AW: Die 80er in der DDR
Verfasst: Sa Nov 22, 2008 9:45 pm
Muss man zu diesem Schwachsinn noch etwas sagen?
[quote]Na ja, sagt Schulz, der Hass gegen den BFC hat sich natürlich jedes Jahr gesteigert. In Aue, Böhlen, Zwickau gab's vielleicht monatelang keine Apfelsinen, und wir kommen aus Berlin und sitzen nach dem Auswärtssieg im Bus und packen die Verpflegung aus, da sind die Leute dort natürlich ausgeflippt.
Da ist man schon immer freudig hingefahren, weil man wusste: Gleich bläken sie wieder Stasi-Sau. Das hat uns motiviert.
[/quote]Ich hab all die Jahre diesen miesen BFC erlebt. Da können sich die Rudwaleits, Dolls und Thoms noch so toll vorkommen, aber glauben sie wirklich, sie hätten ihre Titel mit ehrlichem Fußball gewonnen? Fußballspielen konnten sie auch und vielleicht hätten sie es auch gar nicht nötig gehabt, aber es ist und bleibt ein Fakt: Die Triumphe des BFC kamen auf anderer Ebene zustande. Im Europapokal hat man dann gesehen, welche Vereine in der DDR die Fahnen hoch halten konnten. Ganz sicher nicht dieser BFC, denn da konnte auch der "Ich liebe euch doch alle" nichts ausrichten. Was war denn da auf einmal los mit den arroganten Apfelsinenfressern? Sportliche Nullen unterm Strich.
Aber auch nach der Wende gab es solche sportliche Nullen, die nur etwas brachten, wenn Politiker und Schiedsrichter Pate standen.
[quote]Überraschend enthüllte der „Navigator“ zudem, dass ihm Hoyzer zuvor im angetrunkenen Zustand erzählt habe, schon Monate vor der ersten gemeinsamen Manipulation für ein Spiel des Chemnitzer FC gegen den FC Sachsen Leipzig Geld geboten bekommen zu haben. 5 000 Euro sollen Hoyzer demnach im November 2003 für einen Sieg der Leipziger, für die sein Vater Peter Hoyzer damals als Mannschaftsbetreuer arbeitete, angeboten worden sein.[/quote] Quelle
Die Serie an Betrugsvorfällen in der Oberliga der Neuzeit hat in Leipzig bis in die heutigen Tage seine Spuren hinterlassen. Damals haben alle Verbände weggesehen oder ist irgendein Kopf gerollt? Ganz offiziell rief der damalige Sportfuzzi im Rathaus, Tschense*, 2003 das Rattenrennen aus, um dem Sieger städtische Dienste zu legitimieren. Der Sieger hieß Sachsen Leipzig. Eine stümperhafte, mittelmäßige und viel zu schwache Truppe, wurde zum Aufstieg nach oben gemauschelt. Der Gegenpart, der VfB wurde sogar gänzlich gestreckt. Erst als Fragen aufkamen, verschwanden alle nach und nach. Tschense*, Tiefensee, Rocca, Hoyzer Senior und wie sie alle hießen. Auslöser war das Auffliegen von Hoyzer Junior, der vom Erfolg getragen immer mehr durchdrehte. Wie gesagt, alle haben zugesehen. Kein Reichenbach oder Moldenhauer haben auch nur Ansatzweise gezuckt. Kein MDR, hat mal seine aufgezeichneten Spiele in Frage gestellt. Warum auch, dort hatte ja Winfried Mohren das sagen. Auch einer, der weg ist und wo verdient er heute seine Brötchen?
[quote]Kölmels Adlatus Otto Schlörb hat Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren als freien Mitarbeiter für die Vermarktung des Businessbereichs geholt[/quote]Entschuldigt den Sprung in die fast aktuelle Zeit, aber man kann da wunderbar Parallelen ziehen. Auch das Fernsehen der DDR hat natürlich keinen Mux von sich gegeben. Alle haben schön geduckt und gekuscht. Wie viele Jahre wurde in Erfurt, Magdeburg, Halle, quasi überall, der BFC zum Sieg geschoben? Die Volksseele kochte überall, aber in Berlin saßen Einige und erlabten sich an diesem Zustand. Sie bewundern sich noch heute, siehe Schulze.
Der Hallenser Frank Pastor hat damals diesen Elfmeter für seine Berliner Stasifreunde verwandelt. Absolut ekelhaft sein Jubel. So was vergisst man nicht.
[IMG]http://img262.imageshack.us/img262/4457/lokbfcio2.th.jpg[/IMG][IMG]http://img262.imageshack.us/images/thpix.gif[/IMG]
* Das Parodoxe ist, das Holger Tschense auch Verantwortlicher für Ordnung und Sicherheit in Leipzig war. Solch eine Aufgabe hatte ja auch Erich Mielke in der DDR. Wahrscheinlich bekommt das manchen Menschen nicht so richtig, denn auch Tschense stürtzte quasi über seine eigene Aufgabe.
[quote]Na ja, sagt Schulz, der Hass gegen den BFC hat sich natürlich jedes Jahr gesteigert. In Aue, Böhlen, Zwickau gab's vielleicht monatelang keine Apfelsinen, und wir kommen aus Berlin und sitzen nach dem Auswärtssieg im Bus und packen die Verpflegung aus, da sind die Leute dort natürlich ausgeflippt.
Da ist man schon immer freudig hingefahren, weil man wusste: Gleich bläken sie wieder Stasi-Sau. Das hat uns motiviert.
[/quote]Ich hab all die Jahre diesen miesen BFC erlebt. Da können sich die Rudwaleits, Dolls und Thoms noch so toll vorkommen, aber glauben sie wirklich, sie hätten ihre Titel mit ehrlichem Fußball gewonnen? Fußballspielen konnten sie auch und vielleicht hätten sie es auch gar nicht nötig gehabt, aber es ist und bleibt ein Fakt: Die Triumphe des BFC kamen auf anderer Ebene zustande. Im Europapokal hat man dann gesehen, welche Vereine in der DDR die Fahnen hoch halten konnten. Ganz sicher nicht dieser BFC, denn da konnte auch der "Ich liebe euch doch alle" nichts ausrichten. Was war denn da auf einmal los mit den arroganten Apfelsinenfressern? Sportliche Nullen unterm Strich.
Aber auch nach der Wende gab es solche sportliche Nullen, die nur etwas brachten, wenn Politiker und Schiedsrichter Pate standen.
[quote]Überraschend enthüllte der „Navigator“ zudem, dass ihm Hoyzer zuvor im angetrunkenen Zustand erzählt habe, schon Monate vor der ersten gemeinsamen Manipulation für ein Spiel des Chemnitzer FC gegen den FC Sachsen Leipzig Geld geboten bekommen zu haben. 5 000 Euro sollen Hoyzer demnach im November 2003 für einen Sieg der Leipziger, für die sein Vater Peter Hoyzer damals als Mannschaftsbetreuer arbeitete, angeboten worden sein.[/quote] Quelle
Die Serie an Betrugsvorfällen in der Oberliga der Neuzeit hat in Leipzig bis in die heutigen Tage seine Spuren hinterlassen. Damals haben alle Verbände weggesehen oder ist irgendein Kopf gerollt? Ganz offiziell rief der damalige Sportfuzzi im Rathaus, Tschense*, 2003 das Rattenrennen aus, um dem Sieger städtische Dienste zu legitimieren. Der Sieger hieß Sachsen Leipzig. Eine stümperhafte, mittelmäßige und viel zu schwache Truppe, wurde zum Aufstieg nach oben gemauschelt. Der Gegenpart, der VfB wurde sogar gänzlich gestreckt. Erst als Fragen aufkamen, verschwanden alle nach und nach. Tschense*, Tiefensee, Rocca, Hoyzer Senior und wie sie alle hießen. Auslöser war das Auffliegen von Hoyzer Junior, der vom Erfolg getragen immer mehr durchdrehte. Wie gesagt, alle haben zugesehen. Kein Reichenbach oder Moldenhauer haben auch nur Ansatzweise gezuckt. Kein MDR, hat mal seine aufgezeichneten Spiele in Frage gestellt. Warum auch, dort hatte ja Winfried Mohren das sagen. Auch einer, der weg ist und wo verdient er heute seine Brötchen?
[quote]Kölmels Adlatus Otto Schlörb hat Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren als freien Mitarbeiter für die Vermarktung des Businessbereichs geholt[/quote]Entschuldigt den Sprung in die fast aktuelle Zeit, aber man kann da wunderbar Parallelen ziehen. Auch das Fernsehen der DDR hat natürlich keinen Mux von sich gegeben. Alle haben schön geduckt und gekuscht. Wie viele Jahre wurde in Erfurt, Magdeburg, Halle, quasi überall, der BFC zum Sieg geschoben? Die Volksseele kochte überall, aber in Berlin saßen Einige und erlabten sich an diesem Zustand. Sie bewundern sich noch heute, siehe Schulze.
Der Hallenser Frank Pastor hat damals diesen Elfmeter für seine Berliner Stasifreunde verwandelt. Absolut ekelhaft sein Jubel. So was vergisst man nicht.
[IMG]http://img262.imageshack.us/img262/4457/lokbfcio2.th.jpg[/IMG][IMG]http://img262.imageshack.us/images/thpix.gif[/IMG]
* Das Parodoxe ist, das Holger Tschense auch Verantwortlicher für Ordnung und Sicherheit in Leipzig war. Solch eine Aufgabe hatte ja auch Erich Mielke in der DDR. Wahrscheinlich bekommt das manchen Menschen nicht so richtig, denn auch Tschense stürtzte quasi über seine eigene Aufgabe.