Vorkommen:
In Australien sowie bei unmusikalischen Mitteleuropäern.
Verhalten:
Das Didgeridoo ist ein Musikinstrument, das beim Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln für zufallsverteilte blaue Flecken unter den Fahrgästen sorgt. Gespielt wird es mit derselben Technik wie ein Gartenschlauch, der freilich weniger Image besitzt, weil er nicht von den Aborigines stammt.
Die Herstellung des Didgeridoos besorgen glückliche Termiten in Freilandhaltung, indem sie einen Eukalyptusstamm aushöhlen. Ein Schamane malt Kringel auf das entkernte Holz und verkauft es einem Touristen als mystisches Kommunikationsgerät, aus dem die Geister der Ahnen sprechen. Anschließend bespricht er sich mit seinem Finanzexperten via Internet.
Der Tourist fliegt zurück und lässt sich in der Fußgängerzone nieder, um mittels Betätigung des Didgeridoos die Reise hereinzubekommen. Nach nur drei Monaten schafft er den Sprung zum Zweitonspieler und hält sich für einen Virtuosen. Der Rest der Menschheit hält ihn nicht aus und flüchtet. Nachdem etliche Geschäfte zugesperrt und sensible Anwohner Selbstmord begangen haben, macht sich in der Gegend die orginal-australische Wüstenstimmung breit.
Behandlung:
Mikroökonomisch: Verstopfen des Folterrohrs mit Zement. Vorteil: Wirkt garantiert. Nachteil: Proteste von Umweltschützern.
Makroökonomisch: Entwicklung eines Alternativprogramms für die Didgeridoo-Wirtschaft nach dem Muster der Opiumbekämpfung. Mit den Bee Gees und Crocodile Dundee hat Australien schließlich genug Schlimmes in die Welt geschickt. Nun könnte es zur Abwechslung mal etwas Sinnvolles exportieren. Nachteil: Was?
To be continued ...