[QUOTE=Kuddel Daddeldu;299548]ich bin nach wie vor der Meinung,daß Facebook,Twitter und Co. nicht lebensnotwendig sind.
ich jedenfalls habe dafür keinen Bedarf-ich führe ein höchst durchschnittliches und unspektakuläres Leben,welches für mir unbekannte Menschen langweilig sein dürfte.[/QUOTE]
Natürlich ist das alles nicht lebensnotwendig. Dieses Forum hier ist aber auch nicht lebensnotwendig

Ich bin aber ganz froh, dass soziale Netze die vielen brüllend blinkenden vorname-nachname.de-"Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, mein Sexualpartner"-Seiten ersetzt haben und es ist (richtig angewendet) eine Möglichkeit unaufdringlich mit Bekannten, Freunden und Familie auf dem Laufenden und in Kontakt zu bleiben. Ich bin so oft umgezogen, da ist es immer schwer die Kontakte zu halten. Mit Facebook ist das einfach. Man erfährt wie es bei den Anderen weiter geht und ab und an klinkt man sich ein. Früher sind die Kontakte irgendwann abgebrochen, weil es einfach irgendwann zu aufwändig wird und das Leben eben auf unterschiedlichen Wegen an unterschiedlichen Orten weiter geht. Trotzdem dachte man ab und an "Ach, eigentlich schade, dass ich zu XY keinen Kontakt mehr habe". Mit Facebook ist es einfacher, auch um zu Leuten aus längst vergangenen Tagen doch nochmal in Kontakt zu kommen. Ab und an trifft man sich dann auch ganz real wieder, wenn man in der Nähe ist.
[quote]
und solange die AGB´s von Facebook nicht den hierzulände üblichen Richtlinien entsprechen,habe ich erst recht kein Interesse,dort Mitglied zu werden.
ein Mobiltelefon besitze ich erst seit Weihnachten-mein erstes nach immerhin 50 Lebensjahren.
benutzen werde ich es bestenfalls bei Reisen zu Orten,wo der örtliche Nahverkehr überschaubar ist,so daß ich mir übers Mobiltelefon schnell ein Taxi ordern kann.
Mitteilungen per Mobiltelefon wie :"ich sitz grad in der Straßenbahn"-"bin in 5 Minuten zu Hause" oder "ich muß mal auf´s Klo" sind auch nicht meine Welt-ich bin ohnehin kein Freund von Smalltalk auf Boulevardblatt-Niveau.
wenn ich zu Hause bin,kann man mich ja übers Festnetz erreichen (sofern man meine Nummer kennt,die aus Schutz der Privatphäre nicht im Telefonbuch steht)-oder auch ´ne eMail schreiben.[/quote]
Es muss jeder selbst entscheiden wie er mit neuen Technologien umgeht. Ich muss auch nicht alles mitmachen. Z. B. wüsste ich nicht was ich für wen ständig interessantes zu twittern hätte. Aber soziale Netze kann man m. E. durchaus nutzen ohne zu viel von sich preiszugeben. Die FB-Filter scheinen gegen Fake-Accounts auch nicht sonderlich effektiv zu sein. Zwei meiner Kontakte wären jedenfalls schon lange leicht per Lexikon-Abgleich als Fake zu identifizieren. Evtl. ist man auch so lasch, weil die deutschen Datenschutzbeauftragten der Länder seit längerem den Klarnamenzwang von FB vor Gericht zerren wollen. Komischerweise führen ihn bekannte große Nachrichtenmagazine in für ihre Kommentarfunktionen nach und nach mit weit weniger Aufruhr gerade erst ein.
Ich habe Einblick in die Datenverarbeitung diverser großer Unternehmen gehabt. Facebook ist bestimmt nicht das Größte Problem, wenn es denn ein Problem ist das Daten anfallen. Das Problem ist was damit gemacht wird. Und m. E. macht Facebook bis jetzt erstaunlich wenig daraus. Sie wissen wahrscheinlich noch gar nicht so richtig, was sie damit wirklich anfangen sollen. Viele Unternehmen sind da schon weiter und grasen Facebook täglich mit Text-Analyse-Tools ab. Aber auch das ist eigentlich kein großes Problem. Es interessiert sie nicht wer was über sie geschrieben hat, sondern nur wie oft sie im Umfeld anderer Worte erwähnt werden. Es ist ziemlich uninteressant was Erna Sack meint. Interessant ist, was "der Schwarm" von Leuten da draussen tendenziell mit dem Unternehmen und Produkten in Verbindung bringt. Letztendlich ist das nichtmal schlecht für Konsumenten.
[QUOTE=Elek.-maxe;299538]Neulich hatte ich eine Bewerbung vor mir liegen und weil ich gerade mal eine Minute Zeit hatte, habe ich FB nach dem Namen schauen lassen, es war zwar sehr wenig an Info freigeschaltet, aber beim Titelbild der Person hing eine Zunge im Schlund einer anderen. Das war kein guter erster Eindruck.[/QUOTE]
Ich habe auch schon Facebook-Fotos von Bewerbern gesehen auf denen sie mit Unterhose auf dem Kopf vom Hotel-Balkon auf Malle winken. Klar, macht keinen seriösen Eindruck. Aber vielleicht sollte man sich dann auch einfach mal selbst hinterfragen. Jeder macht im Privaten solchen Unsinn, es ist ganz normal. Sowas wegen Doppelmoral zu verstecken, sollte eigentlich nicht nötig sein. Jeder feiert mal, jeder macht mal Unsinn. Dafür hat man ja Feierabend. Solange ich kein Foto von jemandem mit Unterhose auf dem Kopf beim Kunden finde, gebe ich auf sowas nichts mehr. Eher im Gegenteil: Wer solche Fotos posten kann, ist zumindest (hoffentlich) kein nerviger, spießiger, dauer-nörgelnder Sonderling ohne soziale Kontakte. Einerseits gibts natürlich die Funktionen um solche Dinge nur Freunden zugänglich zu machen. Andererseits nehme ich an, dass es in 10 Jahren niemanden mehr jucken wird, wenn er von einem Bewerber auch mal pikantes im Netz findet. Es wird sonst einfach igendwann schwierig werden noch eine Stelle zu besetzen. Mittlerweile werde ich sogar schon eher stutzig bei Bewerbern, wenn man nichtmal irgendwas über Google findet.