Verfasst: Sa Okt 11, 2003 1:35 am
@ all
Cool, ein Star Trek Thread... Na dann will ich mal auch meinen Senf zur bisherhigen Kritik an den verschiedenen Ablegern nach TOS loswerden.
Auf TNG lasse ich nichts kommen. Technisch und schauspielerisch, war und ist es für mich die stimmigste ST-Serie mit der besten Crew und dem glaubwürdigsten Captain. Einzig Troi war mir immer zu langweilig und die Phase der Dr. Pulaski (Diana Muldaur) war eine Qual. Beverly Crusher war sicherlich nur mäßig spannender und dazu noch ihr ätzender Sohn ("Captain, wenn ich mich drei Mal um meine eigene Achse drehe, mir einen Eiterpickel am Arsch ausdrücke, das mit den Resten meines letzten Chemie-Experimentes mixe und wir alles in den Warpkern beamen, kann ich uns alle retten!!!"), aber mein Brechreiz hielt sich in Grenzen und ihr Verhältnis zu Picard gab wenigstens ein bisschen was her. Rikers Entwicklung von der Speckbacke (haha, wenn man sich rückblickend "Mission Farpoint" anguckt), zu einem meiner ST-Lieblings-Charaktere, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Data ist sowieso genial und das drumherum mit Geordie oder Rand-Figuren wie Barclay, Q und Guinan - das hat einfach alles gepasst.
Schade, dass DS9 so lange ein Schatten-Dasein fristete. Man hätte es vielleicht nicht parallel laufen lassen sollen. So wurde es von den Fans doch immer etwas stiefmütterlich betrachtet, zumal es ja nichtmal ein Raumschiff auf Entdeckungsreise gab, wie sich das gehört. Wie gut DS9 wirklich war, entpuppt sich eigentlich erst rückblickend. Zwar haben mich die ersten beiden Staffeln nicht vom Hocker gerissen. Aber die späteren Staffeln mit Defiant, Dominion usw. waren einfach Klasse. Komischerweise hielt ich bei DS9, wann immer er an Bedeutung gewann und häufiger auftauchte, Gul Dukat für den spannendsten und interessantesten Charakter. Ich kenne bis jetzt keinen, der das genauso sieht. Wiederum ein quälender Störfaktor in der Harmonie war für mich gegen Ende aber Ezri Dax. Mal abgesehen davon, dass Jadzia um Klassen besser war und gut ins Konzept passte, habe ich nicht verstanden, warum man Jadzia Dax nicht einfach sterben lassen konnte und wenn es denn unbedingt sein sollte, einen völlig anderen Charakter eingeführt hätte. Ezri war für mich ein Ersatz den keiner brauchte und der auch gar keine Zeit mehr hatte sich zu entwickeln, bis es dann ja vorbei war.... Mit letzten Staffeln und Abschlussfolgen habe ich bei Star Trek schon immer meine Probleme gehabt. Aber DS9 hat für mich die mit Abstand unglaubwürdigsten letzte Folgen hingelegt, die Abschlussfolge halte ich heute noch für absolut schäbig. Erst baute man ewig lang die Par-Geister als übermächte und ultraböse Bedrohung auf und auf einmal schwupp die wupp, nach ein bisschen Gerangel mit "dem Sisko" ist mal eben alles vorbei und alle haben sich wieder lieb *lol*
Zu VOY fallen mir hauptsächlich immer zwei Dinge auf: Jeri Ryan als 7 of 9 war in ihrem Sexappeal m. E. grob überschätzt (u. a. auch ihre Oberweite, weiss ja nicht wie die den Fummel ausgestopft haben müssen ;-). Als die gleiche Dame kurz zuvor noch als Agentin in "Dark Skies" unterwegs war, hatte dies offenbar niemanden interessiert und die an sich gute Serie wurde (leider) viel zu früh beendet. Das hat mich allerdings nicht gestört, denn 7 of 9 an sich war schon eine Figur, die Voyager von Anfang an gefehlt hatte. Und das vor allem, wegen dem völligen Fehlgriff "Captain Janeway". Obwohl man Frauen ja nicht schlägt, aber diese.... Alte, hätte ich echt zu gerne mal übers Knie gelegt mit ihren ständigen Selbstzweifeln, ihren komischen Zwiegesprächen und diesem turbo-ethischen Gelaber. BUAH! Klasse waren allerdings Paris und Torres. Sie hätten eine bessere Serie verdient gehabt ;-)
Zum jüngsten Spross "Enterprise" kann ich mittlerweile eigentlich sagen, dass ich die harsche Kritik an vielen Orten nicht teilen kann. Das StarTrek-Feeling durch das untypische Intro und die völlig unpassende Musik zu zerstören war absolut unklug und gegenüber den Fans unsensibel, aber die Serie selbst steht in bester StarTrek-Tradition. Wenn ich sehe, dass Enterprise malwieder ständig vor der Absetzung steht, während so ein Schund wie Andromeda und Stargate hochgejubelt wird, kriege ich echt das kalte Grausen. Enterprise ist in meinen Augen die letzte Bastion der qualitativ hochwertigen SF im Serienformat. Und das man nun manche Stories ansatzweise ähnlich schonmal bei TNG oder Voyager hatte, lässt sich nun wirklich kaum vermeiden. Unendlich neue frische und unverbrauchte Ideen gibt es nunmal nicht.
@ Lutz
Die Enterprise-Folge "A Night in Sickbay", gehört sicherlich zu den besten und witzigsten Folgen, die ich von allen Star Trek Serien kenne (und ich kenne ne' ganze Menge, habe nämlich alle auf Video ;o). Aaaaaaaaber diese schwülen Szenen zwischen T'Pol und Archer waren jawohl dermaßen plump, dass man direkt merkte, dass sie zum puren Selbstzweck da war. Es wurde ja schon vor dem abgedrehten Pilotfilm von den Produzenten verkündet, dass die Serie viel mehr "Sex" enthalten solle und das es auch nicht ausgeschlossen sei, dass ein Captain mal was mit einer Frau hat. Naja... sie hätten das m. E. intelligenter einstreuen können und nicht so dermaßen bemüht ("so, jetzt machen wir mal ne' Sex-Szene").
Dave
Cool, ein Star Trek Thread... Na dann will ich mal auch meinen Senf zur bisherhigen Kritik an den verschiedenen Ablegern nach TOS loswerden.
Auf TNG lasse ich nichts kommen. Technisch und schauspielerisch, war und ist es für mich die stimmigste ST-Serie mit der besten Crew und dem glaubwürdigsten Captain. Einzig Troi war mir immer zu langweilig und die Phase der Dr. Pulaski (Diana Muldaur) war eine Qual. Beverly Crusher war sicherlich nur mäßig spannender und dazu noch ihr ätzender Sohn ("Captain, wenn ich mich drei Mal um meine eigene Achse drehe, mir einen Eiterpickel am Arsch ausdrücke, das mit den Resten meines letzten Chemie-Experimentes mixe und wir alles in den Warpkern beamen, kann ich uns alle retten!!!"), aber mein Brechreiz hielt sich in Grenzen und ihr Verhältnis zu Picard gab wenigstens ein bisschen was her. Rikers Entwicklung von der Speckbacke (haha, wenn man sich rückblickend "Mission Farpoint" anguckt), zu einem meiner ST-Lieblings-Charaktere, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Data ist sowieso genial und das drumherum mit Geordie oder Rand-Figuren wie Barclay, Q und Guinan - das hat einfach alles gepasst.
Schade, dass DS9 so lange ein Schatten-Dasein fristete. Man hätte es vielleicht nicht parallel laufen lassen sollen. So wurde es von den Fans doch immer etwas stiefmütterlich betrachtet, zumal es ja nichtmal ein Raumschiff auf Entdeckungsreise gab, wie sich das gehört. Wie gut DS9 wirklich war, entpuppt sich eigentlich erst rückblickend. Zwar haben mich die ersten beiden Staffeln nicht vom Hocker gerissen. Aber die späteren Staffeln mit Defiant, Dominion usw. waren einfach Klasse. Komischerweise hielt ich bei DS9, wann immer er an Bedeutung gewann und häufiger auftauchte, Gul Dukat für den spannendsten und interessantesten Charakter. Ich kenne bis jetzt keinen, der das genauso sieht. Wiederum ein quälender Störfaktor in der Harmonie war für mich gegen Ende aber Ezri Dax. Mal abgesehen davon, dass Jadzia um Klassen besser war und gut ins Konzept passte, habe ich nicht verstanden, warum man Jadzia Dax nicht einfach sterben lassen konnte und wenn es denn unbedingt sein sollte, einen völlig anderen Charakter eingeführt hätte. Ezri war für mich ein Ersatz den keiner brauchte und der auch gar keine Zeit mehr hatte sich zu entwickeln, bis es dann ja vorbei war.... Mit letzten Staffeln und Abschlussfolgen habe ich bei Star Trek schon immer meine Probleme gehabt. Aber DS9 hat für mich die mit Abstand unglaubwürdigsten letzte Folgen hingelegt, die Abschlussfolge halte ich heute noch für absolut schäbig. Erst baute man ewig lang die Par-Geister als übermächte und ultraböse Bedrohung auf und auf einmal schwupp die wupp, nach ein bisschen Gerangel mit "dem Sisko" ist mal eben alles vorbei und alle haben sich wieder lieb *lol*
Zu VOY fallen mir hauptsächlich immer zwei Dinge auf: Jeri Ryan als 7 of 9 war in ihrem Sexappeal m. E. grob überschätzt (u. a. auch ihre Oberweite, weiss ja nicht wie die den Fummel ausgestopft haben müssen ;-). Als die gleiche Dame kurz zuvor noch als Agentin in "Dark Skies" unterwegs war, hatte dies offenbar niemanden interessiert und die an sich gute Serie wurde (leider) viel zu früh beendet. Das hat mich allerdings nicht gestört, denn 7 of 9 an sich war schon eine Figur, die Voyager von Anfang an gefehlt hatte. Und das vor allem, wegen dem völligen Fehlgriff "Captain Janeway". Obwohl man Frauen ja nicht schlägt, aber diese.... Alte, hätte ich echt zu gerne mal übers Knie gelegt mit ihren ständigen Selbstzweifeln, ihren komischen Zwiegesprächen und diesem turbo-ethischen Gelaber. BUAH! Klasse waren allerdings Paris und Torres. Sie hätten eine bessere Serie verdient gehabt ;-)
Zum jüngsten Spross "Enterprise" kann ich mittlerweile eigentlich sagen, dass ich die harsche Kritik an vielen Orten nicht teilen kann. Das StarTrek-Feeling durch das untypische Intro und die völlig unpassende Musik zu zerstören war absolut unklug und gegenüber den Fans unsensibel, aber die Serie selbst steht in bester StarTrek-Tradition. Wenn ich sehe, dass Enterprise malwieder ständig vor der Absetzung steht, während so ein Schund wie Andromeda und Stargate hochgejubelt wird, kriege ich echt das kalte Grausen. Enterprise ist in meinen Augen die letzte Bastion der qualitativ hochwertigen SF im Serienformat. Und das man nun manche Stories ansatzweise ähnlich schonmal bei TNG oder Voyager hatte, lässt sich nun wirklich kaum vermeiden. Unendlich neue frische und unverbrauchte Ideen gibt es nunmal nicht.
@ Lutz
Die Enterprise-Folge "A Night in Sickbay", gehört sicherlich zu den besten und witzigsten Folgen, die ich von allen Star Trek Serien kenne (und ich kenne ne' ganze Menge, habe nämlich alle auf Video ;o). Aaaaaaaaber diese schwülen Szenen zwischen T'Pol und Archer waren jawohl dermaßen plump, dass man direkt merkte, dass sie zum puren Selbstzweck da war. Es wurde ja schon vor dem abgedrehten Pilotfilm von den Produzenten verkündet, dass die Serie viel mehr "Sex" enthalten solle und das es auch nicht ausgeschlossen sei, dass ein Captain mal was mit einer Frau hat. Naja... sie hätten das m. E. intelligenter einstreuen können und nicht so dermaßen bemüht ("so, jetzt machen wir mal ne' Sex-Szene").
Dave