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waschbaer postete
Nachdem ich mit dem Schweizer Rechtssystem nicht so bewandert bin, mal die Frage an dich: Heißt das, dass ihr sozusagen 26 verschiedene Rechtssprechungen diesbezüglich habt oder gibt es da auch ein Bundesgesetz? Und wenn ich es recht verstanden habe, gilt dann Zug wohl eher als konservativ diesbezüglich (was auch meine Meinung wäre).

[/quote]Es gibt
ein nationales Betäubungsmittelgesetz, dessen Vollzug den Kantonen, tatsächlich 26 an der Zahl, obliegt, welche dabei auch über einen gewissen Ermessensspielraum verfügen.
Da ich fast ausschliesslich nur zu Hause "rauche", kann ich zwar nicht aus eigener Erfahrung sprechen, gehe aber davon aus, dass in meinem, wie erwähnt bislang als "liberal" geltenden, Wohnkanton niemand, der beispielsweise mit einer kleinen, offensichtlich für den Eigengebrauch bestimmten Menge erwischt wird, deswegen rechtliche Schritte zu befürchten hat, sondern, höchstens, den Stoff vor den Augen der Gesetzeshüter entsorgen muss (wenn diese ihn nicht gleich selber einpacken ...

)
In anderen Kantonen aber könnte die Praxis tatsächlich strenger sein, wobei es mich nicht wundern würde, zählte der genannte,als konservativ geltende Kanton Zug dazu.
Herumliegende
"Spritzen" dagegen, welche bekanntlicherweise nicht für´s Kiffen verwendet werden, dürften, wenn überhaupt, nur an wenigen öffentlichen Orten, etwa bei Heroinabgabestellen, und auch dort nur für kurze Zeit, bis zum nächsten Durchgang der Stadtreinigung, toleriert werden.
Die "krassen", damals für internationales Aufsehen sorgenden Verhältnisse am berüchtigten
Zürcher Platzspitz, wo sich in einem Park, vom Staate toleriert, eine so genannt
"offene Drogenszene" entwickelt hatte, gehören, seit einer rigorosen Räumungsaktion von vor einigen Jahren der Vergangenheit an. Weitere entsprechende Entwicklungen dürften in der ganzen Schweiz im Keime erstickt werden.
Grundsätzlich ist zur Thematik "Kiffen" von meiner Seite zu sagen, dass ich mir nur abends, oder nachts, meist vor der Kiste, einen "reinziehe", ganz gemütlich zur Entspannung, vergleichbar, wohl auch in der berauschenden Wirkung, dem legendären Glas Wein, welches sich viele Leute völlig unbehelligt, gesellschaftlich adäquat sozusagen, genehmigen. Ich selber mag Wein nicht besonders und trinke im Übrigen überhaupt nur wenig Alkohol, wobei ich das allmähliche Abdriften in eine andere, etwas "höher gelegene" Sphäre, lieber Zug um Zug an einem kleinen Glimmstängel erlebe als dadurch, aus einem harten Glasbehälter oder spröden Plastikbecher eine oftmals übel schmeckende Flüssigkeit zu nuckeln....
Was mich persönlich davon abhält, häufiger zu kiffen, als ich jetzt tue, ist die Angst, es könnte meine Denkleistung nachhaltig beeinträchtigen und/oder, wahrscheinlich schleichend und insofern zunächst unbemerkt, Persönlichkeitsveränderungen in mir auslösen, etwa eine zunehmende Gleichgültigkeit.
Ich bin jedenfalls froh, in jungen Jahren, während meiner körperlichen und sozialen Entwicklung, noch nicht mal gewusst zu haben, was ein Joint ist - habe ziemlich spät mit dem Konsum angefangen -, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es jungen Leuten gut bekommt, Hanf in grösseren Mengen zu konsumieren. Klassen, in denen sich bekiffte, zum Unterricht schlicht nicht mehr befähigte Schüler tummeln, soll´s ja heutzutage auch schon geben.
Aufgrund eines drohenden Konsumanstiegs bei Jugendlichen und sogar Kindern sehe ich auch die Legalisierungsdebatte, unabhängig von meinem persönlichen Interesse an der Beschaffbarkeit, mit gemischten Gefühlen...