Verfasst: Do Jan 30, 2003 10:08 am
@ Gosef
Jaja Guns'n'Roses gibt es immer noch und es wird sie wohl auch noch in 10 Jahren geben. Immerhin wäre das dann einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde wert: Die Gruppe, die ohne eine Album herauszubringen, am längsten existiert
@ all
Es geht ja um überschätzte Musiker/Gruppen, d.h. für mich in den Himmel gehypt, obwohl keine adäquate künstlerische Substanz dahintersteckt.
Da geb selbst ich als jemand der gerne die Onkelz hört zu, dass sie für ihre Werke zu sehr gehypt wurden/werden. Gleiches gilt für Eminem. Die können schon was, aber eben nicht so viel, wie es der ganze Hype vermuten läßt.
Bon Jovi halte ich im übrigen nicht für überschätzt, da er eben gepflegten Hard-Rock macht und seiner Linie, bis auf einen kleinen Bruch nach dem "New Jersey" Album, treu bleibt. Ich selbst liebe seine drei ersten Scheiben und die weisen für mich durchgängig gute Melodien und genug Power auf. Und er hat sich bei diesen drei Alben strikt an die Metal/Hard-Rock-Regel eine-Ballade-pro-Album-reicht gehalten.
Ich denke Künstler, die von vielen für überschätzt gehalten werden, wurden aus einer kleinen Sparte der Musik heraus plötzlich massentauglich. Was vorher nur wenige echte Fans hörten wurde plötzlich zur Massenware. Für die Kritiker finden zu viele Leute diese Künstler plötzlich gut, obwohl die Band/Sänger/innen es in ihren Augen (oder auch Ohren) gar nicht verdient hätten solchen Erfolg zu haben. Ich denke das geht jeden so, der bei einem Musiker von Hype spricht. Das kann für die einen eben Depeche Mode sein und für die anderen die Böhsen Onkelz, Mariah Carey oder sonstwer.
Womit für diese Interpreten noch ein weiteres "Problem" aufgeworfen wird. Die alten Fans fühlen sich meist verraten. Auch ein Punkt seine ehemalige Lieblingsband als überschätzt zu bezeichnen. Bestes Beispiel hierfür ist in meinen Augen sicherlich Metallica. Sie wurden vom Undergroundact zur Überband stilisiert und auf einmal konnte man ihre Songs im Radio und in fast jeder Disko hören. Für mich sind Metallica eine der am meisten überschätzten Bands überhaupt. Sie haben sich ohne Frage musikalisch und im Umgang mit ihren Instrumenten weiterentwickelt (Lars Ulrich ist sicherlich einer der besten Drummer im Metal-Business), aber dies rechtfertigt nicht diesen unglaublichen Hype um diese Band, wie er vor einigen Jahren Gang und Gebe war. Alles was sie machten galt als Innovation und noch nie dagewesen, nur weil sie als Metalband mit einem Orchester auftraten. Als ob das nicht schon einige vor ihnen getan hätten und da wurde kein Wirbel veranstaltet.
Als überschätzt gelten, meiner Meinung nach, auch Künstler, die nach einem bis zwei guten Alben in den Augen der Kritiker nur noch Schrott herausbringen, weil deren Erwartungshaltung nach den guten Alben sehr hoch ist und alles was danach von dem Künstler kommt gefälligst genauso gut, wenn nicht besser zu sein hat.
Als Fazit ergibt sich für mich, dass jeder je nach eigenem Gusto eine Band, eine Sängerin, einen Sänger für überschätzt erachtet, während ein anderer sie glühend verehrt. Geht mir ja auch nicht anders
Wolle Petry halte ich, obwohl ich seine Musik zum Davonlaufen finde, nicht für überschätzt, denn er macht Musik für seine Fans.
Rammstein und Konsorten sind für mich mehr als nur überschätzt worden, denn die Musikindustrie hatte plötzlich mit NDH (Neue Deutsche Härte) einen neuen Trend kreiert, in dessen Zuge jeder Rammstein-Klon einen Mördermedienrummel erhielt und gepusht wurde bis zum Abwinken.
Auch Eminem als weißer Rapper ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Plattenfirmen. Der Junge ist tough, kommt aus den Slums und kann viele schlimme Wörter schnell hintereinander sagen! Waaahhhhnsinn. Ich möchte nicht wissen, wieviele andere in L.A. oder New York das auch könnten.
Marylin Manson wurde von den Plattenfirmen mit kräftiger Beteiligung seinerseits zum "Antihelden" aufgebaut. Er soll gemeiner als Dark-Metal-Acts sein, brutaler als Ozzy und Blackie Lawless in ihren schlimmsten Zeiten, rebellischer als Jimi und vor allem beleidigender als ein John McEnroe bei dessen besten Wimbledon-Ausrastern. Er soll einfach nur schockieren und polarisieren, denn hier geht es nicht mal um die Musik sondern nur noch ums Image.
Künstler im Pop-Bereich können eigentlich fast nur von Musikfans als überschätzt angesehen werden, da viele Leute ihre Platten einfach nur konsumieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen ob das Album nun künstlerisch wertvoll ist oder wie viele Menschen es noch kaufen, obwohl es in den Augen einiger vielleicht gar nicht so toll ist. Diese Konsumenten sehen keinen Hype sondern nur Werbung für etwas, das sich nett anhört und darum gekauft wird. Wir, die wir hier diskutieren haben eine andere Sicht der Dinge und finden eben deswegen den einen oder anderen Künstler überschätzt. Wir regen uns ja auch über die Politik der Plattenfirmen auf, die nur noch massentaugliche Ware auf den Markt werfen. Und um die zu verkaufen muß gehypt werden, immer schön dem jeweils vorherrschenden Trend angepasst. Boygroup-Klone, Girlgroup-Klone, Popsterchen-Klone, zum-Popstar-gewählte-Jedermanns-Klone; Nu-Metal-Klone, Black-Music-Klone, usw. Vieles davon ist in unseren Augen gehypt, da nur auf die Verkaufszahlen abgezielt wird.
So und nicht anders ist es in meinen Augen. Da sind für mich die No Angels genauso überschätzt, wie die Spice Girls, B3, NKOTB, Avril Lavigne, Brittney Spears, Christina Aguilera, dem Chuuuljooo Igleesias sein Sohn und noch sooo viele mehr!
In diesem Sinne
J.B.
Jaja Guns'n'Roses gibt es immer noch und es wird sie wohl auch noch in 10 Jahren geben. Immerhin wäre das dann einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde wert: Die Gruppe, die ohne eine Album herauszubringen, am längsten existiert
@ all
Es geht ja um überschätzte Musiker/Gruppen, d.h. für mich in den Himmel gehypt, obwohl keine adäquate künstlerische Substanz dahintersteckt.
Da geb selbst ich als jemand der gerne die Onkelz hört zu, dass sie für ihre Werke zu sehr gehypt wurden/werden. Gleiches gilt für Eminem. Die können schon was, aber eben nicht so viel, wie es der ganze Hype vermuten läßt.
Bon Jovi halte ich im übrigen nicht für überschätzt, da er eben gepflegten Hard-Rock macht und seiner Linie, bis auf einen kleinen Bruch nach dem "New Jersey" Album, treu bleibt. Ich selbst liebe seine drei ersten Scheiben und die weisen für mich durchgängig gute Melodien und genug Power auf. Und er hat sich bei diesen drei Alben strikt an die Metal/Hard-Rock-Regel eine-Ballade-pro-Album-reicht gehalten.
Ich denke Künstler, die von vielen für überschätzt gehalten werden, wurden aus einer kleinen Sparte der Musik heraus plötzlich massentauglich. Was vorher nur wenige echte Fans hörten wurde plötzlich zur Massenware. Für die Kritiker finden zu viele Leute diese Künstler plötzlich gut, obwohl die Band/Sänger/innen es in ihren Augen (oder auch Ohren) gar nicht verdient hätten solchen Erfolg zu haben. Ich denke das geht jeden so, der bei einem Musiker von Hype spricht. Das kann für die einen eben Depeche Mode sein und für die anderen die Böhsen Onkelz, Mariah Carey oder sonstwer.
Womit für diese Interpreten noch ein weiteres "Problem" aufgeworfen wird. Die alten Fans fühlen sich meist verraten. Auch ein Punkt seine ehemalige Lieblingsband als überschätzt zu bezeichnen. Bestes Beispiel hierfür ist in meinen Augen sicherlich Metallica. Sie wurden vom Undergroundact zur Überband stilisiert und auf einmal konnte man ihre Songs im Radio und in fast jeder Disko hören. Für mich sind Metallica eine der am meisten überschätzten Bands überhaupt. Sie haben sich ohne Frage musikalisch und im Umgang mit ihren Instrumenten weiterentwickelt (Lars Ulrich ist sicherlich einer der besten Drummer im Metal-Business), aber dies rechtfertigt nicht diesen unglaublichen Hype um diese Band, wie er vor einigen Jahren Gang und Gebe war. Alles was sie machten galt als Innovation und noch nie dagewesen, nur weil sie als Metalband mit einem Orchester auftraten. Als ob das nicht schon einige vor ihnen getan hätten und da wurde kein Wirbel veranstaltet.
Als überschätzt gelten, meiner Meinung nach, auch Künstler, die nach einem bis zwei guten Alben in den Augen der Kritiker nur noch Schrott herausbringen, weil deren Erwartungshaltung nach den guten Alben sehr hoch ist und alles was danach von dem Künstler kommt gefälligst genauso gut, wenn nicht besser zu sein hat.
Als Fazit ergibt sich für mich, dass jeder je nach eigenem Gusto eine Band, eine Sängerin, einen Sänger für überschätzt erachtet, während ein anderer sie glühend verehrt. Geht mir ja auch nicht anders
Wolle Petry halte ich, obwohl ich seine Musik zum Davonlaufen finde, nicht für überschätzt, denn er macht Musik für seine Fans.
Rammstein und Konsorten sind für mich mehr als nur überschätzt worden, denn die Musikindustrie hatte plötzlich mit NDH (Neue Deutsche Härte) einen neuen Trend kreiert, in dessen Zuge jeder Rammstein-Klon einen Mördermedienrummel erhielt und gepusht wurde bis zum Abwinken.
Auch Eminem als weißer Rapper ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Plattenfirmen. Der Junge ist tough, kommt aus den Slums und kann viele schlimme Wörter schnell hintereinander sagen! Waaahhhhnsinn. Ich möchte nicht wissen, wieviele andere in L.A. oder New York das auch könnten.
Marylin Manson wurde von den Plattenfirmen mit kräftiger Beteiligung seinerseits zum "Antihelden" aufgebaut. Er soll gemeiner als Dark-Metal-Acts sein, brutaler als Ozzy und Blackie Lawless in ihren schlimmsten Zeiten, rebellischer als Jimi und vor allem beleidigender als ein John McEnroe bei dessen besten Wimbledon-Ausrastern. Er soll einfach nur schockieren und polarisieren, denn hier geht es nicht mal um die Musik sondern nur noch ums Image.
Künstler im Pop-Bereich können eigentlich fast nur von Musikfans als überschätzt angesehen werden, da viele Leute ihre Platten einfach nur konsumieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen ob das Album nun künstlerisch wertvoll ist oder wie viele Menschen es noch kaufen, obwohl es in den Augen einiger vielleicht gar nicht so toll ist. Diese Konsumenten sehen keinen Hype sondern nur Werbung für etwas, das sich nett anhört und darum gekauft wird. Wir, die wir hier diskutieren haben eine andere Sicht der Dinge und finden eben deswegen den einen oder anderen Künstler überschätzt. Wir regen uns ja auch über die Politik der Plattenfirmen auf, die nur noch massentaugliche Ware auf den Markt werfen. Und um die zu verkaufen muß gehypt werden, immer schön dem jeweils vorherrschenden Trend angepasst. Boygroup-Klone, Girlgroup-Klone, Popsterchen-Klone, zum-Popstar-gewählte-Jedermanns-Klone; Nu-Metal-Klone, Black-Music-Klone, usw. Vieles davon ist in unseren Augen gehypt, da nur auf die Verkaufszahlen abgezielt wird.
So und nicht anders ist es in meinen Augen. Da sind für mich die No Angels genauso überschätzt, wie die Spice Girls, B3, NKOTB, Avril Lavigne, Brittney Spears, Christina Aguilera, dem Chuuuljooo Igleesias sein Sohn und noch sooo viele mehr!
In diesem Sinne
J.B.