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Wer kennt sich im Mietrecht aus?

Erstellt von French80, 30.08.2004, 12:18 Uhr · 33 Antworten · 3.159 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von falkenberg

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    Die Ankündigungspflicht betrifft meines Wissens nur Bauarbeiten in der eigenen Wohung. Was die sonst im Haus bauen, müssen die nicht ankündigen. Wenn die aber bei Euch mal eben ohne Ankündigung ein Fenster rausnehmen wollen, geht das nicht. Es hat ja schließlich auch niemand die Pflicht, um diese Zeit zu Hause zu sein. Sowas hätte ich nicht geduldet.

    Die Mietminderung müsst Ihr meines Wissens schriftlich vom Vermieter einfordern. Da muss man selbst eine Rechnung aufstellen. Ich habe genau solche Bauarbeiten auch mal über mehrere Wochen erlebt (und auch immer ab 7 Uhr), und habe dann als Mietminderung die Dauer der Bauarbeiten pro Woche als Anteil von 168 Stunden (nämlich einer Woche, damit auch das bauarbeitenfreie Wochenende korrekt berücksichtigt wird) berechnet. Wenn z. B. 8 Stunden pro Tag gebaut wurde, waren das 40/168 = 23,8%. Soviel Mietminderung (auf die Kaltmiete und den Gesamtzeitraum der Bauarbeiten bezogen) habe ich verlangt, diese Rechnung aber der Wohnungsgesellschaft nicht mitgeteilt. Die haben für sich nach irgendwelchen anderen Kriterien gerechnet und sind zum fast gleichen Ergebnis gekommen. Soll keine direkte Empfehlung sein, nur eine Anregung. Ein wirklicher Ausgleich für die Nerven, die einen sowas kostet, ist das jedenfalls nicht.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von French80

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    Also... erstmal: das mit den Fenstern rausnehmen wussten wir schon einen Tag vorher... Nur, wir wussten nicht, dass er morgens um 7h20 schon die Fenster streichen wollte... na gut... das war dann ziemlich blöd, und wir waren so verblüfft, dass wir hin reingelassen haben...

    Zu der Mietminderung: ich habe doch heute mit der Vermieterin reden können, aber es brachte mich nicht weiter... Anscheinend soll unser Mietvertrag sich bald ändern, da es neue Eigentümer geben wird (die Tochter der Vermieterin)... und dann meinte sie noch, als ich sie wegen dem Baulärm ansprach, dass es nicht mehr lange dauern würde, dass die größten Sachen vorbei wären, und, dass wir nur noch etwas Verständnis haben sollten... Es seien Handwerker, und die fangen halt morgens um 7h an, und was sollte sie denn sie zwischen 7h und 8h bezahlen, wenn sie nichts tun dürfen, und so weiter und so fort....

    Ich habe also am Telefon meine Absicht, der Miete zu kürzen, nicht angekündigt... aber ich werde ihr trotzdem einen Brief schicken, und diese Mietminderung verlangen... und zwar, 20% der Kaltmiete... für August.

    @falkenberg: hattest Du dann rückwirkend diese Mietminderung verlangt? Nach Ende der Arbeiten? Das ist nämlich jetzt so, bei uns, dass es bald zu Ende sein soll, mit dem Krach... und trotzdem möchte ich das nicht einfach so lassen, sonst werden sie sich sowas immer erlauben, ohne Rücksicht auf die Leute zu nehmen, die die Miete monatlich zahlen... Hattest Du vorher mit den Vermietern geredet, bevor Du die Mietminderung verlangt hast? Oder hast Du einfach den Brief geschickt?

    Auf jeden Fall finde ich Deinen Tipp wirklich sehr nützlich! Das ist auch gut zu wissen, dass man nicht allein da steht... Ich steigere mich vielleicht etwas in dieser Sache ein... aber es ist wirklich nerventötend... Und für Stingray ist es noch schlimmer als für mich, da er von zuhause aus arbeitet... und er muss sich das auch den ganzen Tag antun...

    Zum Glück bin ich tagsüber nicht zuhause, aber, um 7h30, beim Frühstück von Bohrmaschinen unterhalten zu werden, ist nicht gerade sehr angenehm...

  4. #23
    Benutzerbild von falkenberg

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    Mein Vermieter ist eine städtische Wohnungsgesellschaft, da läuft manches etwas koordinierter und korrekter als bei einem privaten Vermieter, weil die genau wissen, was sie dürfen und was nicht. Eine verbindliche Auskunft kann ich Dir auch nicht geben. Ich hatte damals bei der Wohnungsgesellschaft nachgefragt, die haben mir mitgeteilt, dass ich nach Abschluss der Bauarbeiten einen angemessenen Betrag einbehalten sollte, sie würden dann für sich die Mietminderung berechnen und das verrechnen. So leicht war das für die nicht zu berechnen, weil für die Mieter eine unterschiedliche Beeinträchtigung berechnet wurde (da waren Betonstemmarbeiten im Erdgeschoss, ich wohne im 5. Stock, und das war noch laut genug; die Mieter im 1. Stock haben sicher mehr Mietminderung gekriegt). Wenn jetzt gerade eine Mietzahlung ansteht, kannst Du natürlich für das, was bisher war, schon eine Mietminderung ausrechnen und gleich abziehen. Ich kann keine Gewähr übernehmen, aber so schnell verfällt da nix. Wenn Du unmittelbar nach ende der Bauarbeiten die Mietminderung ausrechnest und dann bei der nächsten Zahlung einbehälts, müsste das auch noch gehen. Aufpassen würde ich da aber wegen des Eigentümerwechsels.

  5. #24
    Benutzerbild von Pallas

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    falkenberg postete
    Aufpassen würde ich da aber wegen des Eigentümerwechsels.
    Das würde ich auch! Denn ein Eigentümerwechsel kann eine Mieterhöhung mit sich bringen.

  6. #25
    Benutzerbild von
    Mein Beileid....

    Ich habe das in den letzten 1 1/2 Jahren auch mehrfach durch. ALLE Wohnungen um mich herum wurden renoviert. Meine war die erste, in die bin ich also natürlich erst eingezogen, als sie schon fertig war *g*

    "Natürlich" habe ich auch immer das gleiche Glück wie ihr. Ein Mal gings los, als ich mal 1 Woche nur für mich alleine schön ausspannen und ein bisschen die Seele baumeln lassen wollte und 1x als ich eine Woche ziemlich krank war. In letzterem Fall hätte ich als kranker Mieter ja sogar besondere Rechte geltend machen können. Aber ich habs gelassen und habe mir stattdessen einen dicken Kopfhörer gekauft mit dem ich mich bis nachmittags mit Musik berieselt habe. Da ich relativ spät ins Büro gehe, brauchte ich so oder so über die ganze Zeit keinen Wecker mehr und hätte mein "Leiden" nur verlängert ;-)

    Was ich davon gehalten habe, so etwas nicht mal freundlicherweise vorher per Aushang anzukündigen, habe ich meinem Vermieter auch gesagt. Der meinte nur trocken, ich hätte ja vor meinem Urlaub fragen können.... Na' klar, ich frage jetzt immer meinen Vermieter ob ich von dann bis dann denn zu Hause meine Ruhe haben darf

    Trotzdem lässt sich bei Renovierungsarbeiten im Haus leider nicht so wahnsinnig viel machen.

    Da wird der anstehende Eigentümerwechsel schon interessanter!
    Das muss Euch nämlich nichts ausmachen, ein neuer Mietvertrag oder Mietvertragsänderungen müssen nicht unterschrieben werden! Der neue Eigentümer übernimmt alle Rechte und Pflichten des bisherhigen Eigentümers, d. h. auch bestehende Mietverträge. Fragt am Besten in Eurem eigenen Interesse danach, was mit evtl. gezahlter Mietkaution passiert. Wenn der neue Vermieter die Kaution vom alten Vermieter nicht erhält, kommts bei späterer Auszahlung schnell mal zu unnötigem Theater. Wenn eine Mieterhöhung im Raum steht, bestehen Grenzen für deren Höhe . Die ist mit 20% (vor 2001 waren es 30%!) allerdings eigentlich für ein halbwegs verplantes Haushaltsbudget immer noch ganz schön happig. Deshalb sollte man einen Mietspiegel bzw. Infos über die ortsübliche Vergleichsmiete besorgen. Sie bilden das Höchstmaß auf das die Miete angehoben werden darf. Gleichwohl gibts für besser ausgestattete Wohnungen mögliche Aufschläge. Da muss man aufpassen, ob das was ggf. geltend gemacht wird überhaupt berechtigt ist. Um mit dem Mietspiegel was anfangen zu können, sollte man seine Gegend allerdings in die dort meistens verwendeten Klassen einordnen können (vonwegen gute Lage, mittlere Lage etc.). Manche Vermieter nehmen anscheinend gerne Bezug auf angebliche Gutachten die ihren Objekten eine gute Lage attestieren. Solange die Dokumente auf die bei der Mieterhöhungsbegründung Bezug genommen wird, nicht in Kopie beiliegen, ist die Mieterhöhung allerdings nicht wirksam durchzusetzen. Da meiner Bitte nach Kopie eines solchen Gutachtens nicht nachgekommen werden konnte blieb meine Miete anschließend unverändert. Ich habe nie wieder etwas von meinem Vermieter zu diesem Thema gehört.

    Da ich einen ziemlich zickigen Vermieter erwischt habe, habe ich vor einiger Zeit vorsorglich mal eine allgemeine Rechtschutzversicherung mit Mietrechtschutz abgeschlossen. Die ist mit 80 Euro im Jahr relativ günstig, bietet mehr als nur Mieterschutz (wäre sogar ebay-Ärger und Zoff um von mir angeblich verübte Ordnungswidrigkeiten abgedeckt) und kostet gar nichtmal mehr als der Beitrag zum Mieterschutzbund (72 Euro + 20 Euro Anmeldegebühr!!!), nur dass einem dort nicht immer so besonders professionell und zügig weitergeholfen wird. Um Kosten zu sparen, haben viele Rechtschutzversicherungen auch eine halbwegs kompetente Hotline eingerichtet, so dass man nicht immer gleich zum Anwalt rennen muss. Oft hilft das bei den 08/15-Problemchen des Alltags schon ganz schön weiter.

    Dave

  7. #26
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Wer kennt sich im Mietrecht aus?

    Wollte den bestehenden Thread nutzen, um eine eigentlich recht simple Frage zu stellen:

    Wie viele Hausschlüssel (nicht Wohnungsschlüssel) stehen einem Mieter eigentlich definitiv zu?

    Hab mal gegoogelt, aber nix verbindliches dazu gefunden!

    Gruß
    musicola

  8. #27
    Benutzerbild von sturzflug69

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    AW: Wer kennt sich im Mietrecht aus?

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Wollte den bestehenden Thread nutzen, um eine eigentlich recht simple Frage zu stellen:

    Wie viele Hausschlüssel (nicht Wohnungsschlüssel) stehen einem Mieter eigentlich definitiv zu?

    Hab mal gegoogelt, aber nix verbindliches dazu gefunden!

    Gruß
    musicola
    Zwei Stück bekommt der Mieter idR.

  9. #28
    Benutzerbild von Minne

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    AW: Wer kennt sich im Mietrecht aus?

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Wollte den bestehenden Thread nutzen, um eine eigentlich recht simple Frage zu stellen:

    Wie viele Hausschlüssel (nicht Wohnungsschlüssel) stehen einem Mieter eigentlich definitiv zu?

    Hab mal gegoogelt, aber nix verbindliches dazu gefunden!

    Gruß
    musicola
    Normalerweise kannst du soviel Schlüssel fordern wie du benötigst.
    Frau ,Freundin,Putzfrau usw der Vermieter muss sie dir aushändigen.
    Ab dem wievielten,du für den Schlüssel bezahlen musst kann ich dir auch nicht sagen.

    Mein Vermieter übergab mir zwei Schlüssel kostenfrei,alle weiteren bekomme ich gegen Bezahlung.


    Haustürschlüssel


    Gruß Minne

  10. #29
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Wer kennt sich im Mietrecht aus?

    Erstmal danke!

    Zitat Zitat von sturzflug69 Beitrag anzeigen
    Zwei Stück bekommt der Mieter idR.
    idR ist jetzt aber leider bissl schwammig. Gibt's da keine rechtsverbindlichen Vorgaben, wieviele Schlüssel der Vermieter kostenfrei zur Verfügung stellen muss?

    Zitat Zitat von Minne Beitrag anzeigen
    Normalerweise kannst du soviel Schlüssel fordern wie du benötigst.
    Frau ,Freundin,Putzfrau usw der Vermieter muss sie dir aushändigen.
    Ab dem wievielten,du für den Schlüssel bezahlen musst kann ich dir auch nicht sagen.

    Gruß Minne
    Das ist der Knackpunkt. Mein Vermieter hat vor längerer Zeit das defekte Haustürschloss ausgetauscht und danach jedem Mieter nur einen Haustürschlüssel ausgehändigt. Auf Nachfragen, mit der Begründung, dass er nur verpflichtet wäre diesen einen Schlüssel kostenfrei ausgeben zu müssen. Weitere notwendige Schlüssel müsse man selber zahlen!

    Nun ist das aber ein Sicherheitsschloss, wofür die Schlüssel erstens teuerer sind und zweitens nicht so ohne weiteres bei Mister Minit zu bekommen sind!

    Gruß
    musicola

  11. #30
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    AW: Wer kennt sich im Mietrecht aus?

    Zitat:
    Dem Mieter stehen so viele Schlüssel zu, wie er für seine Zwecke benötigt (AG Schöneberg vom 09.10.1990 – 103 C 406/90, WuM 1991, 29). Die erforderliche An-zahl der Schlüssel richtet sich grundsätzlich nach der Zahl der Bewohner (LG Berlin vom 20.06.1985 – 61 T 32/85, GE 1985, 1259). Der *(Allein-)Mieter hat mindestens je zwei Schlüssel für Haus- und Wohnungseingangstür zu beanspruchen. Für jeden weiteren Mitmieter ist jeweils mindestens ein weiterer Schlüssel auszuhändigen (AG Bad Neuenahr vom 17.08.1994 – 3 C 575/94, WuM 1996, 331; AG Karlsruhe vom 27.10.1995 – 12 C 319/95, WuM 1997, 109).

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