Eure musikalischen Lieblinge, für die ihr mächtig Häme geerntet habt...

Es gibt ja nicht nur 80er-Mucke. Unglaublich, aber wahr ...

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Lutz
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Eure musikalischen Lieblinge, f

Beitrag von Lutz »

Mir tun die Modern Talking Spezis hier im Forum ja manchmal schon fast leid - aber ich kann halt nicht anders :zahn:

Wofür habt ihr denn so Schläge (nicht unbedingt wörtlich nehmen) einstecken müssen (Epoche egal)?

Also ich hab es daaamals (TM) nicht so ganz mitbekommen - aber ABBA galten in den 70s bei der Schweinerock-Langhaarfraktion wohl als extrem peinlich. Da ich aber zu diesen Leuten als Kiddie keinen Kontakt hatte, bleib mir das Geläster erspart. Und ja, ich finde ABBA auch heute noch klasse!

[video=youtube;6rplLDt1Dhk]http://www.youtube.com/watch?v=6rplLDt1Dhk[/video]

Später in den 80s war es für mich eher eine Bestätigung wenn bestimmte Leute z.B. DIE GOLDENEN ZITRONEN, etc sch*** fanden.

Ach ja, Madonna hielten meine Kumpels für ne Eintagsfliege - ne DISCO-Mieze, von der man eh nichts mehr hört. Auch da musste ich stark bleiben (und behielt recht) :D

Was hab ihr diesbezüglich zu berichten?
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Babooshka
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Beitrag von Babooshka »

Hm, Häme geerntet habe ich irgendwie nie. Ich mochte die Musik der Bay City Rollers, aber echter Fan war ich nie. Ich mochte einige Lieder von Smokie, aber auch von denen war ich kein Fan. Also schied die Häme schon mal aus. Von Abba war ich riesengroßer Fan, aber das waren wir alle in meiner Klasse, zuerst in der Grundschule, danach auf dem Gymnasium (OK, ab da waren es dann lediglich "fast" alle). Also auch wieder kein Stoff für Häme. Rückblickend mag ich wohl bei dem einen oder anderen als Weirdo gegolten haben, als ich mit 13 auf Manhattan Transfer stand, weil ich die in jener Zeit viel auf BFBS hörte und sie ein phänomenales Album rausgebracht hatten, das bei mir in Dauerrotation lief. Überhaupt hörte ich ja viel BFBS und AFN und kannte somit Musik, die in Deutschland noch gar nicht bekannt war oder auch nie bekannt wurde. So versuchte ich dann Ende der 70-er, auf Klassenfeten ein bisschen Studio 54-Sound zu etablieren - vergeblich. Aber auch dafür bekam ich keine Häme - ich galt wohl lediglich als eine etwas sonderbare Musikbekloppte, die neben dem üblichen Mainstream ihren eigenen musikalischen Weg ging.

Also alles in allem habe ich keinen Stoff für Häme geboten, was meine musikalischen Vorlieben anging.
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Lutz
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=Babooshka;301962]Also alles in allem habe ich keinen Stoff für Häme geboten, was meine musikalischen Vorlieben anging.[/QUOTE]

Hattest (hast) halt einen guten Geschmack :)

BTW: In der SPEX gabs, passend zum Thread, jedes Jahr im Poll eine Rubrik "peinlichstes Lieblingsstück"

[IMG]http://www.alice-dsl.net/lgoerke/sandra.jpg[/IMG]

Ich gebe ja zu - Maria Magdalena fand daaamals (TM) auch meine Aufmerksamkeit - was aber weniger an der bahnbrechenden Komposition lag :zahn:

[video=youtube;y6Kv1_0ICJc]http://www.youtube.com/watch?v=y6Kv1_0ICJc[/video]
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Beitrag von Heiko2609 »

Auch wenn es nicht 100 % zur Thematik passt, kenne ich ein ganz anderes Phänomen.

Ich habe erst mit Anfang 20 angefangen CDs zu kaufen(die Vinylplatten kamen erst ab 2003 bei mir hinzu), bis dahin war ich mit einem Saba-Radiowecker ganz zufrieden.
Als ich Mitte der 90er dann auch ganz unterschiedliche Gruppen und Interpreten abseits des normalen Mainstreams entdeckte und bei Gelegenheit davon erzählte konnte es vereinzelt passieren, das ich Erstauen erweckte, selbst bei Namen wie sagen wir mal Donald Fagen("Kamakiriad"), Björk("Post") oder irgendwelchen Indie- oder Alternative-Rockgruppen("Kauf dir doch was Rechtes!", also das was im Radio so dudelt oder auf Parties läuft.)
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=Heiko2609;301964]Auch wenn es nicht 100 % zur Thematik passt, kenne ich ein ganz anderes Phänomen.

Ich habe erst mit Anfang 20 angefangen CDs zu kaufen(die Vinylplatten kamen erst ab 2003 bei mir hinzu), bis dahin war ich mit einem Saba-Radiowecker ganz zufrieden.
Als ich Mitte der 90er dann auch ganz unterschiedliche Gruppen und Interpreten abseits des normalen Mainstreams entdeckte und bei Gelegenheit davon erzählte konnte es vereinzelt passieren, das ich Erstauen erweckte, selbst bei Namen wie sagen wir mal Donald Fagen("Kamakiriad"), Björk("Post") oder irgendwelchen Indie- oder Alternative-Rockgruppen("Kauf dir doch was Rechtes!", also das was im Radio so dudelt oder auf Parties läuft.)[/QUOTE]

Passt doch gut. Und wer war das mit dem Rat was "Rechtes!" (kann man auch falsch verstehen :D) zu kaufen?

Das Thema beinhaltet möglicherweise auch einen gewissen Druck von der Clique - man will ja dazu gehören.

Als Zivi war ich für meine schräge Musik im Auto (Rotes Kreuz - Fahrdienst) bekannt. Da ich aber fast nur von anderen schrägen Typen umgeben war, fiel das nicht so auf. Ich glaube nur beim Neubauten-Tape oder dem Punk-Mix wurde ich dann doch mal gebeten was anderes einzulegen :zahn:
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Beitrag von Babooshka »

Sandras Maria Magdalena fand ich auch gut damals und es wurde auch immer in meiner Stammdisco gespielt - ist also mit intensiven Erinnerungen verbunden. Was das "zur Clique gehören wollen" angeht, so war das kein Problem für mich, ich hörte ja auch all die gängigen Sachen, nur zusätzlich halt noch ein bisschen mehr. Interessant wurde es erst nach meinem Wechsel auf die Gesamtschule. Ich war "alternativ" in meinem Look und hörte neben den aktuellen Sachen Prog, Folk, Rock und sowas. Meine Klassenkameraden waren von der Clochardhosen-Turnschuh-Ballerina-Fraktion und hörten Pop, Funk und ähnliches. Was sicher auch damit zusammenhing, dass SIE in die Disco gehen durften und ICH nicht. Ich galt wohl in meinem Gesamtpaket als vom anderen Stern kommend, nicht ausschließlich wegen meines Musikgeschmacks :) Im Übrigen hörte ich ja auch die Funk- und Discosendungen auf AFN, aber bis Funk mir so richtig ins Blut schießen sollte, vergingen noch viele Jahre.
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=Babooshka;301967]Ich war "alternativ" in meinem Look und hörte neben den aktuellen Sachen Prog, Folk, Rock und sowas. Meine Klassenkameraden waren von der Clochardhosen-Turnschuh-Ballerina-Fraktion und hörten Pop, Funk und ähnliches. Was sicher auch damit zusammenhing, dass SIE in die Disco gehen durften und ICH nicht. Ich galt wohl in meinem Gesamtpaket als vom anderen Stern kommend, nicht ausschließlich wegen meines Musikgeschmacks :) [/QUOTE]

Da kommt mir einiges bekannt vor ;)

Ja das Thema streift auch den Look - Klamotten und Musik hängen ja oft sehr eng zusammen. Das Schrägste in dieser Richtung hab ich mal in den boooring 90s (TM) erlebt: Ich bin daaaamals (TM) mit neuen Leuten zusammengekommen und trug wie immer seit den 80s meine schwarze 0815-Jeansjacke Marke "Men They Couldn't Hang". Meine "Zweitpeergroup" bestand aus einer Anorakfraktion (wörtlich zu nehmen), die dem sogenannten Wimp-Pop fröhnten (was später auch unter Hamburger Schule firmierte). Gitarrenpop mit einschläferndem Gesang.

Da kam dann ein Mädel zu mir, und fragte mich, ob ich auch einen Anorak besitzen würde. Ich dachte zunächst ich hätte mich verhört - aber genau das fragte sie. Nett gemeint - sie sah mich (klamottentechnisch) als Außenseiter, den sie integrieren wollte. Ich verneinte verblüfft aber freundlich, und blieb gerne weiter Außenseiter.

Da fällt mir doch noch was ein: Jemand aus .o.g. Clique (der sich übrigens für einen kommenden Popstar hielt - wurde irgendwie nix) titulierte meine Konzertauswahl (frühe 90er) abfällig mit "das ist doch Heavy Metal" - damit meinte er z.B. Therapy...

[video=youtube;5Bcpj-q0Snc]http://www.youtube.com/watch?v=5Bcpj-q0Snc[/video]
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Beitrag von Heiko2609 »

@ Lutz.

Das war ein Bekannter mit dem ich bzw. seinem und meinem Bekanntenkreis viel unternommen hatte.
Ich glaube es war bei einem gemeinsamen Billiardabend in einer Kneipe.
So eine Andeutung kam, dann weil er dann mit dem Namen und den Stilen dann nichts anfangen konnte.
Das ging ihm auch so als ich einen CD-Spieler der Marke Marantz kaufte, was ihm auch fremd und suspekt kam("Du hättest ja auch was von Kenwood kaufen können." Weil er es selbst hatte).
Und mit "Rechtes"(je nach Dialektneigung auch als "räächts" ausgesprochen) ist im gemäßigten badischen Dialekt, was vernünftiges gemeint, hier sinngemäßg was die meisten gut finden und nicht die abgehobenen Spinner mit ihrem besonderem, elitären Geschmack. Ansonsten ist er ein braver und fleißiger Indusriemeister bei Bosch, der vielleicht mal früher beim Mallorca-Urlaub über die Stränge geschlagen hat.
Der Kollege war vielleicht normal-konservativ aber wohl kaum politisch Rechts.
Als ich 2006 beruflich bei meinem damaligen(befristeten) Arbeitsverhältnis bei einer Werkstätte für Behinderte auch Ausfuhren mit einem Transit gemacht habe, hatte ich schon mal den Deutschlandfunk eingestellt, fuhr danach jemand anders mit dem Transit und danach wieder ich konnte man garantiert davon ausgehen, das wieder ein Dudelsender eingestellt war(im günstigeren Fall SWR 1).

Das mit Sandra habe ich zum ersten Mal jetzt gesehen, Humor und Charakter hat sie auf jeden Fall bewiesen.
Die Spex war für mich Mitte der 90er Jahre in der Rastatter Stadtbibliothek auch eine frühe Informationsquelle für Musik abseits der Charts.
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Closelobster
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AW: Eure musikalischen Lieblinge, f

Beitrag von Closelobster »

Häme ob meines Musikgeschmackes ? In den 70ern sehr oft. Das hing in erster Linie mit zwei Bands zusammen, die ich in zwischen 1971 und 1978 regelmäßig hörte: The Beatles und die Les Humphries Singers. Erstere waren sowohl bei den Glam-Fans (in der Grundschule gab es ein starkes Slade und Sweet Fantum) wie auch bei den Pop-Fans (ABBA, BCR) sowas von out. Und die LHS waren, obwohl die ersten Platten ja ziemlich innovativ waren und Ohrwümer en masse hatten, bei niemandem beliebt. Sie sind ein Musterbeispiel für die "Peinliche Lieblingsband, deren Platten man vor dem Besuch verstecken muss".
Ab 1975 waren die LHS out, ab da waren ABBA und Sailor angesagt. Wenig später kamen Queen und ELO hinzu - was mich aber in der weiterführenden Schule wiederum zum musikalischen Außenseiter machte - meine Klassenkameraden standen auf Status Quo, Led Zeppelin und ab ca. 1977 auf AC/DC. Erst ab 1978 und mit dem Aufkommen der Stranglers und Blondie sowie The Police gab es erstmal sowas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner.

Hat mich das gestört ? NÖ. Erst recht nicht in späteren Jahren, wo ich stark auf New Romantic, Gothic, Noise Pop/C`86 und Madchester abgefahren bin. Ich habe allerdings auch nicht zu denen gehört, die groß über andere Musikfans gelästert haben. Ausnahme: Stephanie (mein erster Kommentar zu "Irresistible": Was ist denn das für ein fades Instrumental ? .... Wie, da singt jemand ? Also ich hör da nix....) und Modern Talking Fans ("Na ? Zum 4. Mal die gleiche Maxi gekauft ?")
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Beitrag von SonnyB. »

Häme? Och... die kam aus allen Richtungen.

Den einen waren meine Lieblinge zu hart, den anderen nicht hart genug. Für die einen waren das Poser und für die anderen pöse, pöse Rockers :rocka:.

Hab ich Pop ala Duran Duran gehört, haben die Rocker und Metaller gestönt, hab ich Rock/Sleaze/Metal gehört, haben die Normalos Angst bekommen oder die Nase gerümpft.

Heute wie damals hat sich da nix dran geändert und zum Glück war und ist mir die Meinung von anderen Leuten schnuppe. Jeder wie er/sie/es mag. Die Welt ist groß ;).
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