Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

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Lutz
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=lastninja;286352]Ist ja für Jugendliche eh langweilig, wenn die bucklige Verwandtschaft kommt.[/QUOTE]

:ro

Lutz
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musicola
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Beitrag von musicola »

[QUOTE=PostMortem;286301]

Also Hand aufs Herz: Hättet Ihr für die Freiheit, auch am 22.4.2011 tun und lassen zu können was ihr wollt, lieber auf den Karfreitag verzichtet oder lasst ihr Euch lieber diverse Aktivitäten verbieten und pennt dafür aus?
[/QUOTE]

Eindeutig PRO Feiertag. Und zwar jeden einzelnen den ich kriegen kann.

Wenn Karfreitag wegfallen würde, hätte ich nämlich weniger Freiheit weil ich dann arbeiten müsste.

Und auspennen?? Möglich aber sinnlos! 86400! :wink:
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Laschek
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AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

Beitrag von Laschek »

Seitdem die bei uns das Flohmarktverbot für Sonn- und Feiertage durchgeboxt haben hat mein Leben keinen Sinn mehr!! :mad::mad::mad:

Soll ich stattdessen vielleicht in die Kirche gehen oder was? In welche denn überhaupt? Schliesslich hab ich dafür bezahlt keine Konfession mehr zu haben...

Wieso kriege ich vorgeschrieben welchen Vergnügungen ich nachzugehen hab und welchen nicht?
Tanzverbot, von wegen, der Staat tanzt doch auf meiner Nase rum!

Ich fühle mich durch die Sonderregelungen der Feiertage in meinen nichtreligiösen Gefühlen verletzt. :mad:
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Beitrag von Babooshka »

[QUOTE=Laschek;286382]Seitdem die bei uns das Flohmarktverbot für Sonn- und Feiertage durchgeboxt haben hat mein Leben keinen Sinn mehr!! :mad::mad::mad:[/QUOTE]

WAT!? Sachma wo lebst du denn, da bin ich doch glatt fassungslos! Und wann bitteschön sollen die Flohmärkte dann stattfinden, wenn nicht an Sonn- und Feiertagen, wenn die Leute frei und somit Zeit zum Verkaufen haben? Nur samstags? Also bei uns gibt es explizit Flohmärkte an Feiertagen, die sind oft besonders groß. Vielleicht solltest du mal einen Besuch in die Hauptstadt erwägen :D
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AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

Beitrag von lastninja »

Damit keine Missverständniss aufkommen:
Heiligabend gehört der eigenen Familie
1. Feiertag der buckligen Verwandtschaft (entweder man lädt oder wird geladen)
2. Feiertag bin ich immer noch satt ....aber die Kids können sich verabreden, sofern sie woanders "geduldet" werden

@Phexen
Wo wohnst du denn?
Hier ist ständig irgendein Flohmarkt...
Gefühlt alle zwei Wochen.....und NUR am Wochenende...

Kann ich mir gar nicht in der Woche vorstellen......würde ich auch nicht schaffen..
Aber mal ehrlich: die meisten verkaufen da den allerletzten Schrott...
Ich finde da nix mehr...
Nicht mal Retrozeug.....
Letztens in Oldenburg/Weser Ems Halle noch einen sehr versifften Amiga 500 gesehen......den wollte ich dann auch nicht mehr......nicht mal geschenkt...
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Lutz
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=Babooshka;286386]WAT!? Sachma wo lebst du denn, da bin ich doch glatt fassungslos! Und wann bitteschön sollen die Flohmärkte dann stattfinden, wenn nicht an Sonn- und Feiertagen, wenn die Leute frei und somit Zeit zum Verkaufen haben? [/QUOTE]

Irgendwas sagt mir, dass sowas im Norden Deutschlands tendenziell eher nicht vorkommt ;)

Ansonsten was die Fragestellung angeht, geht es mit ähnlich wie Dir: Was Feiertag? Shit - die Geschäfte haben ja zu... *g*

Lutz
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Laschek
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AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

Beitrag von Laschek »

[QUOTE=Babooshka;286386]WAT!? Sachma wo lebst du denn, da bin ich doch glatt fassungslos! Und wann bitteschön sollen die Flohmärkte dann stattfinden, wenn nicht an Sonn- und Feiertagen, wenn die Leute frei und somit Zeit zum Verkaufen haben? Nur samstags? Also bei uns gibt es explizit Flohmärkte an Feiertagen, die sind oft besonders groß. Vielleicht solltest du mal einen Besuch in die Hauptstadt erwägen :D[/QUOTE]

Flohmärkte in Rheinland-Pfalz sind in der Regel nur noch Samstags, gibt auch mal was unter der Woche, aber die kann man natürlich abhaken. Ausnahmen für Sonntags nur noch wenn verkaufsoffener Sonntag u.ä. ist.
Wenn ich das richtig verstanden habe bestand dieses Verbot pro forma sowieso schon (Schutz des Feiertags blahblah), wurde aber toleriert. Angeblich wollte dann ein Bürgermeister einer rheinland-pfälzischen Stadt einen etablierten lokalen Flohmarkt weghaben und legte sich mit dem Veranstalter an. Was dann vor Gericht ging und aufgrund der bestehenden Regelung haben wir nun den Salat in Form von keinem Sonntagsflohmarkt mehr :mad:
Ich könnte da echt kotzen... Neulich hatten wir in KL mal wieder verkaufsoffenen Sonntag und somit auch Flohmarkt, und es war sehr gut besucht, die Leute haben sich gefreut dass sie mal wieder sonntags diese Gelegenheit bekamen. Aber anscheinend will dieser @!#?@! (© Q*Bert :D) Staat nicht dass sich die Leute freuen, sondern betroffen in der Kirche sitzen und den Kopf schief halten. Ich krieg da echt 'n Hass.:murmel:
Die Flohmarktveranstalter wollen sich nun "wehren" und verlangen dass in Konsequenz auch z.B. Weihnachtsmärkte an Sonn- und Feiertagen verboten werden.
Das werde sie wohl nicht durchkriegen:
Flohmarkt: schmuddelig :rolleyes:
W-Nachtsmarkt: Kultur (muahahahahah)

@Ersatz-Phexen: zum Glück find ich noch jede Menge Retrozeug, in dem Punkt will ich mich gar nicht beschweren, hab in den letzten Wochen tonnenweise Mega Drive Kram (brauchste einen? :D), 'n Saturn, sogar 'n Game & Watch, uvm. abgegriffen, aber es geht ja nicht nur da drum.
Macht ja auch einfach Spaß über den Flohmarkt zu schlendern und zu gucken was es alles so gibt.
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Heiko2609
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Beitrag von Heiko2609 »

Ich kenne das hier in Baden-Württemberg auch nicht anders, dass Flohmärkte immer/meistens am Samstag sind. Auf was ich gut verzichten kann, sind die verkaufsoffenen Sonntage, wenn es Geschäfte gibt die bis 20.00 Uhr oder gar 22.00 Uhr offen haben in der Woche.
Und für den einmaligen Einkauf in einem Fachgeschäft dass nur bis 18.30 Uhr öffnet, findet sich irgendwie schon mal ein Termin auch für die vielbeschäftigten.
An verkaufsoffenen Sonntagen fährt man am besten mit dem Fahrrad in die betreffende Stadt oder meidet sie gleich.

Zu den Feiertagen. Da es hier konservativer und christlicher zugeht, haben diese schon irgendwie noch eine größere Bedeutung und auch weil ich teilweise Freunde/Bekannte habe die christlich gläubig sind.
Mitbewohner hier im Haus, die aus Sachsen erst hier her gezogen sind, waschen ihre Wäsche auch an Sonn- und Feiertagen und hängen diese dann raus, das fällt hier in der Nachbarschaft sonst niemandem ein.
Je nach beruflicher Situation wirkten sich Feiertage unterschiedlich aus.
Als ich noch für einen Dienstleister für Kühllagerung gearbeitet habe, häufte sich die Arbeit in der betreffenden Woche auf weniger Tage und Zeit.
Die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel kennen das auf ihre Weise ebenfalls.
Und nicht lachen, wenn man gerade arbeitslos ist, wirken sich Wochen mit Feiertagen dadurch aus, das in der Samstagzeitung weniger Stellen drin stehen.
Das habe ich zu meiner betreffenden Zeit jedenfalls festgestellt.
Aber es gibt ja auch die Stellenbörsen im Internet.
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Heiko2609
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AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

Beitrag von Heiko2609 »

Das mit dem Tanzverbot an Karfreitag ist für mich ganz normal. ich bin da noch nie auf die Idee gekommen fortzugehen. Auch nicht am Vorabend.
Aber das dies auch noch für den Karsamtag gilt, war mir noch nie bewusst.
Daran hält sich auch kein Club bzw. gibt es in meiner Region eine Großverantaltung namens Ostermarkt wo es auch schon am Karsamtag einen Betrieb mit Festzelt und Vergnügungspark gibt.
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PostMortem
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Beitrag von PostMortem »

[QUOTE=Babooshka;286386]WAT!? Sachma wo lebst du denn, da bin ich doch glatt fassungslos! Und wann bitteschön sollen die Flohmärkte dann stattfinden, wenn nicht an Sonn- und Feiertagen, wenn die Leute frei und somit Zeit zum Verkaufen haben?[/QUOTE]

Da haben wir also die Grenze des Arrangierens mit Sonn- und Feiertagsgesetzen gefunden :D

In NRW sind die größten und schönsten Flohmärkte auch i.d.R. Sonntags. Das ist auch gut so. Ein Durchschnittsleben hat 4.000+x Sonntage, 1/7 des gesamten Lebens. Was mein Leben angeht ist das eindeutig zu viel, um einer Kirche, deren Mitglied man ggf. nichtmal ist, die Gestaltungshoheit darüber zu überlassen. Wer in die Kirche gehen möchte, kann das doch gerne tun. Es ist einfach unnötig, dass andere Menschen für den von Flohmärkten völlig unbehelligt durchfühbaren Kirchgang Anderer Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Mit der gerade von Religionen gerne in Anspruch genommenen Toleranz hat das nichts zu tun und eine Religion die solchen Zwang überhaupt braucht, sollte doch eigentlich sowieso misstrauisch machen.

Was mich allerdings wundert, ist die Duldung der vielen fast vollständig von Neuware durchzogenen Neuware-Flohmärkte (meistens unter dem Motto "jeder kann mitmachen"). Sowas dürfte ruhig stärker verfolgt werden, denn letztendlich ist das die Umgehung des Ladenschlussgesetzes. Alternativ müsste man weitaus großzügiger Sonntagsöffnungen zulassen als bisher. Die beiden Möglichkeiten bestehen, einen Umweg über Alibi-Flohmärkte sollte es nicht geben. Mich nervt das persönlich auch tierisch, wenn ich mal einen neuen Markt teste und es sich als doofer 90%-Neuwaremarkt entpuppt.
Zuletzt geändert von PostMortem am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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