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Nachfolgesuche für prominente Posten im 21. Jahrhundert
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PostMortem
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Nachfolgesuche f
Nachfolgesuche für prominente Posten im 21. Jahrhundert:
1. Der Vorgänger geht in Rente, wechselt den Job, geht einfach oder wird gegangen
2. Die Medien schmeissen gemeinsam mit extrovertierten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
einige mehr oder weniger nahe liegende Namen in den Raum
3. Die Kandidaten und Kandidatinnen werden hoch und runtergeschrieben und direkt oder indirekt zu
Aussagen zu einer möglichen Kandidatur / "Bewerbung" genötigt
4. Die Kandidaten dementieren eine(r) nach dem/der anderen jegliche Ambitionen, weil es noch viel zu früh ist sich positiv zu äußern oder sie ihre eigenen Chancen dadurch schmälern würden
5. Der / den eigentlich Verantwortlichen wird Inkompetenz bei der Suche eines Nachfolgers angehängt
6. Jemand übernimmt den Posten, evtl. jemand mit dem niemand gerechnet hat oder sogar aus dem Kreis
derer die zuvor noch dementiert hatten
7. Der/diejenige wird erstmal als zweite Wahl oder Notlösung runtergeschrieben, schließlich wollte den Job ja vermeintlich niemand und man muss um jeden froh sein der dumm genug ist ihn doch zu übernehmen
So war es / ist es beim neuen Moderator für "Wetten, dass..?" und so geht es beim nicht minder wichtigen Amt des Bundespräsidenten nahtlos weiter. Die Parteien reden davon, dass sie sich ohne fertige Namenslisten besprechen und einen überparteilichen Kandidaten finden wollen. Und die Medien, allen voran Springer und Spiegel, erwecken wiedermal den Eindruck, als würde es bei der vermeintlich bereits verzweifelten Suche nach einem neuen Bundespräsidenten reihenweise Absagen hageln.
Das nervt tierisch... oder?
1. Der Vorgänger geht in Rente, wechselt den Job, geht einfach oder wird gegangen
2. Die Medien schmeissen gemeinsam mit extrovertierten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
einige mehr oder weniger nahe liegende Namen in den Raum
3. Die Kandidaten und Kandidatinnen werden hoch und runtergeschrieben und direkt oder indirekt zu
Aussagen zu einer möglichen Kandidatur / "Bewerbung" genötigt
4. Die Kandidaten dementieren eine(r) nach dem/der anderen jegliche Ambitionen, weil es noch viel zu früh ist sich positiv zu äußern oder sie ihre eigenen Chancen dadurch schmälern würden
5. Der / den eigentlich Verantwortlichen wird Inkompetenz bei der Suche eines Nachfolgers angehängt
6. Jemand übernimmt den Posten, evtl. jemand mit dem niemand gerechnet hat oder sogar aus dem Kreis
derer die zuvor noch dementiert hatten
7. Der/diejenige wird erstmal als zweite Wahl oder Notlösung runtergeschrieben, schließlich wollte den Job ja vermeintlich niemand und man muss um jeden froh sein der dumm genug ist ihn doch zu übernehmen
So war es / ist es beim neuen Moderator für "Wetten, dass..?" und so geht es beim nicht minder wichtigen Amt des Bundespräsidenten nahtlos weiter. Die Parteien reden davon, dass sie sich ohne fertige Namenslisten besprechen und einen überparteilichen Kandidaten finden wollen. Und die Medien, allen voran Springer und Spiegel, erwecken wiedermal den Eindruck, als würde es bei der vermeintlich bereits verzweifelten Suche nach einem neuen Bundespräsidenten reihenweise Absagen hageln.
Das nervt tierisch... oder?
Zuletzt geändert von PostMortem am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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SportGoofy
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AW: Nachfolgesuche f
Der nächste Präsi kann nur der Papst oder der liebe Gott sein - wobei die kirchlichen Vertreter des guten Mannes
mit Sandalen, nicht gerade gut gelitten waren in der letzten Zeit.
Alle anderen werden dankend ablehnen - außer, die für Geld mach ich alles Fraktion.
So öffentlich "durchleuchtet" zu werden, dem Anspruch muss man erst mal standhalten - inhaltlich und sonst.
In der Politik kann man doch gar nicht völlig unabhängig sein, die Schleimspur der Lobbyisten ist doch endlos lang.
Ich müsste passen
mit Sandalen, nicht gerade gut gelitten waren in der letzten Zeit.
Alle anderen werden dankend ablehnen - außer, die für Geld mach ich alles Fraktion.
So öffentlich "durchleuchtet" zu werden, dem Anspruch muss man erst mal standhalten - inhaltlich und sonst.
In der Politik kann man doch gar nicht völlig unabhängig sein, die Schleimspur der Lobbyisten ist doch endlos lang.
Ich müsste passen
Zuletzt geändert von SportGoofy am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Elek.-maxe
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AW: Nachfolgesuche f
[QUOTE=SportGoofy;293825]
Ich müsste passen
[/QUOTE]Ich bin noch keine 40 Jahre alt....

Ich müsste passen
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SportGoofy
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AW: Nachfolgesuche f
Zu Wetten dass - macht das Ding zu und fertig.
Zuletzt geändert von SportGoofy am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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AW: Nachfolgesuche f
... ich stehe für beide Jobs nicht zur Verfügung 
Thorsten
Thorsten
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PostMortem
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AW: Nachfolgesuche f
[QUOTE=SportGoofy;293825]Der nächste Präsi kann nur der Papst oder der liebe Gott sein - wobei die kirchlichen Vertreter des guten Mannes
mit Sandalen, nicht gerade gut gelitten waren in der letzten Zeit.
Alle anderen werden dankend ablehnen - außer, die für Geld mach ich alles Fraktion.
So öffentlich "durchleuchtet" zu werden, dem Anspruch muss man erst mal standhalten - inhaltlich und sonst.
In der Politik kann man doch gar nicht völlig unabhängig sein, die Schleimspur der Lobbyisten ist doch endlos lang.
Ich müsste passen
[/QUOTE]
Wulff hätte nie so parteitaktisch in dieses Amt gehievt werden dürfen. Ich denke, dass das zur Respektlosigkeit beigetragen hat, mit der die Medien ihn als Präsident behandelt haben. Er war schlicht zu klein für das Amt und konnte nie im Leben wirklich der erste Mann im Staat sein. Die Vorwürfe gegen ihn sind im großen und ganzen relativ kleinlich gewesen. Daran ist er aber auch nicht gescheitert, sondern daran, dass er sie nicht einfach zeitnah restlos aufgeklärt hat. Er hat nicht verstanden, dass er mit seiner Salami-Taktik wiederholt keinen Blumentopf gewinnen konnte.
Der nächste Präsident muss wieder einer sein wie Rau oder von Weizsäcker. Beide waren allerdings ja keine unbescholtenen Persönlichkeiten. Der eine Flugaffären belastet, der andere mit Nazi-Vergangenheit väterlicherseits. Gerüchte gabs da genug und es hätte sicherlich noch genügend Material gegeben beide sicher aus dem Amt zu schubsen. Aber sie waren Präsidenten die den Rückhalt im Volk hatten und ihren Job gemacht haben.
Wenn ich nun lese wer da in den Medien alles im Gespräch ist wird mir nur übel. Lammert (schonwieder ein Parteisoldat? Blödsinn!), Vosskuhle (gehts noch grauer?), der ehem. Bischof Huber (ein Geistlicher als Oberhaupt eines demokratischen, säkularen Staates???). Ich wünschte die Medien würden aufhören jede dieser Säue durchs Dorf zu jagen. Über andere Nicht-Kandidaten kann man fast schon nicht mehr diskutieren... Katrin Göring-Eckardt??? Warum nicht gleich meine Nachbarin oder Birgit Schrowange? Frau sind die auch.... Aber Mist, die haben keinen Doppelnamen :-/
Insgesamt ist diese Kandidatensucherei heutzutage eine recht würdelose Sache. Man bekommt den Eindruck der Job wird einfach an einen Kandidaten verschachert der für keine Partei einen Gesichtsverlust bedeutet. Um charakterliche und politische Qualitäten oder Rückhalt im Volk scheint es seit Köhler (der es allerdings trotzdem geschafft hat das Volk zu gewinnen) nicht mehr zu gehen.
mit Sandalen, nicht gerade gut gelitten waren in der letzten Zeit.
Alle anderen werden dankend ablehnen - außer, die für Geld mach ich alles Fraktion.
So öffentlich "durchleuchtet" zu werden, dem Anspruch muss man erst mal standhalten - inhaltlich und sonst.
In der Politik kann man doch gar nicht völlig unabhängig sein, die Schleimspur der Lobbyisten ist doch endlos lang.
Ich müsste passen
Wulff hätte nie so parteitaktisch in dieses Amt gehievt werden dürfen. Ich denke, dass das zur Respektlosigkeit beigetragen hat, mit der die Medien ihn als Präsident behandelt haben. Er war schlicht zu klein für das Amt und konnte nie im Leben wirklich der erste Mann im Staat sein. Die Vorwürfe gegen ihn sind im großen und ganzen relativ kleinlich gewesen. Daran ist er aber auch nicht gescheitert, sondern daran, dass er sie nicht einfach zeitnah restlos aufgeklärt hat. Er hat nicht verstanden, dass er mit seiner Salami-Taktik wiederholt keinen Blumentopf gewinnen konnte.
Der nächste Präsident muss wieder einer sein wie Rau oder von Weizsäcker. Beide waren allerdings ja keine unbescholtenen Persönlichkeiten. Der eine Flugaffären belastet, der andere mit Nazi-Vergangenheit väterlicherseits. Gerüchte gabs da genug und es hätte sicherlich noch genügend Material gegeben beide sicher aus dem Amt zu schubsen. Aber sie waren Präsidenten die den Rückhalt im Volk hatten und ihren Job gemacht haben.
Wenn ich nun lese wer da in den Medien alles im Gespräch ist wird mir nur übel. Lammert (schonwieder ein Parteisoldat? Blödsinn!), Vosskuhle (gehts noch grauer?), der ehem. Bischof Huber (ein Geistlicher als Oberhaupt eines demokratischen, säkularen Staates???). Ich wünschte die Medien würden aufhören jede dieser Säue durchs Dorf zu jagen. Über andere Nicht-Kandidaten kann man fast schon nicht mehr diskutieren... Katrin Göring-Eckardt??? Warum nicht gleich meine Nachbarin oder Birgit Schrowange? Frau sind die auch.... Aber Mist, die haben keinen Doppelnamen :-/
Insgesamt ist diese Kandidatensucherei heutzutage eine recht würdelose Sache. Man bekommt den Eindruck der Job wird einfach an einen Kandidaten verschachert der für keine Partei einen Gesichtsverlust bedeutet. Um charakterliche und politische Qualitäten oder Rückhalt im Volk scheint es seit Köhler (der es allerdings trotzdem geschafft hat das Volk zu gewinnen) nicht mehr zu gehen.
Zuletzt geändert von PostMortem am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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AW: Nachfolgesuche f
[QUOTE=PostMortem;293822]
Das nervt tierisch... oder?[/QUOTE]
Die Threadüberschrift sollte eher lauten "Nachfolgesuche in der Mediengesellschaft".
Denn daraus resultiert das, was du anprangerst. Erst die Massenmedien und allen voran das Internet sorgen dafür, dass solche Vorgänge nicht mehr seriös und in Ruhe abgehandelt werden, sondern allgegenwärtig, hektisch und sensationsheischend.
Und wie auch bei der Debatte zum Thema Einzelhandel sind wir Konsumenten für die diskutierten Zustände verantwortlich - jeder von uns, der in irgendeiner Weise das Internet nutzt, trägt zum zunehmenden Stellenwert dieses Mediums und damit mindestens indirekt auch zu dessen Auswüchsen bei. Das ist eben die Kehrseite von Facebook, Smartphones & Co.
Oder mit anderen Worten: Wir haben die Verhältnisse, die wir verdienen. Nicht unbedingt jeder Einzelne, aber als breite Masse.
Nachtrag:
Hab den "Presseclub" gerade mal eingeschaltet, eigentlich nur wegen Heribert Prantl. Und der findet schon direkt zu Beginn die treffendsten Worte zu dieser Nachfolgersuche: "Unwürdige Eile". Genau das empfinde ich seit Freitag auch ...
Prantl for president!
Das nervt tierisch... oder?[/QUOTE]
Die Threadüberschrift sollte eher lauten "Nachfolgesuche in der Mediengesellschaft".
Denn daraus resultiert das, was du anprangerst. Erst die Massenmedien und allen voran das Internet sorgen dafür, dass solche Vorgänge nicht mehr seriös und in Ruhe abgehandelt werden, sondern allgegenwärtig, hektisch und sensationsheischend.
Und wie auch bei der Debatte zum Thema Einzelhandel sind wir Konsumenten für die diskutierten Zustände verantwortlich - jeder von uns, der in irgendeiner Weise das Internet nutzt, trägt zum zunehmenden Stellenwert dieses Mediums und damit mindestens indirekt auch zu dessen Auswüchsen bei. Das ist eben die Kehrseite von Facebook, Smartphones & Co.
Oder mit anderen Worten: Wir haben die Verhältnisse, die wir verdienen. Nicht unbedingt jeder Einzelne, aber als breite Masse.
Nachtrag:
Hab den "Presseclub" gerade mal eingeschaltet, eigentlich nur wegen Heribert Prantl. Und der findet schon direkt zu Beginn die treffendsten Worte zu dieser Nachfolgersuche: "Unwürdige Eile". Genau das empfinde ich seit Freitag auch ...
Prantl for president!
Zuletzt geändert von Torsten am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Elek.-maxe
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AW: Nachfolgesuche f
[QUOTE=Torsten;293835] "Unwürdige Eile". Genau das empfinde ich seit Freitag auch ...
[/QUOTE]
Die Eile schreibt allerdings ein Gesetz von 1949 vor.
Natürlich hat wieder keiner kommen gesehen, daß der Präsident zurücktreten könnte (aber über 50% haben es erwartet), daher muß es nun ganz flott gehen.
Das ZDF hingegen hat sich evtl. zu viel Zeit genommen - auch die haben die vakante Stelle wohl nicht kommen gesehen....
[/QUOTE]
Die Eile schreibt allerdings ein Gesetz von 1949 vor.
Natürlich hat wieder keiner kommen gesehen, daß der Präsident zurücktreten könnte (aber über 50% haben es erwartet), daher muß es nun ganz flott gehen.
Das ZDF hingegen hat sich evtl. zu viel Zeit genommen - auch die haben die vakante Stelle wohl nicht kommen gesehen....
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SportGoofy
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AW: Nachfolgesuche f
[video=youtube;3bgO8JxvG90]http://www.youtube.com/watch?v=3bgO8JxvG90[/video]
Zwar älter, aber schön
Zwar älter, aber schön
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AW: Nachfolgesuche f
[QUOTE=Elek.-maxe;293841]Die Eile schreibt allerdings ein Gesetz von 1949 vor.[/QUOTE]
Zwischen anvisierten drei (so fühlt sich die Hektik an) und 30 Tagen ist schon ein kleiner Unterschied.
Zwischen anvisierten drei (so fühlt sich die Hektik an) und 30 Tagen ist schon ein kleiner Unterschied.
Zuletzt geändert von Torsten am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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