[QUOTE=musicola;302578]
Politisch Inkorrekt: Wenn Sprache das Denken verändern soll[/QUOTE]
Schöner Beitrag!
Der erste Abschnitt bringt es auch schön auf den Punkt:
[QUOTE]Das "Forum für Sinti und Roma" in Hannover erfreut uns diese Woche mit einem originellen Vorschlag. In einem Brief an die Hersteller von Grillsaucen fordert es, auf den Begriff "Zigeunersauce" zu verzichten, um sich nicht dem Vorwurf von Diskriminierung auszusetzen. Einen Vorschlag, wie die Sauce zukünftig heißen soll, gibt es noch nicht. Das dürfte auch nicht einfach werden, denn nur "Scharfe Sauce" könnte zu Abgrenzungsproblemen für die Verbraucher führen. Doch wohin soll das alles führen? Sinti und Roma wurden in Deutschland und werden bis heute in vielen Ländern diskriminiert. Das ist alles andere als witzig. Aber was verbessert sich, wenn wir Grillsaucen umbenennen? Müssen wir demnächst "Lustig ist das Leben der reisenden ethnischen Minderheit, faria, faria ho..." singen?[/QUOTE]
und auch der dritte Abschnitt trifft den Nagel auf den Kopf, finde ich:
[QUOTE]Das klingt heiter, ist es aber nicht. Seit Jahren bemühen sich etwa Feministinnen darum, dem großen "I" zum Durchbruch zu verhelfen. BürgermeisterIn statt Bürgermeister, neuerdings auch Bürgermeister_In. Oder die Anrede "Liebe Christinnen und Christen" statt des geschlechterumfassenden "Christ". Alles in Ordnung, solange es darum geht, Diskriminierung zu vermeiden. Aber ist Ihnen aufgefallen, dass auf das große "I" gern verzichtet wird, sobald es negativ besetzte Begriffe sind? Die unsägliche Kampfparole "SoldatInnen sind MörderInnen" werden Sie nie hören.[/QUOTE]
Es wird sich immer an irgendwelchen Kleinigkeiten wie z. B. Wörter umändern, die schon jahrelang benutzt werden, hochgezogen und auf Political Correctness gepocht, anstatt sich mit den eigentlichen Problemen, die man mit den zu ändern wollenden Wörtern verbindet, an sich auseinanderzusetzen.