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Zeitschrift "Metal Hammer"

Erstellt von kathrin, 19.10.2006, 13:33 Uhr · 71 Antworten · 4.758 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich bin ganz überrascht zu lesen, dass es einen Vater in der Familie gibt. Ich dachte bisher,es gäbe keinen. Aber wahrscheinlich kommt es in diesem Fall auf das selbe heraus. Kann denn nicht da auch eine Ursache liegen?

    Noch mal auf den Metall Hammer zurückzukommen. Pech ist natürlich, wenn einem die Musik völlig fremd ist. Wenn ich so ein Heft durchblättern würde, fände ich sicherlich auch meine Helden meiner Jugend wieder und auch Gruppen die mir gefallen und da würden mir schon Anknüpfungspunkte für ein Gespräch einfallen. Frag doch einfach mal, welche Bands oder welche Stilrichtung Deiner Tochter gefällt. Dann kannst Du Dir ja mal "heimlich" im CD Shop reinhören oder den Verkäufer fragen. Oder man hört mal in die beiliegende CD (die es sicherlich gibt) herein.

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von djrene

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    Zitat Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
    Und nein, "Sorgen" wegen des Metal Hammers in ihrem Zimmer mache´ich mir nicht; mir war diese lediglich nicht bekannt. Allein die Aufmachung der Zeitung bewegt mich dazu, zu hinterfragen, da mir als Musikzeitschrift lediglich die bereits zitierte "Bravo" bekannt ist.
    Eigentlich möchte ich mich in diese Diskussion ja nicht einmischen, da es mich 1. nichts angeht, ich 2. den genauen Sachverhalt nicht kenne und 3. psychologisch allenfalls hobbymäßig etwas bewandert bin. Trotzdem möchte ich diesen einen Abschnitt kurz aufgreifen, da ich einerseits sehr oft mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 zu tun habe und andererseits, bekanntermaßen zu den Menschen zähle, die sich in der Szene bewegen in der Metal Hammer, Rock Hard, Rock it usw. gelesen wird (ich selbst lese nur Rock it und Melodic Rock). Mir zeigt die oben getätigte Aussage wie wenig man sich überhaupt kennt und sich vielleicht auch mit den, eben anders gearteten, Interessen der Tochter auseinander gesetzt hat. Die Tochter ist 16 und man stellt erstmals fest, daß es andere Zeitschriften wie Bravo gibt? Da muß man doch eigentlich nur mal am Bahnhof in das Regal schauen. Jede Szene hat ihre eigenen Magazine. Und ich nehme an die Tochter kleidet sich auch entsprechend. Man sollte zumindest versuchen sich mit den Gegebenheiten der Szene zu befassen, denn sonst wird alles weitere wieder eine Überraschung. Und mit jeder weiteren wird der Abstand größer. Und der Zugang gelingt sicher am ehesten, wie oben schon erwähnt, via Musik. Ich würde mal schauen was die Tochter so für CDs hat. Dann würde ich da mal rein hören, mir Infos via Internet holen und vielleicht die Tochter mal mit einer Aussage à la "Alexi Leiho ist ja wirklich ein geiler Gitarrist, aber das Singen dürfte er noch etwas lernen" überraschen. Das könnte ihr zeigen, daß Du Dich auch mit Sachen beschäftigst die sie interessieren und die ihr wichtig sind.

    P.S. Alexi Leiho ist der Frontmann der Death Metal Band Children of Bodom.

  4. #43
    Benutzerbild von kathrin

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    [/quote]die Kriterien zur Unterbringung in einer geschlossenen psychologischen Abteilung erfüllt sie doch wohl eher nicht, die ist für ernsthaft psychisch Kranke, die eine Gefahr für sich und andere sind. /QUOTE]

    PM, jetzt haben wir aneinander vorbei geredet! Gemeint ist nicht "eine Klapse", sondern, wie Du weiter unten richtig erkannt hast eine[quote]Unterbringung der Tochter in einem Wohnprojekt, um mal Abstand zwischen Euch und sie zu bekommen /QUOTE]. Hiervon gibt es - nach meinem Wissen - zwei Varianten: die offene Unterbringung welche MIT Zustimmung der jeweiligen erfolgt, und die geschlossene Unterbringung. Hierbei besteht die Möglichkeit, daß die betroffene Person am WE nach Hause gehen kann, wenn sie möchte. Abstand ist dringend nötig, kann aber nur - so die Gesetzeslage - nur mit Zustimmung mit Kindes erfolgen (Variante 1).

    Nehmen wir die Urlaubssituation: Das wird doch wohl so gewesen sein, dass wieder miese Stimmung war und alle zufrieden damit waren, dass sie den Urlaub nicht stört und sie sah erstmal nur, dass sie endlich mal zu Hause ihre Ruhe hat. Aber fühlt sie sich dann in dieser Zeit wirklich gut dabei, vor allem wenn sie ausgerechnet in dieser Zeit nichtmal das Internet nutzen dürfen soll und so immer noch den Konflikt lebendig vor sich hat?
    Unsererseits bestand bzw. besteht immer noch das Angebot, mit uns in den Urlaub zu kommen. Es war ihr eigener Wunsch, nicht mitzukommen, da sie bereits in den vergangenen Jahren sich am Urlaubsort kaum "aus dem Hause" bewegte, sämtliche Aktivitäten ablehnte oder widerwillig mitkam (Ausnahmehoppen), dort selbst keinen Anschluß an Gleichaltrige suchte, und wenn sie von annähernd gleichaltigen zum Mitmachen aufgefordert wurde, stets ablehnend reagierte bzw. sich nach kurzer Zeit wieder "verkrümelte". Wenn ich/wir die finanziellen Möglichkeiten hätten, würde ich den alten Kasten, vor dem ich gerade sitze, ins Kinderzimmer stellen und mir einen neuen PC zulegen. Leider sieht die Realität anders aus. Da meine Eltern, in dessen Haus wir - zum Glück - eine eigene Wohnung besitzen, von PC & Co. keine Ahnung haben und auch kein Intersse besitzen, sich dahingehend weiterzubilden, und mit Mühe und Not beim Handy eine Telefonat entgegennehmen können, solltest Du mir bitte nicht verdenken, daß ich, wenn ich über längere Zeit nicht zugegen bin, verhindere, daß der PC genutzt wird. Ich bekomme den Kasten zum Laufen, würde etwas kaputt gehen, während wir im Urlaub wären, könnten meine Eltern nicht eingreifen (und die Tochter hat keine Ahnung von z. B. Systemherstellung oder Modeminstallation). Mein Fehler, daß ich das System nicht durch ein Paßwort geschützt habe, so wäre DIESER Konfliktpunkt aus der Welt.

    einen besser geratenen Sohn zu bevorzugen
    ...
    ihr immer wieder als Vorbild vorzuführen
    Auch wir zoffen uns mitunter. Aber hier knallt's, die Sache ist erledigt und es wird nichts nachgetragen. Ein klarer Vorteil und somit - kleinkrämerisch betrachtet - ein Pluspunkt. Wir gleichen uns charakterlich eher, kein schwarz und weiß, Feuer und Wasser. Auch Du wirst im Alltag vornehmlich Personen bevorzugen, mit denen Du Dich gut verstehst und weitestgehend die Personen negieren, mit den Du Dich nicht/kaum verstehst. Wo es sich, ob beruflich oder familiär, nicht vermeiden läßt, Kontakte zu pflegen, einigt man sich auf den kleinsten Nenner; vereinfacht dargestellt.

    Gibts da keinen der für Euch alle neutral genug wäre und dem alle vertrauen?
    Nein, da jeder irgendwie darin verstrickt ist, Lehrer, Jugendamt, Eltern, Großeltern. Hier wäre der Schulpsychologe der neutrale Person. Und vom "Hinschleifen" möchte ich nicht reden, da ich erst einmal allein dieser Person sprechen möchte.

    [quote][Es gibt einige Möglichkeiten und wenn sie jetzt gar keinen Abschluss macht, danach zwei Jahre als Hilfsarbeiterin am Band steht oder kellnert und dann erst erkennt, dass es sich lohnt noch einen Schulabschluss zu machen, ist das in dieser eingefahrenen Situation auch immer noch gut gelaufen. Es gibt auch nicht nur eine Schule, sollte sie jetzt von der Schule fliegen. Es wird doch wohl auch noch andere Schulen in der Umgebung geben, wo sie dieses Jahr wiederholen kann. Wichtig ist, dass sie selbst erkennt das sie diesen Abschluss braucht und will und zwar nicht um Dir zu gefallen, sondern um in ein Leben starten zu können, wo sie auf eigenen Füßen steht. Ich habe irgendwie den Verdacht, dass sie in diesem Dauerkriegszustand gar nicht genug Luft bekommt, um sich über sowas Gedanken zu machen bzw. die ganze Zeit damit beschäftigt ist, Sachen abzukanzeln, die ihr so den ganzen Tag vorgekaut werden. Ist denn bekannt, wie sie sich ihr weiteres Leben überhaupt vorstellt?!
    /QUOTE]

    Welches weitere Leben denn??? Entschuldige bitte diesen harschen Sarkasmus, er war jetzt völlig fehl am Platze, mußte aber SO einmal 'raus. Bitte nicht persönlich nehmen!

    Lt. Gesetz hat sie ihre Schulpflicht von 9 Jahren abgessen und aufgrund ihrer schulischen Leistungen kann sie bereits nach Ende des 1. Halbjahres entlassen werden. Sollte eine positive Trendwende eintreffen, kann sie auch noch einen Realschulabschluß machen. Sollte sich nichts ändern, folgt das BVJ automatisch und zu gewährleisten, daß dort die Hauptschule abgeschlossen wird. Weiterführende Möglichkeiten wurden bislang nicht erörtert, da ich den "netten Brief" erst gestern erhielt und Elternsprechtag erst Mitte November ist und noch ein klärendes Gespräch mit der Lehrerschaft geführt wird.

    Wie weit ist ein 16jähriges Kind gereift, wenn es sich hauptsächlich nach der Schule damit beschäftigt, den Kindersender NICK zu schauen und sich auch noch Sponge Bob 'reinzieht. OK, ich gebe zu, mitunter auch die Serien auf SuperRTL "mit halbem Auge" beim Herumrennen/-wirtschaften zu schauen, aber mit 16? Mitunter habe ich den Eindruck, es ist ein 16jähriges Mädchen, welches sich wünscht, noch 11/12 zu sein.

    Nette Hinweise - Du nennst es vorkauen - hinsichtlich weiterer Lebensvorstellungen/-planungen, werden von ihr völlig negiert und mit einem Schulterzucken abgetan. Was schließt DU daraus? Ich sehe es so, daß es ihr egal ist, was mit ihr nach Abschluß/Ende der Schulzeit passiert und sie es vorzieht, als Couchpotato 'rumzuhängen.

    Um diesen, wie Du es bezeichnest, Dauerkriegszustand (was es auch ist) zu entschärfen, wäre, wie oben bereits erwähnt, Abstand vonnöten. Nicht diese "Ganztagseinweisung in eine Klappse", sondern Eingliederung in ein Wohnprojekt. Leider wird das von ihr abgelehnt.

    @ Röschmich

    Ich bin ganz überrascht zu lesen, dass es einen Vater in der Familie gibt. Ich dachte bisher,es gäbe keinen. Aber wahrscheinlich kommt es in diesem Fall auf das selbe heraus. Kann denn nicht da auch eine Ursache liegen?
    Deinen Postings durfte ich entnehmen, daß Du auch aus den NBL (ähm, Halle -glaube ich?) kommst. Dann weißt Du ja, wie hier die Lage auf den Arbeitsmarkt ist. Wer heute als MANN nicht flexibel arbeitet, ist weg vom Fenster. Was bleibt anderes übrig, als notfalls eine Wochendehe zu führen? Probleme entstehen meistens in der Woche, bleiben an mir kleben und können nur bedingt am WE geklärt werden. Wie nennst Du es, wenn Du tagsüber auf einer Baustelle schuften muß, nachts Zeichnungen erstellen darfst und das von Mo - So? Ausbeutung? Nein, zur Erziehung war keine Zeit (leider) und seit er das Unternehmen gewechselt hat, ist er nur Mo - Fr unterwegs. Wenigstens das WE. ...und noch so'n Zeitfaktor...

  5. #44
    Benutzerbild von röschmich

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    Wer heute als MANN nicht flexibel arbeitet, ist weg vom Fenster. Was bleibt anderes übrig, als notfalls eine Wochendehe zu führen? Probleme entstehen meistens in der Woche, bleiben an mir kleben und können nur bedingt am WE geklärt werden. Wie nennst Du es, wenn Du tagsüber auf einer Baustelle schuften muß, nachts Zeichnungen erstellen darfst und das von Mo - So? Ausbeutung? Nein, zur Erziehung war keine Zeit (leider) ...
    Ja das ist Ausbeutung und noch viel schlimmer:es zerstört die Familie und letztendlich vergiftet die Gesellschaft. Leider ist man als Einzelner da fast machtlos. Es sei denn, man hat übermenschliche Fähigkeiten. Aber wer hat die schon?
    Ich hasse dieses allgemeine Gelaber von "Flexibilität", "Mobilität" und vor allem der (wieauchimmer) Zwang, da mitmachen zu müssen. Zum Schluss ist der "kleine Mann" ganz alleine für alles verantwortlich und wird ausgelacht/schief angsehen, wenn es Probleme damit gibt.

  6. #45
    Benutzerbild von kathrin

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    @ Babooshka:

    9 Jahre.
    Zieht ihr ihn vielleicht unbewusst vor? Weil er "der Kleine" ist, ein Junge ist, ein zugänglicheres Kind ist, und die Tochter merkt das alles und fühlt sich im Gegensatz zum Bruder nicht geliebt?
    Eigenzitat:

    Auch wir zoffen uns mitunter. Aber hier knallt's, die Sache ist erledigt und es wird nichts nachgetragen. Ein klarer Vorteil und somit - kleinkrämerisch betrachtet - ein Pluspunkt. Wir gleichen uns charakterlich eher, kein schwarz und weiß, Feuer und Wasser.
    @ Murmel:

    (Die Reaktionen Deiner Tochter lassen übrigens auch die Vermutung zu, dass sie sich ausgegrenzt oder noch schlimmer nicht geliebt fühlt. Und das schon seit längerer Zeit. Oder aber auch die einfache Variante: Sie fühlt sich durch Deine Autorität in Ihren Rechten eingeschränkt.)
    Sie hat sich z. T. selbst ausgegrenzt, Angebote nicht wahrgenommen bzw. angenommen...und die Liebe kann sterben, langsam und schleichend...

    Du redest von Rechten. Sicher, Kinder haben Rechte, z. B. das Recht, ihre Eltern bei der Polizei anzuzeigen. Aber wer lehrt sie auch ihre Pflichten? Meine Tochter hat z. B. durchaus das Recht, in der Pause privat ein Buch zu lesen, hat aber auch die Pflicht, dieses in der Unterrichtszeit wegzulegen und zu lernen und mitzuarbeiten. So einfach. Oder so schwer?

    @ djrene:

    Die Tochter ist 16 und man stellt erstmals fest, daß es andere Zeitschriften wie Bravo gibt?
    Jawoll, immerhin waren bis zum letzten Winter noch "Bravo" und "Yam" aktuell.
    Die Zeitschrift habe ich schon in ihrem Zimmer liegen sehen, jedoch nicht weiter darauf geachtet. Und - bitte nicht lachen - mir ist eher bekannt, daß es eine Vielzahl von Volksmusikzeitungen gibt (durch meine Eltern), als Musikzeitungen jenseits des Mainstream.

    Dann würde ich da mal rein hören,..
    Gerne, leider hat mein Player 'ne Grätsche gemacht und eine Reinigungs-CD wird nicht einmal erkannt. Via Spotlight wurde mir - Zitit - "Luft aus der Dose" emfohlen; nach einer ausgiebigen Google-Befragung werde ich am WE zum nächsten Media-Markt stiefeln und mir 'ne Dose zulegen.

    Und ich nehme an die Tochter kleidet sich auch entsprechend.
    Ähm, welcher Szene darf ich denn eine ausgeleierte schwarze Jogginghose zuordnen?

    Also: vornehmlich schwarz, mit Totenkopf & Co., wenn's geht. Ihre Bitte nach Boxerstiefeln schlug ich aus, da 75 € für ein Paar Schuhe etwas teuer ist. Immerhin gilt es, eine Familie zu versorgen, bestehend aus 4 Personen. Da ist zirkeln angesagt...

  7. #46
    Benutzerbild von PostMortem

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    [quote]PM, jetzt haben wir aneinander vorbei geredet! Gemeint ist nicht "eine Klapse", sondern, wie Du weiter unten richtig erkannt hast eine
    Unterbringung der Tochter in einem Wohnprojekt, um mal Abstand zwischen Euch und sie zu bekommen /QUOTE]. Hiervon gibt es - nach meinem Wissen - zwei Varianten: die offene Unterbringung welche MIT Zustimmung der jeweiligen erfolgt, und die geschlossene Unterbringung. Hierbei besteht die Möglichkeit, daß die betroffene Person am WE nach Hause gehen kann, wenn sie möchte. Abstand ist dringend nötig, kann aber nur - so die Gesetzeslage - nur mit Zustimmung mit Kindes erfolgen (Variante 1).
    OK, ich verstehe! Naja, sie wird in dieser Sache wohl hauptsächlich sehen, dass sie aus dem Weg geräumt und abgeschoben werden soll. Es dürfte auch schwierig sein ihr in dieser Lage was anderes zu vermitteln... puh! Vermutlich ist sie nichtmal in der Lage die Notwendigkeit zu begreifen, die Abstand und Zukunftsorientierung für Euch alle hat.

    Leider sieht die Realität anders aus. Da meine Eltern, in dessen Haus wir - zum Glück - eine eigene Wohnung besitzen, von PC & Co. keine Ahnung haben und auch kein Intersse besitzen, sich dahingehend weiterzubilden, und mit Mühe und Not beim Handy eine Telefonat entgegennehmen können, solltest Du mir bitte nicht verdenken, daß ich, wenn ich über längere Zeit nicht zugegen bin, verhindere, daß der PC genutzt wird. Ich bekomme den Kasten zum Laufen, würde etwas kaputt gehen, während wir im Urlaub wären, könnten meine Eltern nicht eingreifen (und die Tochter hat keine Ahnung von z. B. Systemherstellung oder Modeminstallation).
    OK... Aber was hättet ihr mehr ausgegeben, wenn Sie mit in den Urlaub gefahren wäre? Ich weiss, dass es schwer sein müsste, sie für ihre Eskapaden noch zu belohnen und wie ich lese ist das Geld knapp. Aber ein halbwegs auf der technischen Höhe befindlicher Gebraucht PC kostet bei ebay in etwa, was eine Person auch im sparsamsten Urlaub verbrauchen müsste. Wenn sie damit allerdings sowieso nichts sinniges anfängt, wäre das auch rausgeschmissenes Geld...

    Auch Du wirst im Alltag vornehmlich Personen bevorzugen, mit denen Du Dich gut verstehst und weitestgehend die Personen negieren, mit den Du Dich nicht/kaum verstehst. Wo es sich, ob beruflich oder familiär, nicht vermeiden läßt, Kontakte zu pflegen, einigt man sich auf den kleinsten Nenner; vereinfacht dargestellt.
    Jepp... aber Familie/Eltern/Kinder kann man sich eben nicht aussuchen

    Wie weit ist ein 16jähriges Kind gereift, wenn es sich hauptsächlich nach der Schule damit beschäftigt, den Kindersender NICK zu schauen und sich auch noch Sponge Bob 'reinzieht. OK, ich gebe zu, mitunter auch die Serien auf SuperRTL "mit halbem Auge" beim Herumrennen/-wirtschaften zu schauen, aber mit 16? Mitunter habe ich den Eindruck, es ist ein 16jähriges Mädchen, welches sich wünscht, noch 11/12 zu sein.
    Puh... mit so einer Unterentwicklung hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Sie wird sich tatsächlich keine Gedanken um ihr weiteres Leben machen.

    Nette Hinweise - Du nennst es vorkauen - hinsichtlich weiterer Lebensvorstellungen/-planungen, werden von ihr völlig negiert und mit einem Schulterzucken abgetan. Was schließt DU daraus?
    Wenn sie nicht in irgendeiner Form geistig beeinträchtigt sein sollte (es gibt ja auch Lernbehinderungen und man muss nicht gleich "Rainman" sein, um Schwierigkeiten beim Aufbau von Bindungen zu anderen Menschen zu haben), ist sie vielleicht irgendwann - klingt hart und vorwurfsvoll, aber mir fällt dazu nichts anderes ein - aufgegeben und in ihrer Entwicklung sich selbst überlassen worden. Und auf einmal war sie fast groß... Aber ich weiss es nicht, ich kenne Euch alle ja nicht und deswegen kann das auf Euch zutreffen, kann aber auch nicht. Selbst wenns so wäre, würde das niemand wahr haben wollen bzw. jeder aus seiner Sicht anders sehen.

    Um diesen, wie Du es bezeichnest, Dauerkriegszustand (was es auch ist) zu entschärfen, wäre, wie oben bereits erwähnt, Abstand vonnöten. Nicht diese "Ganztagseinweisung in eine Klappse", sondern Eingliederung in ein Wohnprojekt. Leider wird das von ihr abgelehnt.
    Wenn sie geistig weit vom Stand einer "gewöhnlichen" rebellierenden 16jährigen ist, kann ich das nachvollziehen. Wer wollte mit 11 oder 12 schon unter fremden Fast-Erwachsenen wohnen?

    Ich kann Euch nur wünschen, dass ihr nochmal die Kraft findet Euch alle offen und fair auseinanderzusetzen, die alten Zöpfe abzuschneiden und sie doch noch gemeinsam mit ihr auf die richtige Schiene zu setzen.

    PM

  8. #47
    Benutzerbild von kathrin

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    @ Röschmich:

    Ich hasse dieses allgemeine Gelaber von "Flexibilität", "Mobilität" und vor allem der (wieauchimmer) Zwang, da mitmachen zu müssen.
    Kennst Du einen Ausweg hier in S-A? Solange Du (nicht Du als Person!) ledig und ohne jeglichen Anhang/Partner bist, ist dies m. E. die beste Variante, dem hiesigen Schlamassel aus dem Wege zu gehen.

    Glaubst Du nicht auch, daß viele lieber zu Hause bleiben würden, als täglich bzw. wöchentlich pendeln zu müssen?

  9. #48
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Hallo Kathrin,

    ich habe dieses Thema jetzt sehr interessiert verfolgt, vielleicht kann ich dir ja mal ein paar Gedankenpunkte aus der Teenager-Sicht geben, ob das natürlich auch alles so auf deine Tochter zutrifft, kann ich dir nicht beantworten.

    Gott, was hab ich mich mit meinen Eltern gezofft, genau in dem Alter etwa! Wir hatten nun wirklich kein sonderlich gutes Verhältnis (dafür jetzt umso mehr), wobei sooo extrem war es dann bei uns doch nicht!

    Vieles waren einfach Trotzreaktionen oder Provokationen, allerdings haben meine Eltern recht bald gelernt, mir da den Wind aus den Segeln zu nehmen!

    So wie du deine Tochter beschreibst, finde ich mich da in vielen Punkten wieder: Einzelgänger, keine Freunde, keine Anerkennung in der Klasse, allerdings fiel mir die Schule leicht, Leistungsprobleme gab es nie.
    Aber ich wollte auch Freunde haben, wie die anderen sein, Anerkennung haben, deshalb gab es dann auch oft Probleme zu Hause. Ich habe immer nur ja gesagt, wenn einer was wollte, im Gegenzug bekam ich immer nur die neins ab. Ich habe auch gerne anderen geholfen, so war es ja nicht, aber es war eben all die Jahre doch sehr einseitig. Wenn da nicht die Theater-AG gewesen wäre, die unheimlich gut fürs Selbstbewusstsein war, ich glaub, ich wäre da dran echt kaputt gegangen, Mauerblümchen-Dasein im späteren Leben! Allerdings habe ICH irgendwann begriffen, dass man auch Freundschaften nicht erkaufen kann, und an dem Punkt ging bei mir die Veränderung los! Im Alltag ... zu Hause wurden die Probleme dadurch nicht kleiner!

    Meine Eltern sind dann nach jahrelangen Konflikten und Zoff irgendwann auf Ignorieren umgestiegen, und das hat unser Verhältnis dann auch irgendwann entspannt!

    Beispiel: Es gab Essen, es wurde für alle gedeckt, und wenn die Anwesenden fertig waren mit Essen, dann wurde wieder abgeräumt, wenn ich mal wieder keinen Bock hatte, dann hatte ich eben Pech! Entweder ich habe mir dann selbst noch was gemacht, oder, was meistens der Fall war, ich habe dann aus Trotz eben gar nichts gegessen! Das mochte beim Abendbrot noch gehen, aber wenn es dann am Wochenende ums Mittagessen ging, und es Lieblingsessen gab, aber dann nichts mehr übrig war, weil dann der Vati eben nen Teller mehr gegessen hat, das war dann schon bitter!

    Oder wenn irgendwas unternommen werden sollte, es wurde bekannt gegeben und dann nicht nochmal gebettelt, wer bei Abmarsch nicht angezogen war, der hatte Pech! Ich glaub ein einziges Mal sind sie dann doch noch mal zurückgekommen, um mir noch ne Chance zu geben!

    Oder wie oft sagt man denn den Satz "Dann zieh ich eben aus"! Was haben meine Eltern dann darauf geantwortet? "Okay" Nicht mehr und nicht weniger! Situation entschärft!

    Vieles wurde dann zum Beispiel auch einfach gemacht, weil man wusste, das wird so nicht gewünscht, hauptsache Provokation!

    Ich habe es irgendwann dann begriffen, dass es so nicht sein kann, und bin trotzdem ausgezogen! Mit 19, in ne kleine Wohnung in der Stadt (meine Eltern wohnen im Häuschen hinter der Stadtgrenze), und seitdem verstehen wir uns immer besser!
    Ausgezogen bin ich, während meine Eltern im Urlaub waren! Mit 600DM aufm Sparbuch habe ich mir dann meine erste Bude eingerichtet, dabei hätte ich meine Möbel auch alle mitnehmen können, wahrscheinlich hätten sie mir auch so noch was überlassen oder besorgt, aber das wollte ich dann nicht, das wollte ich alleine machen und finanzieren! Immerhin war ich erwachsen und selbständig, und wollte auch so gesehen werden! Mal zeigen, dass ich ja doch was auf die Reihe bringe!

    Vielleicht wäre ja die Ignorieren-Methode auch noch ne Idee für euch? Wobei ich da noch bemerken muss, ich hab noch ne jüngere Schwester, die hatte es in dem Moment aber nicht etwa besser dadurch, es wurde einfach ganz normaler Alltag weitergelebt, man konnte daran teilnehmen, oder auch nicht! Alles, was sie bekam, hätte ich genauso haben können, wenn ich am Alltag teilgenommen hätte! Bevorzugt wurde keiner!

    Ich hoffe jetzt, mit diesem doch sehr persönlichen Einblick in meine Teenagerzeit etwas geholfen zu haben!


    Und noch mal zum Thema Arbeit in den NBL, da muss man heute nicht nur als Mann flexibel sein! Ich komme eigentlich aus Sachsen, arbeite jetzt im Westmünsterland und habe meinen Hauptwohnsitz in Thüringen! Diesen Monat war ich bisher dank Feiertag ganze 4 Tage zu Hause! In knapp 3 Jahren habe ich also zweimal fast alles hinter mir gelassen, Freunde, soziale Kontakte, Vereine ... Zum Glück hängt bei mir keine Familie dran, denn wenn meine letzte Beziehung nicht sowieso Anfang des Jahres in die Brüche gegangen wäre, jetzt wäre sie es ganz sicher! 700km hält keine Beziehung aus, wenn einer dann auch noch Schicht arbeitet!

  10. #49
    Benutzerbild von kathrin

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    @ PM:
    Puh... mit so einer Unterentwicklung hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Sie wird sich tatsächlich keine Gedanken um ihr weiteres Leben machen.
    Unterentwicklung? Oder vielmehr "nicht erwachsen werden wollen"?

    ...um Schwierigkeiten beim Aufbau von Bindungen zu anderen Menschen zu haben), ist sie vielleicht irgendwann - klingt hart und vorwurfsvoll, aber mir fällt dazu nichts anderes ein - aufgegeben und in ihrer Entwicklung sich selbst überlassen worden.
    Wenn Du "aufgegeben" in Sinne von "keine Zeit haben" meinst, gebe ich Dir insofern recht, als daß ich sie dann bereits im Kindergarten "aufgeben mußte", da ich Mo - Fr von 8.30 - 18 Uhr arbeiten durfte und somit meine Tochter max. 3 Stunden/Tag sah. WE? Ach vergiß es, im Hause muß auch etwas erledigt werden. Mein Mann? Siehe hierzu Posting Nr. 43 @ Röschmich.

  11. #50
    Benutzerbild von kathrin

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    @ just music:
    ...allerdings fiel mir die Schule leicht, Leistungsprobleme gab es nie.
    Und das ist genau der Knackpunkt! Wären ihre Leistungen gut, könnte ich über vieles hinwegsehen, da die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, deutlich besser wären. Auch hast Du Dich in der Theater-AG engagiert. DAS läßt doch aufhorchen! Du hast also etwas unternommen und nicht gewartet.

    Vielleicht wäre ja die Ignorieren-Methode auch noch ne Idee für euch? Wobei ich da noch bemerken muss, ich hab noch ne jüngere Schwester, die hatte es in dem Moment aber nicht etwa besser dadurch, es wurde einfach ganz normaler Alltag weitergelebt, man konnte daran teilnehmen, oder auch nicht! Alles, was sie bekam, hätte ich genauso haben können, wenn ich am Alltag teilgenommen hätte! Bevorzugt wurde keiner!
    Das ziehen wir seit Sommer 05 durch, von gelegentlichen "Vulkanausbrüchen" einmal abgesehen. Würde sie sich "normal" am Alltag beteiligen, warum soll ihr nicht das Gleiche wie ihrem Bruder zustehen? Da sie hierzu aber nicht gewillt ist, "entgeht" ihr einiges, was dem Bruder zugute (aber nicht doppelt!) kommt.
    Die Folge: der Neidpegel steigt.

    Und noch mal zum Thema Arbeit in den NBL, da muss man heute nicht nur als Mann flexibel sein!
    Wie war das? Eierlegende Wollmilchsau?

    Zum Glück hängt bei mir keine Familie dran,..
    Ironie an: Also genau der Typ, den die hiesigen Unternehmen suchen: ledig, ungebunden und von 0 Uhr - 24 Uhr einsetzbar! Ironie aus.

    Kann ich aber nachvollziehen: mein Mann durfte in 3 Schichten rotieren, während Du - ach nee - die 3. Klasse absolviertest ;-)))

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