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Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Erstellt von lautlos, 10.10.2008, 11:22 Uhr · 99 Antworten · 6.766 Aufrufe

  1. #81
    Mumie
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Wiedermal hat sich gezeigt: Religionen sind die Geissel der Menschheit. Nur Religionen bringen heute Menschen noch derart gleichgeschaltet und unreflektiert dazu sich darin einzumischen wie andere Menschen gefälligst zu leben haben. Von Toleranz keine Spur. Es ufert aus in Terror und in der Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Solche Nachrichten kotzen mich an, obwohl ich weder im TV Männern beim knutschen zugucken mag, noch überhaupt viel mit dem künstlichen Konstrukt "Ehe" anfangen kann. Aber es stört mich, wenn sich irgendwelche Gruppen über andere erheben wollen. Ob das Frauen über Männer, Männer über Frauen, Heteros über Homos, Religiöse über Konfessionslose, Verheiratete über Unverheiratete, Eltern über Kinderlose usw... sind! Es steht immer nur Ideologie und der eigene Vorteil dahinter.

    PM
    Nicht zu vergessen:Konfessionslose über Religiöse.

  2.  
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  3. #82
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Und das intellektuell - nach den in unseren Breitengraden erhältlichen Kampfblättern - überlegene Geschlecht ist nicht in der Lage zu erkennen, dass Männer keine Wahl hätten, wenn alle Mädchen in ihrem natürlichen Zustand belassen würden? 17 Mio DDR-Bürger können eine Mauer wegbrüllen, aber Frauen verstümmeln Frauen, weil Männer es so wünschen?
    Dein Vergleich mit der DDR hinkt. Die DDR war ein paar hundert Quadratkilometer groß, hatte ein paar Millionen Einwohner und es gab dort - wenn auch von staatlicher Seite überwacht - Telefon, Fernsehen, Radio, Briefe und Zeitungen. Es gab keine Analphabeten oder allenfalls eine verschwindend geringe Anzahl. Demnach waren also alle Voraussetzungen vorhanden, dass es sich rumsprechen konnte, dass eine kleine Gruppe angefangen hatte, sich gegen die Regierung zu wehren, woraufhin sich dem viele andere anschließen.

    So, und nun nimm Afrika. Würde man die DDR dorthin stecken, man würde sie nicht finden, so verschwindend klein war sie im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Ländern. Das Beschneidungsritual wird in vielen verschiedenen, z. T. verstreuten und eben großen Ländern betrieben. In den Ländern selbst leben die Menschen nicht so dicht aufeinander wie das in der DDR der Fall war. Und im Vergleich haben dort eher wenige Leute Fernsehen, Radio, Telefon. Aufgrund des starken Analphabetismus können sehr viele Frauen - und auch Männer - keine Zeitung lesen. Angenommen also, eine Handvoll Frauen im riesigen Afrika würde in den Beschneidungsstreik gehen - wie würden das alle anderen mitbekommen?

    Ein weiteres riesengroßes Hindernis ist, wie gesagt, die Tradition. Wobei ich dir absolut Recht in deiner Aussage gebe, dass Religion bremsend auf den Fortschritt wirkt. Den Frauen wird von Generation zu Generation überliefert, dass die Beschneidung aus religiösen Gründen erforderlich ist, auch wenn das nicht stimmt, aber die Frauen können nicht im Koran oder in der Bibel nachlesen, weil sie nicht lesen können. Familiäre Werte und, noch schlimmer, der mögliche Zorn Gottes, werden sehr ernst genommen und eine Frau, die das nicht tut, wird ganz schnell "tot gemacht" oder verstoßen oder verbannt, was letztendlich auch wieder den Tod zur Konsequenz hat, weil sie sich in der Regel nicht alleine durchschlagen kann. Wobei es auch Ausnahmen gibt, jene Frauen, die flüchten und dann nach einem langen Weg in einem Land landen, wo sie sicher sind.

    Wie intelligent ist dieses Verhalten wirklich und wie passt das zur reklamierten Überlegenheit des angeblich wahren starken Geschlechts?
    Intelligenz ist nicht einfach nur da, sie muss auch gefördert werden, um zum Tragen zu kommen. Das gilt auch für unsere Breitengrade, denn wenn es in einer Familie mit lauter Leuten mit einfachem Bildungsniveau ein Kind gibt, das normalerweise das Zeug zum Gymnasium hätte, landet es dennoch oft nicht dort, einfach weil es zu Hause nicht gefördert wird, weil ihm nicht gesagt wird, dass es ein erstrebenswertes Ziel ist, die höchste Bildung anzupeilen. Genauso ist es vielerorts in Afrika, um bei dem Beispiel zu bleiben (es gibt ja noch andere Länder). Wenn überhaupt ein Schulbesuch möglich ist, so ist der meistens nur den Jungen vorbehalten, denn die Mädchen sollen zu Hause bleiben und auf ihr Leben als zulünftige Ehefrau und Mutter vorbereitet werden. Das ist auch wieder die Tradition, die sich fortsetzt, aber auch da gibt es zum Glück Ausnahmen. Die sind aber leider über den ganzen großen Kontinent gesehen eher selten (ich spreche von eher armen Familien, denn die Kinder von besser gestellten Familien besuchen natürlich auch in Afrika die Schule).

    Darüber hinaus herrscht in fast allen Entwicklungsländern ein riesiger Männerüberschuss.
    Woher hast du das?

    Das insgesamt überlegene Geschlecht müsste sich in solchen rein "darwinistischen" Zuständen eigentlich durchsetzen und nicht sich selbst zerstören und unterdrücken lassen.
    Ja, bloß wie? Wie sollte das deiner Meinung nach in der Praxis aussehen? Angesichts der Gegebenheiten, die ich oben beschrieben habe?

    bedeutet dann aber ja nichts anderes, als dass "die Frau" also keine eigenständigen Entscheidungen treffen kann, nichtmal wenns drum geht seinesgleichen zu verstümmeln bzw. Leben zu lassen?
    Ich denke, du kannst dir nicht vorstellen, WIE stark der Druck durch Männer, Familie, überkommene Traditionen und Werte in solchen Ländern überhaupt ist. Ich selber habe nur eine kleine Ahnung davon. Wir modernen Westler haben gut reden und klugscheißen, können uns das aber nicht wirklich vorstellen.

    Hierzulande müssten eigentlich die meisten Männer solo bleiben, weil die Frauen ihre Einstellungen nicht ändern.
    Welche Einstellungen?

    Ein Glück hat der Mann den stärkeren Trieb, sonst wäre das wohl auch so und die Geburtenrate ginge gegen Null.
    Oh, in bestimmten Ländern wäre das gar nicht schlecht, denn dann würde es dieses Überbevölkerungsproblem, vor dem wir jetzt schon stehen und das immer schlimmer wird, nicht geben. Aber schließlich sind es ja die Männer, die oft gleich mehrere Ehefrauen und/oder Geliebte haben, um möglichst viele Kinder (Söhne) in die Welt zu setzen. Quantität statt Qualität!

  4. #83
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von Mumie Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen:Konfessionslose über Religiöse.
    Ja, allerdings sind Religiöse die Einzigen unter allen Genannten die andere per se Ausgrenzen und Intoleranz in ihren Schriften lehren. Von daher geht es gar nicht anders als sich gegen sie zu erheben, wenn man das so nicht akzeptiert. Ein Homo5exueller muss sich gegen die katholische Kirche erheben, weil sie ihm ins Leben pfuschen will, obwohl er mit ihr überhaupt nichts zu schaffen und sie ihm gegenüber keinerlei Weisungsbefugnis hat. Umgekehrt hätten Christen aber rein gar nichts vor einem Homo5exuellen zu befürchten, wenn sie ihn denn in Ruhe leben lassen und sich voll frei entfalten lassen würden. Ein Unterschied der wohl kaum von der Hand zu weisen ist oder?

    PM

  5. #84
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Zitat:
    Das insgesamt überlegene Geschlecht müsste sich in solchen rein "darwinistischen" Zuständen eigentlich durchsetzen und nicht sich selbst zerstören und unterdrücken lassen.
    Ja, bloß wie? Wie sollte das deiner Meinung nach in der Praxis aussehen? Angesichts der Gegebenheiten, die ich oben beschrieben habe?
    Die Gegebenheiten sind doch das Resultat einer Entwicklung vom Nullpunkt aus. Die Männer sind auch nicht belesen auf die Welt gekommen und rein physische Überlegenheit sichert auch noch lange nicht die Vormachtsstellung. Du hast jetzt sehr ausführlich das Leid der Frau in den Entwicklungsländern geschildert. Das ist doch anerkannt und unbestritten.

    Ich habe gestern einen recht interessanten Text von Juso-Chefin Franziska Drohselgelesen. Es ging eigentlich um die Ypsilanti-Geschichte. Aber genau um die Kernaussagen gehts mir hier eigentlich auch nur: Die Einteilung von positiven und negativen Eigenschaften auf die Geschlechter hat lange Tradition. Nicht nur Männer bedienten sich in der Mottenkiste der Klischees, auch der Feminismus setzte darauf: Es gab dort durchaus die Auffassung, mit Frauen an der Macht gebe es keine Kriege, die Welt wäre schöner und Frauen seien bessere Menschen. Das ist schlicht Quatsch. Die biologistische Zuschreibung von Eigenschaften an Geschlechter ist vor allem eins: reaktionär und 5existisch. Frauen sind genauso gut und schlecht wie Männer.

    Der Spagat der Feministinnen einerseits das wahre starke Geschlecht sein zu wollen und andererseits zu beklagen, dass die Frau unter den von mir "darwinistisch" bezeichneten Umständen vom Mann in Entwicklungsländern total unterdrückt wird widerspricht sich einfach. Wenn die Frau das stärkere Geschlecht wäre, würde es die heutigen Zustände gar nicht geben. Sie würde stattdessen dort den Mann für sich arbeiten lassen und das Matriarchat ausrufen. Im Prinzip ist diese Diskussion müßig. Sie kommt nur auf, weil Gleichberechtigung einigen meinungsbildenden Frauen offenbar nicht reicht. Warum kann man nicht einfach Probleme sehen und lösen? Und um zum eigentlichen Ausgangspunkt zurückzukommen: Warum instrumentalisiert man die Zahl von 1 Mrd. ärmster Menschen auf der Welt um es zu bedauern, dass es 600 Mio Frauen und "nur" 400 Mio Männer sind? Wen interessiert das? Was hilft das? Was soll das heissen? Wäre bei 500:500 oder auch 600:600 irgendwas gewonnen, nur weil dann völlig paritätisch gelitten wird?

    Zitat:
    Hierzulande müssten eigentlich die meisten Männer solo bleiben, weil die Frauen ihre Einstellungen nicht ändern.
    Welche Einstellungen?
    Ich will jetzt nicht den Rahmen sprengen und vollends ins OT abgleiten. Wir haben das hier auch schon häufiger diskutiert. Nur ein Beispiel: Frauen lernen es einfach nicht sich an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Sie steigen immer weiter auf, sind immer gebildeter und erreichen im Vergleich zu früher immer höhere und besser bezahlte Positionen. Doch gleichzeitig wollen sie weiterhin in der erdrückenden Mehrzahl ausschließlich nach oben heiraten. Da es so viele Manager und Berufssöhne aber nicht gibt, müht sich eine immer größer werdende Zahl von einfachen Arbeitern und kleinen Angestellten aussichtslos auf Brautschau ab, während die Damen bejammern, dass sie einfach keinen Mann finden der zu ihnen passt. In der Gleichberechtigung und Emanzipation läuft einiges schief. Abgesehen vom verwirrten Mann, der seine Rolle langsam nicht mehr kennt und nur noch Trottel oder Musterpapas in der Werbung vorgespielt bekommt, läuft das auch auf eine eigentlich nur noch dreist zu nennende Rosinenpickerei vieler Frauen raus: Emanzipation immer dann wenn sie einen Vorteil bringt (sozialer Aufstieg etc.), Tradition auch immer dann wenn sie einen Vorteil bringt (z. B. bei der Beziehungsanbahnung ein Verhalten wie 1950 an den Tag legen). Das ist sicherlich sehr angenehm und praktisch, aber gleichberechtigt ist es wohl gerade nicht.

    Zitat:
    Darüber hinaus herrscht in fast allen Entwicklungsländern ein riesiger Männerüberschuss.
    Woher hast du das?
    Der erstbeste Link den ich über Google dazu gefunden habe: http://www71.sevenval-fit.com/welt/d...ine_Braut.xmli
    Selbst in Deutschland ist das übrigens so, da schon von Natur aus immer etwas mehr Jungen als Mädchen geboren werden. Auf 100 Mädchen kommen 106 Jungen. In Westdeutschland hat sich das "Problem" allerdings in Luft aufgelöst, da die Mädchen aus Ostdeutschland gerne in den Westen ziehen, während die Jungens dort anscheinend lieber bei Mutti wohnen bleiben, wenn sie vor Ort keine Arbeit finden.

    PM

  6. #85
    Mumie
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    JUmgekehrt hätten Christen aber rein gar nichts vor einem Homo5exuellen zu befürchten, wenn sie ihn denn in Ruhe leben lassen und sich voll frei entfalten lassen würden. Ein Unterschied der wohl kaum von der Hand zu weisen ist oder?

    PM
    Von Homo5exuellen nicht,aber von vielen Atheisten(ist meine Erfahrung).Viele bringen es anscheinend nicht fertig uns unseren "komischen" Glauben leben zu lassen und erwarten aber die Toleranz die sie nicht geben(wollen?).

    Übrigends,haben(auch meine persönliche Erfahrung)sehr viele Christen(auch die der kath.Kirche angehören)kein Problem mit den Homo5exuellen(ich hatte auch schon welche in meinen Bekanntenkreis).

  7. #86
    Mumie
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    In Westdeutschland hat sich das "Problem" allerdings in Luft aufgelöst, da die Mädchen aus Ostdeutschland gerne in den Westen ziehen..........................

    PM
    Und ich habe mich schon gewundert.

  8. #87
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Wobei ich dir absolut Recht in deiner Aussage gebe, dass Religion bremsend auf den Fortschritt wirkt.
    Nein, das stimmt so nicht. Die Kirche war schon zu mittelalterlichen Zeiten die Triebfeder des Wissens, hat die Künste gefördert u.ä. Die Gier nach Macht und Zwänge der Zeiten haben jedoch das Bild ins Gegenteil verschoben. Ich bin selbst kein religiöser Mensch, aber wer sich vorurteilsfrei mit der Geschichte beschäftigt, wird erkennen, dass einzig und allein das Benutzen der Religion für persönliche Zwecke den Fortschritt korrumpiert. Sieht man u.a. an den Spinnern, die die Schöpfungslehre allen Ernstes als Wissenschaft verkaufen und im Lehrplan unterbringen wollen. Schützt die Kinder davor, kann ich nur sagen.

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Und um zum eigentlichen Ausgangspunkt zurückzukommen: Warum instrumentalisiert man die Zahl von 1 Mrd. ärmster Menschen auf der Welt um es zu bedauern, dass es 600 Mio Frauen und "nur" 400 Mio Männer sind? Wen interessiert das? Was hilft das? Was soll das heissen? Wäre bei 500:500 oder auch 600:600 irgendwas gewonnen, nur weil dann völlig paritätisch gelitten wird?
    Das instrumentalisiert man deshalb, weil der UN-Bevölkerungsbericht seit jeher einen seiner Abschnitte dem Stand der Gleichberechtigung widmet. Weil wir nunmal als westl. Industrienation das als Problem begreifen. Das ist natürlich eine Luxussorge, die sonst niemanden, am wenigsten die Länder, die es am meisten betrifft, kümmert. Wir zerbrechen uns quasi den Kopf für andere, die dies nicht einmal als veränderungswürdigen Zustand erkannt haben. Von daher ist die Diskussion eigentlich (noch) nutzlos.

    Im Moment sterben dort Menschen an Seuchen, Krieg und Hunger, egal ob männlich oder weiblich, das ist das Wichtige. Und sie vermehren sich so explosionsartig, gerade weil sie so arm sind. Vielleicht denken sich viele: 'Ist doch egal, von denen gibts eh so viele, ein paar mehr oder weniger...', aber das ist falsch. Nicht nur aus humanitären Gründen, nein, das wird ganz harte ökologische und wirtschaftliche Folgen für uns haben.

    Man mag die Politik eines George Bush für verfehlt halten, sein Engagement für Afrika war jedoch ungewöhnlich hoch für einen amerikanischen Präsidenten. Hoffentlich sieht auch ein Obama dies als eine seiner Prioritäten.

  9. #88
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?



    Die aktuell rund um OPEL bekannt werdenden Nachrichten finde ich recht betrüblich. Ich bin quasi in einem Opel groß geworden, meine ganze Familie und die Familie meines besten Freundes fuhr zufälligerweise Opel - und das mitten im VW-Land Ich bin selbst mal einen Opel Astra G gefahren. Das waren die Zeiten um 2003, als Opel sich langsam berappelte und sich aufmachte den Trümmerhaufen den die aus Detroit gesteuerte Modellpolitik über Jahre angerichtet hatte, zu überwinden. Plötzlich gab es bei Opel sogar moderne Dieselmotoren und die Qualität ging steil nach oben - aktuell ist Opel lt. AutoBild sogar die beste deutsche Marke. Der Astra H, der neue Corsa D, schicke Modelle wie Tigra Twintop und Astra Twintop oder die hoffnungsvolle neue Mittelklasse-Limo "Insignia" zeigten einen klaren Trend für Opel nach oben.

    Das hat man sich alles hart erarbeitet und erkämpft. Werke wie Bochum wurden jahrelang "gesundgeschrumpft", allen wurden Opfer abverlangt um die Zukunft zu sichern. Doch das alles geschah letztendlich immer mit dem Klotz in Form der Konzernmutter am Bein, die Geld und Innovationen in die USA abzog, Deutschland weitere Opfer abverlangte und die Weiterentwicklung in Deutschland behinderte. Es ging viel Geld von Rüsselsheim nach Detroit und von den offenen Forderungen die Opel umgekehrt noch in Milliardenhöhe an seine Mutter GM hat, wird man wohl nie mehr was sehen. Im Gegenteil soll man nun noch mehr Geld in die USA schicken um die marode, völlig in den Sand gesetzte Konzernmutter noch ein paar Monate weiter am Leben zu halten. Hierzulande würde man sowas wohl Konkursverschleppung nennen, was dort versucht wird.

    Nun wendet Opel sich an den deutschen Staat, bittet um Bürgschaften. Wird nun am Ende der Steuerzahler dafür einspringen, das Opel Geld nach Detroit überweisen kann, ohne das hier die Lichter ausgehen? Ich hoffe es wird bald ein Weg gefunden, dass Opel aus den Fängen dieser unfähigen, raffgierigen Konzernmutter entkommt. Ob Toyota, Investoren oder ein Börsengang aus der GM-Konkursmasse heraus, alles ist besser als dieses seit Jahrzehnten verhängnissvolle Konstrukt. Ich hoffe die Opelaner kommen da heile raus!

    PM

  10. #89
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie

    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Ich frage mich gerade,ob es nicht irgendwie(und preisgünstig)möglich wäre -OPEL- vorübergehend(und bevor das Steuergeld bezahlt wird)vom Staat übernehmen zu lassen.Ich habe nämlich auch den Verdacht daß,das Geld ansonsten zum grössten Teil vom Opel-Mutterkonzern eingesaugt wird und danach evtl.doch noch verkauft(und danach verlagert) wird.

  11. #90
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    AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

    Nun hat der Kongress wohl doch nicht die 25 Mrd. Euro freigegeben, die die sterbenden Autobauer von GM, Ford & Chrysler so dringend benötigen würden. Respekt vor dieser Leistung.

    Nein wirklich: Wer sich hinstellt und die Finanzkrise als alleinigen Schuldigen ausmacht und sich dabei weigert einen halbwegs ordentlichen Plan zur Verwendung des Geldes auszuarbeiten, der hat es nicht besser verdient. Wenn nicht soviele einfache Arbeitnehmer dranhingen und es uns hintenrum nicht wieder selbst träfe, würd ich sagen: Lasst sie absaufen.

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