Und.... was wählen wir dieses Mal?

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Lutz
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Beitrag von Lutz »

Tja ein breit grinsender Seehofer jetzt gerade live in der Pressekonferenz punkto Koalitionsverhandlungen lässt nichts Gutes vermuten...

DasErste Livestream - Erstes Deutsches Fernsehen [ARD] - Live

Spitzensteuersatz auf dem Niveau daaaamals (TM) von der Kohl-Regierung? Wo kommen wir denn da hin? Genau - alles bleibt so wie bisher - Herr von Kohlen und Reibach soll doch nicht mehr bezahlen müssen, könnte man ja z.B. dem Pflegebereich zukommen lassen. Aber wer soviel Kohle hat braucht sich auch um den sozialen Bereich persönlich sowieso keine Sorgen machen...
Zuletzt geändert von Lutz am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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SportGoofy
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Beitrag von SportGoofy »

Bin mal gespannt über was jetzt die SPD-Mitglieder oder was da abstimmen- Wird das alles öffentlich?
Oder werden die einfach nur verarscht - und die dicken Klöpse kommen dann hinterher?
Neuwahlen kommen bestimmt in zwei Jahren - vielleicht auch schon früher

Was zu der Frage führt - und was wählen wir nächstes Mal? :trippel: :wer:
Zuletzt geändert von SportGoofy am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Lutz
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=SportGoofy;304256]Bin mal gespannt über was jetzt die SPD-Mitglieder oder was da abstimmen- Wird das alles öffentlich?
Oder werden die einfach nur verarscht - und die dicken Klöpse kommen dann hinterher?
[/QUOTE]

-snip-

Sobald die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD abgeschlossen sind, befragt die sozialdemokratische Führung die Basis. Binnen zwei Wochen sollen möglichst viele der 470.000 Parteimitglieder ihr Votum abgeben, ob sie den Koalitionsvertrag in der ausgehandelten Form akzeptieren oder nicht.

Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, mindestens 20 Prozent müssten teilnehmen, damit die Abstimmung gewertet werden könne – das entspricht 93.000 Mitgliedern. Das Votum macht einen Sonderparteitag verzichtbar, was die SPD von Zusatzkosten entlastet. "Ein Sonderparteitag – das darf ich prognostizieren – wäre teuer", sagte Nahles.

Eine offizielle Festlegung zur notwendigen Mehrheit gibt es noch nicht. Es ist davon auszugehen, dass eine Mehrheit der Ja-Stimmen als Bestätigung ausreicht.

Nahles bekräftigte die Absicht der Parteispitze, das Votum als verbindlich zu betrachten. Die Verhandlungspartner sind damit gehalten, möglichst viele der sozialdemokratischen Wahlkampfziele im Koalitionsvertrag unterzubringen. Anderenfalls könnte die Abstimmung scheitern – und damit die Koalition mit der Union. Nahles sagte, nun werde "intensiv und hart" verhandelt, um Verbesserungen für die Menschen vor allem bei Arbeit und Löhnen zu erreichen.

SPD lässt per Brief über Koalition abstimmen | ZEIT ONLINE


-snap-


Da wird IMO nur eine einfache Mehrheit benötigt. Die werden sie zusammenkriegen - sonst hätten sie sichs wohl auch nicht getraut. Kann gut sein, dass die Prozentzahlen eine Klatsche werden, aber es bleibt dann halt trotzdem ne Mehrheit...
Zuletzt geändert von Lutz am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Die Luftgitarre
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Beitrag von Die Luftgitarre »

[QUOTE=Lutz;304257]-snip-

Binnen zwei Wochen sollen möglichst viele der 470.000 Parteimitglieder ihr Votum abgeben.[/QUOTE]

Historische Fußnote: In der 80ern hatte die SPD *doppelt* so viele Mitglieder (und das ohne die Neuen Bundesländer)! Ja selbst in der tiefsten Adenauer-Ära stand die SPD mitgliedermäßig etwas besser als heute (Mitte der 50er Jahre immerhin bei 580.000).

Datei:SPD Mitgliederentwicklung.svg
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Lutz
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Beitrag von Lutz »

[QUOTE=Die Luftgitarre;304261]Historische Fußnote: In der 80ern hatte die SPD *doppelt* so viele Mitglieder (und das ohne die Neuen Bundesländer)! Ja selbst in der tiefsten Adenauer-Ära stand die SPD mitgliedermäßig etwas besser als heute (Mitte der 50er Jahre immerhin bei 580.000).

Datei:SPD Mitgliederentwicklung.svg[/QUOTE]


Tja - es haben nicht wenige nach der unsäglichen Agenda 2010 zu anderen Parteien "rübergemacht".

BTW: Hab vorhin mal mit meinem Politik-Spezi geschnackt - er hält es für möglich, dass die SPD doch mit der Abstimmung baden geht. Wird spannend...
Zuletzt geändert von Lutz am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Beitrag von Die Luftgitarre »

[QUOTE=Lutz;304263]Tja - es haben nicht wenige nach der unsäglichen Agenda 2010 zu anderen Parteien "rübergemacht".
[/QUOTE]

Hätte ich auch gedacht, aber die agenda2010-bedingten Übertritte zur WASG/Linkspartei machen nur einen kleinen Teil des Mitgliederschwunds aus (10.000 bis 20.000). Viel häufiger war es so, dass Mitglieder einfach nur ausgetreten sind oder dass die älteren wegverstorben und einfach keine jüngere nachgekommen sind.

Die gleiche Tendenz findet sich ja auch bei der CDU: steigend in den 60er und 70er Jahren, danach fallend (die SPD hatte 1976 den Zenit ihrer Mitgliederentwicklung, die CDU 1983). Auch die PDS/Linkspartei verliehrt seit den 90ern an Mitgliedern (wiederum hauptsächlich durch Überalterung).

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf ... rteien.pdf

(Lesenswert auch der dazugehörende Artikel über den Wandel der sozialen Zusammensetzung und der Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen innerhalb der SPD! http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=3361 )

Stabil sind die Zahlen seit den späten 80ern bezeichnender Weise nur bei der FDP und den Grünen - also jenen Parteien, deren Mitglieder ja überproportional oft Akademiker, Beamte und (gut verdienende) Freiberufler sein sollen. Spräche jedenfalls für die These, dass die 'Parteienverdrossenheit' v. a. ein Phänomen der Malocher ist, die dadurch immer weniger Einfluss in SPD und CDU (und damit generell auf Entscheidungsprozesse) nehmen.
Zuletzt geändert von Die Luftgitarre am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Beitrag von Lutz »

@Gitarre de Luft

Stimmt - hast recht.
Zuletzt geändert von Lutz am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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SportGoofy
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Beitrag von SportGoofy »

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waschbaer
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Beitrag von waschbaer »

Heute steht auf T-Online, dass fast 46 % der Deutschen der Großen Koalition einen klassischen Fehlstart bescheinigen und dass sie von den permanenten Streitereien nur noch genervt sind. Dies kann ich voll und ganz nachvollziehen.

Mich nerven einige Gedankenspiele jetzt schon. Wie geht es euch dabei?

Ich fange gerne mal an. Was Frau Schwesig von sich gibt (32 vs. 40 Stunden Arbeitszeit) geht mir voll und ganz gegen den Strich. Sicherlich ist es wünschenswert, dass Eltern auch Zeit für ihre Kinder haben, aber irgendwie komme ich mir als nicht Kinder Habender in der Gesellschaft immer mehr wie der Fußabstreifer der Nation vor.

Ich zahle deutlich höhere Steuern (was ja in Ordnung ist), muss wirklich jedes Jahr mehr arbeiten, weil irgendwelche Arbeitskolleginnen schwanger sind (hierfür habe ich noch nie einen Cent mehr Gehalt bekommen) und bekomme auch sonst keine Vergünstigungen, von ungünstigeren Arbeitszeiten, weil ich ja kein Kind zu betreuen habe, ganz zu schweigen. Langsam aber sicher nervt mich das gewaltig.
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