Das ist noch nicht mal eine Boyfriend wie in der Beschreibung. Das ist ne astreine Röhre. Hauteng. Eine Boyfriend ist quasi eine Karotte. Aber dafür, daß ich ja eigentlich auf Bootcut geklickt hatte, eine Röhre angezeigt bekam und in deren Beschreibung dann Boyfriend steht... tztztz. Fehlende Fachkenntnis eben. Aber hauptsache schön billig
Mag sein, mag nicht sein. Es bringt mich halt definitiv nicht weiter, wenn ich mit kompletter Fachkenntnis dahingehend beraten werde, dass mein Kaufwunsch leider nicht der Verkaufspolitik des Hauses entspricht. Im Endeffekt stehe ich dann lieber nicht beraten, aber mit dem gewünschten Produkt vorm Paketboten, bzw. der vor mir. Fachkenntnis über das was man mir nicht verkaufen kann, kann ich halt nicht einpacken und verschenken.
[QUOTE=musicola;292432]Und man muss nicht aus dem Haus zum Einkaufen. Schön entspannt am Rechner sitzen bleiben.
Ja, auch .... aber ich denke es geht ja noch viel weiter.
Anwesende natürlich ausgenommen, ist doch das Verkaufspersonal weitgehend lustlos und unengagiert am Werk. Und dabei wird die Rolle der Öffnungszeiten oder ungelernter Hilfskräfte m. E. echt überschätzt oder als Schutzbehauptung verwendet. Klar, bei kik erwarte ich eine ungelernte, nach Erziehungszeiten wiedereingestiegene Teilzeitkraft ohne Ahnung. Da gehe ich auch nicht hin und wenn darf man keine Ansprüche haben. Aber selbst in sog. Premium-Häusern und kleineren Geschäften, die nach wie vor moderate Öffnungszeiten von 10:00 bis 19:00 Uhr haben und tarifgebundenes, kaufmännisch ausgebildetes Personal beschäftigen, ist die Beratung und die Kundenansprache oft doch echt mieß, miesepetrig, unkundig, kundenentmündigend, nicht serviceorientiert, provisionsorientiert oder schlicht plump.
Nur durch Professionalisierung kann in vielen Branchen heute überhaupt noch Geld verdient werden. Viele Branchen wurden schneller, vernetzter, kunden- und service-orientierter. Es ging gar nicht anders, weil Kunden heute vieles selbst machen können, absolute Markttransparenz herrscht und sich ein ganz anderer Anspruch an Einfachheit und Schnelligkeit durchgesetzt hat. Die Zeiten sind insgesamt schneller und anspruchsvoller geworden.
Nur der Einzelhandel scheint sich dem immer noch nicht so recht stellen zu wollen, was für andere Branchen seit 20,30 Jahren kontinuierlicher Wandel ist. Stattdessen jammern die Belegschaften seit 20 Jahren den alten Zeiten vorm langen Donnerstag hinterher (das waren die, in denen sich in den Köpfen der Kunden die Servicewüste Deutschland manifestierte) und agieren die Manager an sämtlichen Prinzipien guten Einzelhandels vorbei (was daran liegen wird, dass das seit Jahren fast alles Controller/BWLer sind und keine gelernten Verkaufsprofis). Aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Heute Mitarbeiter sein ist in allen Branchen anders als 1981.
Richtig gut ist ein Einkauf, wenn man mehr bekommt als man erwartet hatte... Das erlebt man alle paar Schaltjahre. Wenn sich das nicht ändert und der Kunde immer nur als Schuldiger für Veränderungen gesehen wird, ist die Sache gelaufen und der Herr Amazon aus USA und die Samwer-Brüder (Zalando) teilen die Konsumumsätze immer weiter unter sich auf.