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Captain Retro
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Beitrag von Captain Retro »

@masterchief: wird gemacht!:)
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cater78
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Beitrag von cater78 »

Dieser Musikprofessor hat zurückgeschrieben:

Einen Titel "Snobdame" kenne ich nicht. Vielleicht meinen Sie "Eisdame" von
Arnulf Wenning? Der ist auch 1986 produziert worden und wurde u. a. auf der
gleichnamigen EP (Amiga 556142) und der Debüt-LP von AW (Amiga 856304)
veröffentlicht.
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obsession
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Beitrag von obsession »

@cater78:
Nein - Eisdame ist es definitiv nicht.

Puh - wenn selbst ein Musikprofessor mit Schwerpunkt
das Lied nicht kennt, scheint´s ja selbst in der DDR auch nicht
so oft verkauft worden zu sein... Allerdings ging es auch
hier im Westen vielen deutschen Produktionen so, allerdings
wurde da noch vieles auf CD-Samplern zusammengefaßt.

Das wäre doch mal was für ein Label.
Pop/Wave/Disco-Knaller aus dem DDR in Maxi-Versionen
(gab´s denn nun Maxi-Versionen in der DDR?).
Mich würden zum Beispiel interessieren:

Markus - Snobdame (maxi)
IC - Wunderland (maxi)
Puhdys - TV-Show & Schlaf mit mir (maxi)
Wolfgang Ziegler - Verdammt (maxi) (lade gerade was runter,
was die maxi sein könnte)
Wird wohl leider nur ein Traum bleiben :(

Hat eigentlich jemand "Snobdame" bzw. einen Ausschnitt des Liedes als MP3?
Das Lied wurde ja kurz in der bereits erwähnten 80er-Kult-Nacht "vorgestellt".
Hat jemand diesen Teil vielleicht als "TV-Rip"?
Ich glaube, ich werde mir die Sendung heute abend auf Video nochmal anschauen und anhören ;)

CU ObsessioN
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Gast2332

Beitrag von Gast2332 »

Hallo
Maxis im eigentlichem Sinn gab es bei uns in der DDR nicht.Wolfgang Zieglers-Verdammt wird aber zB. immer für eine gehalten,weil dieses Lied ja schon 5,30 Minuten läuft. Desweiteren gabes richtig lange Werke ,zB.von Stern Meissen (Übrigens die älteste DDR Band, Gründungsjahr 1964 und die spielen immer noch),Lift,Elektra,Karat oder auch City. City´s am Fenster besteht zB.aus 3 Teilen; Traum,Tagtraum,Am Fenster mit stolzer Spielzeit von 17,40 Minuten!
Tschüß Kaj
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monofreak
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Beitrag von monofreak »

So, nach drei Tagen Abwesenheit jetzt hier meine Sammelantwort auf einige der angesprochenen Themen:

zuerst @ cater: Welche Sendung wird da in drei Wochen wiederholt?

DDR Maxi's
Dieses Format gab es in der DDR praktisch nicht. Nur Singles, Quartett Singles (mit 4 Titeln), LPs uns Sampler. Die meisten Plattenkäufer waren nur scharf auf die sog. Lizenzplatten, die die DDR-Firma "AMIGA" mit westlichem Material auf den Markt brachte, teils als 1:1 Übernahme (z.B. Grönemeyer - Bochum) oder als eigene Best Of Zusammenstellung (z.B. Nena, Alphaville). Diese Auflagen waren begrenzt, da die DDR ja Devisen dafür hinblättern mußte, somit gab es sie oft nur "unterm Ladentisch (Bezeichnung für Mangelware)". Die Platten von DDR Künstlern gab es immer, wurden aber oft von den Kunden verschmäht, heute ärgert man sich darüber, weil man nun doch das eine oder andere sucht und es auf CD nie erschienen ist. Es war übrigens gar nicht so einfach für junge Künstler, eine Platte zu machen, denn es wurden kaum Singles gepreßt, um -wie im Westen- den Markt abzuchecken. Deshalb wurden viele neue Künstler zunächst vom Rundfunk der DDR produziert und dann dort im Radio eingesetzt. Bei "Wertungssendungen" (=Hitparaden, z.B. DT 64 Metronom) konnte man dann sehen, wie die Musik beim Hörer ankam. Dann gab es oft Nachwuchssampler (z.B. "Kleeblatt" 4 neue Künstler mit je 3 Songs). Der Weg bis zur eigenen LP war sehr steinig.

zur DDR Musik allgemein:
Hab ich damals fast nie gehört, hat mich auch nicht sonderlich interessiert.
Heute sehe ich das etwas anders:
Rockmusik ist okay, aber Pop- und Dancemusik war meist schlecht, obwohl es nicht an guten Songs mangelte, sondern eher an vernünftiger Technik, diese auch ansprechend zu produzieren.
Die einzige Dance-Pop-Platte (nicht die Rockklassiker), die schon damals in den Diskos lief (und auch heute noch) ist Verdammt von Wolfgang Ziegler. Der Song war immer schon so lang, das ist keine spezielle Maxi Version. (Es gab oftmals sehr lange Werke, da man sich an kein Radioformat halten mußte.) Alle nach der Wende entstandenen Remixe (die nie an das Original herankamen), hatten dann auch eine Single Version.
Dann gab es das Duo "H&N", die den Modern Talking/Bad Boys Blue Sound imitierten, mit dem Song "Flic Flac durch die Nacht", auch eine ganz ordentliche Scheibe. Die haben sich dann in den Westen abgesetzt und unter dem Namen BOYS NEXT DOOR noch zwei Platten gemacht, z.B. "Lady Of The Night", aber ohne nennenswerten Erfolg.
Meine Lieblingssongs von damals sind neben "Verdammt": electra "Nie zuvor" + Jade "Sky" (eines der wenigen englischen Lieder aus der DDR)

Übrigens mußte damals das Programm im Rundfunk und bei öffentlichen Veranstaltungen (also auch in Diskotheken) der 60/40 Regel entsprechen, d.h. 60% der Musik mußte aus der DDR bzw. dem Ostblock stammen, der Rest aus dem Westen. Dabei war der Urheber maßgebend, z.B. Peter Maffay's Version des Karat-Hits "Über 7 Brücken" zählte zum "Ost-Teil". Für "Schallplattenunterhalter (SPU)" (Deejays) gab es alle 14 Tage eine Sendung im Radio zum Aufnehmen (DT 64 Podiumdiskothek). Diese Westsongs durften dann auch ofiziell gespielt werden.
Daran hat sich aber meist keiner gehalten, außer zu "Einstufungsveranstaltungen", die jeder SPU regelmäßig vor einer Kommission durchführen mußte. Da mußte man dann schon mal das Publikum mit einem Faß Freibier bestechen, damit sie auch zur Ost-Mucke tanzten.....

zu IC
IC (Ralf Schmidt) war in den 80ern der Sänger von Stern Meissen. Ich habe ihn am 30.4.2001 mit seiner Band live erlebt, das war nicht schlecht. Und es ist auch beim Publikum gut angekommen.

zu Amor & die Kids
Der größte Hit war "Komm doch mit (zu 'nem Ritt auf dem Sofa)", ein Album hieß "No More Bockwurst". Peinlich war das nicht, eher lustig.
Zuletzt geändert von monofreak am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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cater78
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Beitrag von cater78 »

@ monofreak @

Sorry, nix wird glaub ich wiederholt. Ich gucks mir nur auf Video nochmal an.
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