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CQ 11m, CQ 11m, hier ruft ...
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telefunken
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- Beiträge: 17
- Registriert: Sa Aug 30, 2003 9:34 pm
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Bei den vielen ´historischen´ Computerbeiträgen vergisst man fast, dass
in den 80ern ein ganz anderes technisches Hobby seinen Höhenpunkt
hatte: Der CB-Funk.
Los ging das ganze ja in den frühen Siebzigern, mit den sogenannten
K-Geräten und 6 Kanälen. Einfach ein Gerät kaufen und losfunken, das
war nicht möglich. Es musste ein Bedarf nachgewiesen werden. Am besten
war da die Mitgliedschaft in einem der vielen Funk-Hilfsvereine.
1975 endlich, wurde auch in Deutschland der CB-Funk auf 12 Kanälen mit
maximal 0,5 Watt Sendeleistung für ´Jedermann´ freigegeben. Und da
setzte der Boom ein, der bis weit in die 80er Jahre anhielt.
Mein erstes Funkgerät war eine ´Handgurke´ (Handsprechfunkgerät) mit
drei Kanälen, von Quelle, Markenname UNIVERSUM. Leider war das Gerät ab
Werk nur mit einem Kanal bequarzt. Pro Kanal musste ein Quarzpaar (für
Erzeugung der Sendefrequenz und Empfangs-Oszillatorfrequenz)
nachgesteckt werden, was das durchschnittliche Monatstaschengeld fast
aufbrauchte. Das Gerät hatte zwar ein stabiles, schwarz lackiertes
Metallgehäuse, aber der Lack löste sich bei Dauerquasslern unter Wärme
und Schweißeinwirkung bald ab. Also wurde nachlackiert, erst schwarz,
später grün ...
Schon bald musste der Handgurken-Teenie feststellen, dass es andere
viel bequemer hatten. Und dass sie auch meistens weiter funken konnten,
wenn der Handfunker nicht gerade auf dem höchsten Turm oder Gipfel
stand und von dort dann selbst mit der bescheidenen Teleskopantenne
fast jeden am Boden übertreffen konnte. Diejenigen, die bereits stolze
Besitzer eines Autos waren, saßen schon immerhin in der zweiten Reihe:
Ein Mobilfunkgerät, fest eingebaut, mit Handmikrofon und eine möglichst
lange Antenne, möglichst auf der Dachmitte, waren nicht nur optisch
eindrucksvoll, sondern konnten auch so manchen
´Heimstationsbesitzer´, bei Wahl eines entsprechend günstigen Standorts,
reichweitenmäßig in den Schatten stellen. Und das wusste man natürlich
schnell, wo die besten Standorte waren.
So gab es an topographisch bevorzugten und zugleich mit dem Auto
erreichbaren Lagen, vielfach Abend für Abend ein kleines Funkertreffen.
Wegen der oftmals mangelhaften Empängertrennschärfe konnte aber
höchstens immer einer im Umkreis von 200m funken. Die ´Durchschläger´
eines Senders in unmittelbarer Nähe machten die anderen Empfänger
´dicht´ und einen normalen Empfang unmöglich.
Dies war aber nicht so schlimm, denn unter Gleichgesinnten quatschte es
sich auch ´visuell´nett, wie das in CB-Jargon genannt wurde. Eigentlich
gab es fast nur ein Thema; Die Anlage, die Antenne, Koaxkabel, die
Antennenanpassung und deren sogenannte ´Stehwelle´ (eigentlich
technisch Korrekt Stehwellenverhältnis). Und natürlich die Geschichten
über Weitverbindungen, das sogenannte ´DX´, das bei entsprechenden
atmosphärischen Bedingungen selbst mit der mickrigen Leistung von 0,5
Watt kurzzeitig Verbindungen über 1000 und mehr km zuließ.
Und was noch ganz wichtig war: Die QSL-Karte
(Verbindungsbestätigungs-Karte)! Ohne QSL war man kein Funker. Und wer
eine QSL bekam, aber keine zurückschickte, war erst recht kein Funker.
Der Stolz eines jeden Funkers war die QSL-Sammlung, als einziger Beweis
und einzige Materialisierung des vergänglichen und völlig unmateriellen
Funkkontaktes. Bei einem richtigen Funker war deshalb mindestens eine
Wand mit QSLs tapeziert. Die schönsten QSLs und die Dokumente der
weitesten Verbindungen hatten Ehrenplätze. Ich erinnere mich noch heute
daran, dass mein schönstes Geburtstagsgeschenk zu meinem 17. Geburtstag
ein geglücktes QSO mit Florenz war.
QSL ? QSO ?
Wer nie selber gefunkt hat, hört jetzt an dieser Stelle entweder auf
mit Lesen, oder versucht, die sogenannten Q-Gruppen zu lernen, die
eigentlich früher mal dazu gedacht waren, im Tastfunk (Morsetelegaphie)
Zeichen zu sparen. Eine historische Form der Datenkompression,
sozusagen. Nur ganz geschwind die wichtigsten Abkürzungen, zur
Erinnerung:
- QTH: Standort
- QRG: Frequenz
- QSY: Frequenzwechsel
- QRZ: Du wirst gerufen von ...
- QSO: Funkverbindung. QSO´s werden übrigens ´gefahren´...
- CQ: allgemeiner Anruf (Cq 11, CQ 11, hier ist ...)
- QSL: Bestätigungskarte für Funkverbindung
Daneben gab es natürlich eine Fülle von CB-Dialekten und Redewendungen,
die sicher zu 99% bereits wieder versunken sind. Der ´Spargel´ zum
Beispiel, nein, das war die Antenne, sonst nix ! Und wer einen ´mords
Spargel auf dem Dach´ hatte, war eben Besitzer einer schönen langen
Antenne. Lachen, übrigens, wurde meistens übersetzt. Wenn jemand ´was
komisch fand, kommentierte er das mit ´Ha - Iih´(Hi), auch ein
übernommenes Telegraphie-Relikt. Was dem Mailer oder Chatter sein
Smiley ist, war dem Funker sein Ha-Iih ;-) ...
Ebenso ging ein Funker nicht ins Bett, sondern auf ´2m horizontal´, was
die ungefähre Länge eines durchschnittlichen Bettes in Bezug zu einer
populären Wellenlänge (der Funkamateure, allerdings) brachte. Wieso der
zuvor bereits erwähnte günstige Funkstandort aber ´Bräkerhügel´ hieß,
weiß ich auch nicht. Ebenso wenig, wieso es hieß, man hätte zusammen
´gebräkt´, wenn man einen Funkkontakt hatte. Vielleicht hatte es seinen
Ausgangspunkt beim ´Brääk!´ (break), dass ein Dritter in ein
Zwiegespräch einwarf, um den Wunsch auf Mitreden kund zu tun.
Selbstverständlich waren aber auch Funker nicht (ganz) geschlechtslose
Wesen. Abgesehen davon, dass die Frauen - wie so oft, in diesen
Bereichen - absolut in der Minderzahl waren, wurden auch sie mit einer
Abkürzung bedacht: Es war die ´OW´, die ´Oberwelle´, die allerdings
manchmal auch als ´oh - Weh!´ interpretiert wurde. Die etwas kundigeren
hatten da allerdings ein netteres und eleganteres Kürzel, aus dem
Amateurfunk bzw. kommerziellen Funk entliehen: Die YL, ´young lady´.
Damit war dann die Freundin genannt, denn die Ehefaru, war bereits -
egal wie alt - die ´XYL´, die ´Ex-Young-Lady´.
Die ganz harten Funker liebten und suchten aber mehr die Einsamkeit.
Vor allem oder sogar bei Nacht, wenn ´das Band frei´ war, und selbst
leiseste Signale ´aufzunehmen´ waren. Mancher schrie sich heiser, am
Mikrofon, bis er das normale Standardmikrofon durch ein ´V-Mike´, ein
Mikrofon mit eingebautem Vorverstärker ersetzte. Das war natürlich
nicht erlaubt, ebenso wenig wie es erlaubt war, das Funkgerät zu öffnen
und irgend etwas darin zwecks Leistungserhöhung zu verstellen. Ganz zu
schweigen vom Einsatz sogenannter ´Brenner´, auch Nachbrenner genannt,
die das popelige halbe Watt Hochfrequenz um das teilweise 100-fache
verstärkten. Mit 50 Watt oder sogar mehr war dann entweder die Batterie
gegen Morgen leer, oder, was bedeutend unangenehmer war, ein gelbes
Fahrzeug, mit auffälliger Antenne auf dem Dach, hielt plötzlich neben
dem Privatrundfunker. Die Post, auch ´der Gilb´ genannt, war überhaupt
der Erzfeind aller echten Funker. Also musste jeder echte Funker auch
irgend etwas verbotenes oder nicht ganz legales haben. Und wenn´s nur
das erwähnte Verstärkermikrofon war. Apropos V-Mike, die Produkte der
Firma TURNER hatten hier einen legendären Ruf. Das Turner m+2u als
klobiges Handmikrofon, und das Turner+3 als denkmalhaftes Standmikro
für den Chefsprecher daheim. Als Antenne war die ´DV 27´ mit etwa 1,3m
Standard. Experten hatten für den Funkerhügel aber die ´DV 27 l´(lang)
mit 2,70m im Kofferraum, die gleich ein ´paar dB´ mehr brachte.
Und überhaupt, das db: Das sogenannte S-Meter war das Wichtigste
überhaupt, beim ´Rapport´-Verteilen. Die Frage ´Wie komm ich denn bei
dir ´rein ?´beantworteten nur Witzbolde oder Unkundige mit ´Bei der
Tür´. Denn damit war schlicht nach einer Beurteilung der
Empfangsqualität gefragt. Der Rapport wiederum konnte, je nach eigener
Erwartung, Hochstimmung oder Niedergeschlagenheit auslösen.
Allerdings ist dazu zu sagen, dass leider nicht wenige Funkkollegen
sinnlose Rapporte verteilten, ohne das Rapportsystem verstanden zu
haben. Da war als erstes der Blick aufs S-Meter, also die Anzeige der
Empfangsfeldstärke. Neben diesem ´S-Wert´ (´Du kommst hier rein mit
Neun plus zwanzig !´) gab es noch den sogenannten ´Radio-Wert´,
eigentlich R-Wert von ´readability´, also die Verständlichkeit. Damit
konnte man die Güte der Sprachübertragung (´Modulation´)
beurteilen. Viele machten allerdings den Fehler, und verwechselten
leise Signale von weit entfernten Stationen mit schlechter Güte. Aber
das ist ein anderes Kapitel... Wer eine Top-Modulation hatte, dem wurde
auf alle Fälle eine ´UKW-Qualität´ seiner Aussendung bescheinigt, die
Krone der Verbalbewertung.
Zurück ins traute Heim: Bei den stolzen Heimsationsbesitzern, die zwar
in der ersten Reihe saßen, aber dafür auch jeden Monat DM 15.- an den
´Gilb´ zahlen mussten, fing es bei 2,70 Antennelänge erst an. Als
Notlösung. Mindestens ´lambda-halbe´ (halbe Wellenlänge) musste der
Spargel haben. Noch besser war eine ´fünf achtel´ oder sogar als
Längenspitzenreiter eine überlange ´sechs achtel´, mit über acht
Metern. Solche Konstruktionen waren aber nicht unbedingt optimal, was
auch mechanisch galt. Viele der langen Spargel auf den Dächern der 80er
zeigten dem Betrachter schon von weitem eindeutig die Hauptwindrichtung
an und repräsentierten damit einen eher geknickten Funkerstolz.
Doch trotz den monatlichen DM 15.-, trotz nicht seltenem Streit mit
Nachbarn, wegen unerwünschter Wiedegabe von Funkgesprächen aus
Plattenspielern, Radios, HiFi-Anlagen und Fernsehern (das gefürchtete
´TVI´, Television-Interference), trotz Besuch vom ´Gilb´, war die
Heimstation das Ziel und die Krone der Funkerausstattung. An deutschen
Marken, die - sowohl bei Handsprechfunkgeräten, Mobilgeräten oder
Heimstationen - den Markt dominierten, fällt mir noch ein: DNT, Stabo,
Kaiser, etwas seltener Grundig, Blaupunkt und PeWe, und natürlich die
berühmten UNIVERSUM- (Quelle) und PALLADIUM (Neckermann)-Geräte. An
ausländischen Fabrikaten und Markennamen erinere ich mich an
Sommerkamp, Zodiac und President, die allesamt auch beliebte Geräte bei
´Schwarzfunkern´ waren, also denen, die mit unerlaubten Geräten (mehr
als 12 Kanäle, mehr als 0,5 Watt) unterwegs waren.
Wenn es heute möglich ist, per Webcam freiwillig jede Privatsphäre
aufzugeben und alle Welt an seinem häuslichen Leben teilhaben zu
lassen, so war es vor über 20 Jahren die Heimstation und das
Vorverstärkermikrofon, dass fast sämliche Neben- und Lebensgeräusche
aus dem trauten Funkerheim im Umkreis von 20, 30 und mehr Kilometern
verteilte. Neben langen Monologen waren manche Funker auch Meister der
Sprechpausen, bei gedrückter Sendetaste. Der praktische Feststellknopf
am Turner+3 ermöglichte es durchaus, mal eben aufzustehen, aus dem
Kühlschrank ein Bier zu holen und dabei weiterzuquatschen. Die echten
Spezialisten schafften so problemlos ´Durchgänge´, also Sendedauern von
bis zu 10 Minuten, was dann schon fast ´rundfunkähnliche Darbietungen´
waren. Danach wusste dann jeder Zuhörer, welches Fernsehprogramm im
Hintergrund läuft, wieviele kinder im Haushalt wohnen, ob die ´OW´ gut
gelaunt ist, oder ob gerade das Badewasser einläuft.
Dem gegenüber stand der Schweiger. Der Dauerschweiger, der nichts
sagte, sondern nur die Taste herunter drückte. Und schwieg. Es waren
die sogenannten ´Trägerdrücker´, die also nur einen ´unmodulierten
HF-Träger´ aussendeten. Was hatte dies für einen Sinn ? Nun, die
Absicht war Stören, einfach Gespräche stören. Und natürlich die Freude
an den alsbald und mit ziemlicher Sicherheit einsetzenden
Schimpfkanonaden der Gestörten. Wenn der tonlose Tastendruck nicht
ausreichte, hielten manche ihr Mikrofon vor den Lautsprecher des
Autoradios, denn ´Trägerdrücker´ gingen ihrem Handwerk zu 95% aus dem
Auto nach. Ganz mutige rülpsten auch hinein, oder gaben sonstige
Lautimpulse von sich. Es war schon bald allgemeiner Konsens, dass die
beste Methode gegen Trägerdrücker war, sie zu ignorieren und
keinesfalls zu beschimpfen, wie es dennoch oft genug geschah (Schwätz
doch mal was du feige S.. , wenn ich dich krieg..., ich weiss wo du
bist, ich komm jetzt vorbei... , ich zeig´dich bei der Post an...).
In Einzelfällen blieb es dann nicht bei den Drohungen. Ich kenne einen
Fall, in dem ein Trägerdrücker von aufgebrachten Funkern gejagt,
gefunden und gestellt wurde. Dass dabei nicht nur das Funkgerät und die
Antenne des Störsenders hart behandelt wurden, muss wohl nicht extra
erwähnt werden ...
Spätestens seit dem Aufkommen der ´Händies´ ging es mit dem CB-Funk
jedoch bergab (Obwohl ja beim Händie in den meisten Fällen die
tatsächliche ´Funkstrecke´ bis zur nächsten Basisstation höchstens
einige Kilometer beträgt und ab da das Gespräch ganz normal über Draht
läuft. Von ´DX´ kann man da also nicht reden ... )
Die wenigen noch auf Dächern stehenden CB-Antennen sind meist
vergessene Relikte, die sich oft in einem funktechnisch trostlosen
Zustand befinden.
Heute sind auch nur noch ganz selten Autos mit CB-Antennen zu sehen,
ganz zu schweigen von den früher üblichen Aufklebern mit
Funk-Markennamen und - ganz wichtig - dem eigenen Rufzeichen. Das
Rufzeichen, der Funkname also, konnte völlig beliebig sein, ein
´Nickname´ also auch. Alles war vertreten, vom Filmstar (Rambo, Rocky,
...) über die Namen häuslicher Lieblingstiere (Schnucki, Minka,
Boppele,...) bis zu den eher ´professinelleren´ Rufzeichen, die oftmals
die Initialen des eigenen Namens ins ´internationale
Nato-Buchstabieralphabet´ umsetzten. Aus Fritz Maier wurde so ein
schicker ´Foxtrott - Mike´, manchmal noch mit Nummer dahinter. Wer das
ganze Nato-Alphabet kannte, hatte sowieso schon die höheren Weihen
erreicht (Kennst Du´s noch ? Alpha, Bravo, Charlie, Delta, Echo, ...),
und demonstierte dies mit der schnellen und fehlerfreien Buchstabierung
von ´QTH´ und Namen.
Vieles gäbe es noch zu berichten. Von echten Freundschaften, sogar
Ehen, die per CB-Funk ´vermittelt´ wurden, von regelmäßigen
Funkerrunden, bei denen stundenlang gequasselt wude, von Funkertreffs
in total verrauchten Nebenzimmern, vom ´Neuner´, dem heiligen Anruf-
und Notrufkanal, ... aber dieser Beitrag ist ja nun lang genug. Und
vielleicht fällt ja noch jemand anderem ´was ein !
73, 55 oder 88 zum Beispiel ...
in den 80ern ein ganz anderes technisches Hobby seinen Höhenpunkt
hatte: Der CB-Funk.
Los ging das ganze ja in den frühen Siebzigern, mit den sogenannten
K-Geräten und 6 Kanälen. Einfach ein Gerät kaufen und losfunken, das
war nicht möglich. Es musste ein Bedarf nachgewiesen werden. Am besten
war da die Mitgliedschaft in einem der vielen Funk-Hilfsvereine.
1975 endlich, wurde auch in Deutschland der CB-Funk auf 12 Kanälen mit
maximal 0,5 Watt Sendeleistung für ´Jedermann´ freigegeben. Und da
setzte der Boom ein, der bis weit in die 80er Jahre anhielt.
Mein erstes Funkgerät war eine ´Handgurke´ (Handsprechfunkgerät) mit
drei Kanälen, von Quelle, Markenname UNIVERSUM. Leider war das Gerät ab
Werk nur mit einem Kanal bequarzt. Pro Kanal musste ein Quarzpaar (für
Erzeugung der Sendefrequenz und Empfangs-Oszillatorfrequenz)
nachgesteckt werden, was das durchschnittliche Monatstaschengeld fast
aufbrauchte. Das Gerät hatte zwar ein stabiles, schwarz lackiertes
Metallgehäuse, aber der Lack löste sich bei Dauerquasslern unter Wärme
und Schweißeinwirkung bald ab. Also wurde nachlackiert, erst schwarz,
später grün ...
Schon bald musste der Handgurken-Teenie feststellen, dass es andere
viel bequemer hatten. Und dass sie auch meistens weiter funken konnten,
wenn der Handfunker nicht gerade auf dem höchsten Turm oder Gipfel
stand und von dort dann selbst mit der bescheidenen Teleskopantenne
fast jeden am Boden übertreffen konnte. Diejenigen, die bereits stolze
Besitzer eines Autos waren, saßen schon immerhin in der zweiten Reihe:
Ein Mobilfunkgerät, fest eingebaut, mit Handmikrofon und eine möglichst
lange Antenne, möglichst auf der Dachmitte, waren nicht nur optisch
eindrucksvoll, sondern konnten auch so manchen
´Heimstationsbesitzer´, bei Wahl eines entsprechend günstigen Standorts,
reichweitenmäßig in den Schatten stellen. Und das wusste man natürlich
schnell, wo die besten Standorte waren.
So gab es an topographisch bevorzugten und zugleich mit dem Auto
erreichbaren Lagen, vielfach Abend für Abend ein kleines Funkertreffen.
Wegen der oftmals mangelhaften Empängertrennschärfe konnte aber
höchstens immer einer im Umkreis von 200m funken. Die ´Durchschläger´
eines Senders in unmittelbarer Nähe machten die anderen Empfänger
´dicht´ und einen normalen Empfang unmöglich.
Dies war aber nicht so schlimm, denn unter Gleichgesinnten quatschte es
sich auch ´visuell´nett, wie das in CB-Jargon genannt wurde. Eigentlich
gab es fast nur ein Thema; Die Anlage, die Antenne, Koaxkabel, die
Antennenanpassung und deren sogenannte ´Stehwelle´ (eigentlich
technisch Korrekt Stehwellenverhältnis). Und natürlich die Geschichten
über Weitverbindungen, das sogenannte ´DX´, das bei entsprechenden
atmosphärischen Bedingungen selbst mit der mickrigen Leistung von 0,5
Watt kurzzeitig Verbindungen über 1000 und mehr km zuließ.
Und was noch ganz wichtig war: Die QSL-Karte
(Verbindungsbestätigungs-Karte)! Ohne QSL war man kein Funker. Und wer
eine QSL bekam, aber keine zurückschickte, war erst recht kein Funker.
Der Stolz eines jeden Funkers war die QSL-Sammlung, als einziger Beweis
und einzige Materialisierung des vergänglichen und völlig unmateriellen
Funkkontaktes. Bei einem richtigen Funker war deshalb mindestens eine
Wand mit QSLs tapeziert. Die schönsten QSLs und die Dokumente der
weitesten Verbindungen hatten Ehrenplätze. Ich erinnere mich noch heute
daran, dass mein schönstes Geburtstagsgeschenk zu meinem 17. Geburtstag
ein geglücktes QSO mit Florenz war.
QSL ? QSO ?
Wer nie selber gefunkt hat, hört jetzt an dieser Stelle entweder auf
mit Lesen, oder versucht, die sogenannten Q-Gruppen zu lernen, die
eigentlich früher mal dazu gedacht waren, im Tastfunk (Morsetelegaphie)
Zeichen zu sparen. Eine historische Form der Datenkompression,
sozusagen. Nur ganz geschwind die wichtigsten Abkürzungen, zur
Erinnerung:
- QTH: Standort
- QRG: Frequenz
- QSY: Frequenzwechsel
- QRZ: Du wirst gerufen von ...
- QSO: Funkverbindung. QSO´s werden übrigens ´gefahren´...
- CQ: allgemeiner Anruf (Cq 11, CQ 11, hier ist ...)
- QSL: Bestätigungskarte für Funkverbindung
Daneben gab es natürlich eine Fülle von CB-Dialekten und Redewendungen,
die sicher zu 99% bereits wieder versunken sind. Der ´Spargel´ zum
Beispiel, nein, das war die Antenne, sonst nix ! Und wer einen ´mords
Spargel auf dem Dach´ hatte, war eben Besitzer einer schönen langen
Antenne. Lachen, übrigens, wurde meistens übersetzt. Wenn jemand ´was
komisch fand, kommentierte er das mit ´Ha - Iih´(Hi), auch ein
übernommenes Telegraphie-Relikt. Was dem Mailer oder Chatter sein
Smiley ist, war dem Funker sein Ha-Iih ;-) ...
Ebenso ging ein Funker nicht ins Bett, sondern auf ´2m horizontal´, was
die ungefähre Länge eines durchschnittlichen Bettes in Bezug zu einer
populären Wellenlänge (der Funkamateure, allerdings) brachte. Wieso der
zuvor bereits erwähnte günstige Funkstandort aber ´Bräkerhügel´ hieß,
weiß ich auch nicht. Ebenso wenig, wieso es hieß, man hätte zusammen
´gebräkt´, wenn man einen Funkkontakt hatte. Vielleicht hatte es seinen
Ausgangspunkt beim ´Brääk!´ (break), dass ein Dritter in ein
Zwiegespräch einwarf, um den Wunsch auf Mitreden kund zu tun.
Selbstverständlich waren aber auch Funker nicht (ganz) geschlechtslose
Wesen. Abgesehen davon, dass die Frauen - wie so oft, in diesen
Bereichen - absolut in der Minderzahl waren, wurden auch sie mit einer
Abkürzung bedacht: Es war die ´OW´, die ´Oberwelle´, die allerdings
manchmal auch als ´oh - Weh!´ interpretiert wurde. Die etwas kundigeren
hatten da allerdings ein netteres und eleganteres Kürzel, aus dem
Amateurfunk bzw. kommerziellen Funk entliehen: Die YL, ´young lady´.
Damit war dann die Freundin genannt, denn die Ehefaru, war bereits -
egal wie alt - die ´XYL´, die ´Ex-Young-Lady´.
Die ganz harten Funker liebten und suchten aber mehr die Einsamkeit.
Vor allem oder sogar bei Nacht, wenn ´das Band frei´ war, und selbst
leiseste Signale ´aufzunehmen´ waren. Mancher schrie sich heiser, am
Mikrofon, bis er das normale Standardmikrofon durch ein ´V-Mike´, ein
Mikrofon mit eingebautem Vorverstärker ersetzte. Das war natürlich
nicht erlaubt, ebenso wenig wie es erlaubt war, das Funkgerät zu öffnen
und irgend etwas darin zwecks Leistungserhöhung zu verstellen. Ganz zu
schweigen vom Einsatz sogenannter ´Brenner´, auch Nachbrenner genannt,
die das popelige halbe Watt Hochfrequenz um das teilweise 100-fache
verstärkten. Mit 50 Watt oder sogar mehr war dann entweder die Batterie
gegen Morgen leer, oder, was bedeutend unangenehmer war, ein gelbes
Fahrzeug, mit auffälliger Antenne auf dem Dach, hielt plötzlich neben
dem Privatrundfunker. Die Post, auch ´der Gilb´ genannt, war überhaupt
der Erzfeind aller echten Funker. Also musste jeder echte Funker auch
irgend etwas verbotenes oder nicht ganz legales haben. Und wenn´s nur
das erwähnte Verstärkermikrofon war. Apropos V-Mike, die Produkte der
Firma TURNER hatten hier einen legendären Ruf. Das Turner m+2u als
klobiges Handmikrofon, und das Turner+3 als denkmalhaftes Standmikro
für den Chefsprecher daheim. Als Antenne war die ´DV 27´ mit etwa 1,3m
Standard. Experten hatten für den Funkerhügel aber die ´DV 27 l´(lang)
mit 2,70m im Kofferraum, die gleich ein ´paar dB´ mehr brachte.
Und überhaupt, das db: Das sogenannte S-Meter war das Wichtigste
überhaupt, beim ´Rapport´-Verteilen. Die Frage ´Wie komm ich denn bei
dir ´rein ?´beantworteten nur Witzbolde oder Unkundige mit ´Bei der
Tür´. Denn damit war schlicht nach einer Beurteilung der
Empfangsqualität gefragt. Der Rapport wiederum konnte, je nach eigener
Erwartung, Hochstimmung oder Niedergeschlagenheit auslösen.
Allerdings ist dazu zu sagen, dass leider nicht wenige Funkkollegen
sinnlose Rapporte verteilten, ohne das Rapportsystem verstanden zu
haben. Da war als erstes der Blick aufs S-Meter, also die Anzeige der
Empfangsfeldstärke. Neben diesem ´S-Wert´ (´Du kommst hier rein mit
Neun plus zwanzig !´) gab es noch den sogenannten ´Radio-Wert´,
eigentlich R-Wert von ´readability´, also die Verständlichkeit. Damit
konnte man die Güte der Sprachübertragung (´Modulation´)
beurteilen. Viele machten allerdings den Fehler, und verwechselten
leise Signale von weit entfernten Stationen mit schlechter Güte. Aber
das ist ein anderes Kapitel... Wer eine Top-Modulation hatte, dem wurde
auf alle Fälle eine ´UKW-Qualität´ seiner Aussendung bescheinigt, die
Krone der Verbalbewertung.
Zurück ins traute Heim: Bei den stolzen Heimsationsbesitzern, die zwar
in der ersten Reihe saßen, aber dafür auch jeden Monat DM 15.- an den
´Gilb´ zahlen mussten, fing es bei 2,70 Antennelänge erst an. Als
Notlösung. Mindestens ´lambda-halbe´ (halbe Wellenlänge) musste der
Spargel haben. Noch besser war eine ´fünf achtel´ oder sogar als
Längenspitzenreiter eine überlange ´sechs achtel´, mit über acht
Metern. Solche Konstruktionen waren aber nicht unbedingt optimal, was
auch mechanisch galt. Viele der langen Spargel auf den Dächern der 80er
zeigten dem Betrachter schon von weitem eindeutig die Hauptwindrichtung
an und repräsentierten damit einen eher geknickten Funkerstolz.
Doch trotz den monatlichen DM 15.-, trotz nicht seltenem Streit mit
Nachbarn, wegen unerwünschter Wiedegabe von Funkgesprächen aus
Plattenspielern, Radios, HiFi-Anlagen und Fernsehern (das gefürchtete
´TVI´, Television-Interference), trotz Besuch vom ´Gilb´, war die
Heimstation das Ziel und die Krone der Funkerausstattung. An deutschen
Marken, die - sowohl bei Handsprechfunkgeräten, Mobilgeräten oder
Heimstationen - den Markt dominierten, fällt mir noch ein: DNT, Stabo,
Kaiser, etwas seltener Grundig, Blaupunkt und PeWe, und natürlich die
berühmten UNIVERSUM- (Quelle) und PALLADIUM (Neckermann)-Geräte. An
ausländischen Fabrikaten und Markennamen erinere ich mich an
Sommerkamp, Zodiac und President, die allesamt auch beliebte Geräte bei
´Schwarzfunkern´ waren, also denen, die mit unerlaubten Geräten (mehr
als 12 Kanäle, mehr als 0,5 Watt) unterwegs waren.
Wenn es heute möglich ist, per Webcam freiwillig jede Privatsphäre
aufzugeben und alle Welt an seinem häuslichen Leben teilhaben zu
lassen, so war es vor über 20 Jahren die Heimstation und das
Vorverstärkermikrofon, dass fast sämliche Neben- und Lebensgeräusche
aus dem trauten Funkerheim im Umkreis von 20, 30 und mehr Kilometern
verteilte. Neben langen Monologen waren manche Funker auch Meister der
Sprechpausen, bei gedrückter Sendetaste. Der praktische Feststellknopf
am Turner+3 ermöglichte es durchaus, mal eben aufzustehen, aus dem
Kühlschrank ein Bier zu holen und dabei weiterzuquatschen. Die echten
Spezialisten schafften so problemlos ´Durchgänge´, also Sendedauern von
bis zu 10 Minuten, was dann schon fast ´rundfunkähnliche Darbietungen´
waren. Danach wusste dann jeder Zuhörer, welches Fernsehprogramm im
Hintergrund läuft, wieviele kinder im Haushalt wohnen, ob die ´OW´ gut
gelaunt ist, oder ob gerade das Badewasser einläuft.
Dem gegenüber stand der Schweiger. Der Dauerschweiger, der nichts
sagte, sondern nur die Taste herunter drückte. Und schwieg. Es waren
die sogenannten ´Trägerdrücker´, die also nur einen ´unmodulierten
HF-Träger´ aussendeten. Was hatte dies für einen Sinn ? Nun, die
Absicht war Stören, einfach Gespräche stören. Und natürlich die Freude
an den alsbald und mit ziemlicher Sicherheit einsetzenden
Schimpfkanonaden der Gestörten. Wenn der tonlose Tastendruck nicht
ausreichte, hielten manche ihr Mikrofon vor den Lautsprecher des
Autoradios, denn ´Trägerdrücker´ gingen ihrem Handwerk zu 95% aus dem
Auto nach. Ganz mutige rülpsten auch hinein, oder gaben sonstige
Lautimpulse von sich. Es war schon bald allgemeiner Konsens, dass die
beste Methode gegen Trägerdrücker war, sie zu ignorieren und
keinesfalls zu beschimpfen, wie es dennoch oft genug geschah (Schwätz
doch mal was du feige S.. , wenn ich dich krieg..., ich weiss wo du
bist, ich komm jetzt vorbei... , ich zeig´dich bei der Post an...).
In Einzelfällen blieb es dann nicht bei den Drohungen. Ich kenne einen
Fall, in dem ein Trägerdrücker von aufgebrachten Funkern gejagt,
gefunden und gestellt wurde. Dass dabei nicht nur das Funkgerät und die
Antenne des Störsenders hart behandelt wurden, muss wohl nicht extra
erwähnt werden ...
Spätestens seit dem Aufkommen der ´Händies´ ging es mit dem CB-Funk
jedoch bergab (Obwohl ja beim Händie in den meisten Fällen die
tatsächliche ´Funkstrecke´ bis zur nächsten Basisstation höchstens
einige Kilometer beträgt und ab da das Gespräch ganz normal über Draht
läuft. Von ´DX´ kann man da also nicht reden ... )
Die wenigen noch auf Dächern stehenden CB-Antennen sind meist
vergessene Relikte, die sich oft in einem funktechnisch trostlosen
Zustand befinden.
Heute sind auch nur noch ganz selten Autos mit CB-Antennen zu sehen,
ganz zu schweigen von den früher üblichen Aufklebern mit
Funk-Markennamen und - ganz wichtig - dem eigenen Rufzeichen. Das
Rufzeichen, der Funkname also, konnte völlig beliebig sein, ein
´Nickname´ also auch. Alles war vertreten, vom Filmstar (Rambo, Rocky,
...) über die Namen häuslicher Lieblingstiere (Schnucki, Minka,
Boppele,...) bis zu den eher ´professinelleren´ Rufzeichen, die oftmals
die Initialen des eigenen Namens ins ´internationale
Nato-Buchstabieralphabet´ umsetzten. Aus Fritz Maier wurde so ein
schicker ´Foxtrott - Mike´, manchmal noch mit Nummer dahinter. Wer das
ganze Nato-Alphabet kannte, hatte sowieso schon die höheren Weihen
erreicht (Kennst Du´s noch ? Alpha, Bravo, Charlie, Delta, Echo, ...),
und demonstierte dies mit der schnellen und fehlerfreien Buchstabierung
von ´QTH´ und Namen.
Vieles gäbe es noch zu berichten. Von echten Freundschaften, sogar
Ehen, die per CB-Funk ´vermittelt´ wurden, von regelmäßigen
Funkerrunden, bei denen stundenlang gequasselt wude, von Funkertreffs
in total verrauchten Nebenzimmern, vom ´Neuner´, dem heiligen Anruf-
und Notrufkanal, ... aber dieser Beitrag ist ja nun lang genug. Und
vielleicht fällt ja noch jemand anderem ´was ein !
73, 55 oder 88 zum Beispiel ...
Zuletzt geändert von telefunken am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
Grund: X
Uff... wasn ellenlanger Text. Ist aber schon interessant, war das funken doch
tatsächlich ne Art Vorläufer des Chattens und ne günstigere Alternative zum telefonieren! Vermut ich mal, da ja keine Gebühren anfielen und der Stromverbrauch sicher nicht so arg war, oder?
Ích hab selbst nie CB-Funk gehabt, kannte es aber so'n bisserl durch ein, zwei
Bekannte die davon begeistert waren!
Funkst du selbst eigentlich noch?
[quote]telefunken postete
Und natürlich die Geschichten
über Weitverbindungen, das sogenannte ´DX´, das bei entsprechenden
atmosphärischen Bedingungen selbst mit der mickrigen Leistung von 0,5 Watt kurzzeitig Verbindungen über 1000 und mehr km zuließ.
[/quote]Zum Bsp. ne Aurora Borealis!
Mal eben ne Verbindung in die Vergangenheit vor 30 Jahren... wie bei dem Film "Frequency"!

musicola
tatsächlich ne Art Vorläufer des Chattens und ne günstigere Alternative zum telefonieren! Vermut ich mal, da ja keine Gebühren anfielen und der Stromverbrauch sicher nicht so arg war, oder?
Ích hab selbst nie CB-Funk gehabt, kannte es aber so'n bisserl durch ein, zwei
Bekannte die davon begeistert waren!
Funkst du selbst eigentlich noch?
[quote]telefunken postete
Und natürlich die Geschichten
über Weitverbindungen, das sogenannte ´DX´, das bei entsprechenden
atmosphärischen Bedingungen selbst mit der mickrigen Leistung von 0,5 Watt kurzzeitig Verbindungen über 1000 und mehr km zuließ.
[/quote]Zum Bsp. ne Aurora Borealis!
musicola
Zuletzt geändert von musicola am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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telefunken
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Nee, die Kisten liegen irgendwo auf dem Speicher. Und die Reste der ´großen´ Antenne landeten irgendwann mal im Garten, als Tomatenstecken ;-).
Gekostet hat die Funkerei nur was von daheim. Wer eine Heimstation hatte, musste DM 15.- im Monat (!) Gebühren zahlen, als Ersatz für die ´Ausgefallenen Telefongespräche´ so die Post damals. War natürlich ein Quatsch, denn mit den Leuten, mit denen man gefunkt hat, hätte man ja nie telefoniert, da man sie ja gar nicht kennen gelernt hätte, ohne Funk !
Nein, der Stromverbrauch war bei den erlaubten Kisten gering. Nur die Unerlaubten, die fraßen natürlich ...
Der Film ´Frequency´ ist natürlich was für Funker !
Eigentlich ist ja jeder Funker quasi unsterblich, da das, was er rausgesendet hat, ja bis in alle Ewigkeit durch das Universum saust. Die Achziger sind nun also 20 Lichtjahre weit draußen. Wenn Du das Radioprogarmm von damals nochmal hören wolltest, müsstest du also überlichtschnell den Wellen hinterher ;-)
Tschuldigung, übrigens, wenn ichs noch nicht ganz blick´hier mit den Smileys und der Zitatantwort. Werd´mal nachlesen ...
Danke aber für deine Antwort !
Wenn ich fragen darf, was bist denn du eigentlich für ein Jahrgang ?
telefunken
Gekostet hat die Funkerei nur was von daheim. Wer eine Heimstation hatte, musste DM 15.- im Monat (!) Gebühren zahlen, als Ersatz für die ´Ausgefallenen Telefongespräche´ so die Post damals. War natürlich ein Quatsch, denn mit den Leuten, mit denen man gefunkt hat, hätte man ja nie telefoniert, da man sie ja gar nicht kennen gelernt hätte, ohne Funk !
Nein, der Stromverbrauch war bei den erlaubten Kisten gering. Nur die Unerlaubten, die fraßen natürlich ...
Der Film ´Frequency´ ist natürlich was für Funker !
Eigentlich ist ja jeder Funker quasi unsterblich, da das, was er rausgesendet hat, ja bis in alle Ewigkeit durch das Universum saust. Die Achziger sind nun also 20 Lichtjahre weit draußen. Wenn Du das Radioprogarmm von damals nochmal hören wolltest, müsstest du also überlichtschnell den Wellen hinterher ;-)
Tschuldigung, übrigens, wenn ichs noch nicht ganz blick´hier mit den Smileys und der Zitatantwort. Werd´mal nachlesen ...
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Wenn ich fragen darf, was bist denn du eigentlich für ein Jahrgang ?
telefunken
Zuletzt geändert von telefunken am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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Ich bin Jahrgang 1969, irgendwo im OT Laberforum findet sich übrigens
ein "Wie alt seid Ihr?" Thread, kannst du ja mal drinschmökern und was von dir erzählen!
---> Doppelpunkt und Klammer zu, ohne den Bindestrich!
Wenn du ne Antwort schreibst oder einen neuen Thread startest, siehst du links neben dem Text-Eingabefeld in blau das Wort
Formatierungsmöglichkeiten!
Draufklicken, dann siehst du was so alles geht!
Viel Spaß noch im 80s Forum
musicola
ein "Wie alt seid Ihr?" Thread, kannst du ja mal drinschmökern und was von dir erzählen!
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musicola
Zuletzt geändert von musicola am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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Oh Mann,
was für ein super-realistischer Beitrag. Ich habe diese Zeit auch voll durchgelebt, 3-Kanal-Handpuste dann Auto CB-Gerät im Wagen meines Vaters.
Besonders stark waren damals die Typen mit ihren 128 Kanal SSB Schwarzfunken und 50 Watt. Die bliesen bis nach Italien hinüber.
Es war schon super, habe viele Freunde kennengelernt. Später als der Mega-Hype durchbrach sank das Niveau jedoch stark ab - da hatten viele "Birnenpflücker" so ein Gerät. Heute haben CB-Antennen schon Asi-Niveau, so ändern sich die Zeiten.
Für den Beitrag dankt ein nostalgisch-verklärter Leser!
was für ein super-realistischer Beitrag. Ich habe diese Zeit auch voll durchgelebt, 3-Kanal-Handpuste dann Auto CB-Gerät im Wagen meines Vaters.
Besonders stark waren damals die Typen mit ihren 128 Kanal SSB Schwarzfunken und 50 Watt. Die bliesen bis nach Italien hinüber.
Es war schon super, habe viele Freunde kennengelernt. Später als der Mega-Hype durchbrach sank das Niveau jedoch stark ab - da hatten viele "Birnenpflücker" so ein Gerät. Heute haben CB-Antennen schon Asi-Niveau, so ändern sich die Zeiten.
Für den Beitrag dankt ein nostalgisch-verklärter Leser!
Zuletzt geändert von Husi am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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CB-Funk
Hallo!
Gibt es hier Leute, die in den achtzigern CB-Funk gemacht haben? Oder vielleicht immer noch aktiv sind? CB-Funk war der Hit in den achtzigern und ist jetzt wieder ganz schwer im Kommen! Sehr viele aus unserer Generation werden wieder aktiv und haben wieder eine CB-Station.
Wer kriegt glänzende Augen wenn ich Stichworte nenne wie Grundig CBH 2000, Lehnert, Stabo XF 4012 n, Kaiser 9015, oder die Antennen Citystar, Sigma 12? Oder die etwas größeren Kaliber von Geräten wie HAM Multimode II, Concorde, Lafayette, Super Star und natürlich die President Jackson (die es heute noch gibt). Und dazu natürlich ZETAGI... oder BREMI.
Habt ihr noch eure QSL-Karten-Sammlung? Liegt euer Gerät noch auf dem Dachboden? Hattet ihr auch Angst vor der "Post" weil ihr auf der "Deutschen Welle" mit dem Ausland (DX) gefunkt habt?
Heutzutage gibt es 80 Kanäle, Richtantennen und SSB! Der CB-Funk scheint wieder ein richtiger Boom zu werden.
Gibt auch einige CB-Foren. Das beste ist, glaube ich, http://www.funkbasis.de
Die besten Zahlen
Gibt es hier Leute, die in den achtzigern CB-Funk gemacht haben? Oder vielleicht immer noch aktiv sind? CB-Funk war der Hit in den achtzigern und ist jetzt wieder ganz schwer im Kommen! Sehr viele aus unserer Generation werden wieder aktiv und haben wieder eine CB-Station.
Wer kriegt glänzende Augen wenn ich Stichworte nenne wie Grundig CBH 2000, Lehnert, Stabo XF 4012 n, Kaiser 9015, oder die Antennen Citystar, Sigma 12? Oder die etwas größeren Kaliber von Geräten wie HAM Multimode II, Concorde, Lafayette, Super Star und natürlich die President Jackson (die es heute noch gibt). Und dazu natürlich ZETAGI... oder BREMI.
Habt ihr noch eure QSL-Karten-Sammlung? Liegt euer Gerät noch auf dem Dachboden? Hattet ihr auch Angst vor der "Post" weil ihr auf der "Deutschen Welle" mit dem Ausland (DX) gefunkt habt?
Heutzutage gibt es 80 Kanäle, Richtantennen und SSB! Der CB-Funk scheint wieder ein richtiger Boom zu werden.
Gibt auch einige CB-Foren. Das beste ist, glaube ich, http://www.funkbasis.de
Die besten Zahlen
Zuletzt geändert von Kigali am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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AW: CQ 11m, CQ 11m, hier ruft ...
Sehr interessantes Thema!
Ich war auch dabei! Es ging bei mir allerdings erst 1990 los.
Wenn ich mich recht erinnere, hieß meine Mobilfunke PAN - Multitop oder so ähnlich. Die habe ich auch aus dem Auto rausgenommen und als Heimstation mit Netzteil betrieben. Die Antenne am Haus war wohl die "Boomerang" und am Auto die "DV27". Diese DV27 war ein recht unästhetischer Stachel aber sie ging nicht schlecht.
Wenn man die CB-Funke als Telefonersatz nutzte, konnte es mit unter auch zu lustigen Missverständnissen kommen.
Ich erinnere mich, dass ich mal kurz vor Mittag, meine Frau zu Hause angefunkt habe und ihr mitteilte, sie solle doch schon mal die Kartoffeln fürs Mittagessen aufsetzen, ich wäre bald da.
Es war noch nicht ganz ausgesprochen, da meldete sich ein Mann und fragte, wo es denn dieses leckere Mittagessen gäbe. Er hätte auch Hunger und wollte vorbeikommen. Ich warte immer noch, wo er denn bleibt.
Gruß
guinnes67
Ich war auch dabei! Es ging bei mir allerdings erst 1990 los.
Wenn ich mich recht erinnere, hieß meine Mobilfunke PAN - Multitop oder so ähnlich. Die habe ich auch aus dem Auto rausgenommen und als Heimstation mit Netzteil betrieben. Die Antenne am Haus war wohl die "Boomerang" und am Auto die "DV27". Diese DV27 war ein recht unästhetischer Stachel aber sie ging nicht schlecht.
Wenn man die CB-Funke als Telefonersatz nutzte, konnte es mit unter auch zu lustigen Missverständnissen kommen.
Ich erinnere mich, dass ich mal kurz vor Mittag, meine Frau zu Hause angefunkt habe und ihr mitteilte, sie solle doch schon mal die Kartoffeln fürs Mittagessen aufsetzen, ich wäre bald da.
Es war noch nicht ganz ausgesprochen, da meldete sich ein Mann und fragte, wo es denn dieses leckere Mittagessen gäbe. Er hätte auch Hunger und wollte vorbeikommen. Ich warte immer noch, wo er denn bleibt.
Gruß
guinnes67
Zuletzt geändert von Guinnes67 am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
Grund: X
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AW: CQ 11m, CQ 11m, hier ruft ...
Oh man - Das waren noch Zeiten!
Ich hatte erst eine Universum 3 Kanal-Handfunke, dann eine Lehnert Heimstation mit Citystar-Antenne, dann eine Stabo xf4012 mit einer Sigma12 Antenne auf dem DAch ,dann eine DNT Funke für meinen PKW.
Mein Rufname war: Grisu oder Romeo Whisky 63.
Aufgehört habe ich dann so um 1987-88 herum.
War schon ne tolle Zeit - schnief!
Ich hatte erst eine Universum 3 Kanal-Handfunke, dann eine Lehnert Heimstation mit Citystar-Antenne, dann eine Stabo xf4012 mit einer Sigma12 Antenne auf dem DAch ,dann eine DNT Funke für meinen PKW.
Mein Rufname war: Grisu oder Romeo Whisky 63.
Aufgehört habe ich dann so um 1987-88 herum.
War schon ne tolle Zeit - schnief!
Zuletzt geändert von grisu63 am Do Jan 01, 1970 1:00 am, insgesamt 0-mal geändert.
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