Für Max Grundig war es so oder so Zeit sich zurück zu ziehen.
Sein Gespür für gute Geschäfte hatte in den Jahren zuvor doch nachgelassen und wich mehr einem sturen Eigensinn.
Philips hatte in den folgenden Jahren viel Geduld und Ausdauer bewiesen.
Hatte aber in den 90ern dann selbst Fehler gemacht und nicht wirklich eine erstzunehmende Neuausrichtung von Grundig, nach dem Muster der "kleinen" Nachbarn Loewe und Metz oder der von Technisat übernommenen ehemaligen RFT Staßfurt, in die Wege gebracht.
Die Folge war der Ausstieg von Philips im Jahr 1998 und eine Zwischenstation mit einem bayerischen Konsortium mit u.a. der bayersichen Landesbank und dem Satelitentechnik- und Antennenhersteller Kathrein.
Nach Insolvenz, Einstieg des türkisch/englischen Investorenduos Beko/Alba(seite Dezember 100 % Anteil von Koc/Beko an Grundig Intermedia GmbH; Nürnberg) und einem mittelmäßigen Neustart in 2004/05 gibt es auf dem Gebiet der LCD-Fernseher wieder überzeugende Qualität.
Die Qualität der CRT(Röhren)-Geräte hat wie auch andernorts erkennbar nachgelassen.
Die Konkurrenz vorallem Philips, Panasonic, Samsung und andere hat aber in der Insolvenz und Neustart-Phase viel an dem ehemals großen Marktanteil Grundigs für sich erobert.
Mit dem im genannten Bericht erwähnten Thomson-Konzern wäre ein größerer Stellen- und Kapazitätenabbau zu befürchten gewesen.
Schon weil Thomson auch weitere Deutsche Hersteller wie Nordmende, Saba, Telefunken; Dual und das ehemalige Telefunken-Röhrenwerk(Videocolor) übernommen hatte.
Zuletzt geändert von Heiko2609 am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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