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- Vergleichen und Sparen
Und.... was wählen wir dieses Mal?
AW: Und.... was w
[QUOTE=SportGoofy;302810]Zu den Piraten - meiner Meinung nach hätte man sich mehr auf die "Kernkompetenzen" konzentrieren sollen.[/QUOTE]
Ich finde den Ansatz über das Internet - dass ja durchaus bedeutend ist - interessant. Deswegen sollten sie eigentlich auch in den Bundestag hineinkommen. Es ist Schade, dass sie sich nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen etwas ungeschickt angestellt haben.
Bei der Frage nach den Themen, bei denen sie sich nicht auskennen, muss man letztendlich irgendwie einen Kompromiss eingehen, wobei natürlich nicht nur einer entscheidet und immer ein wenig Chaos dabei ist. Ein Problem ist sicherlich, dass Piraten von den Themen, die in der Politik als wichtig angesehen werden, sozusagen naturgemäß wenig Ahnung haben, insbesondere von Außenpolitik.
Vielleicht sollte ich ihnen meine Erststimme geben. Das ist zwar nur eine symbolische Handlung, aber möglicherweise könnte ich sie damit ein wenig aufmuntern.
Ich finde den Ansatz über das Internet - dass ja durchaus bedeutend ist - interessant. Deswegen sollten sie eigentlich auch in den Bundestag hineinkommen. Es ist Schade, dass sie sich nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen etwas ungeschickt angestellt haben.
Bei der Frage nach den Themen, bei denen sie sich nicht auskennen, muss man letztendlich irgendwie einen Kompromiss eingehen, wobei natürlich nicht nur einer entscheidet und immer ein wenig Chaos dabei ist. Ein Problem ist sicherlich, dass Piraten von den Themen, die in der Politik als wichtig angesehen werden, sozusagen naturgemäß wenig Ahnung haben, insbesondere von Außenpolitik.
Vielleicht sollte ich ihnen meine Erststimme geben. Das ist zwar nur eine symbolische Handlung, aber möglicherweise könnte ich sie damit ein wenig aufmuntern.
Zuletzt geändert von Lexi am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Die Luftgitarre
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AW: Und.... was w
[QUOTE=SportGoofy;302810]
Zu den Piraten - meiner Meinung nach hätte man sich mehr auf die "Kernkompetenzen" konzentrieren sollen.
[/QUOTE]
Sowas ist realistisch nie möglich. Denn bei einer Bundestagswahl wird ja nicht isoliert über ein einzelnes Thema abgestimmt. Eine Partei kann zwar diese oder jene "Kernkompetenz" haben, aber wenn sie erstmal im Bundestag sitzt, dann sitzt sie dort für 4 Jahre und in der Zeit wird über alle möglichen Dinge abgestimmt: Von der Wahl des Bundeskanzlers über die Haushaltspolitik bis zur Frage von Krieg & Frieden. Und da möchten die potentielle Wähler natürlich über die "Kernkompetenz" hinaus wissen, in welche generelle Richtung eine Partei tendiert.
Sowohl die Piraten als auch die Alternative für Deutschland sind zunächst als Ein-Punkt-Parteien entstanden ("Gegen Internet-Zensur!", bzw. "Raus aus dem Euro!") und haben sich gegen eine Links-Rechts-Einordnung gesträubt. Spätestens bei der Verabschiedung der Wahlprogramme kamen sie dann aber nicht mehr drum herum. Steuerpolitik, Sozialpolitik, Innenpolitik, Einwanderung ect. ... Journalisten und potentiellen Wähler wollten Antworten. Und da setzte sich dann eben bei den Piraten eine linksliberale Tendenz und bei der AfD eine konservative Tendenz durch.
Zu den Piraten - meiner Meinung nach hätte man sich mehr auf die "Kernkompetenzen" konzentrieren sollen.
[/QUOTE]
Sowas ist realistisch nie möglich. Denn bei einer Bundestagswahl wird ja nicht isoliert über ein einzelnes Thema abgestimmt. Eine Partei kann zwar diese oder jene "Kernkompetenz" haben, aber wenn sie erstmal im Bundestag sitzt, dann sitzt sie dort für 4 Jahre und in der Zeit wird über alle möglichen Dinge abgestimmt: Von der Wahl des Bundeskanzlers über die Haushaltspolitik bis zur Frage von Krieg & Frieden. Und da möchten die potentielle Wähler natürlich über die "Kernkompetenz" hinaus wissen, in welche generelle Richtung eine Partei tendiert.
Sowohl die Piraten als auch die Alternative für Deutschland sind zunächst als Ein-Punkt-Parteien entstanden ("Gegen Internet-Zensur!", bzw. "Raus aus dem Euro!") und haben sich gegen eine Links-Rechts-Einordnung gesträubt. Spätestens bei der Verabschiedung der Wahlprogramme kamen sie dann aber nicht mehr drum herum. Steuerpolitik, Sozialpolitik, Innenpolitik, Einwanderung ect. ... Journalisten und potentiellen Wähler wollten Antworten. Und da setzte sich dann eben bei den Piraten eine linksliberale Tendenz und bei der AfD eine konservative Tendenz durch.
Zuletzt geändert von Die Luftgitarre am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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AW: Und.... was w
So - ich habe eben mal die komplette Rede von Gysi heute im Bundestag gesehen - OTR ist Dein Freund
Die war IMO wirklich wichtig und inhaltlich sehr interessant. Ich neige ja nicht zu Verschwörungstheorien - aber heute Mittag in den Nachrichten (ZDF?) kam inhaltlich *keine* Silbe von Gysis brisanter Rede. Nur einer paar Worte Gysis zur Einleitung, die aber noch nichts zum Programm der Linken aussagte. Ein Nachrichtenbeitrag mit dem Tenor, dass es zwischen den Parteien eh kaum Kontroversen gäbe, und alles ganz ganz langweilig wäre.
Ich glaube nicht mehr an einen Zufall, dass inhaltliche Aussagen der Linken im TV nicht gerade auf dem Präsentierteller gebracht werden.
Sehr gerne würde ich Gysis Rede vom 3.9 mal hier verlinken - habe aber im Netz noch nichts gefunden. Kann jemand aushelfen?
Ich glaube nicht mehr an einen Zufall, dass inhaltliche Aussagen der Linken im TV nicht gerade auf dem Präsentierteller gebracht werden.
Sehr gerne würde ich Gysis Rede vom 3.9 mal hier verlinken - habe aber im Netz noch nichts gefunden. Kann jemand aushelfen?
Zuletzt geändert von Lutz am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Das "Internet" der 80er: https://www.youtube.com/watch?v=gnAAJ1FGudE
AW: Und.... was w
[QUOTE=Lutz;302856]Sehr gerne würde ich Gysis Rede vom 3.9 mal hier verlinken - habe aber im Netz noch nichts gefunden. Kann jemand aushelfen?[/QUOTE]
Da isse:
[video=youtube;XVYDs_apGvk]http://www.youtube.com/watch?v=XVYDs_ap ... e=youtu.be[/video]
Da isse:
[video=youtube;XVYDs_apGvk]http://www.youtube.com/watch?v=XVYDs_ap ... e=youtu.be[/video]
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Das "Internet" der 80er: https://www.youtube.com/watch?v=gnAAJ1FGudE
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SonnyB.
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AW: Und.... was w
Laut "Wahl-O-Mat" müsste ich die NPD oder pro Deutschland wählen
. Kommt mir aber gar nie und überhaupt nicht in die Tüte. Es werden wohl die Freien Wähler werden, wobei ich schon auch etwas mit der PARTEI liebäugle
.
Programm "Freie Wähler":
http://www.freiewaehler.eu/index.php?eI ... papier.pdf
Programm "Freie Wähler":
http://www.freiewaehler.eu/index.php?eI ... papier.pdf
Zuletzt geändert von SonnyB. am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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AW: Und.... was w
[QUOTE=SonnyB.;302861]wobei ich schon auch etwas mit der PARTEI liebäugle
.
[/QUOTE]
Gute Wahl!
[IMG]http://www.alice-dsl.net/lgoerke/pat.jpg[/IMG]
[IMG]http://www.alice-dsl.net/lgoerke/pt.jpg[/IMG]
Siehe auch hier
Ich brauch kein Wahlomat - ein wenig die Augen offenhalten, zuhören, und Brain 2.0 kann auch nicht schaden...
[/QUOTE]
Gute Wahl!
[IMG]http://www.alice-dsl.net/lgoerke/pat.jpg[/IMG]
[IMG]http://www.alice-dsl.net/lgoerke/pt.jpg[/IMG]
Siehe auch hier
Ich brauch kein Wahlomat - ein wenig die Augen offenhalten, zuhören, und Brain 2.0 kann auch nicht schaden...
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Die Luftgitarre
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[QUOTE=Lutz;302856]Ich neige ja nicht zu Verschwörungstheorien - aber heute Mittag in den Nachrichten (ZDF?) kam inhaltlich *keine* Silbe von Gysis brisanter Rede. Nur einer paar Worte Gysis zur Einleitung, die aber noch nichts zum Programm der Linken aussagte. Ein Nachrichtenbeitrag mit dem Tenor, dass es zwischen den Parteien eh kaum Kontroversen gäbe, und alles ganz ganz langweilig wäre.
Ich glaube nicht mehr an einen Zufall, dass inhaltliche Aussagen der Linken im TV nicht gerade auf dem Präsentierteller gebracht werden.[/QUOTE]
Die größte Medienaufmerksamkeit genoss die Linke im Bundestagswahlkampf 2005, als es aus Sicht der Wirtschafts- und Medienbosse erstmal darum ging, die CDU zurück an die Regierung zu bringen. Das Kalkül war, dass die Linke der SPD entscheidende Wählerstimmen wegnehmen würde, und so kam es ja auch. Mittlerweile will man die Linke aber wieder loswerden, weil sie gesellschaftliche Debatten losgetreten hat (Mindestlohn) und die SPD vor sich hertreibt. Also wurde wieder umgeschaltet auf Ignonieren und Ausblenden.
Ich glaube nicht mehr an einen Zufall, dass inhaltliche Aussagen der Linken im TV nicht gerade auf dem Präsentierteller gebracht werden.[/QUOTE]
Die größte Medienaufmerksamkeit genoss die Linke im Bundestagswahlkampf 2005, als es aus Sicht der Wirtschafts- und Medienbosse erstmal darum ging, die CDU zurück an die Regierung zu bringen. Das Kalkül war, dass die Linke der SPD entscheidende Wählerstimmen wegnehmen würde, und so kam es ja auch. Mittlerweile will man die Linke aber wieder loswerden, weil sie gesellschaftliche Debatten losgetreten hat (Mindestlohn) und die SPD vor sich hertreibt. Also wurde wieder umgeschaltet auf Ignonieren und Ausblenden.
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[QUOTE=Die Luftgitarre;302865]Mittlerweile will man die Linke aber wieder loswerden, weil sie gesellschaftliche Debatten losgetreten hat (Mindestlohn) und die SPD vor sich hertreibt. Also wurde wieder umgeschaltet auf Ignonieren und Ausblenden.[/QUOTE]
Tja, ob es nur ein Zufall ist, dass z.B. dieses wunderbar kurze (also für die Nachtrichten (vom Format her) passende) Statement *nicht* in den Nachrichten kam, sondern nur Gysis Smalltalk zu Beginn der Rede?
Tja, ob es nur ein Zufall ist, dass z.B. dieses wunderbar kurze (also für die Nachtrichten (vom Format her) passende) Statement *nicht* in den Nachrichten kam, sondern nur Gysis Smalltalk zu Beginn der Rede?
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[QUOTE=SonnyB.;302861]Laut "Wahl-O-Mat" müsste ich die NPD oder pro Deutschland wählen
. Kommt mir aber gar nie und überhaupt nicht in die Tüte. Es werden wohl die Freien Wähler werden, wobei ich schon auch etwas mit der PARTEI liebäugle
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[/QUOTE]
Mich hat es schon ein bisschen gewundert, dass mir dieses Ergebnis so deutlich erspart geblieben ist. Das nicht etwa weil ich mit diesen Parteien etwas anfangen könnte, sondern weil die etablierten Parteien dieses Thema im Grunde komplett aussparen. Wer aber nahe der ehemaligen Industriezentren und Arbeiterviertel wohnt, arbeitet oder aus anderen Gründen häufiger verkehrt, hat eben einen anderen Blick auf das was die Grünen als kulturelle Bereicherung loben. Es ist in einigen Städten so schlimm geworden, dass auch SPD-Lokalpolitiker schon klassische Forderungen der NPD aufstellen. Sie tun das nicht, weil sie plötzlich braun wären, sondern einfach weil sie die Augen vor der Realität nicht verschließen können. Siehe Buschkowskys letzte Wortmeldung zum Thema.
In kleineren Städten Deutschlands, auf dem Land oder den besseren Stadtteilen und Speckgürteln der Ballungsräume gibt es diese Probleme meistens nicht. Diese Menschen kennen nur ihren netten Gyros-Griechen, den "Dönermann", den Chinesen, den türkischen Gemüseladen, oft bestens integrierte Ärzte, Autoverkäufer etc. Dort sind oft Menschen die gerne grün-konservativ oder schwarz-konservativ wählen und sie stimmen aus ihrer Lebenswirklichkeit als gute Menschen mit ein, wenn man kritische Stimmen zu Integrationsproblemen als dumme, braune Parolen zu diskreditieren versucht.
Aber da wo Du wohnst und da wo ich häufig zu Gast bin, da sieht es anders aus. Da zeigt sich die hässliche Fratze der überhasteten EU-Erweiterung und dort zeigt sich auch, dass sich nicht jeder Mensch aus einer anderen Kultur, mit einem anderen Stellenwert von Religion oder sozusagen fast aus einer anderen Zeit, hier in Deutschland integrieren kann, will und vermeintlich nichtmal muss. Es gibt Parallelgesellschaften, extrem hohe Kriminalität einzelner Gruppen (ja sogar einzelner Familien und Wohnblocks, z. B. in Duisburg) etc. Und dieses Geschehen kennt zwar jeder vor Ort und kann es kaum ertragen dabei zuzusehen wie alles vor die Hunde geht. Die Bausubstanz geht kaputt, die Kriminalität nimmt genauso zu wie Müll und Schei... aus der Straße. Niemand spricht mehr die Landessprache, alle Läden sind fremdsprachig beschildert, die Immobilien der Anlieger sind nur noch einen Bruchteil wert. Alles verkommt und die Polizei kapituliert genauso wie die Politik wegschaut. Wer kann zieht weg, aber wer dort Eigentum hat schaut in die Röhre - auch weil er sich kaum noch vor die Tür traut.
Und trotzdem: Im großen und im kleinen Fernsehduell zwischen Merkel und Steinbrück und Gysi, Brüderle, Trittin, spielte das keine Rolle. Die Themen misslungener Integration, Asylmissbrauch, osteuropäische Banden und die direkt damit verbundene Kriminalität kamen nicht vor. Das hat mich schon ziemlich geärgert. Man überlässt das Thema komplett den Rattenfängern von NPD & Co. Noch sind anscheinend nicht genug Menschen betroffen. Aber wenn die etablierten Parteien ihre Ignoranz in einem evtl. kommenden wirtschaftlichen Abschwung beibehalten, kann sich das m. E. nur bitter rächen. Dann wird man irgendwann wieder jaulen, weil Rechte in Landtage einziehen und man wird wieder Anteilnahme heucheln, wenn irgendwo etwas passiert. Wahrscheinlich sind es dann aber nicht einfach nur Idioten und Mitläufer, sondern ehemals völlig unbescholtene Anwohner, die sich vom Staat alleingelassen, um ihren Lebensabend und ihre Altersvorsorge geprellt fühlen.
[/QUOTE]
Mich hat es schon ein bisschen gewundert, dass mir dieses Ergebnis so deutlich erspart geblieben ist. Das nicht etwa weil ich mit diesen Parteien etwas anfangen könnte, sondern weil die etablierten Parteien dieses Thema im Grunde komplett aussparen. Wer aber nahe der ehemaligen Industriezentren und Arbeiterviertel wohnt, arbeitet oder aus anderen Gründen häufiger verkehrt, hat eben einen anderen Blick auf das was die Grünen als kulturelle Bereicherung loben. Es ist in einigen Städten so schlimm geworden, dass auch SPD-Lokalpolitiker schon klassische Forderungen der NPD aufstellen. Sie tun das nicht, weil sie plötzlich braun wären, sondern einfach weil sie die Augen vor der Realität nicht verschließen können. Siehe Buschkowskys letzte Wortmeldung zum Thema.
In kleineren Städten Deutschlands, auf dem Land oder den besseren Stadtteilen und Speckgürteln der Ballungsräume gibt es diese Probleme meistens nicht. Diese Menschen kennen nur ihren netten Gyros-Griechen, den "Dönermann", den Chinesen, den türkischen Gemüseladen, oft bestens integrierte Ärzte, Autoverkäufer etc. Dort sind oft Menschen die gerne grün-konservativ oder schwarz-konservativ wählen und sie stimmen aus ihrer Lebenswirklichkeit als gute Menschen mit ein, wenn man kritische Stimmen zu Integrationsproblemen als dumme, braune Parolen zu diskreditieren versucht.
Aber da wo Du wohnst und da wo ich häufig zu Gast bin, da sieht es anders aus. Da zeigt sich die hässliche Fratze der überhasteten EU-Erweiterung und dort zeigt sich auch, dass sich nicht jeder Mensch aus einer anderen Kultur, mit einem anderen Stellenwert von Religion oder sozusagen fast aus einer anderen Zeit, hier in Deutschland integrieren kann, will und vermeintlich nichtmal muss. Es gibt Parallelgesellschaften, extrem hohe Kriminalität einzelner Gruppen (ja sogar einzelner Familien und Wohnblocks, z. B. in Duisburg) etc. Und dieses Geschehen kennt zwar jeder vor Ort und kann es kaum ertragen dabei zuzusehen wie alles vor die Hunde geht. Die Bausubstanz geht kaputt, die Kriminalität nimmt genauso zu wie Müll und Schei... aus der Straße. Niemand spricht mehr die Landessprache, alle Läden sind fremdsprachig beschildert, die Immobilien der Anlieger sind nur noch einen Bruchteil wert. Alles verkommt und die Polizei kapituliert genauso wie die Politik wegschaut. Wer kann zieht weg, aber wer dort Eigentum hat schaut in die Röhre - auch weil er sich kaum noch vor die Tür traut.
Und trotzdem: Im großen und im kleinen Fernsehduell zwischen Merkel und Steinbrück und Gysi, Brüderle, Trittin, spielte das keine Rolle. Die Themen misslungener Integration, Asylmissbrauch, osteuropäische Banden und die direkt damit verbundene Kriminalität kamen nicht vor. Das hat mich schon ziemlich geärgert. Man überlässt das Thema komplett den Rattenfängern von NPD & Co. Noch sind anscheinend nicht genug Menschen betroffen. Aber wenn die etablierten Parteien ihre Ignoranz in einem evtl. kommenden wirtschaftlichen Abschwung beibehalten, kann sich das m. E. nur bitter rächen. Dann wird man irgendwann wieder jaulen, weil Rechte in Landtage einziehen und man wird wieder Anteilnahme heucheln, wenn irgendwo etwas passiert. Wahrscheinlich sind es dann aber nicht einfach nur Idioten und Mitläufer, sondern ehemals völlig unbescholtene Anwohner, die sich vom Staat alleingelassen, um ihren Lebensabend und ihre Altersvorsorge geprellt fühlen.
Zuletzt geändert von PostMortem am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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Die Luftgitarre
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- Registriert: Mi Okt 09, 2002 12:59 pm
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AW: Und.... was w
[QUOTE=PostMortem;302869] Wer aber nahe der ehemaligen Industriezentren und Arbeiterviertel wohnt, arbeitet oder aus anderen Gründen häufiger verkehrt, hat eben einen anderen Blick auf das was die Grünen als kulturelle Bereicherung loben. Es ist in einigen Städten so schlimm geworden, dass auch SPD-Lokalpolitiker schon klassische Forderungen der NPD aufstellen. Sie tun das nicht, weil sie plötzlich braun wären, sondern einfach weil sie die Augen vor der Realität nicht verschließen können. [...] In kleineren Städten Deutschlands, auf dem Land oder den besseren Stadtteilen und Speckgürteln der Ballungsräume gibt es diese Probleme meistens nicht. Diese Menschen kennen nur ihren netten Gyros-Griechen, den "Dönermann", den Chinesen, den türkischen Gemüseladen, oft bestens integrierte Ärzte, Autoverkäufer etc. Dort sind oft Menschen die gerne grün-konservativ oder schwarz-konservativ wählen und sie stimmen aus ihrer Lebenswirklichkeit als gute Menschen mit ein, wenn man kritische Stimmen zu Integrationsproblemen als dumme, braune Parolen zu diskreditieren versucht. [/QUOTE]
Bisherigen Wahlergebnissen zufolge wird das Integrationsproblem v. a. dort am drückensten empfunden, wo es gar keine Zuwanderer gibt: in den Dörfern! Dort hat jedenfalls die NPD immer ihre besten Wahlgebnisse. Dort spukt sozusagen eine "gefühlte" Zuwanderung durch die Köpfe vieler Dorfbewohner und lässt sie glauben, dass die Ausländer, obgleich im Dorf nirgends zu sehen, irgendwie schuld sind, am Wegzug der Unternehmen und an der Ausdünnung der dörflichen Infrastruktur ...
In den Arbeitervierteln der Großstädte, in denen es reale Zuwanderung gab und gibt, konnte die NPD zu ihrer eigenen Verwunderung früher nie richtig punkten und heute noch weniger. Der Grund: In diesen Viertel gibt es zwar (wie schon immer in Unterschichtswohngegenden) eine höhere Straßenkriminalität, aber die ethnischen Linien haben sich im Alltag oft schon verwischt. Es gibt gemischte Partnerschaften, Schüler mit gemischter Abstammung, gemischte Jugendgangs. Durch den persönlichen Kontakt werden Leute stärker als Indivduen wahrgenommen: Mit Achmed kommt man gut klar, aber mit Ali überhaupt nicht usw. Und politisch regen sich die Anwohner bisweilen über dieselben Dinge auf. Krisenviertel Hamburg-Wilhelmsburg: Einstürzende Neubauträume - SPIEGEL ONLINE
Bisherigen Wahlergebnissen zufolge wird das Integrationsproblem v. a. dort am drückensten empfunden, wo es gar keine Zuwanderer gibt: in den Dörfern! Dort hat jedenfalls die NPD immer ihre besten Wahlgebnisse. Dort spukt sozusagen eine "gefühlte" Zuwanderung durch die Köpfe vieler Dorfbewohner und lässt sie glauben, dass die Ausländer, obgleich im Dorf nirgends zu sehen, irgendwie schuld sind, am Wegzug der Unternehmen und an der Ausdünnung der dörflichen Infrastruktur ...
In den Arbeitervierteln der Großstädte, in denen es reale Zuwanderung gab und gibt, konnte die NPD zu ihrer eigenen Verwunderung früher nie richtig punkten und heute noch weniger. Der Grund: In diesen Viertel gibt es zwar (wie schon immer in Unterschichtswohngegenden) eine höhere Straßenkriminalität, aber die ethnischen Linien haben sich im Alltag oft schon verwischt. Es gibt gemischte Partnerschaften, Schüler mit gemischter Abstammung, gemischte Jugendgangs. Durch den persönlichen Kontakt werden Leute stärker als Indivduen wahrgenommen: Mit Achmed kommt man gut klar, aber mit Ali überhaupt nicht usw. Und politisch regen sich die Anwohner bisweilen über dieselben Dinge auf. Krisenviertel Hamburg-Wilhelmsburg: Einstürzende Neubauträume - SPIEGEL ONLINE
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