[QUOTE=PostMortem;302883]Aber was zeigt das? Das zeigt doch nur, dass Leute die wirklich von Integrationsproblemen betroffen sind eben keine dummen, braunen Schäfchen werden und NPD wählen, sondern sie erwarten echte Lösungen von demokratischen Parteien. Die bleiben ihnen aber weitestgehend versagt, weil sich niemand an dem Thema die Finger verbrennen will. Erst wenn das ausbleibt, kann sich der Frust auch in einer rechten Protestwahl äußern.
Was die Medien und manche 68er-gefärbte Sozial-Theoretiker sich zu diesen Themen verallgemeinernd aus den Fingern saugen, hat doch mit der Realität in vielen Stadtteilen westdeutscher Großstädte nur leider nichts mehr zu tun. Was wirklich abgeht liest man nicht im Spiegel. Da verwischt und vermischt sich nichts, überhaupt nichts. Wer es sich leisten konnte, ist auch als bessergestellter Migrant längst von dort weggezogen. Mit der Realität dort hat zu tun, dass selbst meine iranische Friseurin (schlimmer und drastischer als jede NPD es legal dürfte), auf die verschleierten, unselbstständigen türkischen Mütter ohne deutsche Sprachkenntnisse eindrischt, weil sie durch die ganze Verallgemeinerung in Sachen "Bürger mit Migrationshintergrund" mit dafür bluten muss, dass Teile der Bevölkerung sich ganz selbstverständlich nicht integrieren und den Staat nicht anerkennen.
Auch Migranten haben mittlerweile ein Interesse daran, dass nicht mehr alle in einen Topf geschmissen werden, sondern sinnvoll unterschieden wird wer sich integriert und wer die Integration verweigert oder gar kriminell/gefährlich wird. Und es hat ja noch ganz andere Auswirkungen, die diese einfache links-alternative Rechnung "haben wir viele Migranten, geht von Deutschland nie wieder Krieg aus" ad absurdum führen:
Islamisten in Syrien: Deutsche sind an Ermordung syrischer Christen beteiligt - Syrien - FOCUS Online - Nachrichten. Na prima, sowas will man lesen! Das ist die Spitze des Eisbergs, der sich auf dem Bodensatz völlig entfremdeter Stadteile westdeutscher Städte (Duisburg, Dortmund etc.) in den Parallelgesellschaften entwickelt hat. Und wem das zu abgehoben ist: Selbst in den guten Stadtteilen Düsseldorfs werden mittlerweile ältere Damen direkt am Bankautomaten beraubt. Und wenn die Täter immer wieder Ausländer mit Wohnsitz in bestimmten Wohnblöcken Dusiburgs sind (das sagt die Polizei, nicht die NPD), dann gibt es offenbar ein Problem mit gewissen ausländischen Bürgern gewisser Herkunft, die gezielt zu uns kommen weil es sich in Deutschland von Kriminalität immernoch besser Leben lässt als in ihrer Heimat. Da bringt alles verallgemeinern nichts und man darf es auch niemandem übel nehmen, wenn man die Märchen nicht glaubt, dass wir ausgerechnet diese Art der Zuwanderung brauchen um nicht zu überaltern.
Bei diesen Fehlentwicklungen gibt es durchaus dringenden Handlungsbedarf und wenig Gründe irgendwas schönzureden oder lediglich auf Positivbeispiele zu verweisen. Das macht die Fehlentwicklungen an anderer Stelle ja leider noch nicht wett. Und wer kümmert sich drum? Kleine Lokal-Bürgermeister, die als letztes politisches Glied in der Kette nichts mehr schönreden können und ihren Kuschel-Parteien mit der Realität in den Rücken fallen müssen... Oder lügen die Buschkowskys in diesem Lande?[/QUOTE]
Die traurigerweise definitiv richtigen Inhalte dieser Zeilen sind mir auch schon aufgefallen. In meinem Bekanntenkreis habe ich auch einen syrischen Christen, der mit abgeschlossenem Hochschulstudium und damit verbundenem Beruf bestens integriert ist. Wenn der zum Schimpfen über die nicht integrierbaren Migranten anfängt, dann ist dies definitiv nicht mehr druckreif. Und am meisten regt er sich darüber auf, dass er ebenfalls mit dieser Art von Migranten in einen Topf geworfen wird.
Oder folgendes Beispiel: Erst vorgestern war ich in meiner Kleinstadt in der Nähe von Augsburg einen Döner essen und habe mich im Lokal (da ich eine Tellerportion hatte und eben nicht nur einen Döner auf die Hand) mit dem Betreiber, den ich ein wenig kenne, unterhalten. Wie es der Zufall wollte, kamen ein paar Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Laden, lautstark Musik aus dem Smartphone donnernd, Baseballcap auf und pöbelten ein wenig rum, weil Ihnen die Warteschlange zu lange war. Der Betreiber war total grantig, rief irgendwas auf Türkisch und die drei Jugendlichen verließen recht schnell den Laden. Auf die Frage, was er gesagt hatte, meinte er auch, dass es gar nicht gehen würde, Kundschaft oder Personal wegen Warteschlangen auf Türkisch unflätig zu beleidigen und dass er mit solchem "Proll" nichts zu tun haben wollte. In beiden Fallen handelte es sich um Türken - im ersten Fall eben um den Imbissbetreiber, der gut integriert ist und weiß, dass er auf guten Kundenkontakt angewiesen ist, im zweiten Fall um junge testosterongesteuerte männliche türkische Unterschicht leider ohne Benehmen, die eben einen auf "dicke Hose" machen wollte.
Leider kann ich auch das mit der Kriminalität bestätigen. Als Jugendschöffe ist mir wirklich aufgefallen, wie hoch der Anteil an Migranten ist und dass es sich dabei eben leider genauso um Leute handelt, die keine vernünftige Schulbildung haben und bereits schon im Grundschulalter gegenüber den zumeist weiblichen Lehrkräften negativ aufgefallen sind (getreu dem Motto: Ich werde mal Mann und von dir als Frau lasse ich mir gar nichts sagen).
Ich befürchte leider auch, dass - wenn die etablierten Parteien das Thema der oftmals gescheiterten Integration von Migranten bzw. der Parallelgesellschaften und der damit verbundenen Kriminalität nicht bald ernst nehmen und oftmals nur noch den rechten Randparteien überlassen, NPD und Co. wieder salonfähig werden und das möchte ich wirklich nicht.