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Ergreifende deutsche Lyrics
Ha, dieses Lied wurde wieder ausgegraben und neulich im Radio gespielt... mit wegretouchiertem "wir haben '86"!
Zuletzt geändert von Babooshka am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
I married myself
I'm very happy together
This time it's gonna last, this time it's gonna last
Forever, forever, forever
Sparks
I'm very happy together
This time it's gonna last, this time it's gonna last
Forever, forever, forever
Sparks
-
Engel_07
Ich möchte Euch an dieser Stelle das Album "du und wieviel von Deinen Freunden" (2002) von der Hamburger Band Kettcar empfehlen! Wunderbare Popmusik mit tiefsinnigen deutschen Texten! Wem die Stimme bekannt vorkommt, der hat wahrscheinlich irgendwann mal ...But Alive gehört! In einem Interview meinte der Sänger Marcus Wiebusch zum Stil der Band, man hätte versucht, Hamburger Schule mit guter englischer Popmusik zu verbinden!
Balkon gegenüber
Ist der Rasierer jetzt kaputt oder was?
Gott, was sieht der bitter aus.
Mehr Ränder als Augen und die unterlaufen.
Ein Blick auf den Typ vom Balkon gegenüber.
Vielleicht ist jemand gestorben?
Vielleicht ist er 30 geworden?
Doch auf einmal ist es klar,
ich hab sie lang nicht mehr,
ich hab sie lang nicht mehr gesehen bei ihm.
Sie kommt nicht mehr.
Und da sah ich das Heer der leeren Flaschen auf dem Balkon verteilt.
Sie sammeln ihre Kräfte für die nächste Offensive,
für die Schlacht heut nacht.
Eine ganze Armada.
Und ich zieh den Vorhang zu
und beim letzten Blick nach drüben denk ich noch:
viel Glück heut nacht und viel Glück demnächst,
wenn du weiter machst oder untergehst,
wenn du aufhörn willst und einsehen musst
zwischen "komm zurück" und "wirklich Schluss".
Viel Glück demnächst und in den nächsten Tagen
und ich Vollidiot hab dir gar nichts zu sagen.
Du bist mir sowas von egal,
nur gibt es hier welche, die kannten das auch mal.
Nur gibt es hier welche, die kannten das auch mal,
nur gibt es hier einen, der kannte das auch.
Und wünscht Glück.
Balkon gegenüber
Ist der Rasierer jetzt kaputt oder was?
Gott, was sieht der bitter aus.
Mehr Ränder als Augen und die unterlaufen.
Ein Blick auf den Typ vom Balkon gegenüber.
Vielleicht ist jemand gestorben?
Vielleicht ist er 30 geworden?
Doch auf einmal ist es klar,
ich hab sie lang nicht mehr,
ich hab sie lang nicht mehr gesehen bei ihm.
Sie kommt nicht mehr.
Und da sah ich das Heer der leeren Flaschen auf dem Balkon verteilt.
Sie sammeln ihre Kräfte für die nächste Offensive,
für die Schlacht heut nacht.
Eine ganze Armada.
Und ich zieh den Vorhang zu
und beim letzten Blick nach drüben denk ich noch:
viel Glück heut nacht und viel Glück demnächst,
wenn du weiter machst oder untergehst,
wenn du aufhörn willst und einsehen musst
zwischen "komm zurück" und "wirklich Schluss".
Viel Glück demnächst und in den nächsten Tagen
und ich Vollidiot hab dir gar nichts zu sagen.
Du bist mir sowas von egal,
nur gibt es hier welche, die kannten das auch mal.
Nur gibt es hier welche, die kannten das auch mal,
nur gibt es hier einen, der kannte das auch.
Und wünscht Glück.
Zuletzt geändert von Engel_07 am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
An Shriekback:
Herr Reichel hat auf der CD "regenballade" tatsächlich bekannte Gedichte großer Meister vertont. Der Text zu Regenballade ist also nicht von ihm, allerdings ist es auch kein bekannter Wortkünstler gewesen, sondern eine mir unbekannte Ina Seidel.
Trotzdem ein interessanter Text und ein klasser Song von einer lohnenden CD!
An Sven:
Hua! Dieser Rocky-Text ist ebenso abgedroschen wie (leider oft) aktuell - und gerade deshalb wirklich ergreifend!
Und für alle, denen "Das Würfelspiel" gerade nicht einfallen möchte:
mein Zug nachhaus
ging erst um neun
im Wartesaal
saß ganz allein
ein alter Mann
mit gleichem Ziel
er lud mich ein
zu einem Würfelspiel
lud mich ein
zu einem Würfelspiel
ich sagte ihm
ich spiele nie
draußen fiel Schnee
ein D-Zug schrie
da sagte er
es geht um viel
es geht um dich
in diesem Würfelspiel
geht um dich
in diesem Würfelspiel
niemand ahnt es
wie der Würfel fällt
doch nichts geschieht
durch Zufall auf der Welt
wa sich auch warf
er hatte mehr
ich drei mal sechs
und neunzehn er
war wie in Trance
vom Spiel erfaßt
und hab dabei
den Zug nach haus verpaßt
hab beim Spiel
den Zug nachhaus verpaßt
niemand ahnt es
wie der Würfel fällt
doch nichts geschieht
durch Zufall auf der Welt
dann gab's Alarm
Signal auf rot
der Zug entgleist
zehn Menschen tot
der Mann war fort
der Schleier fiel
in meiner Hand
hielt ich das Würfelspiel
in der Hand
hielt ich das Würfelspiel
ich verstand
warum der Würfel fiel
Die Künstlerin hat bestimmt nix dagegen, oder Jule?
Gruß
Christoph
Herr Reichel hat auf der CD "regenballade" tatsächlich bekannte Gedichte großer Meister vertont. Der Text zu Regenballade ist also nicht von ihm, allerdings ist es auch kein bekannter Wortkünstler gewesen, sondern eine mir unbekannte Ina Seidel.
Trotzdem ein interessanter Text und ein klasser Song von einer lohnenden CD!
An Sven:
Hua! Dieser Rocky-Text ist ebenso abgedroschen wie (leider oft) aktuell - und gerade deshalb wirklich ergreifend!
Und für alle, denen "Das Würfelspiel" gerade nicht einfallen möchte:
mein Zug nachhaus
ging erst um neun
im Wartesaal
saß ganz allein
ein alter Mann
mit gleichem Ziel
er lud mich ein
zu einem Würfelspiel
lud mich ein
zu einem Würfelspiel
ich sagte ihm
ich spiele nie
draußen fiel Schnee
ein D-Zug schrie
da sagte er
es geht um viel
es geht um dich
in diesem Würfelspiel
geht um dich
in diesem Würfelspiel
niemand ahnt es
wie der Würfel fällt
doch nichts geschieht
durch Zufall auf der Welt
wa sich auch warf
er hatte mehr
ich drei mal sechs
und neunzehn er
war wie in Trance
vom Spiel erfaßt
und hab dabei
den Zug nach haus verpaßt
hab beim Spiel
den Zug nachhaus verpaßt
niemand ahnt es
wie der Würfel fällt
doch nichts geschieht
durch Zufall auf der Welt
dann gab's Alarm
Signal auf rot
der Zug entgleist
zehn Menschen tot
der Mann war fort
der Schleier fiel
in meiner Hand
hielt ich das Würfelspiel
in der Hand
hielt ich das Würfelspiel
ich verstand
warum der Würfel fiel
Die Künstlerin hat bestimmt nix dagegen, oder Jule?
Gruß
Christoph
Zuletzt geändert von Christoph am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Ich freue mich, schon soooooviele Texte geschrieben zu haben: mehr als 3300!
Ganz klar von Herbert Grönemeyer:
HALT MICH (Herbert Grönemeyer)
Nehm meine Träume für bare Münze,
schwelge in Phantasien,
hab mich in dir gefangen,
weiß nicht, wie mir geschieht,
wärm mich an deiner Stimme,
leg mich zur Ruh in deinem Arm,
halt mich nur ein bißchen, bis ich schlafen kann.
Fühl mich bei dir geborgen, setz mein Herz auf dich,
will jeden Moment genießen, Dauer ewiglich,
bei dir ist gut anlehnen, Glück im Überfluß,
dir willenlos ergeben, find ich bei dir Trost.
Bin vor Freude außer mir,
will langsam mit dir untergehen,
kopflos, schwerelos in dir verlieren,
deck mich zu mit Zärtlichkeiten,
nimm im Sturm, die Nacht ist kurz,
friedvoll, liebestoll, überwältigt von dir,
schön, daß es dich gibt.
Komm, erzähl mir was, plauder auf mich ein,
ich will mich an dir satthören, immer mit dir sein
betanke mich mit Leben, laß mich in deinem Arm,
halt mich nur ein bißchen, bis ich schlafen kann,
halt mich, daß ich schlafen kann.
Gruß Level 42
HALT MICH (Herbert Grönemeyer)
Nehm meine Träume für bare Münze,
schwelge in Phantasien,
hab mich in dir gefangen,
weiß nicht, wie mir geschieht,
wärm mich an deiner Stimme,
leg mich zur Ruh in deinem Arm,
halt mich nur ein bißchen, bis ich schlafen kann.
Fühl mich bei dir geborgen, setz mein Herz auf dich,
will jeden Moment genießen, Dauer ewiglich,
bei dir ist gut anlehnen, Glück im Überfluß,
dir willenlos ergeben, find ich bei dir Trost.
Bin vor Freude außer mir,
will langsam mit dir untergehen,
kopflos, schwerelos in dir verlieren,
deck mich zu mit Zärtlichkeiten,
nimm im Sturm, die Nacht ist kurz,
friedvoll, liebestoll, überwältigt von dir,
schön, daß es dich gibt.
Komm, erzähl mir was, plauder auf mich ein,
ich will mich an dir satthören, immer mit dir sein
betanke mich mit Leben, laß mich in deinem Arm,
halt mich nur ein bißchen, bis ich schlafen kann,
halt mich, daß ich schlafen kann.
Gruß Level 42
Zuletzt geändert von Level 42 am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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ihkawimsns
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Auch wenn die Ohren von dem Lied wahrscheinlich auch schon überstrapaziert sind, muss man von Herbie definitiv auch noch "Der Weg" nennen:
Ich kann nicht mehr sehn,
Trau nicht mehr meinen Augen.
Kann kaum noch glauben,
Die Gefühle haben sich gedreht.
Ich bin viel zu träge,
Um aufzugeben.
Es wär auch zu früh,
Weil immer was geht.
Wir waren verschworen,
Wären füreinander gestorben,
Haben den Regen gebogen,
Uns Vertrauen geliehen.
Wir haben versucht,
Auf der Schussfahrt zu wenden.
Nichts war zu spät,
Aber vieles zu früh.
Wir haben uns geschoben
Durch alle Gezeiten,
Haben uns verzettelt
Und verzweifelt geliebt.
Wir haben die Wahrheit
So gut es ging verlogen,
Es war ein Stück vom Himmel,
Dass es Dich gibt.
Du hast den Raum
Mit Sonne geflutet,
Hast jeden Verdruss
Ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel,
Deine sanftmütige Güte,
Dein unbändiger Stolz,
Das Leben ist nicht fair.
Den Film getanzt
In einem silbernen Raum,
Vom goldenen Balkon
Die Unendlichkeit bestaunt.
Heillos versunken, trunken,
Und alles war erlaubt,
Zusammen im Zeitraffer,
Mit Sommernachtstraum.
Du hast den Raum
Mit Sonne geflutet,
Hast jeden Verdruss
Ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel,
Deine sanftmütige Güte,
Dein unbändiger Stolz,
Das Leben ist nicht fair.
Dein sicherer Gang,
Deine wahren Gedichte,
Deine heitere Würde,
Dein unerschütterliches Geschick.
Du hast der Fügung
Deine Stirn geboten,
Hast ihn nie verraten,
Deinen Plan vom Glück.
Deinen Plan vom Glück.
Ich geh' ja nicht weg,
Hab' meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, offene Welt.
Habe Dich sicher in meiner Seele,
Ich trag' Dich bei mir
Bis der Vorhang fällt.
Ich trag' Dich bei mir
Bis der Vorhang fällt.
:we:we
Gut, ja, geht schon wieder...
Ich kann nicht mehr sehn,
Trau nicht mehr meinen Augen.
Kann kaum noch glauben,
Die Gefühle haben sich gedreht.
Ich bin viel zu träge,
Um aufzugeben.
Es wär auch zu früh,
Weil immer was geht.
Wir waren verschworen,
Wären füreinander gestorben,
Haben den Regen gebogen,
Uns Vertrauen geliehen.
Wir haben versucht,
Auf der Schussfahrt zu wenden.
Nichts war zu spät,
Aber vieles zu früh.
Wir haben uns geschoben
Durch alle Gezeiten,
Haben uns verzettelt
Und verzweifelt geliebt.
Wir haben die Wahrheit
So gut es ging verlogen,
Es war ein Stück vom Himmel,
Dass es Dich gibt.
Du hast den Raum
Mit Sonne geflutet,
Hast jeden Verdruss
Ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel,
Deine sanftmütige Güte,
Dein unbändiger Stolz,
Das Leben ist nicht fair.
Den Film getanzt
In einem silbernen Raum,
Vom goldenen Balkon
Die Unendlichkeit bestaunt.
Heillos versunken, trunken,
Und alles war erlaubt,
Zusammen im Zeitraffer,
Mit Sommernachtstraum.
Du hast den Raum
Mit Sonne geflutet,
Hast jeden Verdruss
Ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel,
Deine sanftmütige Güte,
Dein unbändiger Stolz,
Das Leben ist nicht fair.
Dein sicherer Gang,
Deine wahren Gedichte,
Deine heitere Würde,
Dein unerschütterliches Geschick.
Du hast der Fügung
Deine Stirn geboten,
Hast ihn nie verraten,
Deinen Plan vom Glück.
Deinen Plan vom Glück.
Ich geh' ja nicht weg,
Hab' meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, offene Welt.
Habe Dich sicher in meiner Seele,
Ich trag' Dich bei mir
Bis der Vorhang fällt.
Ich trag' Dich bei mir
Bis der Vorhang fällt.
Gut, ja, geht schon wieder...
Zuletzt geändert von ihkawimsns am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Für mich gehört auch auf jeden Fall dazu: Electra "Nie Zuvor"
Und der Abend ist gekommen,
wie ein großes sanftes Tier.
Hat die Trauer fortgenommen
und ich lieg' ganz nah bei dir.
Morgen werden wir uns trennen,
für eine unbestimmte Zeit.
Und die letzten Stunden rennen
uns davon, so gnadenlos,
so gnadenlos, und ich mache mich bereit.
Nie, nie zuvor hab' ich dir so sehr vertraut.
Nie, nie zuvor hab' ich so auf dich gebaut.
Um die Zeit zu überstehen.
Und die Zeit, sie wird bezeugen,
dass wir zueinander stehen.
Und kein Zweifel soll mich beugen,
dass die Jahre schnell vergehen.
Dass die Münder sich berühren,
wenn ich wieder bei dir bin.
Dass wir noch die Wärme spüren,
die uns heut' verloren scheint,
verloren scheint.
Darin hab' ich meinen Sinn.
@ Waschbaer: volle Zustimmung bei "Kleine Seen" und "Ich Liebe Dich" !
Und der Abend ist gekommen,
wie ein großes sanftes Tier.
Hat die Trauer fortgenommen
und ich lieg' ganz nah bei dir.
Morgen werden wir uns trennen,
für eine unbestimmte Zeit.
Und die letzten Stunden rennen
uns davon, so gnadenlos,
so gnadenlos, und ich mache mich bereit.
Nie, nie zuvor hab' ich dir so sehr vertraut.
Nie, nie zuvor hab' ich so auf dich gebaut.
Um die Zeit zu überstehen.
Und die Zeit, sie wird bezeugen,
dass wir zueinander stehen.
Und kein Zweifel soll mich beugen,
dass die Jahre schnell vergehen.
Dass die Münder sich berühren,
wenn ich wieder bei dir bin.
Dass wir noch die Wärme spüren,
die uns heut' verloren scheint,
verloren scheint.
Darin hab' ich meinen Sinn.
@ Waschbaer: volle Zustimmung bei "Kleine Seen" und "Ich Liebe Dich" !
Zuletzt geändert von McFly am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Bissel was von meinem "Heul-Sampler": 
SILLY - So 'ne kleine Frau
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne große Lust
Und hat schon Kinder dreie
Und immer noch kein Frust
Und hat schon so gelitten
Und immer noch so 'n Mut
Und hat so schlaffe Titten
Und hat so 'n heißes Blut
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne Gier nach Glück
Vom Zigarettenholen
Kam kaum 'n Kerl zurück
Und all die langen Nächte
Wo's Eis der Augen taut
Und immer wieder so 'ne
Einfühlsame Braut
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne große Stadt
Und so 'ne gute Bluse
Die kaum noch Farbe hat
Und so 'ne fahle Sehnsucht
Schmerzt in ihrer Brust
Doch wenn die Kinder schlafen
Schon wieder so 'ne Lust...
UDO LINDENBERG - Unterm Säufermond
Wieder geht ein Tag zu Ende
und die Dämmerung zieht rauf
Leise zittern ihm die Hände
under der Säufermond geht auf...
Er läuft hin und her im Zimmer
Wie magnetisch fällt sein Blick
auf die Mini-Bar wie immer
"Gib mir doch 'n kleines Glück -
Meine Nerven die sind, ach
die sind heut' wieder 'n bißchen schwach
meine Nerven die sind, ach
heut' bißchen schwach
Komm, mach mich wieder wach
mach mich bitte wieder wach"
Und der Whisky - der zieht runter
und sein Blut wird schnell und warm
und jetzt nimmt ihn Lady Whisky
ganz zärtlich in den arm.
gratuliert zu den Geschäften
"Die sind heut' sehr gut gelaufen!
Laß uns beide, Du und ich
erstmal richtig einen saufen.
Meine Küsse, scharf und naß
komm' erheb das nachste Gläs
Eine Nutte heute Nacht,
die's Dir für'n paar Scheine macht -
die brauchst Du nicht
wenn Lady Whisky von der Liebe spricht."
Und die Zimmerdecke hebt isch
und die Wände brechen ein
auf dem Boden leer Flaschen
und er wieder so allein
Menschen in Hotels sind einsam
sie sind immer nur zu Gast
ewig Vertreter, die jeder Kund haßt
In den Ohren ist ein Sirren
und im Herzen ist ein Schlag
alle Fenster hört er klirren
dieses Zimmer ist ein Sarg ...
Aus dem Fenster zu den Sternen
nur: Die kann er nicht mehr sehn
Und in dunkler Wolkenferne
scheint fahl
der Säufermond
Ein Mann lag in seinem Zimmer
im HOTEL IMPERIAL
mit den Nerven wurd' es schlimmer
jede Nacht 'ne neue Qual
Dieses Leben ist so arm
- ferngesteuerte Quälerei
Öffne die große Flasche Nummer drei...

SILLY - So 'ne kleine Frau
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne große Lust
Und hat schon Kinder dreie
Und immer noch kein Frust
Und hat schon so gelitten
Und immer noch so 'n Mut
Und hat so schlaffe Titten
Und hat so 'n heißes Blut
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne Gier nach Glück
Vom Zigarettenholen
Kam kaum 'n Kerl zurück
Und all die langen Nächte
Wo's Eis der Augen taut
Und immer wieder so 'ne
Einfühlsame Braut
So 'ne kleine Frau
Und so 'ne große Stadt
Und so 'ne gute Bluse
Die kaum noch Farbe hat
Und so 'ne fahle Sehnsucht
Schmerzt in ihrer Brust
Doch wenn die Kinder schlafen
Schon wieder so 'ne Lust...
UDO LINDENBERG - Unterm Säufermond
Wieder geht ein Tag zu Ende
und die Dämmerung zieht rauf
Leise zittern ihm die Hände
under der Säufermond geht auf...
Er läuft hin und her im Zimmer
Wie magnetisch fällt sein Blick
auf die Mini-Bar wie immer
"Gib mir doch 'n kleines Glück -
Meine Nerven die sind, ach
die sind heut' wieder 'n bißchen schwach
meine Nerven die sind, ach
heut' bißchen schwach
Komm, mach mich wieder wach
mach mich bitte wieder wach"
Und der Whisky - der zieht runter
und sein Blut wird schnell und warm
und jetzt nimmt ihn Lady Whisky
ganz zärtlich in den arm.
gratuliert zu den Geschäften
"Die sind heut' sehr gut gelaufen!
Laß uns beide, Du und ich
erstmal richtig einen saufen.
Meine Küsse, scharf und naß
komm' erheb das nachste Gläs
Eine Nutte heute Nacht,
die's Dir für'n paar Scheine macht -
die brauchst Du nicht
wenn Lady Whisky von der Liebe spricht."
Und die Zimmerdecke hebt isch
und die Wände brechen ein
auf dem Boden leer Flaschen
und er wieder so allein
Menschen in Hotels sind einsam
sie sind immer nur zu Gast
ewig Vertreter, die jeder Kund haßt
In den Ohren ist ein Sirren
und im Herzen ist ein Schlag
alle Fenster hört er klirren
dieses Zimmer ist ein Sarg ...
Aus dem Fenster zu den Sternen
nur: Die kann er nicht mehr sehn
Und in dunkler Wolkenferne
scheint fahl
der Säufermond
Ein Mann lag in seinem Zimmer
im HOTEL IMPERIAL
mit den Nerven wurd' es schlimmer
jede Nacht 'ne neue Qual
Dieses Leben ist so arm
- ferngesteuerte Quälerei
Öffne die große Flasche Nummer drei...
Zuletzt geändert von Muggi am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Hildegard Knef hat zwei schöne Chansons geschrieben als ihre Tochter zur Welt kam, Mein Zeitbegriff entstand als "Tinta" ein Jahr alt war, Doch hör nicht auf mich schrieb sie kurz nach ihrer Geburt.
Aber speziell beim ersteren Lied finde ich, man müßte auch die Musik hören, um das Lied in seiner Bedeutung gänzlich erfassen zu können
MEIN ZEITBEGRIFF : (1969)
Mein Zeitbegriff ist nicht der eure
ihr sagt ich sei jetzt fast ein Jahr;
die Laute die ihr macht, sind rund und eckig,
und wenn ich lächle, streichelt ihr mein Haar.
Ihr habt verlernt, Gedanken zu begreifen
und einen Wunsch ganz einfach zu verstehn;
ihr staunt mich an und lebt nur in Vergleichen
und wollt euch selbst in mir noch wiedersehn.
Die Liebe die ihr kennt, ist ein Wort wie Bonbon,
ist ein klebriges Grün, ist ein trostloses Rot,
ist ein Gnadenbrot.
Die Liebe die ihr kennt, ist ein Wort wie Gefühl,
ist ein frostiges Spiel,
ist ein Wankelmut
ist ein Werben um nichts, ist ein Spiegel der blind,
ist ein schwankendes Licht, ist das Windlicht im Sturm,
ist ein Nichts.
Eure Zärtlichkeit ist nicht die meine,
und was ihr Schicksal nennt, das ist mir fremd;
die Freuden die ihr meint, sind ohne Freude,
ihr sprecht vom Glück, dem Glück das ihr nicht kennt.
DOCH HÖR NICHT AUF MICH: (1968)
Du bist zu jung, um mich zu fragen
und ich hab' Angst vor dem Moment
"Wie war dein Leben, wie wird meins
was soll ich tun, was soll ich lassen
wann soll ich lieben, wann soll ich hassen..."
Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht.
Du neuer Mensch, hör nicht auf viele
auch nicht auf mich;
setze dir Ziele, erwarte sie nicht
vertrau auf dein Ich
doch hör nicht auf mich.
Sag ja zu der Liebe, sag nein zu der Angst
sei dankbar für das, was du mühelos erlangst
scheue die Reue, doch hab ein Gewissen für dich
doch hör nicht auf mich.
Fordre von dir und selten von andern
versteh, dass nichts bleibt
ein Suchen, ein Wandern
glaub nie an die Siege, nur an den über dich
doch hör nicht auf mich.
Mach dich nie klein, wir sind nicht so groß
Verachte den Neid, stelle ihn bloß
und wird ein Prinzip dir zu lieb, dann lass es im Stich
doch hör nicht auf mich.
Zum Glück sagt man SIE, es steht uns nicht zu
selbst mit dem Leben sind wir kaum per DU
woher wir gekommen, wohin wir mal gehn
wir wissen nur eins: dass wir gar nichts verstehn
doch glaub an die Liebe, ich erleb' sie durch dich
und da hör auf mich
hör einmal auf mich.
Aber speziell beim ersteren Lied finde ich, man müßte auch die Musik hören, um das Lied in seiner Bedeutung gänzlich erfassen zu können
MEIN ZEITBEGRIFF : (1969)
Mein Zeitbegriff ist nicht der eure
ihr sagt ich sei jetzt fast ein Jahr;
die Laute die ihr macht, sind rund und eckig,
und wenn ich lächle, streichelt ihr mein Haar.
Ihr habt verlernt, Gedanken zu begreifen
und einen Wunsch ganz einfach zu verstehn;
ihr staunt mich an und lebt nur in Vergleichen
und wollt euch selbst in mir noch wiedersehn.
Die Liebe die ihr kennt, ist ein Wort wie Bonbon,
ist ein klebriges Grün, ist ein trostloses Rot,
ist ein Gnadenbrot.
Die Liebe die ihr kennt, ist ein Wort wie Gefühl,
ist ein frostiges Spiel,
ist ein Wankelmut
ist ein Werben um nichts, ist ein Spiegel der blind,
ist ein schwankendes Licht, ist das Windlicht im Sturm,
ist ein Nichts.
Eure Zärtlichkeit ist nicht die meine,
und was ihr Schicksal nennt, das ist mir fremd;
die Freuden die ihr meint, sind ohne Freude,
ihr sprecht vom Glück, dem Glück das ihr nicht kennt.
DOCH HÖR NICHT AUF MICH: (1968)
Du bist zu jung, um mich zu fragen
und ich hab' Angst vor dem Moment
"Wie war dein Leben, wie wird meins
was soll ich tun, was soll ich lassen
wann soll ich lieben, wann soll ich hassen..."
Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht.
Du neuer Mensch, hör nicht auf viele
auch nicht auf mich;
setze dir Ziele, erwarte sie nicht
vertrau auf dein Ich
doch hör nicht auf mich.
Sag ja zu der Liebe, sag nein zu der Angst
sei dankbar für das, was du mühelos erlangst
scheue die Reue, doch hab ein Gewissen für dich
doch hör nicht auf mich.
Fordre von dir und selten von andern
versteh, dass nichts bleibt
ein Suchen, ein Wandern
glaub nie an die Siege, nur an den über dich
doch hör nicht auf mich.
Mach dich nie klein, wir sind nicht so groß
Verachte den Neid, stelle ihn bloß
und wird ein Prinzip dir zu lieb, dann lass es im Stich
doch hör nicht auf mich.
Zum Glück sagt man SIE, es steht uns nicht zu
selbst mit dem Leben sind wir kaum per DU
woher wir gekommen, wohin wir mal gehn
wir wissen nur eins: dass wir gar nichts verstehn
doch glaub an die Liebe, ich erleb' sie durch dich
und da hör auf mich
hör einmal auf mich.
Zuletzt geändert von Alyosha am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Hildegard Knef hat auch ein sehr poetisches Lied von Jaques Brel in deutscher Übersetzung gecovert
"Mein flaches Land" - ein Lied über Belgien, wo Brel herkam
(sie sang auch Jaques Brel's "Amsterdam" in deutsch)
aber wie gesagt - nur die Texte ist 'ne halbe Sache ; die Musik ist fast genauso wichtig ....
MEIN FLACHES LAND: (1978)
So oft die Nordseewogen an die Geesten schlagen
die Dünen ihnen stumm das feste Land versagen
so oft am schwarzen Riff die Brandung jäh zerschellt
so oft der Nebel braut, auf Deiche, Moore fällt
und sich manch Herz allein nur von der Hoffnung nährt
wenn ihm der Ostwind keuchend in die Flanke fährt
dann kämpft mein flaches Land
So oft die Wolken sich von Seeland einwärts wälzen
wo Kirchen Berge sind und ihre Türme Stelzen
für Teufel, steinerne, die sie herunterziehen
so oft das Feuer selbst ermattet im Kamin
und Regen macht die Welt zur großen Einsied’lei
wenn sich der Westwind stürzt auf die Belund-Bastei
hält Wacht mein flaches Land
So oft der Himmel grau in grau in der Gracht ertrinkt
so oft der Himmel uns nur Finsternis beschert
so oft der Himmel uns zu tiefer Demut zwingt
so der Himmel selbst sein Himmelblau entbehrt
so oft der Nordwind wild durch die Gehege fährt
und schier zerreißen will was jedem lieb und wert
dann knirscht mein Land, mein flaches Land
So oft die Schelde blitzt und mittelmeerisch blaut
und ihren Fluten sich die Flämin anvertraut
wenn überm Ufer Schilf die Wasserjungfer schwebt
wenn in der Ebene die Julihitze bebt
so oft der Südwind sanft durch das Getreide streicht
und längst kein Wölkchen mehr bis zu den Waden reicht
dann lacht mein Land – mein flaches Land
[img]http://www.hildegardknef.de:8080/hilde/gallery/470.jpg[/img]
[img]http://www.hildegardknef.de:8080/hilde/gallery/463.jpg[/img]
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"Mein flaches Land" - ein Lied über Belgien, wo Brel herkam
(sie sang auch Jaques Brel's "Amsterdam" in deutsch)
aber wie gesagt - nur die Texte ist 'ne halbe Sache ; die Musik ist fast genauso wichtig ....
MEIN FLACHES LAND: (1978)
So oft die Nordseewogen an die Geesten schlagen
die Dünen ihnen stumm das feste Land versagen
so oft am schwarzen Riff die Brandung jäh zerschellt
so oft der Nebel braut, auf Deiche, Moore fällt
und sich manch Herz allein nur von der Hoffnung nährt
wenn ihm der Ostwind keuchend in die Flanke fährt
dann kämpft mein flaches Land
So oft die Wolken sich von Seeland einwärts wälzen
wo Kirchen Berge sind und ihre Türme Stelzen
für Teufel, steinerne, die sie herunterziehen
so oft das Feuer selbst ermattet im Kamin
und Regen macht die Welt zur großen Einsied’lei
wenn sich der Westwind stürzt auf die Belund-Bastei
hält Wacht mein flaches Land
So oft der Himmel grau in grau in der Gracht ertrinkt
so oft der Himmel uns nur Finsternis beschert
so oft der Himmel uns zu tiefer Demut zwingt
so der Himmel selbst sein Himmelblau entbehrt
so oft der Nordwind wild durch die Gehege fährt
und schier zerreißen will was jedem lieb und wert
dann knirscht mein Land, mein flaches Land
So oft die Schelde blitzt und mittelmeerisch blaut
und ihren Fluten sich die Flämin anvertraut
wenn überm Ufer Schilf die Wasserjungfer schwebt
wenn in der Ebene die Julihitze bebt
so oft der Südwind sanft durch das Getreide streicht
und längst kein Wölkchen mehr bis zu den Waden reicht
dann lacht mein Land – mein flaches Land
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Zuletzt geändert von Alyosha am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Für mich einer der ergreifensten Songs der Leipziger Bierfiedler.
Schon etwas älter.
RANDOLPH (Lawless)
K+T M. Curry/M. Wagenbreth, Ch. Klaucke
Er hieß Randolph, der Rüpel
da war er grad sieben
da lief bei ihm alles schon schief
ein Schläger vorm Herrn
und ein Treter daneben
der kam nie, wenn Mutter ihn rief
er selbst war der Streich
den das Leben ihm spielte
und das Leben treibt seltsamen Scherz
alles kam, wie es mußte
und Randolph wuchs auf
mit ‘ner Zeitzünderbombe im Herz
Er war hart wie ein Nagel
und immer zu haben
wenn’s wo auf die Fresse was gab
kein’ Schnaps nich’ vertragen
doch stets zugepflastert
am Samstag im irischen Pub
die Jacke kurz runter
und wacklig und munter
die besten verprügeln gewollt
danach meistens im Kahn
und mit restlichem Tran
Sonntag morgens nach Hause getrollt
Eines Abends beim Rummel
am Rand von Bad Düben
begegnet ihm Adelheid Kohrt
nicht unbedingt was man
‘ne Schönheit würd’ nennen
doch das heißeste Mädel vor Ort
ein Blitz in die Augen
ein Flimmern im Herzen
und sie führte ihn zum Altar
und es war blanker Zufall
daß ‘n Vierteljahr vorher
eine Soulband in Bitterfeld war
Gottes Wunder gehn tief
schon ein halbes jahr später
beschenkt er die zwei mit ‘m Kind
neun Pfund schwer und schwarz fast
wie Balthasar-König
und Randolph, der glaubte, er spinnt
Adele schwur, nie sei da
‘n andrer gewesen
und so ‘was ließ Randolph nicht kalt
und die Nachbarn, die sagten:
wie süß, ganz der Vater
oder Kuckuck ruft’s aus dem Wald
Also Randolph war Vater
und war es von Herzen
und Adele blieb Abends lang aus
der Buschfunk, der trommelt
die schärfsten Gerüchte
und so ‘was hält keiner lang aus
und Randolph stand da
eines Abends, besoffen
wo die Mulde durch Wiesen sich zwängt
keiner wird je erfahren
was danach geschah
am Morgen fand man Adele ertränkt
Und die meisten, die sagen
sie wußten’s schon immer
der war schon als Kind nicht ganz dicht
er war auch kein Engel
bloß irgendwie find ich
ein Monster, das war er nicht
er sitzt irgendwo jetzt
in Waldheim in Sachsen
und kommt wohl so schnell nicht mehr frei
mit ‘m beuligen Ball
spielt ein hellbraunes Kind
am staubigen Rand der B 2.
CD "BIERFIEDLER" LÖWENZAHN / R.U.M. RECORDS 1997 CD
www.bierfiedler.de
ein weiterer ergreifender Titel "Löhrstraße" das von einem tragischen Mißverständnis einer unerfüllten Verliebtheit erzählt und die geniale Version von "the Ballad of Lucy Jordon" als "Heidi Bormann" nachzulesen hier
http://www.bierfiedler.de/DSL/seiten/CDNimm.html#heidi
Ich mag es, wenn ganze Geschichten in einem Lied erzählt werden.
Das ist seltener als man denkt. Zu DDR-Zeiten hat mir die Gruppe TRANSIT in der Beziehung gefallen.
Schon etwas älter.
RANDOLPH (Lawless)
K+T M. Curry/M. Wagenbreth, Ch. Klaucke
Er hieß Randolph, der Rüpel
da war er grad sieben
da lief bei ihm alles schon schief
ein Schläger vorm Herrn
und ein Treter daneben
der kam nie, wenn Mutter ihn rief
er selbst war der Streich
den das Leben ihm spielte
und das Leben treibt seltsamen Scherz
alles kam, wie es mußte
und Randolph wuchs auf
mit ‘ner Zeitzünderbombe im Herz
Er war hart wie ein Nagel
und immer zu haben
wenn’s wo auf die Fresse was gab
kein’ Schnaps nich’ vertragen
doch stets zugepflastert
am Samstag im irischen Pub
die Jacke kurz runter
und wacklig und munter
die besten verprügeln gewollt
danach meistens im Kahn
und mit restlichem Tran
Sonntag morgens nach Hause getrollt
Eines Abends beim Rummel
am Rand von Bad Düben
begegnet ihm Adelheid Kohrt
nicht unbedingt was man
‘ne Schönheit würd’ nennen
doch das heißeste Mädel vor Ort
ein Blitz in die Augen
ein Flimmern im Herzen
und sie führte ihn zum Altar
und es war blanker Zufall
daß ‘n Vierteljahr vorher
eine Soulband in Bitterfeld war
Gottes Wunder gehn tief
schon ein halbes jahr später
beschenkt er die zwei mit ‘m Kind
neun Pfund schwer und schwarz fast
wie Balthasar-König
und Randolph, der glaubte, er spinnt
Adele schwur, nie sei da
‘n andrer gewesen
und so ‘was ließ Randolph nicht kalt
und die Nachbarn, die sagten:
wie süß, ganz der Vater
oder Kuckuck ruft’s aus dem Wald
Also Randolph war Vater
und war es von Herzen
und Adele blieb Abends lang aus
der Buschfunk, der trommelt
die schärfsten Gerüchte
und so ‘was hält keiner lang aus
und Randolph stand da
eines Abends, besoffen
wo die Mulde durch Wiesen sich zwängt
keiner wird je erfahren
was danach geschah
am Morgen fand man Adele ertränkt
Und die meisten, die sagen
sie wußten’s schon immer
der war schon als Kind nicht ganz dicht
er war auch kein Engel
bloß irgendwie find ich
ein Monster, das war er nicht
er sitzt irgendwo jetzt
in Waldheim in Sachsen
und kommt wohl so schnell nicht mehr frei
mit ‘m beuligen Ball
spielt ein hellbraunes Kind
am staubigen Rand der B 2.
CD "BIERFIEDLER" LÖWENZAHN / R.U.M. RECORDS 1997 CD
www.bierfiedler.de
ein weiterer ergreifender Titel "Löhrstraße" das von einem tragischen Mißverständnis einer unerfüllten Verliebtheit erzählt und die geniale Version von "the Ballad of Lucy Jordon" als "Heidi Bormann" nachzulesen hier
http://www.bierfiedler.de/DSL/seiten/CDNimm.html#heidi
Ich mag es, wenn ganze Geschichten in einem Lied erzählt werden.
Das ist seltener als man denkt. Zu DDR-Zeiten hat mir die Gruppe TRANSIT in der Beziehung gefallen.
Zuletzt geändert von r am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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