Verfasst: So Nov 06, 2005 11:55 am
[quote]Petra67 postete
Die Franzosen sind da ganz penibel, und die Isländer glaube ich auch.
Im französischen werden alle Wörter englischen Ursprungs "einfranzösisiert", selbst in der Informatik. Da heisst to download "télécharger", der PC ist ein ordinateur, das Programm ein logiciel, ein Walkman ein baladeur, ein Email ein "courriel" (von courrier électronique) etc.
Trotz alledem sagt man in Frankreich "bon weekend" und der Ausdruck "web" existiert ebenfalls, allerdings hab ich auch schon so Verunstaltungen wie "ouaieb" gesehen, damit das wenigstens etwas französischer aussieht
[/quote]Moooooooooooooment!!!
Die Beispiele, die Du da gibst, sind wirklich in Ordnung!Télécharger, ordinateur, logiciel und baladeur sind gute "Französizismen" (oder wie man das nennen mag...)... Ordinateur, logiciel und baladeur gibt es schon seit es diese Gegenstände gibt!!!
Schlimmer finde ich Begriffe wie "plan de marchéage" = marketing mix; centime d'Euro = Eurocent ... usw...
Da wollte ein ehemaliger Minister was Gutes tun damals... es war zwar keine schlechte Idee... aber die Art, wie er das durchziehen wollte, war nicht richtig... wieso alles verbieten, was nicht französisch ist? Naja... zum Glück wurde das nicht 100%ig durchgezogen!
Zum Thema "weekend": man sagt auch: bonne fin de semaine... es hört sich aber nicht so gut an, wie bon weekend!
Ich finde ansonsten auch viele Englizismen übertrieben.... einmal erhielte ich einen Anruf von meinem Chef, als er mich wieder einstellen wollte... er sagte: "es ist alles in der Pipeline, ich habe die e-Mail geforwarded" usw.... da war ich richtig erschrocken...... Für mich ist so ein Verhalten "Wichtigtuerei" und das kann ich nicht abhaben.... Ich persönlich benutze lieber deutsche Wörter, wenn es welche gibt... es wird zum Beispiel nie vorkommen (oder so gut wie nie...), dass ich "Song" statt "Lied" sage oder "Game" statt "Spiel" oder "Gedownloaded" statt "runtergeladen".... vielleicht liegt es daran, dass ich die deutsche Sprache liebe, und die nicht verunstalten will...
Einige Englizismen finde ich wiederum sinnvoll... Ich habe z.B. selber Schwierigkeiten, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde.... wie übersetzt man denn am Besten "Key Account Manager"? .... Leiterin des Schlüsselkontos?
... ich benutze dann öfter "Großkundenbetreuung", was aber auch nicht 100%ig stimmt...
Ich glaube, diese Diskussion wird es ewig geben... ob es gut ist oder nicht, dass es englische Wörter in der deutschen Sprache gibt... ich denke, man sollte nicht sagen "es ist alles sch..." , sondern man sollte einfach das Beste draus machen und die Wörter benutzen, die in der englischen Form sinnvoller sind, als in der deutschen (od. französischen) Form... und nicht übertreiben... sonst wird's irgendwann unverständlich werden...
Andererseits... durch diese Entwicklung der Sprachen könnte man vielleicht doch irgendwann das Mythos des Babelturms wieder zur Realität machen... EINE Sprache für alle... [img]http://yelims3.free.fr/Hein/Hein38.gif[/img]
Die Franzosen sind da ganz penibel, und die Isländer glaube ich auch.
Im französischen werden alle Wörter englischen Ursprungs "einfranzösisiert", selbst in der Informatik. Da heisst to download "télécharger", der PC ist ein ordinateur, das Programm ein logiciel, ein Walkman ein baladeur, ein Email ein "courriel" (von courrier électronique) etc.
Trotz alledem sagt man in Frankreich "bon weekend" und der Ausdruck "web" existiert ebenfalls, allerdings hab ich auch schon so Verunstaltungen wie "ouaieb" gesehen, damit das wenigstens etwas französischer aussieht
[/quote]Moooooooooooooment!!!
Die Beispiele, die Du da gibst, sind wirklich in Ordnung!Télécharger, ordinateur, logiciel und baladeur sind gute "Französizismen" (oder wie man das nennen mag...)... Ordinateur, logiciel und baladeur gibt es schon seit es diese Gegenstände gibt!!!
Schlimmer finde ich Begriffe wie "plan de marchéage" = marketing mix; centime d'Euro = Eurocent ... usw...
Da wollte ein ehemaliger Minister was Gutes tun damals... es war zwar keine schlechte Idee... aber die Art, wie er das durchziehen wollte, war nicht richtig... wieso alles verbieten, was nicht französisch ist? Naja... zum Glück wurde das nicht 100%ig durchgezogen!
Zum Thema "weekend": man sagt auch: bonne fin de semaine... es hört sich aber nicht so gut an, wie bon weekend!
Ich finde ansonsten auch viele Englizismen übertrieben.... einmal erhielte ich einen Anruf von meinem Chef, als er mich wieder einstellen wollte... er sagte: "es ist alles in der Pipeline, ich habe die e-Mail geforwarded" usw.... da war ich richtig erschrocken...... Für mich ist so ein Verhalten "Wichtigtuerei" und das kann ich nicht abhaben.... Ich persönlich benutze lieber deutsche Wörter, wenn es welche gibt... es wird zum Beispiel nie vorkommen (oder so gut wie nie...), dass ich "Song" statt "Lied" sage oder "Game" statt "Spiel" oder "Gedownloaded" statt "runtergeladen".... vielleicht liegt es daran, dass ich die deutsche Sprache liebe, und die nicht verunstalten will...
Einige Englizismen finde ich wiederum sinnvoll... Ich habe z.B. selber Schwierigkeiten, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde.... wie übersetzt man denn am Besten "Key Account Manager"? .... Leiterin des Schlüsselkontos?
Ich glaube, diese Diskussion wird es ewig geben... ob es gut ist oder nicht, dass es englische Wörter in der deutschen Sprache gibt... ich denke, man sollte nicht sagen "es ist alles sch..." , sondern man sollte einfach das Beste draus machen und die Wörter benutzen, die in der englischen Form sinnvoller sind, als in der deutschen (od. französischen) Form... und nicht übertreiben... sonst wird's irgendwann unverständlich werden...
Andererseits... durch diese Entwicklung der Sprachen könnte man vielleicht doch irgendwann das Mythos des Babelturms wieder zur Realität machen... EINE Sprache für alle... [img]http://yelims3.free.fr/Hein/Hein38.gif[/img]