- Die Sicherung von Industriearbeitsplätzen und Produktion in Deutschland, auch durch Strafzölle oder Initiativen zur Erschwerung von Importen aus Ländern die keine ausreichenden Arbeits- und Umweltschutzstandards haben
- Ein klares Bekenntnis zu Wissenschaft, Forschung und Technologie und deutlich höhere Ausgaben für Bildung und Grundlagenforschung
- Sofortiges Verbot aller bis dato bekannten krebserregenden Substanzen in unseren Lebensmitteln (bspw. Bisphenol A)
- Stopp des Anbaus von Lebensmitteln zum alleinigen Zweck der Umwandlung in Kraftstoffe/Energie
- Abschaffung des Soli und Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen in strukturschwachen Regionen
- Ein Ende der Übernahme von Schulden/Verpflichtungen für andere (EU-)Länder
- Ein Ende ungleicher Umweltschutz- und anderer Vorschriften in der EU
- Ein Mindestlohn der jedem qualifizierten Vollzeit-Arbeitnehmer ein vernünftiges Leben ermöglicht
- Eine vernünftige, nicht ideologiegetriebene Energiepolitik/-wende, die Sicherheit und Strompreis mit Augenmaß austariert
- Abbau von unnötigen und übertriebenen Vorschriften und Gesetzen (z. B. Steuergesetze, Bauvorschriften etc.) und Bürokratie
- Mehr fördern und fordern im Hinblick auf die Versäumnisse in der Integrationspolitik (Ziel z. B.: Jeder Bürger im Land spricht auch die Landessprache)
- Eine klare Ansprache und entsprechende Maßnahmen um die schädlichen Auswirkungen des überstürzten EU-Beitritts mancher eigentlich noch nicht EU-reifer Länder zu lindern.
- Gleichstellung aller "schwachen" Drogen (also alle legalisieren oder alle verbieten)
- Einbeziehung von Vermögen und Spekulationsgewinnen zur Finanzierung der Sozialkassen und des Allgemeinwohls
- Beginn einer echten Gleichstellungspolitik zwischen Mann und Frau (die auch die an einigen Stellen eingerissene Diskriminierung von Jungen und Männern Ernst nimmt), aber auch verschiedenen Lebensentwürfen (Lebenspartnerschaften, Ehe, wilde Ehe, Singles, Eltern, Kinderlose, Alte, Junge, Religiöse, Konfessionslose etc.)
[QUOTE=Kuddel Daddeldu;302477]ich finde nicht,daß man mit der Wahl einer kleinen Partei seine Stimme verschenkt.
im Gegenteil-ich denke,so drückt man am besten seine Opposition gegen die derzeit herrschende politische Strömung des Neo-Liberalismus aus.
einer großen Partei seine Stimme geben,würde bedeuten,mit der aktuellen Politik einverstanden zu sein.
ich bin es jedenfalls nicht.[/QUOTE]
Es ist sicherlich eine Möglichkeit ohne sich der Demokratie zu versagen. Man muss dann eben damit leben, dass die eigene Stimme nur lapidar unter "Sonstige: 4%" bei der Hochrechnung auftaucht. Letztendlich haben sich viele daran gewöhnt geringere Übel zu wählen und es von den ein, zwei großen Punkten abhängig zu machen, die CDU und SPD unterscheiden. Aber man bekommt ja selbst bei diesen im Wahlkampf noch so wichtigen Punkten sowieso nicht das Versprochene. Es wird regelmäßig in Koalitions-Kompromission verwässert oder sogar ins Gegenteil verkehrt.
Da sehne ich mich manchmal nach amerikanischen Verhältnissen. Zwei, drei Kandidaten, klare Kante und los gehts. Keine Koalitionen. Man wählt was und wen man später 1:1 bekommt und fertig. Gebrochene Versprechen gibts dann auch. Aber wenigstens ist dann klar wer einen betrogen hat, keine Ausreden mit Hinweis auf Koalitionskompromisse usw.
[quote]die Sorgen des eigenen Volkes sind den Politkern völlig wurscht und werden ignoriert. Unsere momentane Kanzlerin ist da auch mit ein passendes Beispiel. Zur Realität haben die Politiker schon längst jeden Hang verloren, die leben alle in ihrer eigenen Welt. Nähe zum Volk?? Kann man nicht grade behaupten.
Ich stelle mir allerdings grade die Frage, wie es wohl sein würde, wenn einer von uns Normalos in die Politik einsteigen würde. Würden wir dann auch so korrupt werden? Ich glaube ja. Die Politik wird sich nie ändern, sie wird immer korrupt bleiben, ein ewiger Kreislauf.[/quote]
Ich glaube, dass jemand wie Gerhard Schröder am Anfang seiner politischen Karriere noch Ideale und kleine Leute im Auge hatte. Ich glaube aber auch, dass Leute die in der Politik von ganz unten nach ganz oben wollen, immer wieder einen Minderwertigkeitskomplex spüren, wenn sie mit den oberen 10.000, dem Geldadel und irgendwelchen Promis und grauen Eminenzen zu tun bekommen. Schröder muss dieses Problem auch gehabt und kompensiert haben. Die Leute wollen vermutlich "die Gosse" abstreifen und oben dazu gehören. Die meisten Menschen werden deshalb irgendwann Kompromisse eingehen die sie nie wollten und dann irgendwann immer ungenierter werden, bis sie sich selbst und ihre früheren Ideale irgendwann vergessen haben.