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Meiner einer in vielen Worten ;-)

Erstellt von Dark_Lord, 31.12.2008, 18:26 Uhr · 5 Antworten · 1.042 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Dark_Lord

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    Meiner einer in vielen Worten ;-)

    Hallo zusammen,

    hab das Forum per Google gefunden und es freut mich, so viele gleichgesinnte gefunden zu haben.

    Da ich Baujahr 79 bin, habe ich die 80er als Kind erlebt und verbinde damit hauptsächlich ein sehr gutes Kinderprogramm und den großen Spaß mit dem frühen Privatfernsehen, das damals noch sehr expermintell war (ich sag nur Tele5 mit Bitte Lächeln, Ruck Zuck, Koffer Hoffer, ... oder RTL mit Der Preis ist Heiß und Wie Bitter und das unvergessene Glücksrad auf Sat1).

    Und damit wären wir schon beim Punkt Fernsehen... ich hab zwar immer gedacht "erschießt mich, wenn ich mit dem 'Früher war alles besser'-Quatsch anfange", aber irgendwie war das Kinderprogramm da schon anders. Also ich bin jedenfalls der Meinung, dass neben einer guten Erziehung auch gewisse Fernseh-Vorbilder wie Dr. Snuggles dazu beigetragen haben, dass ich ich von klein auf immer interessiert und lernwillig war und nun auch mein Ingenieursstudium erfolgreich absolviert und einen guten Job gefunden habe. Immerhin wollte ich damals immer Dr. Snuggles der Erfinder werden. Wenn heute Kinder der beste Pokémon-Trainer aller Zeiten werden wollen, zeugt das zwar auch von viel Ehrgeiz - aber ob einen das beruflich so weiter bringt? ;-) Später waren es dann eher so Serien wie Knight Rider und Airwolf oder Trickserien/Animes wie Saber Rider, Galaxy Rangers, COPS oder Captain N, die mich vor den Fernseher gelockt haben. Die haben zwar nicht mehr ganz so zum Lernen animiert (aber Stein wurde ja schon in frühen Kindheitstagen ins Rollen gebracht), haben dafür aber immer auf witzige Art und Weise gezeigt, dass die Bösen immer die Deppen sind und die Guten immer gewinnen. Na gut, MacGyver ist auch ein gutes Vorbild, um einen Hobby-Bastler zu erziehen ;-)

    Was ich auch immer noch in die 80er mit rein packe, ein wenig zurecht denn die meisten Serien entstammen den 80ern, ein wenig zu unrecht, denn sie liefen in Deutschland erst Anfang bis Mitte der 90er, sind die diversen Zeichentrickserien und Animes die auf Tele5 und dem frühe Kabel1/Kabelkanal und Pro7 liefen.

    Heute sammle ich alles an Serien, was damals lief. Und wenn es nicht auf DVD raus ist, dann werden halt bei Ebay, auf Trödelmärkten und sonst wo die Videos zusammengetragen, egal ob Kaufvideos oder Fernsehaufnahmen. Und wenn es nun mal garnichts mehr gibt, werden halt Sachen gekauft, die ich nicht verstehe, wie z.B. die französische Version von Cupido (lief ca. 1995 rum auf RTL2 im Kinderprogramm bei Vampy) oder ganz abgefahren die japanische DVD-Box von Königin der 1000 Jahre (Um 1990 rum die Serie schlechthin auf Tele5, auch wenn sie mir als Kind fast noch zu anspruchsvoll war, heute hat sie noch die größte Faszination von allen).

    Und um die letzten Schätze, die nicht auf DVD veröffentlicht wurden (oder so schlecht, dass selbst die alten VHS besser sind, kommt leider auch oft genug vor, oder in anderer Form wie der neue Schrott-Vorspann bei den Schlümpfen), auf DVD zu sichern, betreibe ich nen Riesen Aufwand. Heißt in Worten, VHS-Videos werden erst mal durch ein Kassetten-Reinigungsgerät gezogen (für Video2000 und Beta hab ich leider keines), dann wird aus einer Menge von ca. 40 Videogeräten das beste rausgesucht und das Signal durch eine lange Verarbeitungskette gezogen (von einem professionellen Timebase Corrector, der im Gegensatz zu den Video Stabilizern aus dem Supermarkt auch wirklich das Bild stabilisiert durch einen Analog-zu-SDI Digital Wandler der zudem noch einige eigene gute Rauschfilter anbietet, durch die SDI-Aufnahmekarte, dann noch mal in Software nachbearbeiten in Bild und Ton und mit den jeweils besten auf dem Markt verfügbaren Encodern MPEG2-Bild und Dolby Digital-Ton für die fertige DVD samt Menü draus machen).

    Geräte aus dem Audio-Video-Bereich stehen wie schon gesagt reichlich zur Verfügung. Das heißt
    - Unzählige VHS-Geräte, darunter auch einen Grundig mit Linear Stereo (ein anderes Aufzeichnungsverfahren als das gängige Hifi-Stereo, z.B. auf den VHS-Videos von Captain Harlock zu finden, läuft in Hifi-Stereo Geräten nur Mono) und einen JVC HR-D470, bei dem man die Kassette nicht der Breite nach mit Klappe nach vorne, sondern der Länge nach mit der Klappe nach links einlegt, sowie mehreren Multinorm-Geräten inkl. dem Panasonic NV-W1 der nicht nur weltweit alle Fernsehnormen wiedergibt, sondern auch normwandelt.
    - Nochmal unzählige S-VHS Geräte inkl. einem Grundig VS-680, bei dem man mit Hilfe des integrierten Videotext-Decoders und dessen Zeichensatz auch Titelbilder (mit sehr beschränkter Auflösung) erstellen kann
    - Einen D-VHS
    - Einen VHS-C Camcorder
    - Einen Mini-DV Camcorder
    - Einen stationären Video8/Hi8
    - Vier Betamax-Geräte, davon zwei BetaHifi und ein Linear Stereo/BNR
    - Zwei Video2000, davon einer Stereo (aber beide nur 2x4), der Mono ist auch noch ein Toploader
    - Ein SVR (Grundig SV4004, die dritte Generation VCR, das Vorgängersystem von Video2000, wo die Bandwickel noch übereinander gestapelt waren und das erste Videokassettenformat für den Heimgebrauch)
    - Einen U-Matic Rekorder (das erste professionelle Videokassetten-Format, wenn auch meiner nur als Low-Band, aber das war in unseren Breiten eh das gängigste Format, High-Band und SP finden sich hier eher selten)
    - Ein TED-Bildplattenspieler von Telefunken aus den 70ern (das System, wo die superfeinen Rillen in den flexiblen Bildplatten noch von einer Diamantnadel abgetastet wurden)
    - Einen Laserdisc-Player, der auch mit den alten Laservision-Platten von Philips mit Analogton zurecht kommt
    - Einen Laserfilm-Player von McDonnell Douglas (habe keine Medien dafür, werde auch vermutlich nie welche kriegen, aber fand das Ding halt so kultig - Laserfilm ist ein 30cm Durchmesser runder Fotofilm auf den der Inhalt aufbelichtet wird. Nur einseitig nutzbar weil transparent - transmissive Abtastung mit Laser durch "Lichtschranke" schwarz oder transparent belichteter Film - und 18 Minuten pro Disc. McDonnell Douglas hat das Ding nach dem kommerziellen Flop wohl intern für Flugsimulatoren verwendet, mit ein paar hundert kaskadierten Geräten.
    - Einen Plattenspieler mit Tangentialarm (kein Dreharm, sondern ein seitlich schiebender Arm, bei dem der Tonabnehmer immer 90° zur Rille sitzt, und nicht wie beim Dreharm mit minimalem Winkelfehler) der zudem die Platte auch optisch nach den großen Pause-Rillen abtastet und daher auch programmierbar ist wie ein CD-Player
    - Ein Doppel-Tapedeck mit Bandeinmessung und digitaler Tonaufbereitung
    - CD-Player, klar
    - Mehrere DVD-Player
    - Einen HD-DVD Player (sehr modern, aber wegen seines unrühmlichen Aus trotz besserer Technik im Vergleich zu BluRay auch schon irgendwie Vintage)
    - Mehrere analoge und digitale Sat-Receiver, die derzeit auf drei Positionen (Astra, Astra2, Hotbird) gucken, Aufrüstpläne vorhanden (offiziell passen 8 LNBs=8 Positionen an meine Antenne, rein rechnerisch müssten 10 gehen).

    Leider funktionieren nicht alle Geräte (teilweise auch defekt gekauft weil billiger und außerdem ist die Reparatur auch eines meiner Hobbies), aber dann werden sie einfach repariert ;-) Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, auch wenn man kein Radio-Fernseh-Techniker ist. Schaltpläne kann ich auch so lesen (sonst müsste man mir mein Diplom wieder aberkennen ;-)) und für die Mechanik bekommt man irgendwann auch ein Gefühl.

    Ferngesehen wird stilecht auf alten Röhrengeräten von Grundig, eine bessere Bildqualität dürfte heute schwer zu kriegen sein. Den, der mein Wohnzimmer ziert, haben meine Eltern um 1989/1990 rum gekauft. Nachdem ein paar Altersschwächen aufgrund tauber Elkos erfolgreich behoben wurden, war das Bild wieder 1a.

    Meinen ersten Computer muss ich so 1988 rum bekommen haben, ein Sanyo-Desktop mit 286-CPU (konnte auf 4 oder 6MHz getaktet werden) und EGA-Grafik. Neben Pacman, Sokoban, Tetris und Co liefen da natürlich auch die ganzen Sierra Adventures drauf. Mit Wörterbuch und Komplettlösung bewaffnet als Grundschüler durch englische Adventures. Ein paar Witze aus Leisure Suit Larry hab ich damals natürlich nicht verstanden, aber Space Quest und Kings Quest waren eh witziger. Die Lucasfilm-Spiele liefen dann schon auf dem 386SX-20 mit S-VGA Grafik und Soundblaster 1.0 - was für ein Multimedia-Erlebnis.

    Heute sind es unzählige Computer vom 286 (leider nicht mehr mein alter, sondern ein alter Triumph Adler Slimline Desktop sogar mit VGA onboard) bis zum übertakteten Core2Quad, jede Menge Teile um noch mehr Rechner bauen zu können, sowie eine Sun Ultra10 und ein Amiga 500 (für nen 10er inkl. Netzteil, TV-Adapter, Maus, einem Competition Pro und zweitem Floppy auf dem Trödel mitgenommen)

    Spielkonsolen hatte ich keine, die erste, die ich mir gekauft (und dann gleich neu gekauft) habe war die Sega Dreamcast Ende der 90er. Heute wird kräftig nachgerüstet, inzwischen bringe ich es auf einen Atari VCS-2600 mit zwei Original-Controllern und zwei Arcade-Sticks, einen NES mit zwei Controllern, einen SNES mit einem Controller, einen N64 mit einem Controller, einen Sega Master System II mit einem Controller, Sega Megadrive und Megadrive 2 mit zusammen 3 Controllern (natürlich gehen nur zwei gleichzeitig) und besagte Sega Megadrive.

    Eine weitere Kuriosität sind meine zwei "Sab Rider Interaktif" "Controller", welche zum Spielen der interaktiven Variante von Saber Rider und die Star Sheriffs (französisch Sab Rider) benutzt werden. Hört sich spektakulär an, ist es auf seine Art und Weise auch. Die Serie enthält Steuersignale im Bild, die die "Controller" (genau genommen ist das das Raumschiff "Bronco Buster", das kleine Raumschiff mit dem Colt in der Serie allein unterwegs ist, mit unten montiertem Pistolengriff) auswerten. Erzielte Treffer werden gezählt, Schüsse und kassierte Treffer kosten Energie. Der Spielverlauf ist statisch, da die Software eine ganz normale (wenn auch auf viele Action-Szenen geschnittene) Serienepisode auf VHS ist.

    Und für Hugo, die interaktive Spielshow auf Kabel1 Mitte der 90er, plane ich gerade einen "Telefon-zu-Joystick" Adapter, um die PC-Versionen der Spiele per Telefon spielen zu können - mit Einmischung der DTMF-Töne in den Ton versteht sich.

    So, das war es erst mal. Falls hier Links zulässig sind, kann ich gerne mal was zu den von mir betriebenen Homepages posten (eine in Sachen alte Zeichentrick-Serien, angefangen als Saber Rider Seite und im Moment auch die einzige, die ausführliche Infos zu Sab Rider Interaktif hat, später auch andere Serien und DVD-Reviews, eine mit meinem "Technik-Museum")

    Ansonsten wünsche ich euch erst mal einen guten Rutsch und gehe jetzt erst mal Silvester feiern.

    Gruß

    Volker alias Dark_Lord

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    17.09.2006
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    341

    AW: Meiner einer in vielen Worten ;-)

    Na, dann sei deier einer mit recht wenigen Worten in diesem Forum willkommen geheissen!


  4. #3
    Benutzerbild von okinawa

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    31.10.2004
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    1.752

    AW: Meiner einer in vielen Worten ;-)

    Was ein Technikeinstand - sehr interessant zu lesen, willkommen hier im 'Club'!

  5. #4
    Benutzerbild von Scheul

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    12.09.2002
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    5.158

    AW: Meiner einer in vielen Worten ;-)

    Willkommen im Forum. Technik die Begeistert

  6. #5
    Benutzerbild von Pumpenlady

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    8

    AW: Meiner einer in vielen Worten ;-)

    Zitat Zitat von Dark_Lord Beitrag anzeigen

    - Zwei Video2000
    JAHAAAAAAA hier kennt tatsächlich noch jemand Video 2000 *verrückt werd*, das hatten meine Eltern auch erst gekauft, bevor sich dann schließlich doch VHS durchgesetzt hat... kann mich noch gut dran erinnern.... die Videokassetten waren super praktisch, die konnte man nämlich auf der Vorder- und Rückseite bespielen! D. h. man hat die Dinger dann einfach umgedreht und verkehrt herum in den Videoplayer geschoben HAHA mit VHS unvorstellbar!!!

  7. #6
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Meiner einer in vielen Worten ;-)

    So, nach langen 6 Wochen Leitungsproblemen komme ich auch endlich dazu DIESEN Thread zu lesen...
    Recht interessant und auf einiges neidisch in Punkto Videoausrüstung bin ich da schon. Panasonic NW1 hab' ich 2, einer davon funktioniert als Normwandler nicht mehr, daher ist er nun mein Standard-Abspielgerät, da das Teil einfach auch ein sehr angenehmes Bild macht.

    Hoffentlich liest man bald mal wieder was.
    Ein herzliches Willkommen vom Maxe.

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