Verfasst: Mo Aug 23, 2004 11:10 pm
Hallo!
Bei einem Besuch in der Wohnung meiner Eltern sind mir wieder einmal ein paar meiner alten "Hobby"-Hefte in die Hände gefallen. Erinnert sich noch jemand ans "Hobby-Magazin der Technik"?
Mein erstes Exemplar ist mir in den frühen 80-er-Jahren in einem kleinen Geschäft in einem kleinen Ort in Niederösterreich in die Hände gefallen - es war ein langer Sommer, der Lesestoff war mir ausgegangen, und das Wandern, eine wesentliche Beschäftigung meiner Eltern, war damals so gar nicht mein Fall.
Ich habe die Zeitschrift -sie erschien monatlich- in der Folge öfter gekauft, und irgendwann bekam ich von meinen Eltern auch ein Abonnement. Dieses bestand jahrelang bis zur Einstellung der Zeitschrift, die wohl so um 1993 herum stattgefunden haben muss. Irgendwann sandte mir der Verlag dann statt "Hobby" das Magazin "PM" zu - von der Begründung im Begleitbrief habe ich noch ein paar Worte im Kopf: "...seit längerem die wirtschaftliche Grundlage fehlt..." PM habe ich eine Zeitlang gelesen (in den 80-ern gab es auch ein PM-Computermagazin, aber das war eine gesonderte Zeitschrift), dann aber nach einiger Zeit das Abonnement auslaufen lassen.
"Hobby" brachte Artikel zu den unterschiedlichsten technischen Themen, von Berichten über interessante Geräte und Entwicklungen der Unterhaltungselektronik oder der Fotografie bis hin zu ganz allgemeinen Fragen wie der Zukunft der Energiegewinnung oder des Fernsehens. Mir selbst haben immer die konkreten Artikel am besten gefallen; zum Beispiel erinnere ich mich an einen Testbericht über Radiorekorder, der relativ kurz nach dem Kauf meines Philips D8514 erschienen war. Philips war in dem Bericht nicht vertreten, aber zwei andere interessante Geräte: Ein Grundig, der aus dem Bericht als Testsieger hervorgegangen ist, und ein Hitachi, den wir auch in der Schule hatten und der im Test Zweitplatzierter war.
Einer der Hobby-Autoren muss auch ein ziemliches Faible für Waffentechnik gehabt haben, denn es gab auch oft Berichte über Kampfflugzeuge. Die haben mich immer wieder etwas in Gewissensnot gebracht: Einerseits war ich natürlich Antimilitarist (das gehörte damals auch zum guten Ton), andererseits konnte ich mich der Faszination der technischen Werte aber doch nicht ganz entziehen. ;-)
Irgendwann so mit 14, 15, 16, 17 -ich weiß es nicht mehr genau- sind mir dann auf einem Flohmarkt etliche "Hobby"-Exemplare aus den 60-er-Jahren in die Hände gefallen. An sich las und lese ich nicht sehr viel Antiquarisches, aber diese Häfte haben damals eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt.
Inzwischen (soeben) habe ich mir "ergoogelt", dass die Geschichte von "Hobby" sogar noch weiter in die Vergangenheit, in die 50-er-Jahre zurückreicht. Dazu habe ich eine recht lesenswerte URL zu diesem Thema gefunden. Zu meiner Zeit -und auch in den paar 60-er-Jahre-Heften, die ich gelesen habe- war der Stil allerdings nicht mehr so extrem, wie in diesem Artikel moniert.
Naja, Technik ist wohl irgendwann unmodern geworden, vermutlich im Zuge der ökologischen Bewegung der 80-er-Jahre und besiegelt mit Unfall in Tschernobyl. Die Menschen haben sich dann zu Recht anderen Dingen zugewandt. Die Technikbegeisterung, so noch vorhanden, hat sich zu meiner Blütezeit auf den aufkeimenden Computersektor verlagert und dort kanalisiert. Eine Computerzeitschrift war "Hobby" allerdings nicht und wollte es auch nicht sein - vielleicht hätte sich mit stärkerer Computerlastigkeit die wirtschaftliche Grundlage ein paar Jahre länger halten lassen - auch wenn meine Computerzeitschrift-Ikonen der 80-er Jahre -Happy Computer, MSX-Journal, XEST, ST Computer, ST Magazin, Chip, ct und wie sie alle hießen- inzwischen ebenfalls längst nicht mehr existieren oder an Niveau oder auch Neuigkeitswert verloren haben.
Von der obigen URL abgesehen, habe ich bemerkenswert wenig unter dem Stichwort "Hobby-Magazin der Technik" im Internet gefunden - nur Online-Auktionen und -Antiquariate, aber keine Erinnerungen, Inhalte odgl. Das ist eigentlich relativ bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Zeitschrift immerhin vier Jahrzehnte lang erschienen ist. Ein Online-Archiv zumindest der letzten Jahrgänge, die bestimmt schon in EDV-Form hergestellt worden sind, wäre für den Verlag sicher machbar und für mich sehr interessant, wird aber sicher nur ein Wunschtraum bleiben, weil das Interesse wohl doch viel zu gering ist.
Viele Grüße,
Christian
Bei einem Besuch in der Wohnung meiner Eltern sind mir wieder einmal ein paar meiner alten "Hobby"-Hefte in die Hände gefallen. Erinnert sich noch jemand ans "Hobby-Magazin der Technik"?
Mein erstes Exemplar ist mir in den frühen 80-er-Jahren in einem kleinen Geschäft in einem kleinen Ort in Niederösterreich in die Hände gefallen - es war ein langer Sommer, der Lesestoff war mir ausgegangen, und das Wandern, eine wesentliche Beschäftigung meiner Eltern, war damals so gar nicht mein Fall.
Ich habe die Zeitschrift -sie erschien monatlich- in der Folge öfter gekauft, und irgendwann bekam ich von meinen Eltern auch ein Abonnement. Dieses bestand jahrelang bis zur Einstellung der Zeitschrift, die wohl so um 1993 herum stattgefunden haben muss. Irgendwann sandte mir der Verlag dann statt "Hobby" das Magazin "PM" zu - von der Begründung im Begleitbrief habe ich noch ein paar Worte im Kopf: "...seit längerem die wirtschaftliche Grundlage fehlt..." PM habe ich eine Zeitlang gelesen (in den 80-ern gab es auch ein PM-Computermagazin, aber das war eine gesonderte Zeitschrift), dann aber nach einiger Zeit das Abonnement auslaufen lassen.
"Hobby" brachte Artikel zu den unterschiedlichsten technischen Themen, von Berichten über interessante Geräte und Entwicklungen der Unterhaltungselektronik oder der Fotografie bis hin zu ganz allgemeinen Fragen wie der Zukunft der Energiegewinnung oder des Fernsehens. Mir selbst haben immer die konkreten Artikel am besten gefallen; zum Beispiel erinnere ich mich an einen Testbericht über Radiorekorder, der relativ kurz nach dem Kauf meines Philips D8514 erschienen war. Philips war in dem Bericht nicht vertreten, aber zwei andere interessante Geräte: Ein Grundig, der aus dem Bericht als Testsieger hervorgegangen ist, und ein Hitachi, den wir auch in der Schule hatten und der im Test Zweitplatzierter war.
Einer der Hobby-Autoren muss auch ein ziemliches Faible für Waffentechnik gehabt haben, denn es gab auch oft Berichte über Kampfflugzeuge. Die haben mich immer wieder etwas in Gewissensnot gebracht: Einerseits war ich natürlich Antimilitarist (das gehörte damals auch zum guten Ton), andererseits konnte ich mich der Faszination der technischen Werte aber doch nicht ganz entziehen. ;-)
Irgendwann so mit 14, 15, 16, 17 -ich weiß es nicht mehr genau- sind mir dann auf einem Flohmarkt etliche "Hobby"-Exemplare aus den 60-er-Jahren in die Hände gefallen. An sich las und lese ich nicht sehr viel Antiquarisches, aber diese Häfte haben damals eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt.
Inzwischen (soeben) habe ich mir "ergoogelt", dass die Geschichte von "Hobby" sogar noch weiter in die Vergangenheit, in die 50-er-Jahre zurückreicht. Dazu habe ich eine recht lesenswerte URL zu diesem Thema gefunden. Zu meiner Zeit -und auch in den paar 60-er-Jahre-Heften, die ich gelesen habe- war der Stil allerdings nicht mehr so extrem, wie in diesem Artikel moniert.
Naja, Technik ist wohl irgendwann unmodern geworden, vermutlich im Zuge der ökologischen Bewegung der 80-er-Jahre und besiegelt mit Unfall in Tschernobyl. Die Menschen haben sich dann zu Recht anderen Dingen zugewandt. Die Technikbegeisterung, so noch vorhanden, hat sich zu meiner Blütezeit auf den aufkeimenden Computersektor verlagert und dort kanalisiert. Eine Computerzeitschrift war "Hobby" allerdings nicht und wollte es auch nicht sein - vielleicht hätte sich mit stärkerer Computerlastigkeit die wirtschaftliche Grundlage ein paar Jahre länger halten lassen - auch wenn meine Computerzeitschrift-Ikonen der 80-er Jahre -Happy Computer, MSX-Journal, XEST, ST Computer, ST Magazin, Chip, ct und wie sie alle hießen- inzwischen ebenfalls längst nicht mehr existieren oder an Niveau oder auch Neuigkeitswert verloren haben.
Von der obigen URL abgesehen, habe ich bemerkenswert wenig unter dem Stichwort "Hobby-Magazin der Technik" im Internet gefunden - nur Online-Auktionen und -Antiquariate, aber keine Erinnerungen, Inhalte odgl. Das ist eigentlich relativ bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Zeitschrift immerhin vier Jahrzehnte lang erschienen ist. Ein Online-Archiv zumindest der letzten Jahrgänge, die bestimmt schon in EDV-Form hergestellt worden sind, wäre für den Verlag sicher machbar und für mich sehr interessant, wird aber sicher nur ein Wunschtraum bleiben, weil das Interesse wohl doch viel zu gering ist.
Viele Grüße,
Christian