Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

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lautlos
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Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von lautlos »

Die Welt steht kopf - und wir mit ihr?

Mich würde mal interessieren, wie ihr so auf all die Hiobsbotschaften reagiert, die momentan durch unsere Zeit geistern:

die größte Finanzmarktkrise seit 1929, raffgierige Manager, dilletantische Politiker, Sorge um die Rente, Spaltung der Gesellschaft in Arm/Reich, der drohende (und sich verschärfende) Klimakollaps, Gefahr durch Terroristen etc etc.

Ihr wisst es selbst, die Nachrichten sind voll davon. Ist euch das völlig Latte, regt es euch auf oder engagiert ihr euch sogar in irgendwelchen Vereinen, damit es mal besser wird? Oder gibt es unter uns gar welche, die die 'Lust am Untergang' spüren? :wer:

Hoffe auf rege Beteiligung! :)
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LastNinja

AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von LastNinja »

Wenn ich ehrlich bin...dann ist das doch seit dem ich (bewusst) denken kann und mich sowas wie Nachrichten auch interessieren....nicht wirklich was Neues...

Diese Krisen sind doch schon seit Jahren allgegenwärtig.....
Vor kurzem noch Terror und Co....jetzt gehts an den Spartrumpf...
Aber wie Angie ja schon sagte: "Unsere Spareinlagen sind SAFE"...
(hatte Nobse Blüm sich da bei einer anderen Sache nicht auch geirrt?)

Spareinlagen.....wer hat die denn schon...
Das was ich (ganz oben) auf der hohen Kante habe.....nun ja....viel ist es nicht...
Sicher, der Verlust wäre immer schmerzhaft.....(habe ja auch nix zu verschenken).

arm/reich:
das "Problem" gibt es auch schon ewig...
passiert auch nix..


Aber Sorgen mache ich mir keine...
Egal, welches Thema.
Was mir aber auffällt, in vielen Köpfen der Deutschen brodelt es....
Aber unternommen wird halt nix....weil die Mehrheit noch denkt, da passiert ja eh nix.
Was unterm Strich wieder heißt, dass es uns immer noch zu geht.

Mir persönlich gehen die Benzin, Gas, Strompreise auch auf den Sack..
aber man zahlt stumpf weiter.......seufzt einmal....und das war es dann...
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SonnyB.
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von SonnyB. »

Da ich in den meisten Fällen eh nichts dran ändern kann, nehme ich das als gegeben hin und mache das Beste aus dem was ich habe :).

Schlechte Nachrichten gab es schon immer, gerade auch in den 80ern (kalter Krieg, saurer Regen, 1.000.000 Arbeitslose, die Rende sin sische, Atomkraft, Tschernobyl usw.).

Es wird auch wieder besser und seien wir ehrlich: Richtig schlecht geht es uns nicht. Wir haben ein Dach über dem Kopf, zu essen, alle hier einen Computer ;).
Meine Meinung: Je mehr die Leute haben, desto mehr machen sie sich Sorgen und/oder meckern. Ich nenne das immer "Luxus-Sorgen" ;).
Es gab Zeiten, die waren noch schlechter und da sind die Leute auch durchgekommen und das ohne AlU, Hartz4 und Pflichtversicherung.

***EDIT***

@Ninja

:D Zwei Doofe, ein Gedanke
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Elek.-maxe
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von Elek.-maxe »

Was kann ich daran ändern, daß in Amerika (und nicht nur da) die Groß-Börsianer/-Bänker anscheinend saudoof geworden sind?
Mir leuchtet nicht ein, warum da ein Verhalten weiterpraktiziert wird, daß wohl die ganze Kriese nur noch schlimmer macht, von Gegensteuerung derindirekt Betroffenen ist da nichts zu merken. Jeder ist nur auf kurzfristigen Gewinn aus - wenn es "nur" die Anderen trifft, daß die eigene Lage in kurzer Zeit genauso Sch# aussehen kann wird überhaupt nicht bedacht, schon garnicht, daß ein Wirtschaftsland ins Wanken geraten ist.
Aber an der Situation kann ich nichts ändern, die haben andere verzapft und ich bin a) weit weg und b) nicht in der Position, da eingreifen zu können.

Auf die anderen Punkte gehe ich eventuell auch irgendwann mal ein... :rolleyes:
(Im Gegensatz zu Politikern, ist klar zu erkennen, daß in meinem letzten Satz keine Information steckt und vermutlichauch nie eine nachkommt!)
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Closelobster
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von Closelobster »

Ich finde es derzeit einfach nur klasse, wie sogenannte "Finanzexperten" (oft von eigenen Gnaden) jetzt mal richtig auf die Fresse fallen. Insofern kann ich da schon eine gewisse... nicht Lust am Untergang, aber eine Schadenfreude kann ich mir da nicht absprechen.

Ansonsten kann ich Sonny und Ninja nur beipflichten: schlechte Nachrichten hat es immer gegeben. Für diejenigen, die das nicht glauben: guckt euch mal die Tagesschau vor 20 Jahren an. Da kommt mir manches sehr bekannt vor.
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SonnyB.
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von SonnyB. »

Ach ja: Und zum Thema "Anschläge auch in Deutschland?": /watch?v=lA5qCy6Lm70

Das sind 7 Teile, da müsst ihr mal suchen. Der Titel ist "
Oktoberfestattentat Bombenanschlag 26.09.1980"!!!

München 1972 nicht zu vergessen: http:/watch?v=6pAx6hwfMIo

Die Gefahr ist heute nicht größer als vor 20 oder 30 Jahren. Nur die Idioten sind andere.
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lautlos
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von lautlos »

Danke für eure interessanten Beiträge!
Als Threadersteller will ich mit meiner Meinung auch nicht lange hinterm Berg halten:

Also, ich denke, wir leben heute schon in besonderen Zeiten. Sicherlich hat es schlechte Nachrichten schon früher gegeben, aber ich habe den Eindruck, dass die Problemlage globaler und damit auch viel komplizierter geworden ist.

Wenn ich mir die Nachrichten anschaue, schüttele ich manchmal nur den Kopf: Wie lange werden wir uns den Luxus des Ignorierens noch leisten können? Abermillionen hungern, sterben an Seuchen, Krieg & Umweltzerstörung und wem der Tod in den Armenhäusern der Welt egal ist, der möge sich ins Gedächtnis rufen, dass es von uns, denen es noch vergleichsweise gut geht, in Zukunft immer weniger geben wird. Wie soll beispielsweise verhindert werden, dass sich die vielen Schwarzen in ein paar Jahrzehnten den Weg nach Europa gewaltsam brechen? Noch sind diese Konflikte weit weg, aber sie werden bald bis vor unsere Haustür getragen, dessen bin ich sicher.

Anderer Fall: Die Rohstoffkrise. Unsere Generation verbraucht das, was die Natur in Jahrmillionen an Erdöl, Erdgas und sonstigen Energieträgern hat wachsen lassen. Ein Ausweichen auf andere Energieträger ist bisher kaum in Sicht oder praktikabel. Das aufstrebende Asien ist mit ein Grund für das Ansteigen des Meeresspiegels in den nächsten 100 Jahren um etwa einen Meter. Man muss sich vergegenwärtigen, dass die Bestrebungen, das Weltklima nur um ca. 2 Grad ansteigen zu lassen, bisher keinerlei Früchte getragen haben. Nur ein wenig mehr und die Regenwälder kollabieren. Ganz zu schweigen von schmelzenden Polkappen oder den unabsehbaren Folgen für den Golfstrom, der den Motor für ein gesamtes Ökosystem darstellt.

'Too many people making too many problems' - diese alte Genesis-Weisheit ist m.M.n. heute so offensichtlich wie nie zuvor. Und obwohl ich beleibe kein Schwarzmaler bin, glaube ich doch, dass wir in Zeiten großen Umbruchs leben, die alles verändern werden. Und ich bezweifle, dass wir ungeschoren davonkommen.:blume:
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SonnyB.
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AW: Wie geht ihr mit den schlechten Nachrichten um?

Beitrag von SonnyB. »

[quote=lautlos;254565]Abermillionen hungern, sterben an Seuchen, Krieg & Umweltzerstörung [/quote]

War noch nie anders. Ist traurig ja, aber wahr.

[quote]Wie soll beispielsweise verhindert werden, dass sich die vielen Schwarzen in ein paar Jahrzehnten den Weg nach Europa gewaltsam brechen? Noch sind diese Konflikte weit weg, aber sie werden bald bis vor unsere Haustür getragen, dessen bin ich sicher.[/quote]Wie oft sind in der Geschichte ganze Völker über andere hergefallen um sich zu verbessern/bereichern? War auch nie anders.

[quote]Nur ein wenig mehr und die Regenwälder kollabieren. Ganz zu schweigen von schmelzenden Polkappen oder den unabsehbaren Folgen für den Golfstrom, der den Motor für ein gesamtes Ökosystem darstellt.[/quote]Eine Eiszeit hat dieser Planet auch schon mal gehabt und das ist nun mal der Lauf der Natur. Selbst wenn der Mensch das beschleunigt.
Die Erde wird den Menschen überleben. Amöben -> Saurier -> Mensch -> ???
Wenn wir weg sind, kommt das nächste Lebewesen. Die Erde interessiert das nicht und wenn der Mensch weg ist, ist das für den Planeten vielleicht wie ne Flohkur für nen Hund ;).
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Beitrag von lautlos »

[quote=SonnyB.;254566]War noch nie anders. Ist traurig ja, aber wahr.[/quote]

Vielleicht hätte ich schreiben sollen: Abermillionen mehr (als noch vor x Jahren). Die Sache ist die: 6.5 Mrd. Menschen und der sich überproportional vermehrende Teil hat so gut wie nichts. Gleichzeitig kann die Erde aber nicht grenzenlos mehr Menschen ernähren. Daraus entsteht sozialer Sprengstoff. Er wird zuerst die armen Landstriche destabilisieren und dann auch die westliche Welt. Und das wird dann schon anders sein.

[quote=SonnyB.;254566]Wie oft sind in der Geschichte ganze Völker über andere hergefallen um sich zu verbessern/bereichern? War auch nie anders.[/quote]

Mal abgesehen davon, dass es uneinsichtig ist, warum man die Fehler der Geschichte wiederholen sollte, greift dieses Argument zu kurz. Allein durch technologischen Fortschritt ist das Bedrohungspotential für die gesamte Menschheit sehr viel größer geworden als es irgendwann in der Geschichte je war. Konflikte, die damals zwar grauenvoll, aber dennoch meist lokal begrenzt blieben, haben sich heute in ein kaum kontrollierbares Monstrum mit biologisch/chemisch/atomarem Bedrohungspotential verwandelt. Sicher ist das diffus und oftmals medial sehr übertrieben, aber diese Realität existiert nun mal und das auch erst seit wenigen Jahrzehnten.

[quote=SonnyB.;254566]Eine Eiszeit hat dieser Planet auch schon mal gehabt und das ist nun mal der Lauf der Natur. Selbst wenn der Mensch das beschleunigt.
Die Erde wird den Menschen überleben. Amöben -> Saurier -> Mensch -> ???
Wenn wir weg sind, kommt das nächste Lebewesen. Die Erde interessiert das nicht und wenn der Mensch weg ist, ist das für den Planeten vielleicht wie ne Flohkur für nen Hund ;).[/quote]

Ohne den Smiley wär das jetzt eine total zynische Aussage.;) Totzdem: der Mensch verursacht den größten Teil des Treibhauseffekts und das ist dann der 'Lauf der Natur'? Ich denke, das ist reine Dummheit. Welche Spezies sonst sägt auf dem Ast auf dem sie sitzt? Natürlich hast Du Recht, dass die Erde das nicht juckt, sie hat sogar schon mehrere Eiszeiten/Wärmephasen hinter sich. Aber das ist doch gar nicht der Punkt. Ich möchte ja, dass ich & auch noch meine Kinder ein gesichertes Heim haben. Ist es nicht einfach unmenschlich diese Entwicklung mit so einer Gleichgültigkeit zu betrachten - nach dem Motto: Was solls, die Erde geht eh irgendwann unter und daran kann ich sowieso nichts ändern? Wenn alles nur ein F**z im Universum ist, wieso machen wir uns dann überhaupt Gedanken. Mit so einer Denkweise geben wir uns selbst auf.
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Beitrag von Babooshka »

Ich bin mir all dessen zwar bewusst, lasse es aber nicht so nah an mich ran, sonst würde ich verrückt werden vor Deprimiertheit.
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