British / European oder North American

Depeche Mode, Duran Duran, Madonna, Pet Shop Boys. Mega-Stars, Eintagsfliegen ... Wer ist noch da, wer längst vergessen?

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waschbaer
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Beitrag von waschbaer »

In den 80ern kamen doch die meisten Charthits entweder aus Großbritannien oder aus den USA. Sicherlich, es mag noch den ein oder anderen erfolgreichen Interpreten aus dem eigenen Land gegeben haben, das ein oder andere italienische Lied, welches mal über den Brenner schwappte, eine Handvoll Skandinavier, die die Ostsee in unsere Richtung hinter sich gelassen haben, ca. ein Dutzend Leute von "Down under" und mit Sicherheit hat auch eine geringe Anzahl von französischen Liedern den Rhein überquert. Aber der Löwenanteil wird definitiv aus GB und den USA gekommen sein. An solche eine internationale Vielfalt der Charts wie heute, wo sich auch Bands außerhalb der etablierten "Popmusikländer" kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Popmusik aus Russland (Tatu) oder dem Baltikum (Vanilla Ninja) als regulärer Gast in den 80er-Chartlisten war doch damals undenkbar. Gut, vielleicht noch Karat (als einziger DDR-Export), aber das wars dann auch schon.

Ich habe mich in den 80ern immer mehr an den britischen Charts, als an den US-Charts orientiert und das, obwohl diese für mich damals schwieriger zu bekommen waren. Die US-Charts über AFN zu bekommen war kein großer Act.

Aber dies scheint sich wirklich auf meinen Musikgeschmack ausgewirkt zu haben. Noch heute höre ich mit Vorliebe britische Bands und weniger von den nordamerikanischen Bands. Ultravox, Human League, Pet Shop Boys, Depeche Mode oder A Flock of Seagulls aus den 80ern oder Pulp, Oasis und Blur aus den 90ern sind mir oft lieber als die meisten US-Produktionen.

An nordamerikanischen Künstlern gab es nur wenige, von denen ich die Mehrheit ihrer Produktionen auch mochte. Beispiele hierfür wären US-Ikone Bruce Springsteen, Madonna, Hall & Oates oder dann verschiedene Bands aus dem Bereich Rock wie Bon Jovi oder Guns´n´Roses. Eine Sonderstellung nahmen bei mir meistens die Kanadier ein. Unbewusst fand ich deren Musik - egal welches Genre - meistens wirklich gut (Bryan Adams, Men without hats, Trans-X, Glass tiger).

Mal die Frage an euch: Wenn ich euch entscheiden müsstet, welche Musikszene euch in den 80ern lieber war - die britische (wohl inkl. der skandinavischen) oder die nordamerikanische, wie würdet ihr euch entscheiden?

Ich fange mal an: 1:0 Europa ...
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r
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Beitrag von r »

Ach ich war in den 80ger Jahren sehr an der ungarischen Szene interessiert. Da kannte ich fast alles. Siehe Beiträge hier zu Karthago oder OMEGA.
In der DDR war man vorwiegend radio-orientiert und da war es buntgemischt, nicht so einseitig ausgerichtet wie in der (alt)BRD und geschweigedenn zu heute.
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Babooshka
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Beitrag von Babooshka »

2:0 für Europa, eindeutig! In Berlin war das Erlangen der britischen Charts auch kein Problem, denn wir hatten ja den BFBS und die Top 20 Show.

Wobei es natürlich auch Vieles aus den USA gab, was mir gefiel. Bekannterweise war ich ein großer Fan von Prince und allen Musikern in seinem Dunstkreis. Ich fand Madonna gut und mochte auch zahlreiche Lieder von Michael Jackson. Aber wenn ich mir so meine CD- und meine mp3-Sammlung angucke, dann ist britische Musik bei mir um Längen weiter vorn!
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Minimalelektronik
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Beitrag von Minimalelektronik »

Durch meine Vorliebe zu New Wave und Punk erhöhe ich nach Pass vom Waschbaer und Flanke von Babooshka auf 3:0.
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Raccoon
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Beitrag von Raccoon »

4:0 für Europa! :)

Mit den amerikanischen Charts stand ich in den 80ern oft auf Kriegsfuß, was aber auch auf Vorurteile basierte, wie ich heute - viel erfahrener - weiß. Denn damals, ich war ja noch jung, dachte ich immer, aus den USA kommen nur harte Rockbands und schwarze Musik und fertig. Auch AFN habe ich nie gehört, immer weg geschaltet. Und ich stand mehr auf elektronische Sounds, wobei ich aber von DT64 und NDW beeinflußt war, somit waren die englischen Charts für mich zwar "nachvollziehbar", aber wirklich interessiert hatten mich in der Jugend die deutschen Charts.

Gruß, Raccoon
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TalkTalk
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Beitrag von TalkTalk »

Ich mag zwar die Musik produziert v. Babyface u. von Jimmy Jam/Terry Lewis aus den Staaten super gern, aber die englisch Mucke ist und war für mich immer um Meilen besser siehe meine Signatur. Dazu kommen noch die ganzen Britpopsachen, alias Morrissey, Oasis, Suede, Richard Ashcroft ,Paul Weller ....
Es gab und gibt gute Scandinavier Gangway, Atomic Swing, a-ha, Neneh Cherry, ABBA, Wannadies. Deutschland hat ja auch einiges zu bieten, wie Herbert G., Rockhaus, Pankow, Sandow, Paula. Die Franzosen haben Air,und die Italiener Matia Bazar. Ich denke ganz klar
5:0 für Europa
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musicola
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Beitrag von musicola »

Eindeutig Pro Europa! 6:0!

Scheint ne derbe Packung für die Staaten zu werden! :D

Aber die Amis konnten ja noch nie gescheit Fußball spielen (also mit Musik drinne), es sei denn der Ball ist oval und Handspiel erlaubt! :ro
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Closelobster
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Beitrag von Closelobster »

Dann staub ich zum 7 : 0 für Europa ab !

Ganz klar steht bei mir die Musik aus Europa, Schwerpunkt britische Inseln (also inclusive Irland) an der Spitze ! Habe in den 80ern sowohl BFBS als auch AFN gehört (und die US- und GB-Charts (Top 40) teilweise mitgeschrieben). Bezeichnenderweise fand ich die US-Charts nur dann gut, wenn überwiegend europäische Acts vertreten waren. Es gab zwar ein paar gute US-Acts (Kanada und Australien nicht zu vergessen), aber abgesehen von Talking Heads, Motels, `til Tuesday und (schluck) Huey Lewis fand ich die amerikanische Musik eher langweilig bis zurückgeblieben. Ultravox, Duran Duran, Simple Minds, Scritti Politti, China Crisis, XTC, Primitives, EBTG oder Depeche Mode waren mehr meine Wellenlänge.

In den 90ern wurde es noch schlimmer... seit ca. 1992 wird die US-Hitparade von Soul, R`n B, HipHop dominiert und mit diesen Stilen kann ich wenig bis nichts anfangen. R.E.M., Nirvana, Weezer und Red Hot Chili Peppers fallen mir an guten US-Bands der 90er ein... verglichen mit Pulp, Blur, Ash, Oasis, Crowded House, Charlatans, Inspiral Carpets, Stone Roses, Longpigs, The Verve, Suede, Therapy?, Cud, Carter USM oder Manic Street Preachers aber eine eher magere Ausbeute für die USA.
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Engel_07

Beitrag von Engel_07 »

8:0 für Europa!

Nicht nur, dass es in Europa die erträglichere Musik gibt, es wird hier auch viel schönere unerträgliche Musik produziert! Denken wir doch einmal an zwei Titel, die hier immer wieder gerne erwähnt werden: Dance little bird und Das Lied von Manuel!
:ro
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cater78
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Beitrag von cater78 »

Und Europa schießt noch ein Tor, damit stehts 9:0.

Auch wenn ich bei Büchern viel lieber zu amerikanischen als zu britischen Sachen greife, in Sachen Musik bevorzuge ich doch ganz klar GB, Deutschland, Skandinavien und andere europäische Staaten, egal ob europäische 80er vs. amerikanische 80er, Britpop vs. Grunge oder Synthie-Pop/EBM vs. Ami-Industrial-Zeug. Ausnahmen gibts natürlich in allen Bereichen, wie z.B. Stan Ridgway, Pearl Jam oder Crüxshadows.
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