Spielern sind bei 5 Vereinen meines Erachtens knapp 50 zuviel,
    weil 3 reicht ! Selbst bei 5 Vereinen 5 (25) sind´s noch 39 zuviel !

    ******

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
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    6.613
    Kinderfresser schrieb
    Das bestreite ich ja gar nicht. Lediglich halte ich die Gründe von Ichbinzachi für falsch. Das Bosman-Urteil hat meiner Meinung wenig damit zu tun.
    Das hab ich auch nicht behauptet, wenngleich in einem so komplexen Gefüge irgendwie alles mit allem zusammenhängt.


    Kinderfresser schrieb
    A propos Basketball: der Boom im BB hat ja nunmal ausschließlich was mit ausländischen Vorbildern zu tun. Namen wie Michael Jordan, Magic Johnson oder Charles Barkley waren da Anfang der 90er der Auslöser.
    Redest du etwa von einem einheimischen "Boom"? Bezogen auf den Basketball scheint deine Wahrnehmung dann allerdings arg verzerrt zu sein. Ohne einen Schrempf und vor allem einen Nowitzki wäre Basketball in Deutschland weiterhin eine Randerscheinung; ich kann mich an unzählige Artikel aus den letzten zehn Jahren über die Krise dieses Sports hier zu Lande erinnern. Da könnte es noch so viele Jordans und Barkleys geben, bei fehlender Tradition hat das keinen Effekt.

    Die meisten Sportarten leben in erster Linie von einheimischen Identifikatonsfiguren. Die Formel 1 wird ohne Schumi hier den Bach runtergehen, mit Tennis passierte das schon längst. Schwimmen ohne Franzi van Almsick ist nach Aussagen der Aktiven längst nicht mehr das, was es war, das Desaster in der deutschen Leichtathletik nimmt seit Jahren immer dramatischere Formen an. Die Entwicklung bei den olympischen Sportarten spricht Bände.

    Fußball mitsamt seiner Tradtion scheint sich trotz hoher Ausländerquote bislang zu halten, am qualitativen Niedergang von Bundesliga und Nationalmannschaft im internationalen Vergleich ändert es nichts. Was in der 1. Liga kickt, ist bis auf wenige Ausnahmen Mittelmaß, selbst hier hoch gehandelte ausländische "Stars" haben in ihrer Heimat oftmals wenig Gewicht. Die Weltklasse spielt eben woanders, und der mangelnde Wettbewerb mit dieser Qualität verhindert eine vergleichbare Entwicklung des einheimischen Nachwuchses. Wenn man es nicht gewohnt ist, gegen Stürmer von der Qualität eines Henry oder van Nistelrooy zu spielen, wird man bei internationalen Vergleichen entsprechend wenig Land gegen solche Leute sehen. Genau das begründet z. B. auch den desolaten Zustand der deutschen Abwehr.

    Dennoch ist es gut, dass die Bundesliga den Gehälterwahn anderer europäischer Ligen nicht mitmacht. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Verschuldungswahnsinn langfristig gut geht.

  4. #23
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Torsten postete
    Kinderfresser schrieb
    A propos Basketball: der Boom im BB hat ja nunmal ausschließlich was mit ausländischen Vorbildern zu tun. Namen wie Michael Jordan, Magic Johnson oder Charles Barkley waren da Anfang der 90er der Auslöser.
    Redest du etwa von einem einheimischen "Boom"? Bezogen auf den Basketball scheint deine Wahrnehmung dann allerdings arg verzerrt zu sein. Ohne einen Schrempf und vor allem einen Nowitzki wäre Basketball in Deutschland weiterhin eine Randerscheinung; ich kann mich an unzählige Artikel aus den letzten zehn Jahren über die Krise dieses Sports hier zu Lande erinnern. Da könnte es noch so viele Jordans und Barkleys geben, bei fehlender Tradition hat das keinen Effekt.
    Klar hat vor allem Nowitzki eine ganz erheblichen Anteil daran, daß der Boom nicht wieder abgeebbt ist, aber ich hab Anfang der 90er im Verein gespielt und auf einmal liefen da haufenweise Jugendliche mit Jordan-/Chicago Bulls-Trikots u.ä. rum. Schrempf hingegen hat man nur sehr selten gesehen. Insofern glaube ich nicht, daß meine Wahrnehmung bezogen auf Basketball verzerrt ist.


    Torsten postete
    Die meisten Sportarten leben in erster Linie von einheimischen Identifikatonsfiguren. Die Formel 1 wird ohne Schumi hier den Bach runtergehen, mit Tennis passierte das schon längst. Schwimmen ohne Franzi van Almsick ist nach Aussagen der Aktiven längst nicht mehr das, was es war, das Desaster in der deutschen Leichtathletik nimmt seit Jahren immer dramatischere Formen an. Die Entwicklung bei den olympischen Sportarten spricht Bände.
    Was die Breite Masse und Fernsehübertragungen betrifft geb ich Dir Recht. Aber der echte Fan wird auch nach Schumi noch Formel 1 schauen. Überhaupt hab ich oftmals das Gefühl, daß es "Hip" ist, Sportarten bei denen Deutsche erfolgreich sind, anzuschauen und sich als "Fan" zu outen. Das war auch bei Schumacher so. 1993/1994 als er erstmals richtig erfolgreich war, gab's auf einmal viele tausende neue Formel 1 Fans. Und wie dieses Jahr gezeigt hat, springen viele wieder ab, wenn Schumi keinen Erfolg hat. Im Tennis war das nicht anders. Und ich glaube kaum, daß die Langläufer so viele Fans ans Rheinufer locken würden, wenn da nicht deutsche Spitzenläufer dabei wären.


    Torsten postete
    Dennoch ist es gut, dass die Bundesliga den Gehälterwahn anderer europäischer Ligen nicht mitmacht. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Verschuldungswahnsinn langfristig gut geht.
    Da geb ich Dir absolut recht. Allerdings kann sich die Bundesliga den Verschuldungwahnsinn ausländischer Ligen gar nicht leisten, weil sonst ratz-fatz die Lizenz weg wäre. In Italien oder Spanien bürgt der Herr Berlusconi (oder wie die Herren sonst so heißen) eben für die Vereinsschulden. Wohin das führt hat man bspw. beim AC Florenz gesehen. Herr Cecchi-Gori ist pleite, also ist es der Verein auch und ab damit in die 3. Liga. Gleiches gilt für AC Parma und Parmalat, wobei da parma offensichtlich schlau genug war und irgendwelche Hintertürchen genutzt hat denn der FC Parma spielt ja weiterhin erstklassig.

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