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Wenn "locker sein" wichtiger ist, als Können...

Erstellt von McFly, 13.10.2004, 01:20 Uhr · 25 Antworten · 1.787 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von
    Hi McFly,

    eins steht jetzt mal fest: Die Welt ist schlecht!

    Das Knuddeln und Trösten hat Babooshka jetzt schon hervorragend erledigt. Also geh ich nochmal ans Eingemachte :-)

    Was die Tests angeht, macht mich eins ein bisschen stutzig: Du schreibst beim "Persönlichkeitstest, Psychotest = 260 Fragen" 100% richtig beantwortet zu haben. Normalerweise ist das nicht möglich, da vernünftige Tests lediglich ein Persönlichkeitsbild aufzeigen sollen. Beim Durchschnittsmenschen ist es fast unmöglich durch einen solchen Test zu fallen oder ihn "als Bester" abzuschließen. Es ist eher die Frage: Entspricht man am Ende dem Profil das gesucht wird oder nicht. Suche ich Mitarbeiter, die sich wie eine Bulldogge durch ihren Job beissen, Widerstände in verkrusteten Abteilungen brechen und mit widrigen Umständen fertig werden oder suche ich Leute die ich in ein harmonisches, super flutschendes Arbeitsumfeld integrieren will?

    Du schreibst vom zweiten Tag selbst: Da hingen Leute rum die lieber gelabert und gemalt haben. Du hast sie links liegen lassen und mit denen weiter gearbeitet, die sowieso schon genauso willig und bereit waren wie Du. Da Du für die "normalen" Jobs überqualifiziert zu sein scheinst, hättest Du Dir das evtl. nicht erlauben dürfen. Denn Du wirst dann als Kandidat für einen Projektleiter- / Gruppenleiter-Posten bewertet. In dieser Rolle wäre es Deine Aufgabe gewesen die Trödelnden und Desinteressierten mit an den Tisch zu holen und sie einzubinden. Du hast sie anscheinend links liegen lassen und hast lieber zugesehen ohne sie fertig zu werden. Ehrlich gesagt: Dazu neige ich auch! ;-) (TEAM = Toll Ein Anderer Machts *grrrrrrr*). Wenn man aber erstmal eine Leitungsfunktion besetzt hat, wird das was Du getan hast nicht mehr funktionieren. Du wirst dann keine Zeit mehr haben, die Dinge selbst mal eben schnell und effektiv zu erledigen. Du bist dazu da dafür zu sorgen, dass die Leute, die mit 1000g nicht auf 1kg kommen, gefälligst den Hintern hochbekommen und ordentliche Arbeit abliefern.

    Was den Biederkeitsfaktor angeht, würde ich es eher sehr Ernst nehmen. So etwas sagt man einem Bewerber normalerweise nicht. Wenn es doch jemand tut, dann war er entweder ausnahmsweise sehr ehrlich oder ein kompletter Vollidiot. Es besteht jedenfalls zumindest die Gefahr, dass er einfach nur sehr ehrlich war. Es gibt Krawatten und Anzüge.... und es gibt Krawatten und Anzüge. Ein Anzug muss sitzen, die Ärmel dürfen nicht zu lang über den Handrücken hängen, Krawatten müssen passen (und das nicht nur um den Hals).

    Ich will Dir da nichts unterstellen. Aber wenn bei uns Leute auftauchen, die mir einfach viel zu bieder erscheinen, will ich sie im Zweifelsfall auch nicht im Team haben. Man steckt schließlich nicht drin und hat beim ersten Zusammentreffen relativ wenig Möglichkeiten auf den wahren Kern zu stoßen. Also hat man erstmal Schiss daneben zu greifen: Es gibt doch nichts schlimmeres, als ein tolles lockeres Team zu haben und dann setzt man sich da irgend so einen konservativen Miesepeter rein. Du wirst ganz sicher keiner sein. Aber wenn Du auf den ersten Blick so wahrgenommen werden solltest, musst Du das ggf. ändern. Es ist Standard sich für solche Jobs im Anzug vorzustellen. Aber gerade in großen Konzernen, gehts in den meisten Abteilungen ohne Kundenkontakt sehr oft sehr locker und lässig zu. Das ist auch bei uns so. Deshalb versuche ich mir tatsächlich so ziemlich jeden Bewerber mal in "zivil" vorzustellen. Wenn das nicht klappt, neige ich leider auch zu diesem "Biederkeitsurteil" und werde vorsichtig.
    Wie sind denn die anderen rumgelaufen? Wenn die weniger förmlich bei der Sache waren, hättest Du den zweiten Tag ggf. nutzen können auch etwas "lockerer" aufzutreten. Wie Du im Anzug aussiehst, wusste ja dann bereits jeder. Manchmal bringt das aber auch alles nix. Dann entscheidet wirklich der "Nasenfaktor". Und nicht jede Nase, kann jede Nase leiden.

    Du hast auch viel drüber geschrieben, dass Du Dir die ganze Zeit über so sicher warst ganz vorne dabei zu sein. Selbstsicherheit ist nicht schlecht. Aber vielleicht kamst Du so auch ungewollt und von Dir selbst unbemerkt arrogant rüber ("PAH, eh nur Pfeifen hier außer mir!" ;-).

    Was den Rest angeht..... Du wirst nicht nur mit "dummen Broten" in den Tests gewesen sein. Da werden auch einige "Normale" anwesend gewesen sein. Viele Unternehmen suchen heutzutage Leute für derart spezialisierte Branchen und spezialisierte Tätigkeiten, dass sie sowieso davon ausgehen, dass eine umfangreiche Einarbeitung stattfinden muss. Es genügt dann, wenn aus den Tests hervorgeht, dass jemand intelligent genug ist, dieses noch zu vermittelnde Wissen aufzunehmen. Deshalb spielen allgemeine Top-Kenntnisse nicht immer die Hauptrolle.

    Das ist es mal, was mir dazu spontan einfällt.... Aber ich kann Deinen Unmut und Deine Enttäuschung gut verstehen.

    Eins steht aber auf jeden Fall mal fest: An Teamfähigkeit und evtl. "biederem Auftritt" kann man relativ schnell und einfach etwas ändern. An Blödheit nicht

    Interessant wäre es noch zu wissen, wer diesen Test jetzt eigentlich durchgeführt hat. Personaler oder Praktiker? Ich habe jedenfalls den starken Eindruck, dass die theoretischen Optimalvorstellungen der Personaler, nicht immer so ganz mit den praktischen Anforderungen am letztendlichen Arbeitsplatz zusammen passen..... Das mag auch daran liegen, dass ich die meisten unserer Jobs, die über die "Perso" ausgeschrieben werden, in keiner Weise wiedererkenne. Ich würde mich auf meinen eigenen Job vermutlich nicht bewerben, wenn ich lesen würde, was ein Personaler in einer Stellenanzeige daraus gemacht hat.... ;-(

    Dave

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
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    6.613
    Dave Bowman schrieb
    Eins steht aber auf jeden Fall mal fest: An Teamfähigkeit und evtl. "biederem Auftritt" kann man relativ schnell und einfach etwas ändern.
    Das ist der einzige Satz, dem ich in deinem Beitrag nicht zustimme: Teamfähig- und Biederkeit sind nichts anderes als Charaktereigenschaften, und die kann man in aller Regel schwer bis überhaupt nicht ändern.

    Ich habe dies am Beispiel meiner Mutter selbst erlebt, die sich durch überzogenen Arbeitseifer, Perfektionismus und eben auch einer gewissen Biederkeit das Leben selbst schwer gemacht hat. De facto bin ich davon überzeugt, dass der dadurch entstandene Dauerstress am Ende mit ein Grund für ihren plötzlichen und unerwarteten Tod mit 51 Jahren war. Immer und immer wieder haben mein Stiefvater und ich sie darauf hingewiesen: Lege mehr Gelassenheit an den Tag, halse dir nicht alles auf und lass auch mal Fünfe gerade sein. Wir mussten aber feststellen: Letzten Endes kann man nicht aus seiner Haut - man ist so, wie man ist.

    Nach dem Eindruck, den ich durch McFlys Schilderung gewonnen habe, würde ich sagen: Was die Verantwortlichen bei ihm offensichtlich am meisten vermissten, ist schlicht die erwähnte Gelassenheit. Denn ein Grundsatz vieler Bewerbungstrainer (von denen ich ansonsten nicht allzu viel halte) ist: Erwecke niemals den Eindruck von Übereifer, denn das assoziert negative Eigenschaften.

    Aber unsere Ferndiagnosen bleiben in Spekulationen verhaften - ich wäre bei diesem Test gerne mal dabei gewesen, um mir ein eigenes Urteil zu bilden...

  4. #13
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    Dave Bowman schrieb
    Eins steht aber auf jeden Fall mal fest: An Teamfähigkeit und evtl. "biederem Auftritt" kann man relativ schnell und einfach etwas ändern.
    Das ist der einzige Satz, dem ich in deinem Beitrag nicht zustimme: Teamfähig- und Biederkeit sind nichts anderes als Charaktereigenschaften, und die kann man in aller Regel schwer bis überhaupt nicht ändern.
    Puh, ich habe mich auch schon gewundert, warum ich Deinem Beitrag in fast allen Punkten zustimmen konnte.

    Und auch hier ist es natürlich nicht ganz so einfach, wie ich es überspitzt formuliert habe, um McFly wenigstens noch einen Hauch Trost zu spenden. Aber an Teamfähigkeit kann man zumindestens arbeiten und sein Auftreten kann man anpassen. Dummheit hingegen bleibt meistens als Grundeigenschaft bestehen. ;-)
    Und selbst wenn man mit seiner Teamfähigkeit vielleicht nie ein Optimum erreicht, so kann man sich zumindest für so einen Test am Riemen reissen (ein bisschen "Schaum schlagen" sowieso alle). Letztendlich wird dieser "Teamfähigkeits"-Gedanke von Personalern, in Unkenntnis der Wirklichkeit am jeweils zu besetzenden Arbeitsplatz, ja nunmal auch oft sehr übertrieben. Es gibt immer noch sehr viele Jobs, die weitaus stärkere Einzelkämpfer-Qualitäten verlangen, obwohl man natürlich unter anderen Leuten in einem Team arbeitet.

    Nach dem Eindruck, den ich durch McFlys Schilderung gewonnen habe, würde ich sagen: Was die Verantwortlichen bei ihm offensichtlich am meisten vermissten, ist schlicht die erwähnte Gelassenheit. Denn ein Grundsatz vieler Bewerbungstrainer (von denen ich ansonsten nicht allzu viel halte) ist: Erwecke niemals den Eindruck von Übereifer, denn das assoziert negative Eigenschaften.
    Ja, gerade bei Leuten, die für "höhere Aufgaben" in Frage kämen, kommt so der Verdacht auf, dass sie nicht delegieren und motivieren können. Irgendwann hängen sie dann unzufrieden und gestresst auf ihren 500 Überstunden und die unterforderte, demotivierte Abteilung meutert.

    Aber unsere Ferndiagnosen bleiben in Spekulationen verhaften - ich wäre bei diesem Test gerne mal dabei gewesen, um mir ein eigenes Urteil zu bilden...
    Jepp, deswegen fühlt McFly sich hoffentlich auch durch nichts auf den Schlips getreten..... wir können ja nur spekulieren.

    Dave

  5. #14
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    @ McFly

    Um den beschriebenen Verkrampftheits- und Biederkeitsaspekt per Ferndiagnose etwas besser ausleuchten zu können, habe ich mal eine ganz einfache Frage an dich:

    Hast du dich in Anzug und Krawatte auch wohl gefühlt? Oder hast du diese Sachen nur angezogen, "weil sich das so gehört"?

    Ich selbst hätte nämlich maximale Probleme mit Anzug und Krawatte. Schon Hemden verschaffen mir Unwohlsein, mit Krawatten wollen wir mal gar nicht erst anfangen - baaah...

    Dementsprechend bin ich sehr froh, für solche und auch festliche Anlässe eine Kombination aus einer dunklen, guten und dennoch leichten und bequemen Hose, einem besseren dunklen T-Shirt, einem Gürtel mit breiter Schnalle und einem dunkelblauen Jackett zu besitzen, in der ich halbwegs nach etwas aussehe und mich trotzdem bewegen kann, ohne das es aussieht, als hätte ich einen Besen verschluckt. Anzug und Krawatte würde ich jedenfalls, wenn es sich nur irgendwie vermeiden lässt, nicht anziehen. Da man bei solchen Tests oder Vorstellungsgesprächen, wenn man die Stelle ernsthaft will, ohnehin schon einer gewissen Anspannung unterliegt, ist Kleidung, in der man sich nicht wohlfühlt, sicher kein gutes Mittel, um diese in Grenzen zu halten.

    Aber diese Ausführungen gehören jetzt fast schon in den Mode-Bereich...

  6. #15
    Benutzerbild von McFly

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    1.920
    Dave Bowman postete
    Was die Tests angeht, macht mich eins ein bisschen stutzig: Du schreibst beim "Persönlichkeitstest, Psychotest = 260 Fragen" 100% richtig beantwortet zu haben. Normalerweise ist das nicht möglich, da vernünftige Tests lediglich ein Persönlichkeitsbild aufzeigen sollen. Beim Durchschnittsmenschen ist es fast unmöglich durch einen solchen Test zu fallen oder ihn "als Bester" abzuschließen.
    Erstens schrieb ich, dass ich fast (!) alle Tests mit 100% abschloss. Die, die ich nicht mit 100% klarmachte, lagen dann aber auch über 90%. Zum Persönlichkeitstest: Es wurde selbstverständlich kein prozentuales Ergebnis ermittelt. Vielmehr ging es darum, heraus zu bekommen, ob die Teilnehmer ehrlich sind, was ihre eigene Person betrifft (der Test war so geschickt eingefädelt, dass das Computerrogramm anhand der Antworten, rausbekommen konnte, ob man ehrlich "sich selber darstellte" oder nicht). Und bei diesem Test bescheinigte mir der Leiter, dass ich hier "sehr ehrlich" abschloss, was er sich (zitat) "von vielen anderen auch gewünscht hätte" (zitatende). Über die Effektivität eines solchen Programms und Tests lässt sich sicher lang und breit diskutieren...

    Dave Bowman postete
    Da hingen Leute rum die lieber gelabert und gemalt haben. Du hast sie links liegen lassen und mit denen weiter gearbeitet, die sowieso schon genauso willig und bereit waren wie Du.
    DAS ist nicht wahr! Ich habe versucht mit der mir zugeteilten Gruppe versucht zu arbeiten! Das Ergebnis ist allerdings (oder eher natürlich) denen zu verdanken, die aktiv mitgewirkt haben und das vor allem auch wollten!

    Dave Bowman postete
    Da Du für die "normalen" Jobs überqualifiziert zu sein scheinst, hättest Du Dir das evtl. nicht erlauben dürfen. Denn Du wirst dann als Kandidat für einen Projektleiter- / Gruppenleiter-Posten bewertet. In dieser Rolle wäre es Deine Aufgabe gewesen die Trödelnden und Desinteressierten mit an den Tisch zu holen und sie einzubinden. Du hast sie anscheinend links liegen lassen und hast lieber zugesehen ohne sie fertig zu werden.
    Nochmal, ich habe niemanden links liegen gelassen. Und es gab von Seiten der Testleitung auch keinen Bug zu späteren Posten, es sollte ein ganz allgemeiner Test sein. Was sollte ich tun? Ich war, gemeinsam mit zwei anderen offenbar die einzigen, die ernsthaftes Interesse daran zeigten das gestellte Problem zu lösen! Warum sollte ich meine zeit damit verschwenden Leuten gut zuzureden, die ganz eindeutig über Stunden hinweg schon darlegten, dass sie "kein Bock auf den Scheiß" (um einige zu zietieren) haben!

    Dave Bowman postete
    Es gibt Krawatten und Anzüge.... und es gibt Krawatten und Anzüge. Ein Anzug muss sitzen, die Ärmel dürfen nicht zu lang über den Handrücken hängen, Krawatten müssen passen (und das nicht nur um den Hals). ... Wie sind denn die anderen rumgelaufen? Wenn die weniger förmlich bei der Sache waren, hättest Du den zweiten Tag ggf. nutzen können auch etwas "lockerer" aufzutreten. Wie Du im Anzug aussiehst, wusste ja dann bereits jeder.
    Ich habe schon einige Male Anzüge getragen und weiß, wie man die trägt, danke. Ich kenne es nunmal so, dass man bei solchen "Auftritten" möglichst anständig gekleidet erscheint. Das ist nunmal so, zumindest in meiner Branche.

    Dave Bowman postete
    Du hast auch viel drüber geschrieben, dass Du Dir die ganze Zeit über so sicher warst ganz vorne dabei zu sein. Selbstsicherheit ist nicht schlecht. Aber vielleicht kamst Du so auch ungewollt und von Dir selbst unbemerkt arrogant rüber ("PAH, eh nur Pfeifen hier außer mir!" )
    Ich war mir nicht nur sicher vorne dabei zu sein, ich wusste es definitiv! Die Testergebnisse waren ja bekannt. Es war einfach Fakt, dass ich leistungstechnisch der Beste war. Klingt arrogant, schon klar, aber was Fakt ist, ist halt Fakt. Was dein Satz in Klammern betrifft: Am ersten Tag (also als es noch 40 Leute waren) dacht ich mir auch: "Oh mein Gott..." Vorverurteilt habe ich dagegen niemanden.

    Dave Bowman postete
    Was den Rest angeht..... Du wirst nicht nur mit "dummen Broten" in den Tests gewesen sein. Da werden auch einige "Normale" anwesend gewesen sein. (...) Es genügt dann, wenn aus den Tests hervorgeht, dass jemand intelligent genug ist, dieses noch zu vermittelnde Wissen aufzunehmen.
    Sicher waren auch "Normale" dabei. Aber es waren nicht viele. Das war deutlich zu sehen, denn wenn man nicht zu den "dummen Broten" zählt, schaut man weder vom Nachbarn ab, noch fragt man diesen nach einem Ergebnis. Letzteres war leider vorrangig der Fall, in allen Tests.
    Ich gebe übrigens zu mich bei vielen Teilnehmern sehr unbeliebt gemacht zu haben, weil ich keine Lösungen vorsagte. Aber es ist ja auch kein realistisches Ergebnis mehr, wenn die Lösungen nur durch andere vorgesagt werden, oder? Also habe ich mich entschlossen, niemandem bei Fragen wie "Wieviel ist ein Viertel als Prozentzahl?" zu helfen. (Als bei meinem unmittelbaren Nachbarn technische Probleme auftauchten, war das natürlich was anderes)

    Dave Bowman postete
    ...Deshalb spielen allgemeine Top-Kenntnisse nicht immer die Hauptrolle.
    Genau dafür fehlt mir das Verständnis. Siehe Eingangspost von mir, zweiter Satz ff.

    Dave Bowman postete
    Eins steht aber auf jeden Fall mal fest: An Teamfähigkeit und evtl. "biederem Auftritt" kann man relativ schnell und einfach etwas ändern.
    Schön, wenn man das kann. Ich brauche zumindest in diesen beiden Punkten nichts ändern, denn ich bin teamfähig, und definitiv nicht bieder. Und hier sei nochmal erwähnt: "bieder" sollte man jawohl kaum mit professionellem Auftreten gleichsetzen, oder?!

    Torsten postete
    Was die Verantwortlichen bei ihm offensichtlich am meisten vermissten, ist schlicht die erwähnte Gelassenheit
    du hast Recht, das wurde mir ja schließlich gesagt.Und da ist es wieder: Dafür habe ich kein Verständnis! Wie kann denn das ein ausschlaggebendes Kriterium sein?!

    Dave postete
    Jepp, deswegen fühlt McFly sich hoffentlich auch durch nichts auf den Schlips getreten
    Nein, fühl ich mich nicht. Ich trag ja im Moment auch keinen

    ihkawimsns postete
    Um den beschriebenen Verkrampftheits- und Biederkeitsaspekt per Ferndiagnose etwas besser ausleuchten zu können, habe ich mal eine ganz einfache Frage an dich:

    Hast du dich in Anzug und Krawatte auch wohl gefühlt? Oder hast du diese Sachen nur angezogen, "weil sich das so gehört"?
    Beides. Ich trage sehr gern Anzu und Krawatte. Und wie oben schon gepostet, kenn ich das so, dass sich das bei derlei Auftritten einfach gehört.

    *EDIT*

    @ DeeTee & Babooshka: Danke für eurer Verständnis!
    @ DeeTee: <Ledernacken & Band: Amok (American Mix)> kenn ich nicht. Meinste, das hilft ? Ich werd mal versuchen das aufzutreiben...

    Grüße
    McFly

  7. #16
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    McFly schrieb
    Ich gebe übrigens zu mich bei vielen Teilnehmern sehr unbeliebt gemacht zu haben, weil ich keine Lösungen vorsagte. Aber es ist ja auch kein realistisches Ergebnis mehr, wenn die Lösungen nur durch andere vorgesagt werden, oder? Also habe ich mich entschlossen, niemandem bei Fragen wie "Wieviel ist ein Viertel als Prozentzahl?" zu helfen.
    Das verstehe ich in dieser Konsequenz aber in der Tat unter Verkrampftheit, auch wenn manch einer einwenden könnte, dass es ja schön blöd wäre, Konkurrenten bei einem Einstellungstest zu helfen.

    Sollte dieses Verhalten von den Verantwortlichen beobachtet worden sein, könntest du dir damit ganz schnell ins eigene Knie geschossen haben. Denn dadurch belegst du ja geradezu exemplarisch, wie sehr du auf diese Stelle fixiert bist - und das kommt in aller Regel gar nicht gut an, weil man so den Eindruck erweckt, diese Stelle ganz besonders nötig zu haben.

    McFly schrieb
    Ich war mir nicht nur sicher vorne dabei zu sein, ich wusste es definitiv! Die Testergebnisse waren ja bekannt. Es war einfach Fakt, dass ich leistungstechnisch der Beste war.
    Offensichtlich scheinst du noch lernen zu müssen, dass es auch im Berufsleben nicht nur auf pure Leistung ankommt, sondern auch auf charakterliche Merkmale. Neudeutsch nennt sich so etwas im weitesten Sinne "Soft Skills"; hier eine kurze Erklärung:

    http://www.infoquelle.de/Job_Karrier...oft_skills.cfm

    Hier ist allerdings auch zu lesen, dass man emotionale Intelligenz trainieren könne - was mir hingegen etwas suspekt erscheint, weil man die Charakterfärbung eines Menschen meiner Erfahrung nach nicht einfach "umpolen" kann. Es können zwar grundlegende Verhaltensweisen vermittelt und antrainiert werden - aber ob die dann auch mit der entsprechenden Überzeugung "rüberkommen", wage ich zu bezweifeln.

    McFly schrieb
    du hast Recht, das wurde mir ja schließlich gesagt.Und da ist es wiederafür habe ich kein Verständnis! Wie kann denn das ein ausschlaggebendes Kriterium sein?!
    Weil es nach meiner Überzeugung im Leben fast nichts Wichtigeres gibt als Gelassenheit, und das umfasst nunma auch den beruflichen Alltag. Offen gesagt: Jemand, der wirkt, als hätte er aber genau dies nicht, wäre mir nicht nur privat, sondern auch als Kollege eher unangenehm.

  8. #17
    Benutzerbild von frasier

    Registriert seit
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    Erfolg bei Eignungstests oder Vorstellungsgesprächen kommt vor allem durch gegenseitige Sympathie zustande. Das Ziel muss es sein, Sympathie zu gewinnen; Fähigkeiten und Qualifikationen werden dann - eigentlich eher beiläufig - gutgeschrieben.

  9. #18
    Benutzerbild von J.B.

    Registriert seit
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    Nur mal so als Einwurf:

    Es gibt bei solchen Tests auch Maulwürfe. Nach der Schilderung von McFly bin ich mir relativ sicher, dass auch bei dem Termin da ein paar mit von der Partie waren.

    Gruß

    J.B.

  10. #19
    Benutzerbild von
    J.B. postete
    Nur mal so als Einwurf:
    Es gibt bei solchen Tests auch Maulwürfe. Nach der Schilderung von McFly bin ich mir relativ sicher, dass auch bei dem Termin da ein paar mit von der Partie waren.
    Gruß
    J.B.
    Jepp, sowas gibts.... sogar Leute die sich in Pausen "zufällig" auf dem Gang unters Volk mischen und riesige Ohren bekommen.

    Einerseits kann ich Mc Flys Haltung zum Abschreiben und Vorsagen verstehen. Aber ein solcher Test, ist eben keine Schul-Abschlussprüfung. Die Gefahr sich so sehr unbeliebt zu machen ist ggf. größer, als der Wissensvorsprung den man sich ggf. sichert. Das Verhalten lässt schließlich den Schluss zu, dass der neue Mitarbeiter zukünftig auch im Arbeitsalltag auf seinem Wissen "sitzen bleibt" und alle anderen dumm sterben lässt, nur weil es ihm ungerecht erscheint sein erarbeitetes Wissen mit dem "faulen Pack" zu teilen. Dem Arbeitgeber ist es u. U. aber ziemlich egal, wer wie zu seinem Wissen kommt.
    Im Grunde ist das sowieso die Art und Weise, wie die meisten Vorgesetzten einmal Karriere gemacht haben: Permanent fremdes Wissen absaugen, gezielt einsetzen und damit glänzen. Die gesparte Zeit konnten sie prima für Geschleime und Intrigen nutzen

    Dave

  11. #20
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
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    1.764
    Dave Bowman postete
    ... Das Verhalten lässt schließlich den Schluss zu, dass der neue Mitarbeiter zukünftig auch im Arbeitsalltag auf seinem Wissen "sitzen bleibt" und alle anderen dumm sterben lässt, nur weil es ihm ungerecht erscheint sein erarbeitetes Wissen mit dem "faulen Pack" zu teilen. Dem Arbeitgeber ist es u. U. aber ziemlich egal, wer wie zu seinem Wissen kommt.
    ...
    Also ich habe auf meiner letzten Arbeitsstelle erlebt, das eine Kollegin von mir einer anderen eine Funktion eines Programmes erklären wollte. Der "Chef" zufällig das Zimmer betretend bekam das mit und verwies die helfen wollende Kollegin des Zimmers.
    Ich hätte mir das allerdings nicht gefallen lassen, ich war empört. Aber anderen denen ich das erzählt habe, fanden die Vorgensweise des Chefs nicht unbedingt so verkehrt. Dazu muss man sagen, das wir zu unserem Programm keine richtige Schulung hatten, wir uns alles selber erarbeiten mussten und mein Chef selber keine richtige Ahnung hatte.

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