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Wenn "locker sein" wichtiger ist, als Können...

Erstellt von McFly, 13.10.2004, 01:20 Uhr · 25 Antworten · 1.782 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von
    röschmich postete
    Also ich habe auf meiner letzten Arbeitsstelle erlebt, das eine Kollegin von mir einer anderen eine Funktion eines Programmes erklären wollte. Der "Chef" zufällig das Zimmer betretend bekam das mit und verwies die helfen wollende Kollegin des Zimmers.
    Wenn das alle Chefs in diesem Unternehmen so handhaben und es unterbinden, dass Mitarbeiter sich untereinander helfen, um ihre Arbeit tun zu können, ist die Firma vermutlich bald Pleite.

    Ich kenne aber die Einzelsituation nicht. Manchmal werden ja einzelne MA bewusst geschnitten, um sie aus dem Unternehmen zu mobben.

    Dave

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
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    Beiträge
    1.764
    ja wir sind alle drei gemobbt. Ich als letzter.
    Jetzt ist mein "Chef" glücklich

  4. #23
    Benutzerbild von McFly

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    1.920
    Torsten postete
    Das verstehe ich in dieser Konsequenz aber in der Tat unter Verkrampftheit, auch wenn manch einer einwenden könnte, dass es ja schön blöd wäre, Konkurrenten bei einem Einstellungstest zu helfen.

    Sollte dieses Verhalten von den Verantwortlichen beobachtet worden sein, könntest du dir damit ganz schnell ins eigene Knie geschossen haben. Denn dadurch belegst du ja geradezu exemplarisch, wie sehr du auf diese Stelle fixiert bist - und das kommt in aller Regel gar nicht gut an, weil man so den Eindruck erweckt, diese Stelle ganz besonders nötig zu haben.
    Was bitte ist denn daran verkrampft, wenn man sich einfach ehrlich seinem Test widmet? Ich meine, wären es wenigstens schwere oder unzumutbare Fragen/Probleme gewesen, hätte ich sicher mich auch zur Hilfe hinreißen lassen. Aber warum sollte ich denn meine Zeit dadurch kürzen in dem ich Leuten helfe (die bis zu dreißig Jahre älter waren als ich) Fragen zu lösen, die eigentlich unter absolute Allgemeinbildung fallen. Und du hast richtig bemerkt: Nicht nur, dass durch solches unfaires Vorsagen (Hilfe kann man das ja nicht mal mehr nennen) das Endergebnis völlig verfälscht wird, nein, ich riskiere, dass mein Gegenüber sogar besser abschneidet als ich. Deswegen bleibe ich strickt bei meines Einstellung, dass man bei Einstufungstests dieser Art, einfach für sich arbeiten muss!

    Nochwas zu den "Verantwortlichen": Die Testleiter waren gezwungen mehrfach alle zu ermahnen, dass selbstständig gearbeitet werden muss. Nach einer Weile hagelte es dann radikal Punktabzüge. Und du hast wieder Recht: Mein Verhalten wurde bemerkt, denn ich wurde (gemeinsam mit drei weiteren Personen) vom Testleiter für das Verhalten gelobt. Er versicherte uns, dass diejenigen, die unehrlich gearbeitet haben Punktabzüge erhielten (das stimmte tatsächlich, ich konnte es später bei den ausgedruckten Ergebnissen der anderen sehen). Soviel zum Thema "Teamfähigkeit" und "sich ins eigene Knie schießen"

    Torsten postete
    Offensichtlich scheinst du noch lernen zu müssen, dass es auch im Berufsleben nicht nur auf pure Leistung ankommt, sondern auch auf charakterliche Merkmale. Neudeutsch nennt sich so etwas im weitesten Sinne "Soft Skills";...
    Und genau darin sehe ich das Problem, derzeiteiger Personalpolitik: Leistung/Ausbildung/Wissen sollte absolutes Hauptkriterium bei der Auswahl von Personal sein! Charakterliche Eigenschaften mögen ebenfalls besonders wichtig sein, gerade im Dienstleistungsbereich. Aber was nützen einem die dollsten Charaktereigenschaften, wenn die entsprechende Person nichts kann? Man könnte argumentieren: "Fachliches Wissen kann man immernoch im Nachhinein schulen". Das kostet alles nur unnötig Geld. Und ob derartige Crashkurse, die dann in aller Regel angewand werden, wirklich zu vergleichen sind mit kompetenter Ausbildung wage ich arg zu bezweifeln.

    Zum Thema Soft Skill: Danke Torsten, aber ich weiß was das ist, ich habe das schließlich zwei Jahre lang u. a. beigebracht bekommen. Ich weiß, war nett gemeint.

    Torsten postete
    Weil es nach meiner Überzeugung im Leben fast nichts Wichtigeres gibt als Gelassenheit, und das umfasst nunma auch den beruflichen Alltag.
    Mag sein das Gelassenheit etwas wichtiges ist. Und ich habe sie mit Sicherheit. Aber meine Gelassenheit allein bringt mir nunmal auch keine Arbeit!

    Torsten postete
    Offen gesagt: Jemand, der wirkt, als hätte er aber genau dies nicht, wäre mir nicht nur privat, sondern auch als Kollege eher unangenehm.
    Genau diesen Luxus meine ich kann man sich in Deutschland bei den derzeitigen Wirtschafts-und Arbeits(platz)verhältnissen nicht leisten! Wo kommen wir denn hin, wenn Leute keinen Job kriegen, weil sie anderen eventuell "eher unangenehm" sind?!?!

    frasier postete
    Erfolg bei Eignungstests oder Vorstellungsgesprächen kommt vor allem durch gegenseitige Sympathie zustande. Das Ziel muss es sein, Sympathie zu gewinnen; Fähigkeiten und Qualifikationen werden dann - eigentlich eher beiläufig - gutgeschrieben.
    Und genau D A S kanns nicht sein!!! Wenn faule/inkompetente/dumme Menschen Jobs bekommen, weil sie "sympathischer" sind als die, die fähig und qualifiziert sind, dann läuft definitiv was falsch in unserem Land

    J.B. postete
    Es gibt bei solchen Tests auch Maulwürfe. Nach der Schilderung von McFly bin ich mir relativ sicher, dass auch bei dem Termin da ein paar mit von der Partie waren.
    Dave Bowman postete
    Jepp, sowas gibts.... sogar Leute die sich in Pausen "zufällig" auf dem Gang unters Volk mischen und riesige Ohren bekommen.
    Gut möglich, dass welche dabei waren. Ich kenne die Methode. Dadurch sollen "falsche Fuffziger" geortet werden. Diesen Maulwürfen kann man aber ziemlich leicht den Wind aus den Segeln nehmen, wenn man sich in den Pausen einfach nur richtig verhält.

    Dave Bowman postete
    Die Gefahr sich so sehr unbeliebt zu machen ist ggf. größer, als der Wissensvorsprung den man sich ggf. sichert. Das Verhalten lässt schließlich den Schluss zu, dass der neue Mitarbeiter zukünftig auch im Arbeitsalltag auf seinem Wissen "sitzen bleibt" und alle anderen dumm sterben lässt, nur weil es ihm ungerecht erscheint sein erarbeitetes Wissen mit dem "faulen Pack" zu teilen.
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Solch Verhalten lässt ja wohl eher den Schluss zu, dass dieser Mitarbeiter fair arbeitet ohne zu bescheißen! Dass man andere nicht hängen lässt, wird ja wiederum beim Teamwork-Test herausgefunden.

    Grüße
    McFly

  5. #24
    Benutzerbild von frasier

    Registriert seit
    11.03.2004
    Beiträge
    1.112
    @ Mc Fly:

    Sympathie kann Kompetenz nicht ersetzen, du musst einfach beides haben.
    Wenn du es schaffst, menschlich und fachlich zu überzeugen, wirst du überall ganz vorne dabei sein.

    Vieleicht ist es ne menschliche Schwäche, jemanden mit etwas mehr Sympathie und etwas weniger Kompetenz jemanden bei dem es umgekeht ist,
    vorzuziehen. Vieleicht ist aber auch richtig so, denn wir sind keine Maschinen, sondern müssen mit anderen Kollegen und Vorgesetzten auskommen.

    Was nützt mir als Chef jemand, der ein absolutes Genie ist, aber das Betriebsklima völlig zerstört? Unterm Strich ist der Schaden größer als der Nutzen, ganz rational.

  6. #25
    Benutzerbild von dj.forklift

    Registriert seit
    02.01.2003
    Beiträge
    834
    Wenn ich etwas mitbekommen habe in den letzten Jahren, dann ist das forlgendes: Nicht Leistungen, Zeugnisse oder Nachweise praktischer Arbeit zählen beim Kampf um einen Job, sondern Schleimerei und Vitamin B. Zumindest ist das im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer in industriellen Großbetrieben so.

    Ich war von 9/96 - 4/97 arbeitslos und habe ca. 80 Bewerbungen in allen möglichen und unmöglichen Bereichen losgejagt. Nix - niente - nitschewo - nothing - nema.

    Ein Nachbar hat mir dann gesagt, dass sie in der Firma, wo er arbeitet, (30 km entfernt), eine neue Werkhalle eröffnet haben und er den Abteilungsleiter gut kennt. Er hat dann ein Vorstellungsgespräch arrangiert. es widert mich heute noch an, wie ich mich damals gegeben habe, nur um von der Strasse weg zu sein. Mittlerweile bin ich aber immer noch da und finde es eigentlich ganz gut.

  7. #26
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben. Und zwar völlig losgelöst von McFly's Erfahrung.

    Natürlich muss man Kompetenz an den tag legen, sonst kommt man durch kein Vorstellungsgespräch. Was aber genauso wichtig ist, man sollte
    1. sich über die Firma informieren, um ggf. auch Fragen stellen zu können, die mit der Firma und dem Business zu tun haben
    2. sollte man sich auf keinen Fall verstellen, denn dann wirkt man unnatürlich und gekünstelt
    3. muss man versuchen, trotz der angespannten Situation, die ein Vorstellungsgespräch nun mal darstellt, eine gewisse coolness auszustrahlen.

    Vitamin B kann natürlich weiterhelfen, und es ist ja auch keine Schande dieses zu nutzen, denn in einem Haifischbecken ist man sich bei der Jobsuche doch selbst der nächste, oder etwa nicht?

    @ McFly

    Immer locker bleiben, die nächste Chance kommt bestimmt. Als was hast du dich eigentlich bei dieser Firma beworben?

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