Kritik von Kinofilmen

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Veja
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Beitrag von Veja »

Zuletzt gesehen habe ich "Same same but different". Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und handelt in groben Zügen davon, daß sich ein deutscher Junge in ein Mädchen aus Kambodscha verliebt. Sie ist Prostituierte und im Verlauf des Films stellt sich heraus, daß sie AIDS hat. Gegen Ende muß er sich für ein Leben entscheiden, entweder ein sicheres langweiliges Leben in Deutschland oder er lässt sich auf das Leben mit ihr ein.

Der Film hatte zwar Potential, das wurde aber überhaupt nicht ausgeschöpft. Über weite Strecken war der Film einfach nur langweilig. Und zudem gehört der Hauptdarsteller David Kross zur Zeit wohl zu den am meisten überschätzten Jungschauspielern. Für mein Empfinden kann der Junge jedenfalls überhaupt nicht schauspielern, immer das gleiche Standardgesicht aufgesetzt und Emotionen kommen da überhaupt nicht rüber. Das war bei "Krabat" so, das war bei "Der Vorleser" so (da konnte er aber zum Glück nicht so viel Schaden anrichten, da Kate Winslet vieles ausgleichen konnte) und das war auch in diesem Film so. Ich werde mir jedenfalls keinen weiteren Film ansehen, in dem David Kross eine größere Rolle spielt.
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Torsten
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Beitrag von Torsten »

[quote=Veja;273507]Und zudem gehört der Hauptdarsteller David Kross zur Zeit wohl zu den am meisten überschätzten Jungschauspielern.[/quote]
Deutsche "Jungschauspieler" werden sowieso viel zu oft viel zu schnell viel zu sehr gefeiert. Außerdem stören mich vor allem bei den männlichen Darstellern ihre meist charismafreien Milchgesichter, dieser David Kross hat mich im "Vorleser" schon deshalb genervt. Allerdings fand ich den Film ohnehin nicht so dolle, weil er seine zentralen Themen viel zu oberflächlich abhandelt. Einzig die wie immer göttliche Kate Winslet hat den Streifen für mich halbwegs erträglich gemacht.
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musicola
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Beitrag von musicola »

Wie findet Ihr eigentlich Inglourious Basterds?

Hab den Film letzte Woche gesehen und bin begeistert.

Meine Lieblingszene:

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=381v-9SlwV0"]YouTube - Inglourious Basterds BINGO/in german!!!![/ame]


:rofl5:
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musicola
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Beitrag von musicola »

Hab mir heute mit einem Kumpel das Remake Kampf der Titanen (2D-Version) angesehen. Kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber auf jeden Fall gutes, unterhaltsames Popcorn-Kino. An einer Stelle wird sogar ganz kurz ein "Darsteller" des Originals von 1981 gezeigt! :D
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bubu
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Beitrag von bubu »

[QUOTE=musicola;274060]Wie findet Ihr eigentlich Inglourious Basterds?

Hab den Film letzte Woche gesehen und bin begeistert.

Meine Lieblingszene:

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=381v-9SlwV0"]YouTube - Inglourious Basterds BINGO/in german!!!![/ame]


:rofl5:[/QUOTE]

Super fand ich den. Meine Lieblingsszene: "Arrevederci". Übrigens ist "Inglorious Basterds" ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man einen Film mit deutscher Synchronisation verhunzen kann.

Zur Zeit freu ich mich auf "Moon" und "Inception". "Avatar" fand ich prima Hollywood-Unterhaltung - es ist halt "Der mit dem Wolf tanzt" in Blau. Ein wesentlich intelligenterer Sci-Fi-Film war "District 9", kann mich also der Kritik weiter oben nicht anschließen, um Gegenteil, der war richtig schön unkonventionell. Unkonventionell war zwar auch "Splice", aber er ist schon ein wenig eklig der Film. Kann ich nicht unbedingt empfehlen.

Ein schöner deutscher Film ist "Vincent will Meer", hab ich neulich gesehen - endlich mal nicht die üblichen Gesichter, und selbst das eine - Heino Ferch - liefert eine reife Leistung ab. Obwohl ich den eigentlich nicht mehr sehen kann....
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musicola
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Beitrag von musicola »

Auf Inception bin ich auch schon sehr gespannt :trippel: und District 9 steht schon länger auf meiner Wantlist! :)
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bubu
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Beitrag von bubu »

So, "Inception" gesehen. Fazit: Ist ein guter Film, aber richtig begeistert war ich auch nicht.

Soviel sei mal verraten: Es geht darum, sich in anderer Leute Träume einschleusen zu können, um auf diese Weise wichtigen Leuten Ideen und Geheimnisse entreißen zu können, oder ihnen Ideen einzupflanzen.

Faszinierende Idee, nur wurde sie irgendwie zu wenig ausgearbeitet. Der Film hält sich gar nicht mit der Sci-Fi auf und geht voll auf die Psycho-Ebene und das aber für meinen Geschmack ein wenig zu doll. Auch haben mich die vielen Action-Szenen genervt, ein ruhigerer Film hätte mich viel mehr fasziniert. Die Geschichte ist sehr kompliziert, aber dann auch wieder so verpuzzelt, dass man danach unbedingt das Bedürfnis hat, mit anderen drüber zu diskutieren, weil wieder jeder den Film anders verstanden hat.

Er erinnert ein wenig an "Matrix" und "Dark City" und auch an "Memento", einen der früheren Filme von Christopher Nolan. Wer solche "Mindfuck"-Filme mag, sollte ihn sich ansehen.
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waschbaer
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Beitrag von waschbaer »

[QUOTE=bubu;277189]So, "Inception" gesehen. Fazit: Ist ein guter Film, aber richtig begeistert war ich auch nicht.

Soviel sei mal verraten: Es geht darum, sich in anderer Leute Träume einschleusen zu können, um auf diese Weise wichtigen Leuten Ideen und Geheimnisse entreißen zu können, oder ihnen Ideen einzupflanzen.

Faszinierende Idee, nur wurde sie irgendwie zu wenig ausgearbeitet. Der Film hält sich gar nicht mit der Sci-Fi auf und geht voll auf die Psycho-Ebene und das aber für meinen Geschmack ein wenig zu doll. Auch haben mich die vielen Action-Szenen genervt, ein ruhigerer Film hätte mich viel mehr fasziniert. Die Geschichte ist sehr kompliziert, aber dann auch wieder so verpuzzelt, dass man danach unbedingt das Bedürfnis hat, mit anderen drüber zu diskutieren, weil wieder jeder den Film anders verstanden hat.

Er erinnert ein wenig an "Matrix" und "Dark City" und auch an "Memento", einen der früheren Filme von Christopher Nolan. Wer solche "Mindfuck"-Filme mag, sollte ihn sich ansehen.[/QUOTE]

Dies kann ich so voll und ganz unterschreiben. Sicherlich einer der besseren Filme, die ich in diesem Jahr bislang gesehen habe, aber den ganzen Hype um den Film verstehe ich nicht. Und wie er nach ca. 35 000 Bewertungen in der imdb auf Platz 3 der besten Filme aller Zeiten sein kann, ist mir auch ein Rätsel.

Sehr angenehm empfand ich Leonardo di Caprio, der mir seit Blood Diamond in vielen Rollen immer besser gefällt. Dasselbe gilt auch für Ellen Page in der Rolle der Ariadne, die mir deutlich besser gefällt als in ihrer Rolle als 16-jährige Schwangere in Juno.

Richtig genervt hat mich oftmals die "Wackelkameraführung". Diese absolute Unart haben aber momentan leider fast alle Regisseure. Auch finde ich die Schlussszene zu "offen". Aber das ist wohl Absicht.
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Pepper-Horst
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Beitrag von Pepper-Horst »

Prima, dass ich das hier lese. Dann kann ich ja morgen relativ unbesorgt ins Kino gehen und Inception schauen. War auch schon etwas irritiert, habe die Bewertungen und Lobeshymnen gelesen und mir meinen Teil gedacht (Avatar - "bester Film aller Zeiten". Na ja. Hat seine Daseinsberechtigung, leider hat man gerade das Ende viel zu sehr verpfuscht, als dass sich der Film bei mir länger als eine Woche als Gesprächsthema hätte halten können). Stehe nicht so wirklich auf Sci-Fi, allerdings hat mir Matrix damals gut gefallen, sobald eine Story schlüssig und stringent daherkommt, die Effekte nicht alles verderben, bin ich auch dafür zu haben.

Meine Lieblingsszene aus Inglourious Basterds ist ganz klar die "Kaugummi-Szene" mit Adolf Hitler in der Theaterloge. Ist einer der wenigen Filme von Tarantino, die ich nur einmal gesehen habe, sollte ich mal nachholen. Ist natürlich ganz schön strange, der Streifen, und ein Versuch in jedem Falle wert. Ich mag allerdings die Tarantino-Filme aus seinen Anfangsjahren sehr viel lieber, dieses Kleinkriminelle und die 08/15-Frühstückslokale, die er uns auf den Bildschirm zaubert - sagenhaft. Er sollte mal wieder in die Ecke "Milieustudie" abdriften. Pulp Fiction, Reservoir Dogs und auch Jacky Brown (Umsetzung) sowie Death Proof, gehören da zu meinen absoluten Top-Filmen. Kill Bill hat mir nicht geallen. Wieso auch immer.

Ist ein Regisseur, von dem ich mir eigentlich jeden Streifen sofort anschaue. Genauso wie auf dt. Seite Andreas Dresen. Kann mir einer von ihm "Nachtgestalten" empfehlen? Den habe ich nämlich noch nicht gesehen, am Samstag war ich in der Videothek und habe nachgefragt - nüscht da. Oder lohnt es sich, den irgendwo günstig zu kaufen? Alles was man von ihm kennt, ist sehr schön anzuschauen. Vor ein paar Wochen habe ich "Halbe Treppe" gesehen, absolut zu empfehlen. Spielt in Frankfurt/Oder, mit einem sensationellen Axel Prahl u.a. in der Hauptrolle. Eigentlich passiert gar nicht viel, aber Kulisse und Darsteller überzeugen derart, dass dieser Film sich in meiner Hitliste ganz weit vorne positioniert.

Vor zwei Jahren oder so, habe ich mir mal in den Sinn gesetzt, meine Parkcoins in den Parkhäusern von einschlägigen Elektronikfachmärkten in Form eines DVD-Kaufs zu vergüten. Meine kleine DVD-Sammlung ist so kontinuierlich gewachsen. Sie ist immer noch nicht sehr groß, aber diese Tradition gefällt mir. Vor ca. zwei Wochen habe ich meinen Coin mit "Schultze gets the blues" vergüten lassen. Hier passiert fast noch weniger als bei "Halbe Treppe", der Film gefällt mir aber fast genauso gut. Es wird das Alltagsleben in einem brandenburgischen Dorf nach der Pension dreier Bergmänner gezeigt. Der Hauptdarsteller - Horst Krause, grandios! - entdeckt neue musikalische Töne für sich und unternimmt eine Reise nach Texas, auf der er Reißaus nimmt. Interessantes Ende. Bei solchen Filmen lohnt es sich, dann auch mal 6,- € auszugeben ;-).
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Bohemian
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Beitrag von Bohemian »

Nochmal zu Inception:

[Edit: Achtung Spoiler]

Ich find ihn gut. Doch trotzdem hatte ich mir etwas krasseres versprochen (bzgl. der Abstimmung bei imdb als bester Film aller Zeiten und Nolans Meister-Meister-Meisterwerk) - da wäre noch mehr gegangen. Allein schon die Idee die eingepflanzt werden sollte, war echt lahm, da hätte ich mir wirklich mehr Fantasie gewünscht. Total unnötig und unwichtig fand ich auch die Bond - True Lies Gedächtnisszenen im Schnee. Die hat viel kaputt gemacht in Sachen Stimmung und Atmosphäre. Handwerklich gesehen, war der Film m.E. auch nur durchschnittlich.
Geflasht hat mich natürlich die Kreiselszene zum Schluss. Leicht unbefriedigt, was das Ende betrifft, habe ich mich gleich an die Recherche gemacht. Irgendein Typ behauptet im Netz, dass es KEIN Traum war, weil Leo in den Traumszenen immer einen Ehering trägt und in der Realität nicht. So auch in der letzten Szene. Damit wäre dieses Geheimnis also auch gelüftet.
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